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Starporträt Angelina Kirsch

Sie wurde beim Eisessen in Rom entdeckt: Angelina Kirsch gehört zu Deutschlands bekanntesten Curvy-Models, doch fast wäre es gar dazu nicht gekommen.

Steckbrief

  • Vorname Angelina
  • Name Kirsch
  • geboren 19.07.1988, Neumünster
  • Jahre 34
  • Grösse 1.77 m
  • Partner Mario (2017-2018)

Biografie von Angelina Kirsch

Angelina Kirsch und ihre Zwillingsschwester wurden 1988 in Neumünster geboren. Nach ihrem Abitur 2008 absolvierte sie eine Ausbildung zur Handelsassistentin bei Douglas. Im Anschluss studierte sie ein Jahr lang Betriebswirtschaftslehre, entschied sich dann aber von 2011 bis 2015 für Musikwissenschaften und empirische Sprachwissenschaften in Kiel. Während eines Urlaubs in Rom 2012 wurde sie vom Chef von "PLACE Models" entdeckt und ist seitdem für viele Marken das Kampagnengesicht als Curvy-Model. In der Castingshow "Curvy Supermodel – Echt. Schön. Kurvig" war sie von 2016 bis 2018 Jurorin. In der zehnten Staffel von "Let’s Dance" sicherte sie sich gemeinsam mit ihrem Tanzpartner Massimo Sinató 2017 den dritten Platz.

Eine Begegnung wie im Märchen

In einem Italienurlaub wurde Angelina Kirsch 2012 von dem Chef der Hamburger Modelagentur "PLACE Models" entdeckt. Für sie war es wie im Märchen: Er sprach sie an, als sie mit einer Freundin in einem Eiscafé in Rom saß. Im "welt"-Interview erzählte Angelina, dass es beinahe gar nicht zu dem Gespräch zwischen ihnen gekommen wäre. Der Grund: Der Agenturchef war selbst privat im Urlaub und habe zunächst gedacht, dass Angelina Italienerin sei. Außerdem hatte seine Modelagentur bis dato keine Curvy-Models unter Vertrag. Doch er war offenbar so begeistert von der damaligen Studentin, dass er sie dennoch ansprach.

Angelina Kirsch wollte keine Diät machen

Das Angebot der Modelagentur lehnte Angelina Kirsch zunächst ab. Sie konnte sich nicht vorstellen, dass sie als Übergrößen-Model ihren Lebensunterhalt finanzieren kann. Zudem hatte sie keine Lust auf eine Diät, denn in ihrer Vorstellung musste sie erst einmal 20 Kilogramm abnehmen, um mit der Agentur arbeiten zu können. Nachdem sie die Gründe ihrer Ablehnung dem Chef der Agentur offenbarte, entgegnete er: "Wir wollen dich genauso, wie du jetzt bist. Das ist perfekt für uns!", erinnerte sich Angelina Kirsch in einer "SPIEGEL TV"-Reportage (2015) an die Begegnung.

Als Curvy Model dick im Geschäft

Seit ihrer Entdeckung in Italien im Jahr 2012 ist Angelina Kirsch ein erfolgreiches Curvy-Model, sowohl vor der Kamera als auch auf dem Catwalk. Sie läuft regelmäßig auf den großen Fashion Shows dieser Welt - darunter auch auf der Fashion Week in Mailand und Madrid. Darüber hinaus reist sie für Fashion- und Beauty-Shootings um die Welt und ist Kampagnengesicht großer Marken wie beispielsweise Ulla Popken, die erste Modemarke in Deutschland, die sich auf große Größen spezialisiert hat. Aus ihrer Kleidergröße macht Angelina kein Geheimnis: Nach eigenen Angaben trägt sie Größe 42/44 und ist damit sehr glücklich.

Angelina Kirsch ein Multitalent vor der Kamera

Konkurrenz hatte Angelina Kirsch zu Beginn ihrer Modelkarriere kaum, zumindest in Deutschland. In der Branche wurde sie schnell bekannt und es mangelte ihr nicht an Jobs. Der Trend hin zu kurvigen Frauen spielte ihr dabei in die Karten. Im Jahr 2016 entdeckte das Model jedoch noch eine weitere Leidenschaft für sich, die sie in ganz Deutschland bekannt machte: "Curvy Supermodel – Echt. Schön. Kurvig". Als Jurorin war Angelina von 2016 bis 2018 in der RTL II-Castingshow zu sehen, bei der kurvige Nachwuchsmodels gesucht wurden, die mindestens Kleidergröße 40 tragen. Ein Jahr später nahm sie bei der RTL-Tanzshow "Let’s Dance" teil und belegte mit ihrem Tanzpartner Massimo Sinató Platz 3.

"Curvy", "XXL", "Supersize" oder "Plus Size"?

Bodyshaming ist in Zeiten von Social Media ein großes Thema geworden, gegen das sich auch Angelina Kirsch einsetzt. Bezugnehmend auf die zahlreichen Begriffe, die Curvy-Models klassifizieren, hat sie eine klare Meinung: Sie selbst bevorzugt den Begriff "curvy", da dieser in ihren Augen nicht wertend ist, sondern einfach das Vorhandensein von Kurven beschreibt. Begriffe wie "XXL", "Supersize" oder "Plus Size" seien dagegen zu negativ. Zum Thema Body Positivity hat Angelina Kirsch 2018 zudem ihr erstes eigenes Buch auf den Markt gebracht: "Rock your Curves! - Lerne deine Kurven lieben". In dem Praxisbuch zum Curvy-Trend geht es nicht nur um Fashion, Beauty, Ernährung, Fitness und Lifestyle, sondern vor allem auch darum, wie sie selbst gelernt hat, ihren Körper zu lieben. Ihr positives Körperbild habe sie auch ihrer Mutter zu verdanken, wie sie im Interview mit der "Welt" 2017 verriet. In ihrer Pubertät prägten ihre Kurven Selbstzweifel. Ihre Mutter entgegnete ihr damals: "Mädels, ihr werdet jetzt zu Frauen und Frauen haben Kurven, und das ist fein so".

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