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Starporträt Anke Engelke

Mit Kopf, Herz und Humor: Anke Engelke zählt wohl zu den bekanntesten Fernsehgesichtern in Deutschland. Wir verraten alles über die beliebte Spaßkanone.

Steckbrief

  • Vorname Anke Christina
  • Name Fischer
  • geboren Montreal, Québec / Kanada
  • Grösse 1.65 m
  • Partner Claus Fischer (geschieden) Andreas Grimm (geschieden) Niels Ruf (getrennt) Benjamin von Stuckrad-Barre (getrennt)
  • Kinder Emma (*1996) Lasse (*2005) Aaron (*2009)

Biografie von Anke Engelke

Anke Engelke feilte von klein auf an ihrer beeindruckenden Karriere und ist heute eine der beliebtesten Fernsehfrauen hierzulande. Mit viel Humor, Charme und ihren vielseitigen Talenten sicherte sie sich einen festen Platz in der deutschen Unterhaltungsbranche.  

Früher Karrierestart

Das Licht der Welt erblickte der spätere Fernsehstar im kanadischen Montreal. Anke Engelkes Vater war dort als Lufthansa-Manager tätig, ihre Mutter arbeitete als Fremdsprachenkorrespondentin. Als die kleine Anke fünf Jahre alt war, ging die Familie zurück in ihre deutsche Heimat und ließ sich in der Nähe von Köln nieder.

Der Schulchor des Gymnasiums, das Anke Engelke besuchte, legte den Grundstein für ihre aufstrebende Karriere. Denn es handelte sich bei dem Chor des Freiherr-vom-Stein-Gymnasium in Rösrath bei Köln nicht um irgendeinen Schulchor, sondern um einen überaus erfolgreichen. Die "Sonntagskinder" traten beispielsweise in Peter Frankenfelds Fernsehshow "Musik ist Trumpf" auf und standen als Begleitung des Schlagersängers Heino auf der Bühne. Als die jungen Sängerinnen und Sänger Ende der 1970er Jahre Udo Jürgens auf seiner Tour begleiteten und Anke Engelke ein Duett mit der Schlagerlegende sang, wurde sie von Radio Luxemburg entdeckt. Daraufhin übernahm die damals erst 11-Jährige die Moderation der Sendung "Moment mal".

Die folgenden Jahre ihrer Jugend sammelte Anke Engelke allerhand Erfahrungen im Rampenlicht. Mit ihrer Band "Manuel & Pony" trat sie in der "ZDF-Hitparade" auf, sie moderierte einige Jahre das "ZDF-Ferienprogramm", veröffentlichte mehrere Lieder und meisterte scheinbar ganz nebenbei das Abitur. 

Durchbruch mit "Die Wochenshow"

Nach der Schule entschied sich Anke Engelke für ein Studium der Anglistik, Romanistik und Pädagogik in Köln. Dieses brach sie jedoch rasch wieder ab, denn die Fernsehkarriere forderte die junge Frau immer mehr. Sie begann eine Ausbildung zur Redakteurin und stand nebenbei immer mal wieder für kleinere Moderationsjobs vor der Kamera.

Der große Durchbruch, der Anke Engelke ganz Fernsehdeutschland bekannt machte, kam im Jahr 1996. Die Sat.1-Sketchsendung "Die Wochenshow" ging on Air und Anke Engelke begeisterte neben Ingolf Lück, Bastian Pastewka, Marco Rima und später Markus Maria Profitlich das Publikum mit ihrem komödiantischen Können. Bis 2000 blieb Engelke der "Wochenshow" treu und hinterließ uns Klassiker der Fernsehgeschichte, allen voran ihre Parodie der "Tic Tac Toe"-Sängerin Ricky in der Rubrik "Rickys Popsofa".

Anke Engelke im Alleingang: "Ladykracher"

Nach dem Aus bei "Die Wochenshow" war es an der Zeit, Anke Engelke eine eigene Show zu geben. Von 2002 bis 2003 und erneut von 2008 bis 2013 lief die Sketch-Show "Ladykracher" erfolgreich auf Sat.1. Nicht nur etliche Nominierungen für deutsche Comedy-Preise heimste Anke Engelke für die Show ein, sie konnte sich zudem über eine phänomenale Emmy-Nominierung freuen. Und apropos Auszeichnungen: Für ihre Impro-Reihe "Blind Date" mit Olli Dittrich sicherte sich Engelke sogar einen Grimme-Preis.

Eine Frau mit vielen Talenten

Neben ihrer Arbeit als Moderatorin und Schauspielerin leiht Anke ihre Stimme gerne diversen Filmfiguren. 2004 hörte man sie als die liebenswerte und tollpatschige Dorie im Erfolgsfilm "Findet Nemo" und seit 2007 spricht sie die berühmte Marge Simpson. Aber auch im großen Scheinwerferlicht fühlt sich Anke Engelke zu Hause: Sie moderierte zahlreiche Galas, unter anderem den Deutschen Fernsehpreis und den Europäischen Filmpreis.

Lediglich ihre eigene Late-Night-Show "Anke Late Night", die Fernsehlegende Harald Schmidts Sendeplatz beerbte, wurde zum Flop. Nach nur wenigen Monaten wurde die Show 2004 wieder abgesetzt.

Anke Engelke im Kino

Doch kein Grund zum Trübsal blasen, denn Anke Engelke ist eine Frau vieler Talente und hat stets das nächste Projekt im Köcher, allen voran ihre Lust auf die Schauspielerei. In "Der Wixxer", der nach einem Drehbuch von Oliver Kalkofe, Oliver Welke und Bastian Pastewka entstanden ist, übernahm Anke die Rolle der Doris Dubinsky. In "Vom Suchen und Finden der Liebe", angelehnt an den mythologischen Hintergrund der Orpheussage, sah man sie neben Moritz Bleibtreu und Alexandra Maria Lara. Gemeinsam mit ihren Kollegen des Films "Frau Müller muss weg!" konnte sie sich 2015 sogar über den österreichischen Fernseh- und Filmpreis Romy freuen. 2017 meldete sie sich mit "Happy Burnout" nach einer längeren Schauspielpause zurück. 2018 und 2020 konnten wir sie in den deutschen Erfolgsserien "Deutschland 86" und "Deutschland 89" bewundern. In Sönke Wortmanns Kinofilm "Eingeschlossene Gesellschaft" brillierte Anke 2022 an der Seite von Florian David Fitz, Justus von Dohnányi und Nilam Farooq als unbeliebte Musiklehrerin.

Anke Engelke wird nicht müde

Für ordentlich Aufsehen sorgte Anke Engelke in jüngerer Fernsehvergangenheit mit gleich zwei legendären Auftritten und zeigte einmal mehr, dass sie vor neuen Herausforderungen nicht zurückschreckt. Da wäre zum einen die Amazon-Prime-Show "LOL: Last One Laughing" zu nennen. Von allen Kandidaten war sie die einzige, die bislang an allen drei Staffeln der Erfolgsshow teilgenommen hat. Das Prinzip der Sendung ist schnell erklärt: Man sperrt Comedians sechs Stunden lang in eine Wohnung und wer als letzter lacht, hat gewonnen und sichert sich ein Preisgeld von 50.000 Euro für einen guten Zweck.

Im Interview mit filmstarts.de erzählte Anke, wieso sie "LOL: Last One Laughing" so spannend findet: "(…) Es ist ein Setup, das einfach wahnsinnig reizvoll ist. Ich bin sehr an der Psychologie hinter Phänomenen wie Lachen oder Stress und Moral interessiert. Und hier kommt das alles zusammen. Man ist Gast und Performer zugleich. Das sind ja beides Zustände, die wir als Schauspieler*innen und Komiker*innen eigentlich mögen." Während sie sich in Staffel eins und zwei noch mit dem 5. Und 4. Platz zufrieden geben musste, verließ sie die dritte Staffel als Siegerin der Show.

Zum anderen begeisterte Anke Engelke mit ihrer Version von "Wer stiehlt mir die Show?". Sie besiegte Joko Winterscheidt und durfte die nächste Ausgabe der Quizsendung ganz nach ihren eigenen Wünschen gestalten. Dass Anke Engelke eine große Leidenschaft für den "Eurovision Song Contest" hegt, wissen wir spätestens seit ihrer grandiosen Moderation des Großereignisses mit Stefan Raab und Judith Rakers 2001 in Düsseldorf, für die sie mit dem Deutschen Fernsehpreis in der Kategorie "Beste Unterhaltungssendung des Jahres" ausgezeichnet wurde. Dieser Leidenschaft bediente sich Engelke bei ihrer ganz eigenen Version von "Wer stiehlt mir die Show?" und erschuf eine lebendige und überaus unterhaltsame Hommage an den "Eurovision Song Contest". Zuschauer und Kritiker waren sich einige: Douze Points für Anke!

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