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Starporträt Benedict Cumberbatch

Große Popularität erlangte Benedict Cumberbatch durch die Rolle eines modernen Sherlock Holmes in der Fernsehserie Sherlock.

Steckbrief

  • Vorname Benedict Timothy Carlton
  • Name Cumberbatch
  • geboren 19.08.1976, London
  • Jahre 46
  • Partner Anna Jones (getrennt) Olivia Poulet (getrennt) Sophie Hunter (verheiratet seit 2015)
  • Kinder Christopher Carlton (*2015) Hal Auden (*2017)

Biografie von Benedict Cumberbatch

Benedict Cumberbatch ist der Sohn der beiden Schauspieler Timothy Carlton (geb. Cumberbatch) und Wanda Ventham. Sein Talent wurde ihm also schon in die Wiege gelegt. Schon zu Schulzeiten nahm er an Theater-Schulaufführungen teil und spielte Rollen in William Shakespeares "Ein Sommernachtstraum", wo er Titania, die Königin der Feen, spielte. Zwischen Schule und Universität nahm er sich ein Jahr Auszeit, in dem er tibetisch-buddhistische Mönche in Indien in Englisch unterrichtete. Nach seiner Rückkehr nach Großbritannien studierte er Schauspiel an der University of Manchester und erwarb einen Master-Abschluss in klassischem Schauspiel an der London Academy of Music and Dramatic Art.

Anfängliche Karriere

Zu Beginn seiner Karriere benutzte er den Künstlernamen seines Vaters, Carlton, aber auf Anraten eines Kollegen begann er, unter dem ursprünglichen, ungewöhnlichen Nachnamen der Familie aufzutreten, um größere berufliche Aufmerksamkeit zu erregen. Das hat im Nachhinein sehr gut funktioniert. Cumberbatchs erste Arbeit im professionellen Theater war hauptsächlich Shakespeare, beginnend mit zwei Repertoire-Saisons mit der New Shakespeare Company im Londoner Regent Park in den Jahren 2001 und 2002. In den nächsten Jahren spielte er weiterhin in Londoner Theatern, oft in Klassikern. Auch im Fernsehen wurde er zu einem bekannten Gesicht: Er spielte Nebenrollen in Serien wie "Tipping the Velvet" und "Silent Witness" (beide 2002), "Fortysomething" (2003) und "To the Ends of the Earth" (2005). 2005 wurde er für einen BAFTA TV Award als bester Schauspieler für seine Darstellung des Physikers Stephen Hawking in der BBC-Fernsehserie nominiert.

Der Durchbruch mit Sherlock Holmes

Im Jahr 2010 gelang Benedict Cumberbatch als Sherlock Holmes in der BBC-Fernsehserie "Sherlock", die auf den Geschichten von Sir Arthur Conan Doyle basiert, der Durchbruch zu weit größerer Popularität im In- und Ausland. Die Adaption versetzte die Figuren der klassischen Geschichten aus dem viktorianischen Zeitalter in das London des 21. Jahrhunderts und fesselte die Fantasie der Zuschauer mit einem zeitgenössischen Holmes, der Nikotinpflaster benutzt und ein "hochfunktionaler Soziopath" ist. Cumberbatch blieb auch in den folgenden Staffeln von Sherlock im Mittelpunkt der Öffentlichkeit. 2014 wurde er für seine Leistung mit einem Emmy Award ausgezeichnet.

Weitere Film- und Theaterrollen

Die Liebe zum klassischen Theater ließ den erfolgreichen Schauspieler allerdings nicht los. Cumberbatch spielte 2011 die Hauptrolle in Mary Shelleys "Frankenstein" am Royal National Theatre, wo er sich mit dem Schauspieler Jonny Lee Miller in den Rollen des Victor Frankenstein und seiner Kreatur abwechselte. Er erhielt für seine Arbeit begeisterte Kritiken und wurde mit mehreren bedeutenden Theaterpreisen ausgezeichnet, darunter dem Olivier Award im Jahr 2012. Das Jahr 2011 schloss er mit Rollen in zwei hochkarätigen Filmen ab: in Steven Spielbergs "War Horse" und in der Verfilmung von John le Carrés "Tinker, Tailor, Soldier, Spy".
Einen völlig neuen Bekanntheitsgrad erlangte Cumberbatch als Bösewicht Khan in dem Hollywood-Blockbuster "Star Trek", seiner Rolle als WikiLeaks-Gründer Julian Assange, und in der Rolle als wohlmeinenden Sklavenhalter in "12 Years a Slave". Außerdem lieh er dem Drachen Smaug im zweiten Teil von "Der Hobbit" von Regisseur Peter Jackson sein vornehmes Knurren. Etwas später brachte ihm seine Rolle in "The Imitation Game" eine Oscar-Nominierung ein!
Doch wieder kehrte Benedict Cumberbatch zur klassischen Theaterbühne zurück und verkörperte den Hamlet in Shakespeares gleichnamigem Stück. Die Aufführung war schon ein Jahr vorher komplett ausverkauft. Die Liste seiner Filmrollen ist lang. Die aktuellsten Rollen sind unter anderem: "The Courier" (2020), "The Mauritanian" (2021), "The Electrical Life of Louis Wain" (2021) und in Jane Campions "The Power of the Dog" (2021). Für die letzte Rolle wurde Cumberbatch erneut für einen Academy Award nominiert.

Privatleben

Über Cumberbatchs Privatleben erfährt man nicht viel. Der Schauspieler hält sich sehr bedeckt, wenn es um sein Liebesleben oder seine Kinder geht. Vielleicht hat das Leben so ganz abseits von Glamour und Glanz der Filmwelt mit einem Vorfall in Südafrika zu tun. Während eines Drehs wurden er und sein Team Opfer einer Autoentführung. Er und seine Kollegen wurden über Nacht festgehalten, aber schließlich ohne Erklärung freigelassen. Gegenüber dem Magazin "Hello" erläuterte er: "Es hat mich gelehrt, dass man diese Welt so betritt, wie man sie verlässt, nämlich auf eigene Faust. Es hat mich dazu gebracht, ein weniger gewöhnliches Leben führen zu wollen.
Es ist bekannt, dass Benedict Cumberbatch viele Jahre lang mit Olivia Poulet zusammen war mit der er an der Universität in Manchester studierte. Sie trennten sich 2011.
Im November 2014 verlobte sich Cumberbatch mit der Regisseurin Sophie Hunter. Die unauffällige Bekanntgabe erfolgte in der englischen Zeitung "The Times". Das Paar heiratete am 14. Februar 2015 auf der Isle of Wight. Im Juni desselben Jahres kam ihr erster Sohn Christopher, zwei Jahre später ihr zweiter Sohn Hal Auden zur Welt.
Im Juni 2018 tauchten Berichte über einen Vorfall aus dem vergangenen Herbst auf, bei dem Cumberbatch aus einem Taxi sprang, um einen Fahrradlieferanten vor vier Straßenräubern zu schützen. Ironischerweise befand sich der Sherlock-Holmes-Star bei der Verbrechensbekämpfung in der Nähe des Wohnorts des fiktiven Detektivs in der Londoner Baker Street.

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