VG-Wort Pixel

Starporträt Demi Lovato

Demi Lovato träumte von klein auf von einer Karriere im Rampenlicht. Der Traum wurde wahr, doch die Sängerin kennt auch die Schattenseiten des Lebens nur zu gut.

Steckbrief

  • Vorname Demetria Devonne
  • Name Lovato
  • geboren 20.08.1992, Albuquerque, New Mexico/USA
  • Jahre 29
  • Partner Max Ehrich (2020) Austin Wilson (2019) Henry Levy (2018-2019) Wilmer Valderrama (2010-2016) Joe Jonas (2010) Trace Cyrus (2009)

Biografie von Demi Lovato

Die US-Amerikanerin Demi Lovato wollte schon immer hoch hinaus und feiert heute als Sängerin und Schauspielerin weltweite Erfolge. Doch neben der harten Arbeit an ihrer Karriere hatte sie seit ihrer Kindheit auch mit ihren inneren Dämonen zu kämpfen.

Familienverhältnisse im Hause Lovato

Demetria Devonne "Demi" Lovato wurde am 20. August 1992 als Tochter einer ehemaligen Cheerleaderin und eines Ingenieurs und Musikers in Albuquerque, New Mexico geboren. Nach der Scheidung ihrer Eltern wuchs Demi gemeinsam mit ihrer Schwester Dallas – Demi bekam später noch zwei Halbschwestern – bei ihrer Mutter auf und hatte seinerzeit kein gutes Verhältnis mehr zu ihrem Vater. Rückblickend jedoch sagte Demi Lovato über ihre Beziehung zu ihrem Vater in einem Interview mit Fox News: "Er war gemein, aber er wollte ein guter Mensch sein. Und er wollte seine Familie haben. Als meine Mutter meinen Stiefvater heiratete, hatte er immer noch dieses große Herz, in dem er sagte: 'Ich bin so froh, dass [er] sich um dich kümmert und den Job macht, den ich gerne machen würde'."

Von klein an große Träume

Schon im Alter von fünf Jahren bemühte sich Demi Lovato um ihre erste Fernsehrolle. Damals sprach sie für die Kinderfernsehserie "Barney und seine Freunde" vor, allerdings ohne Erfolg, weil sie noch nicht lesen konnte. Doch davon ließ sich das ehrgeizige Mädchen nicht von ihren Plänen abhalten. Demi begann Tanz- und Schauspielunterricht zu nehmen und lernte Klavier und Gitarre und die Mühen zahlten sich aus.

Im Alter von 10 Jahren ergatterte sie in der Fernsehserie "Barney und seine Freunde" nach dem Scheitern fünf Jahre zuvor die Rolle der Angela und flimmerte neun Episoden und zwei Jahre über die Mattscheibe.

Auf kleine Rollen in der beliebten Actionserie "Prison Break" (2006) und der Nickelodeon-Serie "Just Jordan" (2007) folgte die Rolle der Charlotte Adams in der Disney Channel-Produktion "Endlich Pause!".

Demi Lovato litt in ihrer Jugend unter Essstörungen

Beruflich ging es bergauf für die kleine Demi Lovato und sie kam ihren Träumen näher, doch in ihr drin sah es nicht so rosig aus. In der Schule wurde sie aufgrund ihrer Schauspielambitionen gemobbt, also sattelte sie zu Homeschooling um. Das Lernen zu Hause ließ sich ohnehin besser mit den Dreharbeiten vereinbaren. Zu jener Zeit hatte Demi zudem, wie sie es heute beschreibt, eine ungesunde Beziehung zu Essen. Sie litt unter Bulimie und es gab Phasen in ihrer Kindheit und Jugend, in denen sich Demi Lovato mehrfach am Tag übergeben musste.

Die Karriere nimmt Fahrt auf

So schlecht es um ihr Seelenheil stand, so gut lief es mit der Schauspielerei. Demi Lovato war inzwischen ein Teenager und sicherte sich von 2009 bis 2011 die titelgebende Rolle Allison "Sonny" Munroe in der Serie "Sonny Munroe", sowie die Hauptrolle in dem Fernsehfilm "Camp Rock". Als Demi beim Casting "Ain't No Other Man" von Christina Aguilera angestimmt hatte, waren alle begeistert und es war klar, dass sie die Hauptrolle der aufstrebenden Sängerin Mitchie Torres in "Camp Rock" verkörpern sollte. Und so konnte Demi nicht nur ihr Schauspielkönnen, sondern auch ihre Fähigkeiten im Gesang unter Beweis stellen.

Fokus auf die Musikkarriere

"Camp Rock" lief mit knapp neun Millionen Premierenzuschauern sehr erfolgreich im Fernsehen und auch der Soundtrack zum Film kletterte bis auf Rang drei der US Billboard Charts. Vier der Songs auf dem Soundtrack sang Demi Lovato, "This Is Me", ein Duett mit Joe Jonas, wurde zu ihrer Debütsingle erkoren und schaffte es in die Top 10 der Singlecharts. Kurze Zeit später unterschrieb das junge Talent einen Plattendeal mit dem Label "Hollywood Records".

Kurze Zeit später, im September 2008, erschien Demi Lovatos Debütalbum "Don't Forget". Zehn der neuen Songs entstanden in Zusammenarbeit mit den Jonas Brothers. Demi erhielt für ihr musikalisches Debüt alles in allem positive Kritiken und auch die Verkaufszahlen konnten sich mehr als sehen lassen. In den kommenden Jahren veröffentlichte die Sängerin sechs weitere Studioalben, die es allesamt mindestens in die Top 3 der US-Charts schafften:

  • 2009: Here We Go Again
  • 2011: Unbroken
  • 2013: Demi
  • 2015: Confident
  • 2017: Tell Me You Love Me
  • 2021: Dancing with the Devil… the Art of Starting Over

Bei den musikalischen Erfolgen ist es nicht sehr verwunderlich, dass Demi Lovato nach einigen weiteren Schauspielrollen – ein Gastauftritt in der Erfolgsserie "Grey's Anatomy", "Prinzessinnen Schutzprogramm", sowie die Fortsetzung "Camp Rock 2: The Final Jam" – sich von ihrer Serienrolle in "Sonny Munroe" verabschiedete und die Schauspielkarriere zunächst auf Eis legte.

Erste Warnzeichen

Doch auch die steile Musikkarriere stellte die junge Frau vor Herausforderungen. Die Welttour zum Film "Camp Rock 2: The Final Jam" musste Demi Lovato wenige Wochen vor Ende wegen "körperlicher und emotionaler Probleme", so die offizielle Verlautbarung auf dem Portal E! News, abbrechen. Die Sängerin ließ sich in den folgenden Wochen in einer Klinik behandeln – und diese News sollten nur ein leiser Vorgeschmack auf alles sein, was später noch ans Licht der Öffentlichkeit kam.

Demi Lovato und ihre Karriere-Highlights

Doch zurück zu Demi Lovatos beruflichen Erfolgen und den Highlights ihrer Karriere. Im Mai 2012 wurde sie neben Britney Spears, Simon Cowell und L.A. Reid Jurorin und Mentorin bei dem Gesangswettbewerb "The X Factor". Knapp ein Jahr später stand Lovato auch wieder als Schauspielerin vor der Kamera. In der Erfolgsserie "Glee" mimte sie von 2013 bis 2014 die New Yorker Künstlerin Dani. Zwischenzeitlich stand ein weiterer Meilenstein ihrer Karriere an: 2013 sang Demi Lovato den Titel-Song "Let It Go" für den Disney-Film "Die Eiskönigin – Völlig unverfroren" und wurde dafür mit Doppelplatin ausgezeichnet.

Psychische Erkrankungen, Drogen, Überdosis

Doch all diese Erfolge, die sie berufliche feiern konnte, verblassten gegen die Qualen, die sie privat ertragen musste. Seit ihrer Kindheit leidet Demi Lovato unter Bulimie und einer bipolaren Störung, sie verletzte sich selbst und ertränkte ihren Schmerz in Alkohol und Drogen. Harte Zeiten lagen hinter ihr, als sie 2018 den Song "Sober" veröffentlichte, der von ihrem schlimmen Rückfall erzählt, den sie erlitt, nachdem sie sechs Jahre clean gewesen war. Im Sommer 2018 wurde Demi Lovato in eine Klinik in Los Angeles eingeliefert, weil sie mit einer Überdosis Opioide in ihrem Haus gefunden wurde. Die Sängerin erlitt aufgrund der Überdosis mehrere Schlaganfälle und einen Herzinfarkt – den Ärzten nach befand sich die junge Frau in einer lebensbedrohlichen Situation.

Zwei Wochen wurde Demi Lovato im Krankenhaus behandelt und begab sich anschließend in eine Reha-Klinik. Ende Januar 2019 gab Lovato in einem Statement auf Instagram bekannt, seit einigen Monaten völlig clean zu sein.