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Starporträt Günther Jauch

Sein Lächeln und seine empathische Art machten Günther Jauch zu einem der beliebtesten Moderatoren. Wir verraten, wie es dazu kam und wie er privat lebt.

Steckbrief

  • Vorname Günther Johannes
  • Name Jauch
  • geboren 13.07.1956, Münster, Nordrhein-Westfalen / Deutschland
  • Jahre 66
  • Grösse 1.93 m
  • Partner Dorothea Sihler (seit 1988, verheiratet seit 2006)
  • Kinder Katja, Mascha, Kristin (*1993) Svenja (*1989)

Biografie von Günther Jauch

Wie kaum einem anderen Moderatoren gelingt es Günther Jauch, den Spagat zwischen belustigender Unterhaltung und seriösem Journalismus zu meistern. Bei "Wer Wird Millionär?" überzeugt er mit einer lockeren und freundlichen Art und er zeigt er sich stets mit einem verschmitzten und zugleich sympathischen Lächeln, das ansteckend ist. Bei "stern TV" überzeugte er mit einer sachlichen Berichterstattung, wobei seine empathische Ader nie vergaß. Da wundert es kaum, dass Günther Jauch einige Auszeichnungen abgeräumt hat und 2005 bei der Wahl zum beliebtesten Deutschen sogar den ersten Platz belegte. Doch der Moderator besitzt viele weitere Talente, von denen viele nichts wissen.

Anfänge im Journalismus

Günther Jauch wurde am 13. Juli 1956 in Münster geboren. Sein Vater, Ernst-Alfred Jauch, war ein bekannter Journalist. Die ersten drei Jahre lebte Günther Jauch mit seinen Eltern und seinen zwei jüngeren Geschwistern in Münster, später zog die fünfköpfige Familie nach Berlin – in die Villenkolonie Lichterfelde. Dort leitete sein Vater das Büro der Katholischen Nachrichtenagentur in West-Berlin. Günther Jauch war selbst sieben Jahre lang Ministrant in der Kirchengemeinde Heilige Familie in Lichterfelde.

Nachdem er sein Abitur am altsprachlichen Gymnasium Stegnitz abschloss, begann er, Jura zu studieren. Gleichzeitig bewarb er sich an der Deutschen Journalistenschule (DJS) in München. 1975 wurde Günther Jauch angenommen, er brach sein Jura-Studium kurzerhand ab und konzentrierte sich fortan auf seine Arbeit als Journalist. Seine Karriere begann er 1975 im Hörfunk – als freier Mitarbeiter und Sportmoderator beim RIAS Berlin.

1977 schloss er seine Lehre an der Deutschen Journalistenschule als damals jüngster Student ab und er wechselte in die Sportredaktion des Bayerischen Rundfunks (BR). Gleichzeitig studierte er Politik und Neuere Geschichte an der Ludwig-Maximilians-Universität in München. Später wechselte er von der Sportredaktion jedoch zum Zeitfunk des Bayerischen Rundfunks, was viel Zeit in Anspruch nehmen sollte – und er brach sein Studium wegen beruflicher Verpflichtungen ab.

Beim Bayerischen Rundfunk arbeitete Günther Jauch übrigens mit Thomas Gottschalk zusammen: Von 1985 bis 1989 moderierten sie zusammen die B3-Radioshow, wobei sich die beiden mit der Zeit an großer Beliebtheit erfreuen durften, da sie die Hörer mit ihren internen Sticheleien begeisterten und immer für gute Laune sorgten.

Vom Hörfunk ins Fernsehen

Seine Tätigkeit im Hörfunk brachte den jungen Moderatoren schon bald ins Fernsehen: 1982/83 war er als Außenreporter für den Süddeutschen Rundfunk (SDR) und dessen Spielshow"Rätselflug" unterwegs: Hier mussten die Kandidaten in 45 Minuten drei Rätsel lösen, die sie zu einem Schatz führten. Hierzu dirigierten sie ein Außenteam, inklusive Pilot, Kameramann und Moderator, via Funk – und hier kam Günther Jauch zum Einsatz. Außerdem moderierte er das BR-Jugendmagazin "Live aus dem Alabama" und ab 1986 die ZDF-Sendung "So ein Zoff". Der Grundstein für seine Erfolgsgeschichte als TV-Moderator war gelegt!

Günther Jauch wird das Gesicht von "stern TV"

Von 1990 bis 2011 moderierte Günther Jauch das Reportagemagazin "stern TV", das jeden Mittwoch von RTL ab 22.15 Uhr live ausgestrahlt wird. Die Sendung beschäftigt sich mit aktuellen Ereignissen und den bewegendsten Themen der vergangenen Tage, oft auch mit prekären Meinungen und Situationen, und bietet Platz für Diskussionen. Hier zeigte Günther Jauch, wie seriöse Berichterstattung und gekonnter Meinungsaustausch funktionieren – dabei war er stets einfühlsam, interessiert und aufrichtig.

Günther Jauch wird WWM-Quizmaster

Am 3. September 1999 flimmerte die erste Folge von "Wer wird Millionär?" über die Bildschirme. Bis 2014 durften die Kandidaten und Zuschauer daheim zweimal die Woche, montags und freitags, ihr Wissen in der Quizshow unter Beweis stellen. Seit 2015 läuft das Erfolgsformat mit Quizmaster Günther Jauch nur noch einmal die Woche, nämlich montags. "Wer wird Millionär?" besticht nicht nur mit dem Reiz, mitzuraten, und seiner eindrücklichen Nachdenk-Musik, auch Günther Jauch überzeugt das Publikum in voller Länge. Mit seinem verschmitzten Lächeln lässt er sich keine Antwort entlocken. Weiß ein Kandidat mal nicht weiter, reagiert er mit Humor und er hilft ihm, die Frage aus einer anderen Perspektive zu betrachten und in neue Richtungen zu denken. Dazu gibt es gelegentlich mal ein nettes Gespräch oder einen lustigen Spruch.

Seine Coolness und seinen Humor stellte Günther Jauch 2015 erneut unter Beweis, als er dem Million-Gewinner Leon Windscheid seinen Anzug vermachte und er seine glänzenden Anzugsschuhe gegen Leons ausgelatschten Turnschuhe eintauschte. Immer wieder landete Günther Jauch bei verschiedenen Umfragen, die die Sympathie von prominenten Personen betreffen, auf den obersten Plätzen. 2005 war es dann so weit und Günther Jauch wurde bei einer Umfrage des Marktforschungsinstituts Ipsos offiziell zum beliebtesten Deutschen gewählt.

Günther Jauch: Wie sieht sein Privatleben aus?

Auch privat scheint Günther Jauch eine gute Seele mit großem Herz zu sein: Er wohnt mit seiner Frau Dorothea und seinen fünf Kindern in Potsdam. Die beiden sind bereits seit 1988 ein Paar, nur ein Jahr später bekamen sie ihr erstes Kind. 1993 brachten sie ihr zweites Kind zur Welt und Töchterchen Kristin wurde geboren. Später adoptierten Günther und Dorothea zwei Kinder aus Sibirien – die Mutter ihrer Adoptivtochter Katja starb nach der Geburt, die Mutter ihrer Adoptivtochter Kristin flüchtete kurz nach der Geburt aus der Klinik. Günther Jauch und seine Frau schenkten ihnen ein neues Zuhause. 2006 heiratete das Paar.

Dass Günther Jauch das Herz am rechten Fleck trägt, zeigt sich auch drin, dass er einen Teil seines Einkommens bereits seit seiner frühen Karriere für wohltätige Zwecke spendet. Er beteiligte sich am Wiederaufbau des Fortunaportals in Potsdam, an der Sanierung der Neptungrotte im Schlosspark Sanssouci und unterstützte weitere Projekte in Brandenburg. Außerdem trägt er die laufenden Kosten der Potsdamer Arche.


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