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Starporträt Matthias Schweighöfer

Der "Keinohrhasen"-Schauspieler Matthias Schweighöfer ist mittlerweile weit über die deutschen Wohnzimmer hinaus bekannt und dreht internationale Filme wie "Army of Thieves".

Steckbrief

  • Vorname Matthias
  • Name Schweighöfer
  • geboren 11.03.1981, Anklam, Deutschland
  • Jahre 41
  • Grösse 1.8 m
  • Partner Ruby O. Fee (seit 2018) Ani Schromm (getrennt)
  • Kinder Greta (*2009) Valentin (*2014)

Biografie von Matthias Schweighöfer

Matthias Schweighöfer ist einer der erfolgreichsten deutschen Schauspieler und nicht mehr aus der deutschen Fernsehlandschaft wegzudenken. In eine Schauspielerfamilie hineingeboren wusste er bald, dass er auch vor die Kamera gehört. Seine Eltern, die Theaterschauspieler Gitta Schweighöfer und Michael Schweighöfer, nahmen ihn oft zu ihren Proben mit, sodass er später in der Theatergruppe seines Gymnasiums in Chemnitz mitspielte. Nach dem Abitur ging er nach Berlin, wo er heute noch lebt.

Schweighöfer besuchte die renommierte Berliner Hochschule für Schauspielkunst "Ernst Busch", brach aber nach einem Jahr ab. Und auch ohne die Ausbildung ist er heute eine der zentralen Figuren des deutschen Kinos. Im Alter von 16 Jahren stand er in "Raus aus der Haut" das erste Mal vor der Kamera. Weitere kleine Produktionen folgten. Ein paar Jahre später schon hielt Schweighöfer für seine Performance in "Verbotenes Verlangen – Ich liebe meinen Schüler" seinen ersten Preis, den deutschen Fernsehpreis, in der Hand. Ein Jahr darauf erhielt er für seine Rolle in "Küss mich Frosch" den Erich-Kästner-Filmpreis. Der endgültige Durchbruch aber gelang ihm 2004 an der Seite von Nora Tschirner in "Soloalbum". Mit Tschirner und Til Schweiger folgten wiederholt Hauptrollen in den beliebten Filmen "Keinohrhasen", "Zweiohrküken", sowie "Kokowääh" 1 und 2. Die größte deutsche Auszeichnung, die Goldene Kamera, erhielt Schweighöfer 2009 in der Verfilmung der Autobiographie des Literaturkritikers Marcel Reich-Ranicki.

Vor und hinter der Kamera

Schweighöfer wurde es vor der Kamera anscheinend zu langweilig und er widmete sich einer neuen Herausforderung, der Regie. Als Co-Autor, Co-Produzent und in der Regie wirkte Schweighöfer im Film "What a Man" mit, in dem er gleichzeitig auch noch die Hauptrolle übernahm. Schon bald gründete der Schauspieler seine eigene Produktionsfirma "PANTALEON Films" und produzierte die Kassenschlager "Der Schlussmacher", "Vaterfreuden", "Der Nanny" und "Der geilste Tag" zusammen mit Florian David Fitz.

Vom Höhenflug zurück auf den Boden

Man denkt, Schweighöfer wurde sein Talent einfach so in die Wiege gelegt. Aber hinter all den Auszeichnungen und vielen Erfolgen steckt harte Arbeit. In einem Interview mit der Gala gibt er Einblicke in die Kehrseite seines Berufs: "Ich glaube daran, dass man mit ganz viel Kraft ganz viel schaffen kann. Ich glaube, man kann Glück auch erzwingen. Ich gebe auch Vorstellungen, wenn ich 39 Grad Fieber habe. Ich bin so, das ist mein Naturell." Doch es kann nicht immer nur Preise und Auszeichnungen regnen: Vor "Keinohrhasen" zusammen mit Til Schweiger und Nora Tschirner im Jahr 2007 hatte er "15 Monate keinen Film gedreht und in dieser Zeit die andere Seite des Berufs kennengelernt: Keine Arbeit, keine Knete, in diesem Job kann ganz schnell der Wandel kommen." Vielleicht ist es das, was ihn beim Fernsehpublikum so beliebt macht. Seine bodenständige Art und zu wissen, dass man hart für seinen Traum arbeiten muss.

Matthias goes Hollywood

Die harte Arbeit hat sich auf jeden Fall gelohnt. Mittlerweile ist die deutsche Schauspielikone immer häufiger auch auf der internationalen Leinwand zu sehen. Was viele nicht wissen: Schon 2002 spielt Schweighöfer seine erste amerikanische Filmrolle in "FearDotCom".
Mittlerweile ist er zusammen mit Omari Hardwick auch auf der internationalen Streamingplattform Netflix zu sehen. Im Actionthriller "Army of the Dead" jagen die beiden, wie der Titel schon erraten lässt, Zombies hinterher. Die Hollywood-Tür öffnet sich endlich für den deutschen Schauspieler und schon ein halbes Jahr später erschien der zweite Teil "Army of Thieves" auf Netflix, diesmal mit Matthias Schweighöfer selbst als Drehbuchautor und Regisseur.
Endgültig hat sich Schweighöfer in die Herzen der Amerikaner dann bei Jimmy Fallon getanzt. Dort wird er schon als deutscher Justin Timberlake gehandelt, worauf eine, wie er selbst sagt "schüchterne" Tanzeinlage folgte. Wer hätte das gedacht: Ein deutscher Schauspieler – übrigens der erste – tanzt zusammen mit Megastar Jimmy Fallon in der "Tonight Show" und sahnt ein Kompliment nach dem anderen ab. In Deutschland wird er oft dafür kritisiert, in einfachen Komödien mitzuspielen, die seinem schauspielerischen Talent gar nicht würdig sind. Der Durchbruch in den USA ist ihm mit "Army of Thieves" nun hoffentlich gelungen. Wir drücken die Daumen, dass er auch weiterhin auf der internationalen Leinwand zu sehen ist. Ein Oscar wäre für Matthias Schweighöfer ein Traum, den er durchaus plausibel findet. "50", sagt er der Gala, "wäre ein gutes Alter dafür".

Der Frauenschwarm und die Liebe

2019 gibt Matthias die Trennung von seiner langjährigen Partnerin und Regieassistentin Ani Schromm bekannt. Mit ihr hat der Schauspieler zwei Kinder, einen Sohn und eine Tochter. Wer die neue Frau an der Seite des Frauenschwarms ist, kommt durch einen Instagram-Post ans Licht. Unter ein Foto der Schauspielerin Ruby O Fee kommentiert er "Great Job, Love". Als die Gerüchteküche anfing zu brodeln, wurde der Kommentar wieder gelöscht. Kurz darauf aber die offizielle Bekanntgabe, dass die Kollegen tatsächlich ein Paar sind. Das Power-Paar ist übrigens auch gemeinsam auf der Netflix-Leinwand in "Army of Thieves" zu sehen. Wie sich Job und die Liebe so einfach vereinbaren lassen, ist immer ein heikles Thema. Die beiden scheinen es aber bis jetzt ohne Probleme hinzubekommen.

Matthias Schweighöfer: die besten Filme

  • 2001: Herz im Kopf
  • 2004: Kammerflimmern
  • 2007: Keinohrhasen
  • 2010: Friendship!
  • 2011: What A Man
  • 2011: Rubbeldiekatz
  • 2012: Russendisko
  • 2013: Schlussmacher
  • 2013: Frau Ella
  • 2014: Vaterfreuden
  • 2015: Der Nanny
  • 2016: Der geilste Tag
  • 2016: Vier gegen die Bank
  • 2018: Hot Dog
  • 2018: Vielmachglas
  • 2018: 100 Dinge
  • 2021: Army of the Dead
  • 2021: Hinterland

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