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Starporträt Moritz Bleibtreu

Schauspieler Moritz Bleibtreu entstammt einer bekannten Theaterfamilie, doch mit Kinohits wie "Lola rennt" machte er sich früh einen eigenen Namen.

Steckbrief

  • Vorname Moritz
  • Name Bleibtreu
  • geboren 13.08.1971, München, Deutschland
  • Jahre 51
  • Grösse 1.73 m
  • Partner Annika (aktuell)
  • Kinder David (*2008)

Biografie von Moritz Bleibtreu

Moritz Bleibtreu zählt zu den bekanntesten Schauspielern in der deutschen Kinoszene. Dass er sich der Schauspielerei verschrieb, verwundert kaum – schließlich zählen erfolgreiche Fernseh- und Theaterdarsteller zu seiner Familie. Moritz selbst wurde vor allem durch seine Mitwirkung in Kinoerfolgen wie "Lola rennt", "Das Experiment" und "Der Baader-Meinhof-Komplex" bekannt.

Von klein auf in der Schauspielerei zu Hause

Am 13. August 1971 kam Moritz Bleibtreu als Sohn der beiden österreichischen Schauspieler Monica Bleibtreu und Hans Brenner in München zur Welt. Zwei Jahre nach seiner Geburt trennten sich seine Eltern und er zog mit seiner Mutter nach Hamburg. Dort lebten sie im Problemviertel St. Georg, wo der junge Moritz erste Erfahrungen mit kleineren Straftaten machte.

Doch vor allem war es die Schauspielerei, die seine Kindheit und Jugend prägte. Als Kind begleitete er seine Mutter Monica oft ins Theater. Schon mit neun Jahren war er erstmals im deutschen Fernsehen zu sehen, als er in der ZDF-Kinderserie "Neues aus Uhlenbusch" mitspielte. Dass er Schauspieler werden wollte, habe er immer gewusst, sagte er einmal im Interview mit der DPA.

In die weite Welt hinaus

Nach der elften Klasse hatte Moritz Bleibtreu von der Schule genug: Er verließ die Gesamtschule und ging nach Paris, um dort für ein Jahr als Au-Pair zu arbeiten. Auch Italien und die USA bereiste er, in New York nahm er zudem Unterricht in „Method Acting“. Nach vier Jahren Weltenbummeln zog es ihn jedoch in die deutsche Heimat zurück. Er bekam ein Engagement am Hamburger Schauspielhaus, wo er in Shakespeares "Romeo und Julia" seinen ersten Auftritt hatte. Ein Jahr später begann seine Karriere vor der Kamera, zunächst mit Nebenrollen in diversen TV- und Kinoproduktionen. So war er unter anderem in der Komödie "Stadtgespräch" zu sehen und spielte in 13 Folgen der Krimiserie "Die Gang" mit.

Fulminanter Einstieg

Gleich mit einem seiner ersten Kinoauftritte landete Moritz Bleibtreu einen Erfolg: Für seine Darstellung des Gangsters Abdul in Til Schweigers und Thomas Jahns Roadmovie "Knockin‘ on Heaven‘s Door" erhielt er 1997 den Deutschen Fernsehpreis als bester Nebendarsteller. Nur drei Jahre später wurde ihm dieser Preis in der Kategorie "Bester männlicher Schauspieler" für seine Darstellung im Spielfilm "Im Juli" verliehen. Was Auszeichnungen anging, war dies nur der Anfang: Im Laufe der Jahre folgten weitere Preise wie Jupiter, die Goldene Romy und der Silberne Bär.

Internationale Bekanntheit erlangte Moritz Bleibtreu für seine Mitwirkung in dem Actionthriller "Lola rennt" des Regisseurs Tom Tykwer, in dem er an der Seite von Franka Potente die Rolle des Drogenkuriers Manni übernahm. Für großes Aufsehen sorgte auch seine Rolle in dem Kinofilm "Der Baader-Meinhof-Komplex". Spätestens seit diesem Zeitpunkt zählt Moritz Bleibtreu zu den bekanntesten deutschen Charakterdarstellern.

Hollywood ruft

Doch nicht nur in Deutschland, auch international konnte Moritz Bleibtreu von sich überzeugen. Starregisseur Steven Spielberg engagierte ihn 2005 für eine Rolle in seinem Actionthriller "München". Drei Jahre später war er zudem in "Speed Racer" zu sehen und drehte an der Seite von Jeff Goldblum und Willem Dafoe "Ein Leben für ein Leben – Adam Resurrected". Auch mit Brad Pitt und Daniel Craig war er bereits auf der Leinwand zu sehen.

Durch seine Mitwirkung in Filmen verschiedenster Genres war der Charakterschauspieler schon früh vor allem für seine Wandlungsfähigkeit bekannt. Moritz Bleibtreu stand unter anderem als Gangster, Terrorist, Dorftrottel, Anwalt und Drogendealer vor der Kamera und wirkte in Thrillern, Dramen und Liebesfilmen mit. Mit dem Hamburger Regisseur Fatih Akin drehte er neben "Im Juli" weitere erfolgreiche Filme, darunter den Gangsterfilm "Chiko" von 2008 und ein Jahr später die Komödie "Soul Kitchen".

Übrigens spielte er nicht nur in deutschen und amerikanischen Produktionen – der Schauspieler ist ein echtes Sprachtalent und beherrscht mehrere Sprachen fließend. So spielte er unter anderem in dem italienischen Krimi "Vallanzasca – Gli angeli del male" und dem französischen Historienthriller "Les femmes de l’ombre" mit. Auch eine Verbindung nach Schweden gab es – denn Moritz Bleibtreus langjährige frühere Lebensgefährtin Annika ist Schwedin. 2009 kam der gemeinsame Sohn David zur Welt.

Neue Ufer für Moritz Bleibtreu

2020 führte Moritz Bleibtreu erstmals Regie bei einem Kinofilm. "Cortex" erzählt die Geschichte eines Wachmanns mit Schlafproblemen, der zwischen Traum und Realität nicht mehr unterscheiden kann. Da Moritz Bleibtreu, der den Film über seine Produktionsfirma Paloma Entertainment auch selbst produzierte, keinen passenden Darsteller für die Hauptrolle fand, engagierte er sich kurzerhand selbst. Auch für das Drehbuch war er verantwortlich.

Nachdem er mehrere Jahre lang hauptsächlich auf der großen Leinwand zu sehen war, kehrte er 2015 zum Fernsehen zurück: In der ZDF-Krimiserie "Schuld nach Ferdinand von Schirach" übernahm er als Anwalt Friedrich Kronberg die Hauptrolle. 2021 war er zudem in der Joyn-Serie "Blackout" als Hacker Pierre Manzano zu sehen. Für Aufsehen sorgte im selben Jahr die RTL-Serie "Faking Hitler", in der Moritz Bleibtreu als Konrad Kujau, Fälscher der Hitler-Tagebücher, auftrat.

Großer Geheimniskrämer

Trotz seiner Erfolge macht der Schauspieler privat nicht mit Skandalen von sich reden. Vielmehr gilt er hinsichtlich seines Privatlebens als äußerst verschwiegen. Daher erfuhr die Öffentlichkeit erst 2021, dass er sich Jahre zuvor von seiner langjährigen Lebensgefährtin Annika getrennt hatte und seit 2019 mit Saskia de Tschaschell liiert ist. Im Juli 2022 heirateten die beiden in Reinbek bei Hamburg.

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