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Starporträt Motsi Mabuse

Motsi Mabuse, die Frohnatur des deutschen Fernsehens, kann privat auch einen ernsteren Ton anschlagen. Sie setzt sich auf Instagram aktiv gegen Rassismus ein.

Steckbrief

  • Vorname Motshegetsi
  • Name Mabuse-Voznyuk, geboren als Mabuse
  • geboren 11.04.1981, Mankwe / Bophuthatswana, heute Südafrika
  • Jahre 41
  • Grösse 1.6 m
  • Partner Evgenij Voznyuk (verheiratet seit 2017) Timo Kulczak (geschieden)
  • Kinder Tochter (*2018)

Biografie von Motsi Mabuse

Dass die gebürtige Südafrikanerin von einer schwierigen Kindheit geprägt wurde, sieht man ihr auf den ersten Blick nicht an. Aus dem Fernsehen kennt man Motsi Mabuse immerzu strahlend. Was viele nicht wissen: Sie wuchs zu Zeiten der Apartheid in Südafrika, in einem sogenannten "Homeland" auf, wo strikte Rassentrennung herrschte. Die schwarze Bevölkerung wurde dort von der weißen streng isoliert. Alle Lebenslagen wurden strukturell von Rassismus geprägt. Die Freude am Tanzen ließ sich die junge Mabuse aber nicht nehmen. Nach einem Umzug nach Pretoria, einer der Hauptstädte des Landes, fängt sie mit professionellem Tanzunterricht an. Dieser Schritt in jungen Jahren sollte ihr weiteres Leben nachhaltig prägen.

Tanzkarriere von Motsi Mabuse

Das Jurastudium in Pretoria schmiss sie hin, um ihren Traum als Profitänzerin zu verfolgen. 1998 wurde sie in ihrer Parade-Disziplin, den lateinamerikanischen Tänzen, südafrikanische Vizemeisterin. Im Alter von 18 Jahren wagte sie dann den großen Schritt und zog nach Deutschland. Dort nahm Motsi Mabuse 2003 und 2013 an mehreren deutschen Meisterschaften in der Kategorie lateinamerikanische Tänze teil, und gewann mehrmals den Vize- sowie Meistertitel.

Vom Tanzparkett zum Fernsehen

Heute ist Mabuse gar nicht mehr aus den deutschen Wohnzimmern wegzudenken. Doch wie schaffte sie eigentlich den Schritt vom professionellen Tanzparkett ins deutsche Fernsehen?
Im Jahr 2007 nahm die gebürtige Südafrikanerin an der zweiten Staffel der RTL-Tanzshow "Let's Dance" teil, wo sie zusammen mit Guildo Horn den sechsten Platz erreichte. In der dritten Staffel tanzte Motsi Mabuse sich mit Promipartner Rolf Schneider einen weiteren Platz nach oben. Der "Let's Dance"-Erfolgsmoment blieb zwar aus, sie tanzte sich aber in die Herzen des TV-Publikums und erhielt 2011 prompt einen Platz in der Jury, wo sie seitdem neben dem strengen Joachim Llambi sitzt und für hohen Unterhaltungswert sorgt.
Motsi saß auch in der RTL-Castingshow "Das Supertalent" in der Jury. Nebenbei blieb sie "Let's Dance" erhalten, wo sie 2014 ihre professionelle Tanzkarriere mit einem rührenden Abschiedstanz beendete. Und auch international ist Mabuse im Fernsehen bekannt. 2019 beispielsweise war sie in der Jury des britischen Originals von "Let's Dance" zu sehen.

Motsi und die Liebe

So erfolgreich wie ihre Karriere zu laufen scheint, so läuft es auch privat bei der Tänzerin. Wobei sich die beiden Sachen nicht so leicht voneinander trennen lassen. Als Mabuse nach Deutschland kam, lernte sie kurz darauf den Profitänzer Timo Kulczak bei einem Tanzturnier kennen. Die beiden wurden nicht nur Tanzpartner, sondern auch Lebenspartner und erreichten den gemeinsamen Traum des deutschen Meistertitels. 2010 verabschiedete sich der TV-Star für kurze Zeit von ihrer Profikarriere, feierte aber schon kurze Zeit später mit ihrem neuen Tanzpartner dem Ukrainer Evgenij Voznyuk ein Comeback. Als Mabuse ihre Profikarriere dann 2014 endgültig an den Nagel hing, verkündete sie gleichzeitig ihr Liebesaus mit Kulczak. Ihr neuer Liebespartner: Der Tanzpartner Evgenij Voznyuk! Er hat sich wohl mitten in Motsi Mabuses Herz getanzt.

Tanzpartner, Liebespartner – Ehepartner

Mabuse und ihrem ehemaliger Tanzpartner Voznyuk war es schnell sehr ernst. Die beiden heirateten und schon bald folgte der Nachwuchs, ihre kleine Tochter, die 2018 das Licht der Welt erblickte. Das Liebesglück, denkt man, kann eigentlich nicht getoppt werden. Da verplapperte sich die ehemalige Profitänzerin bei einem RTL-Interview mit der Moderatorin Frauke Ludowig. "Ich würde meinen Mann heiraten, ich möchte meinen Mann auch noch mal heiraten. Das haben wir vor. Noch mal und auch bald sogar!“ Läuten also bald die Hochzeitsglocken zum zweiten Mal für die Tanz-Turteltauben?
Das Paar betreibt gemeinsam eine Tanzschule und bietet dort auch Hochzeitstanzkurse an. Vielleicht hat die beiden erneut ihre Arbeit inspiriert. Mabuse erwidert aber auch, dass es gar nicht so harmonisch läuft, wie es immer aussieht. Vor allem das gemeinsame Arbeiten führt zu Streitpunkten. Die beiden funktionieren einfach unterschiedlich "Ich bin spontan, er möchte es strukturiert", sagte sie in einem "Gala"-Interview. Vielleicht liegt aber gerade in den Unterschieden die Harmonie, wie bei Yin und Yang, wo die beiden unterschiedlichen Komponenten sich erst gegenüberzustehen scheinen, sich aber eigentlich komplementieren und ergänzen.

"Deutschland, du hast ein echtes Problem"

Motsi Mabuse spricht gern Klartext in ihrer Juryrolle, aber auch privat auf Social Media. Als es in Erfurt zu einer Gewalttat gegen einen syrischen Jugendlichen kam, empörte sich der Tanzstar öffentlich auf Twitter: "Ich wäre so dankbar, wenn 50 Schauspieler ein Video zu diesem Thema machen würden, vielleicht könnten wir genauso viele Reaktionen von der Regierung bekommen und darüber sprechen, wie sehr Rassismus das Leben der Menschen in Deutschland beeinflusst." Selbst inmitten des Apartheid-Regimes aufgewachsen, möchte die gebürtige Südafrikanerin nun nachhaltig ändern, was sie als Kind miterleben musste. "Wie sollen unsere Kinder in einem Land wie diesem leben?! ", schrieb sie in einer Story auf Instagram.
Sie meldete sich in einer Videobotschaft an ihre Follower:innen, wo sie sich auf die Sendung "Stars gegen Krebs" bezog und gestand: "Ich habe Rassismus erlebt, ich erlebe jeden Tag Rassismus. Gestern war es, glaube ich, das erste Mal, dass ich in Deutschland eine Sendung gemacht habe und danach keine ekelhaften, rassistischen Texte bekam. Ich mache das jetzt mittlerweile seit 13 Jahren." Die Familie Mabuse-Voznyuk denkt sogar der Tochter zuliebe über einen Umzug nach Großbritannien nach. Das scheint nur verständlich. Klar ist aber, dass das deutsche Publikum sie auf jeden Fall vermissen würde.

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