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Starporträt Natalia Wörner

Natalia Wörner ist für ihr vielfältiges Talent bekannt. Nicht nur schauspielerisch glänzt sie auf der Kinoleinwand, auch journalistisch zeigt sie ihr Können.

Steckbrief

  • Vorname Natalia
  • Name Wörner
  • geboren 07.09.1967, Stuttgart-Bad Cannstadt, Deutschland
  • Jahre 54
  • Partner Robert Seeliger (geschieden) Heiko Maas (seit 2016)
  • Kinder Jacob Lee (*2006)

Biografie von Natalia Wörner

Schon früh wusste Natalia Wörner, wo es mal hingehen soll – auf die Laufstege der Modemetropolen, Kinoleinwände und ins Wohnzimmer der zahlreichen Fernsehzuschauer. Schon in der Schule modelte sie nebenbei in ihrer Heimatstadt Stuttgart, schnell auch in Paris, Wien und Mailand – und das war nur der Beginn einer großen Karriere. Die Modeljobs sollten nur dazu dienen, ihre Ausbildung zu finanzieren, denn Natalias eigentliche Leidenschaft ist die Schauspielerei. Sie wurde an der renommierten New Yorker Schauspielschule "Lee Strasbergs Actors Studio" angenommen. Hier standen schon Legenden wie Marilyn Monroe und Marlon Brando im Klassenzimmer beziehungsweise auf der Bühne.

Nach ihrer Zeit in New York zog es sie aber wieder nach Deutschland zurück, wo sie in Hamburg an Off-Produktionen mitwirkte. Mit ihrem ersten Fernsehauftritt im Jahr 1992 in "Thea und Nat", einem Beziehungsdrama, begann Natalia Wörners Film- und Fernsehkarriere dann so richtig. Ihr Kinodebüt in "Frauen sind was Wunderbares" und "Die Sieger" verliehen ihr deutschlandweit Bekanntheit.

Es regnet Preise für Natalia Wörner

Anfangen mit dem Goldenen Gong für ihre Rolle der psychisch kranken Milena Ems im "Tatort" ging es immer weiter steil bergauf für die deutsche Schauspielerin und sie sahnte einige Preise sowie internationale Nominierungen ab. Nur drei Jahre nach dem Goldenen Gong folgte der Deutsche Fernsehpreis für ihren Auftritt in "Bella Block". 2011 brachte ihr ihre Performance in der Verfilmung des Ken Follett-Romans "Die Säulen der Erde" den österreichischen Film- und Fernsehpreis ROMY und Nominierungen für den Bambi und sogar den Golden Globe ein. Vom damaligen Bundespräsidenten Joachim Gauck bekam Natalia Wörner das Bundesverdienstkreuz für ihre Arbeit in der Kindernothilfe verliehen.

Film trifft auf Politik

Und wenn wir schon bei Politiker:innen sind, trifft es sich ganz gut, die Beziehung zum ehemaligen Bundesaußenminister Heiko Maas zu thematisieren. Lange wurde in der Boulevardpresse darüber gemunkelt und spekuliert. Dann endlich gab Natalia im April 2016 die Beziehung zu Heiko Maas, damals noch Justizminister, bekannt. Dieser hatte sich gerade von seiner Ex-Frau Corinna getrennt und zeigte sich nun erstmals bei einem Konzert im Jüdischen Museum in Berlin mit der neuen Frau an seiner Seite – Natalia Wörner. Kennengelernt haben sich die beiden scheinbar bei einem Treffen des Schauspielverbandes 2014. 

Das Westwing Möbelgate

Der Möbelhersteller Westwing dreht sogenannte Werbe- "Homestories", in denen sich Promis ihre Wohnungen mit Möbeln von Westwing einrichten lassen. Im Gegenzug für das Posten der Werbung darf der Promi dann die Möbelstücke behalten. Normalerweise sind die "Promis" eher im Influencer-Bereich tätig und etwas unbekannter. Allerdings machte Natalia Wörner ebenfalls mit – und im Falle einer der bekanntesten Schauspielerinnen Deutschlands, die soeben ihr Liebesnest mit einem Bundesminister bezogen hatte, schlug die entsprechende Welle direkt etwas höher.

Westwing nutzte diese Publicity und reichte die Homestory prompt an die Bunte weiter. Wie man sich denken kann, servierte die Zeitschrift ihren treuen Leser:innen das Quartier des Bundesministers und der Schauspielerin und ein "Shitstorm" auf Social Media folgte schnell. Wieso sich ein Minister seine Möbel nicht selbst finanzieren kann und sich Möbel im Wert von 10.000 Euro schenken lassen muss, fragen sich die Nutzer:innen der Online Plattformen. Eine Sprecherin der Schauspielerin entgegnete, dass die Sachwerte natürlich ordnungsgemäß versteuert werden. Warum dann die Fotos sofort wieder von der Website verschwanden, bleibt ungewiss.

Das "Möbel-Gate" hat der Liebe hingegen nicht geschadet. In einem Interview sprach Wörner über die neu gewonnene Zeit nach dem Regierungswechsel, wodurch Maas sein Amt als Außenminister verlor. Gegenüber der GALA verriet sie: "Man fühlt sich plötzlich etwas freier und nicht ständig unter Druck. Wir feiern diese neu gewonnene gemeinsame Zeit und wissen sie ganz neu zu schätzen. Bei uns verändert sich gerade ganz viel, und ich finde das sehr schön".

A Women’s Story – Herzensprojekt

Nicht nur vor der Kamera ist die Schauspielerin ein Talent – auch journalistisch zeigt sie, was sie kann. In "A Women’s Story", interviewt Wörner prominente Aktivistinnen. Seit Jahren schon setzt sich Natalia Wörner für Frauenrechte ein und erfüllte sich nun mit diesem neuen journalistischen Projekt einen Herzenswunsch. In der Doku begibt sie sich auf eine dokumentarische Reise, und trifft auf starke, selbstbewusste Frauen, die für ihre Rechte und Freiheit kämpfen. 2020 gründet sie die Initiative #Sicherheim, eine Kampagne über häusliche Gewalt gegen Frauen. Vor allem während der Pandemie und dem damit verbundenen Lockdown sind die Gewaltakte gegen Frauen erheblich angestiegen.

Natalia Wörner sagte dazu: "Meine Grundthese ist, dass wir erst über Gleichstellung reden können, wenn das Thema Gewalt gegen Frauen eine Zero Tolerance Position in unserer Gesellschaft bekommen hat". Und auch am Weltfrauentag setzt sie sich tatkräftig ein. 2022 widmete sie sich den Frauen in der Ukraine, die in dieser schweren Zeit um Brüder, Söhne und Ehemänner bangen müssen. Woher kommt die Motivation für diese aktivistische Leidenschaft? Sie sei in einem 4-Generationen Haushalt aufgewachsen, mit ihrer Schwester, Mutter, Großmutter und Urgroßmutter war täglich reichlich Frauenpower vertreten.

Laut Natalia Wörner kann man langsam kleine Veränderungen in unserer Gesellschaft beobachten. Es sei ihr ein großes Anliegen, der jungen Generation die Staffel oder die Fackel in die Hand zu geben, Impulse zu setzen und Mut zu machen. Sie möchte aber auch darauf hinweisen, dass es noch viel zu tun gilt.


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