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Starporträt Prinz Harry

Prinz Harry, Sohn von Prinz Charles und Prinzessin Diana, war lange als Lebemann bekannt, ehe er sein Leben auf den Kopf gestellt und sein Glück nun mit seiner Familie in Kalifornien gefunden hat.

Steckbrief

  • Vorname Henry Charles Albert David
  • Name Mountbatten-Windsor
  • Titel Duke of Sussex, Earl of Dumbarton, Baron Kilkeel
  • geboren 15.09.1984, UK / England / London
  • Jahre 37
  • Grösse 1.88 m
  • Partner Meghan Markle (seit 2016, verheiratet seit 2018) Cressida Bonas (2012-2014) Chelsy Davy (2004-2011)
  • Kinder Archie Harrison Mountbatten-Windsor (*2019) Lilibet Diana Mountbatten-Windsor (*2021)

Biografie von Prinz Harry

Prinz Harry wurde in die britische Königsfamilie hineingeboren, schien sich in seiner Rolle allerdings nie ganz wohlzufühlen. Heute, so scheint es, hat er ohne royale Pflichten und Rechte sein Glück gefunden.

Prinz Harrys Kindheit

Prinz Harry wurde am 15. September 1984 als zweites Kind von Charles, Prinz von Wales und Diana, Prinzessin von Wales, geboren. Obwohl er offiziell auf den Namen Henry Charles Albert David getauft wurde, nannten ihn seine Familie und Freunde stets Harry, so dass dieser Name sich schließlich auch bis heute in der Öffentlichkeit durchgesetzt hat.

Harry und sein älterer Bruder Prinz William wuchsen gemeinsam im Kensington Palace in London und in Highgrove House in Gloucestershire auf. Ihre Mutter Diana legte stets großen Wert darauf, dass die Kinder Einblicke in das "normale" Leben abseits des royalen Umfeldes erhalten. Deshalb nahm Diana ihre Söhne häufig zu wohltätigen Besuchen in Kliniken oder Obdachlosenheimen mit.

Harrys Leben stand Kopf

Im Jahr 1996 ereignete sich der erste Einschnitt in Harrys bis dato heilem Leben. Seine Eltern ließen sich scheiden. Doch dies war nichts gegen das Drama, das sich im folgenden Jahr abspielte. Seine geliebte Mutter verstarb bei einem Autounfall in Paris. Prinz Harry und sein Bruder William hielten sich damals bei ihrem Vater Charles im Balmoral Castle, einem Landsitz in Schottland, auf, wo er seinen Sprösslingen die traurige Nachricht beibringen musste. Noch heute erinnern sich viele Menschen daran, wie der 12-jährige Harry bei der Beerdigung seiner Mutter an der Seite seines Vaters, seines Bruders, seines Großvaters und seines Onkels den Trauerzug vom Kensington Palace zur Westminster Abbey tapfer begleitete.

Prinz Harrys Ausbildungsjahre

Nachdem Prinz Harry die Schule abgeschlossen hatte, besuchte er das Eton College. Die Entscheidung, Harry nach Eton zu schicken, widersprach der bisherigen Tradition der Mountbatten-Windsors, ihre Kinder nach Gordonstoun zu schicken. Damit trat Harry jedoch in die Fußstapfen seines älteren Bruders und der Familie Spencer, denn sowohl Dianas Vater als auch ihr Bruder besuchten Eton.

Im Sommer 2003 beendete Harry seine Ausbildung in Eton – begleitet von einigen Gerüchten über seine tatsächlichen Leistungen. Eine seiner Lehrerinnen beschrieb den Thronanwärter als schwachen Schüler und behauptete, einige Lehrkräfte hätten sich zusammengetan, Harry um jeden Preis zum Abschluss zu bringen. Was an den Vorwürfen wirklich dran ist, wurde nie abschließend geklärt. Mehr als mit schulischen Leistungen glänzte Prinz Harry ohnehin mit seinen sportlichen Ambitionen: Mit Leidenschaft spielte er Polo und Rugby in Eton.

Auszeit und Charity

Nach seinem Abschluss nahm sich Harry ein Jahr Auszeit und ließ sich in Australien nieder. Dort arbeitete er auf einer Rinderfarm. Die Pause nutze er auch, um in das südafrikanische Königreich Lesotho zu reisen und dort mit Waisenkindern zu arbeiten.

Harrys Jahre beim britischen Militär

Nach diesem Jahr der Orientierung wurde Harry klar, welchen Weg er zukünftig einschlagen wollte. Im Alter von 21 Jahren trat er in die Königliche Militärakademie Sandhurst ein, ein Jahr später schloss er seine Offiziersausbildung ab und wurde wiederum zwei Jahre darauf zum Leutnant befördert.

Zwischenzeitlich entbrannte eine öffentliche Debatte darüber, welche Rolle ein Mitglied des Königshauses im Ernstfall einnehmen sollte, denn Harrys Einheit sollte im Irak eingesetzt werden. Der damalige Verteidigungsminister ließ verlautbaren, dass Harry an vorderster Front dienen solle, andere Stimmen sprachen sich hingegen für einen besonderen Schutz des Prinzen aus. Harry selbst meldete sich in einem Interview mit der BBC zu Wort: "Wenn sie gesagt hätten: 'Nein, du kannst nicht an die Front', dann hätte ich meinen jämmerlichen Hintern nicht durch Sandhurst geschleppt und wäre nicht da, wo ich jetzt bin."

Letztlich entschied der Chef der britischen Armee jedoch, dass Harry nicht im Irak dienen werde. Er sei ein hochrangiges Ziel und würde daher sich selbst und seine Kollegen in Gefahr bringen. Zwar zeigte sich Prinz Harry enttäuscht von dieser Entscheidung, akzeptierte sich jedoch schließlich.

Als es um den nächsten Auslandseinsatz von Harry ging – gemeinsam mit den kanadischen Streitkräften in Afghanistan – wurde gar nicht erst öffentlich diskutiert, sondern heimlich entschieden. Doch als herauskam, dass sich Prinz Harry im Einsatz befunden hatte, wurde er wegen Sicherheitsbedenken augenblicklich abgezogen.

Harrys nächste militärische Station war das Fliegen von Militärhubschraubern, 2010 schloss er seine Ausbildung zum Hubschrauberpiloten erfolgreich ab. Nach einem weiteren Einsatz in Afghanistan wurde schließlich 2014 nach London versetzt, wo er sich hauptsächlich um administrative, organisatorische und koordinierende Aufgaben kümmerte. Zudem rief er die "Invictus Games" ins Leben, ein internationales Sportereignis für verwundete, verletzte und kranke Soldaten und Veteranen.

Im Jahre 2015 wurde bekannt gegeben, dass Prinz Harry nach über einem Jahrzehnt aus der britischen Armee ausgeschieden ist.

Prinz Harry und seine inneren Dämonen

All die Jahre hatte Prinz Harry mit psychischen Problemen und einem überhöhten Alkoholkonsum zu kämpfen. Zudem war er lange Jahre als zügelloser Partyprinz bekannt – inklusive der geschmacklosen Verkleidung als Nazi auf einer Kostümparty. Hin und wieder wurde er auch gesichtet, wie er Gras rauchte. Später gab er zu, während öffentlicher Auftritte unter Angstzuständen und Panikattacken gelitten zu haben. Der Druck, der auf ihm lastete, führte schließlich sogar zu einem Burnout. Erst seine zukünftige Ehefrau Meghan Markle ermutigte ihn, eine Psychotherapie zu machen und sich in Behandlung zu geben.

Prinz Harry und seine große Liebe Meghan

Apropos Meghan Markle, die Frau, die in Harrys Leben heute wohl die wichtigste Rolle spielt und den Ausschlag gab, sein Leben auf den Kopf zu stellen. Nach zwei gescheiterten Beziehungen mit der Wirtschaftswissenschaftlerin und Unternehmerin Chelsy Davy und dem Model Cressida Bonas traf Prinz Harry in der früheren Schauspielerin Meghan Markle seine große Liebe und die Mutter seiner Kinder.

Im Sommer 2016 begegneten sich die beiden zum ersten Mal. Meghan Markle war in London auf der Durchreise und wurde dem Prinzen im Londoner Club Soho House von einem gemeinsamen Freund vorgestellt. Der Royal und die Schauspielerin verstanden sich auf Anhieb gut und fanden in ihrem ehrenamtlichen Engagement rasch ein gemeinsames Gesprächsthema.

So nahm die Liebesgeschichte von Prinz Harry und Meghan Markle ihren Lauf. In den kommenden Monaten verabredeten sie sich immer wieder und verbrachten sogar einige Tage beim Camping in Botswana gemeinsam.

Im September 2017 absolvierte das Liebespaar bei den Invictus Games in Toronto seinen ersten öffentlichen Auftritt, wenige Wochen später folgte der romantische Heiratsantrag während eines Abendessens im Nottingham Cottage.

Im Mai 2018 gaben sich die beiden in einer öffentlichkeitswirksamen Zeremonie das Ja-Wort und wurden 2019 Eltern ihres ersten Sohnes Archie, 2021 folgte Töchterchen Lilibet.

Der Eklat: Megxit

Inzwischen lebt die Familie im kalifornischen Montecito, hat dem britischen Königshaus den Rücken gekehrt und sich von allen royalen Pflichten und Rechten distanziert.

Der Zwist zwischen dem Ehepaar und dem britischen Königshaus gipfelte in dem schon jetzt legendären Interview, das Harry und Meghan der Talkmasterin Oprah Winfrey im Frühjahr 2021 gaben. Darin wurden seitens Meghan Rassismusvorwürfe gegen das Königshaus laut. Zudem habe man ihr keine psychologische Unterstützung zukommen lassen, als sie suizidgefährdet war. Diese Anschuldigungen und wahrscheinlich vielmehr, dass diese öffentlich geäußert wurden, sollen einen großen Keil zwischen Harry und seinen Vater und Bruder William, zu dem er eigentlich stets ein enges Verhältnis pflegte, getrieben haben.

Wie sich die Beziehung zwischen Harry und seiner Familie in Zukunft entwickeln wird, bleibt abzuwarten. Mit seiner kleinen Familie in Montecito scheint er sich jedenfalls wohlzufühlen. Harry tritt hin und wieder als hochdotierter Redner auf, setzt sich weiterhin für wohltätige Zwecke ein und macht Schlagzeilen mit angeblichen Filmdeals. Langweilig wird ihm sicherlich nicht und auch mit zugedrehtem Geldhahn der Royals kommt die Familie ganz sicher gut über die Runden.


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