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Starporträt Til Schweiger

Als Schauspieler, Regisseur, Drehbuchautor und Produzent ist Til Schweiger nicht mehr aus der Filmwelt wegzudenken. Wir verraten, wie er so erfolgreich wurde.

Steckbrief

  • Vorname Tilman Valentin
  • Name Schweiger
  • geboren 19.12.1963, Freiburg im Breisgau / Deutschland
  • Jahre 58
  • Grösse 1.78 m
  • Partner Sandra (seit 2020) Francesca Dutton (getrennt) Marlene Shirley (2015-2016) Anne Wilk (2013-2014) Svenja Holtmann (2011-2013) Dana Schweiger (geschieden)
  • Kinder Valentin Florian Schweiger (*1995) Luna Marie Schweiger (*1997) Lilli Schweiger (*1998) Emma Tiger Schweiger (*2002)

Biografie von Til Schweiger

Man kann ihn lieben oder hassen: Til Schweiger ist einer erfolgreichsten Schauspieler Deutschlands und auch international erfolgreich. Er ist ein Star mit Ecken und Kanten, der seine Meinung klar äußert und jemand, der polarisiert.

Ob man seine Filme, seine Rollen, seine direkte Art und seine Ansichten mag oder nicht, eines muss man ihm lassen: Er ist ein wahrer Tausendsassa, brennt für seine Leidenschaft und legt sich vor und hinter der Kamera ins Zeug wie kaum ein anderer: Til Schweiger produziert den Film, schreibt das Drehbuch dazu, sucht sich die Musik aus und schneidet alles zusammen. Stars wie ihn, die all dieses Know-How mitbringen und es auch noch anwenden, gibt es wenige.

Sein Erfolgsrezept: Fleiß und Ehrgeiz

Hollywood-Feeling und Reichtum kannte Til Schweiger vor vierzig Jahren noch nicht: Er wurde am 19. Dezember 1963 in Freiburg im Breisgau geboren. Dabei stammt der heutige Filmstar aus einer Lehrerfamilie. Sein Vater Herbert war als Lehrer an der Herderschule in Gießen tätig, die Til Schweiger besuchte, und auch seine Mutter arbeitete als Geschichtslehrerin. Bis zu seinem Abitur wohnte er mit seinen Eltern und seinen Brüdern Nick und Florian in Heuchelheim.

Und auch Til wollte eigentlich immer Lehrer werden – doch als er mit der Schule fertig war, gab es eine Lehrerschwemme: Er wusste, er würde nach dem Lehramtsstudium und Staatsexamen ohne Job dastehen, entschied sich gegen das Studium und verabschiedete sich von seinem Traum, Lehrer zu werden.

Also begann Til damit, Medizin zu studieren. Er merkte jedoch schnell, dass das nicht sein Ding ist. Wie das Schicksal so will, lernte er kurz darauf eine Schauspielerin aus Hamburg kennen, die am Gießener Stadtteather war und ihm riet, es mal mit der Schauspielerei zu probieren. 1986 begann er also eine Schauspielausbildung an der Kölner Schule des Theaters, drei Jahre später schloss er seine Ausbildung mit 27 Jahren ab. Er bewarb sich bei verschiedenen Projekten, wurde anfangs allerdings immer wieder abgelehnt.

1990 gelang Til Schweiger, der sich in einem Interview mit Sky Deutschland selbst als Spätzünder bezeichnete, mit 28 Jahren dann endlich der Sprung ins Fernsehen: Von nun an verkörperte er zwei Jahre lang die Rolle des Jo Zenker in der "Lindenstraße" – auch wenn es nie sein Ziel war, auf die Schauspielschule und dann zur "Lindenstraße" zu gehen. Bis heute ist Til Schweiger für seinen Schauspiel-Start dankbar.

Til Schweiger auf der Überholspur

Nur ein Jahr, nachdem er es mit der "Lindenstraße" ins deutsche Fernsehen schaffte, erhielt er seine erste Hauptrolle: 1991 spielte Til Schweiger in der Ruhrpott-Actionkomödie "Manta, Manta" die Figur des Bertie. Der Film wurde zu einem vollen Erfolg und erreichte damals im über eine Million Zuschauer:innen. Ein weiteres Jahr später räumte er seine erste Auszeichnung ab und er wurde für seine Darstellung eines Boxers in der Komödie "Ebbies Bluff" (1993) zum besten Nachwuchsdarsteller gekürt. Dann folgte der Durchbruch: Einem breiteren Publikum wurde er durch seine Rolle als der untreue Axel Feldheim in der Komödie "Der bewegte Mann“ bekannt, die Til Schweiger zum Shootingstar und Sexsymbol machte. Der Film wurde mehrfach prämiert und gewann neben dem "Bambi" sieben weitere Preise.

Mit "Knockin‘ on Heavens Door" feierte er 1997 sein Debüt als Produzent und Drehbuchautor. 2001 gelang Til Schweiger der internationale Durchbruch – und er machte sich mit seiner Rolle als Monty in dem deutsch-amerikanischen Zusammenspiel "Investigating Sex" auch in den USA einen Namen. 2003 stand er dann in "Lara Croft: Tomb Raider – die Wiege des Lebens" mit Weltstar Angelina Jolie vor der Kamera.

Nachdem weitere Filme mit Til Schweiger einschlugen wie eine Bombe, stand er 2007 in Keinohrhasen erstmals mit seinen vier Kindern vor der Kamera, denen er Kurzauftritte ermöglichte. 2009 folgte mit "Zweiohrküken" die Fortsetzung, 2011 besetzten in "Kokowääh" mit Til und Emma Schweiger gleich zwei Familienmiglieder die Hauptrollen. 2014 brach er dann seinen eigenen Rekord und als Produzent, Drehbuchautor, Regisseur und Darsteller erreichte er mit "Honig im Kopf" 7,2 Millionen Kinobesucher.

2016 folgte der Quotensturz und die Fanbase bröckelte mit der Tatort-Verfilmung "Tschiller: Off Duty" erstmals: Nur knapp 280.000 Zuschauer zog es ins Kino, womit die Quote deutlich unter den Erwartungen lag. Seitdem konzentriert sich Til Schweiger verstärkt auf seine Arbeit als Produzent, Regisseur und Drehbuchautor, wobei er selbst als Schauspieler immer noch regelmäßig in den Kinos zu sehen ist.

Til Schweiger privat: Ein Mann mit Ecken und Kanten

Til Schweiger bezeichnet sich selbst als aufrichtig, fleißig und Mann mit großem Herz. Sein Großes Herz zeigt sich unter anderem in seinem gesellschaftlichen Engagement: Er macht sich gegen Kinderarmut in Deutschland stark und unterstützt das Mutmacher-Projekt der Stiftung Stern und der Arche. 2015 gründete er außerdem die "Til Schweiger Foundation", die es zum Ziel hat, die Chancen benachteiligter Kinder und Jugendlicher zu verbessern.

Sein Fleiß zeigt sich in seiner erfolgreichen Arbeit als Schauspieler, Drehbuchautor und Produzent: Er lebt für seine Liebe zum Film und für seine Kinder – und er dürfte sich heute sehr darüber freuen, dass zumindest seine Töchter seine Leidenschaft teilen und sie ebenso erfolgreiche Schauspielerinnen sind.

1995 heiratete er die US-amerikanische Moderatorin und Unternehmerin Dana Carlsen. Noch im selben Jahr brachte diese ihren gemeinsamen Sohn Valentin auf die Welt. 1997, 1998 und 2002 folgten dann Luna, Lilli und Emma. Seit 2005 gehen Til und Dana Schweiger nun getrennte Wege – und der erfolgreiche Schauspieler stand seitdem nicht nur mit seinen Filmprojekten, sondern auch immer mal wieder mit seinen Kurzzeitbeziehungen in den Schlagzeilen.

Neben seinem Talent als Schauspieler und Produzent hat der Selfmade-Millionär eine weitere Leidenschaft: Das Kochen. Im November 2016 eröffnete Til Schweiger sogar ein eigenes Restaurant – das "Barefood Deli" in Hamburg. Wenige Monate später geriet sein Restaurant allerdings ins Visier der Hamburger Morgenpost, die damals über deftige Preise für das Leitungswasser klagte. Vier Jahre später gab er sein Restaurant ab.


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