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Starporträt Uwe Ochsenknecht

Uwe Ochsenknecht ist einer der bekanntesten Schauspieler Deutschlands. Bekannt wurde er mit "Das Boot", "Männer" sowie Hauptrollen in bekannten Krimis und Komödien.

Steckbrief

  • Vorname Uwe Adam
  • Name Ochsenknecht
  • geboren 07.01.1956, Biblis, Hessen / Deutschland
  • Jahre 67
  • Grösse 1.73 m
  • Partner Kiki Viebrock (verheiratet) Natascha Ochsenknecht (geschieden) Rosana della Porta (-)
  • Kinder Rocco Stark (*1986) Jimi Blue Ochsenknecht (*1991) Wilson Gonzalez Ochsenknecht (*1990) Cheyenne Ochsenknecht (*2000)

Biografie von Uwe Ochsenknecht

Uwe Adam Ochsenknecht kam am 7. Januar 1956 als Sohn von Werner und Ingeborg Ochsenknecht im hessischen Biblis auf die Welt. Seine Kindheit und Jugend verbrachte er in Mannheim. Es waren schwierige Verhältnisse, in denen er groß wurde: Seine Eltern flohen ein paar Jahre vor seiner Geburt aus der DDR, sie waren streng protestantisch. Uwes Vater Werner war ausgebildeter Opernsänger, arbeitete aber als Feinmechaniker bei Daimler-Benz. Er war von seiner Zeit als Kampfpilot im Zweiten Weltkrieg gezeichnet.

Uwe Ochsenknecht und seine ältere Schwester Beate wurden von dem cholerischen Vaterregelmäßig verprügelt, wie der Schauspieler später in seiner Autobiografie "Was bisher geschah" (2013) niederschrieb. Er besuchte das Ludwig-Frank-Gymnasium, musste es jedoch mit 15 verlassen, weil der Problemschüler ein drittes Mal nicht versetzt worden war. Auf Druck seiner Eltern holte er den Hauptschulabschluss nach. Seine Liebe zur Schauspielerei war für seinen mangelnden Einsatz in der Schule mitverantwortlich: Bereits im Alter von zehn Jahren beteiligte sich Uwe Ochsenknecht an Produktionen am Nationaltheater Mannheim und sang im Kinderchor.

Raus aus dem Elternhaus

Mit dem Erwerb des Hauptschulabschlusses an einer Abendschule schaffte es Uwe Ochsenknecht 1974, von der Schauspielschule Bochum aufgenommen zu werden. Er verließ seine Heimat und zog nach Nordrhein-Westfalen. Seine formale Ausbildung schloss er 1978 erfolgreich ab. Von hier an sollte es für den Mannheimer mit den kristallblauen Augen steil bergauf gehen. Fortan sah man ihn in den Schauspielhäusern von Bochum, Wuppertal und Hamburg. Die ersten Rollen in Film und Fernsehen folgten zügig.

Schnell etablierte er sich als Darsteller, der besonders gut für ruppige Rollen geeignet ist: In der letzten Folge "Schönes Wochenende" des Essener "Tatort" mit Kommissar Heinz Haferkamp (Hansjörg Felmy) mimte er 1980 den Ganoven Oebel, in der ZDF-Serie "Die Straße" den Motorrad-Rocker Bulli. In Folge 69 des Kult-Krimis "Derrick" spielte er den verdächtigten Zeugen Achim Rudolf. 1979 landete er sogar in einem Hollywood-Film – mit einem Mini-Auftritt im Spionagefilm "Lawinenexpress" mit Lee Marvin und Robin Shaw in dessen letzter Rolle.

Uwe Ochsenknecht und ein frühes Meisterwerk: "Das Boot"

Am "Tatort"-Set konnte Uwe Ochsenknecht bereits Dieter Prochnow und Willy Semmelrogge kennenlernen. Mit Prochnows Bruder Jürgen und Semmelrogges Sohn Martin war er 1981 im internationalen Mega-Erfolg "Das Boot" zu sehen. Die Buchverfilmung von Wolfgang Petersen über die Besatzung eines deutschen U-Boots im Zweiten Weltkrieg war auch nach heutigen Verhältnissen eine besonders teure und aufwändige deutsche Produktion und verhalf vielen teilnehmenden Schauspielern zum Ruhm. Ochsenknecht verkörperte den Bootsmann Lamprecht und geriet durch seine Rolle, wie auch seine Darstellerkollegen Herbert Grönemeyer, Ralf Richter, Jan Fedder und Heinz Hoenig, ins Auge der Öffentlichkeit. Spätestens ab jetzt war er nicht mehr nur als Theaterschauspieler ein bekannter Name.

Durchbruch mit seinem Kumpel Heiner Lauterbach

Seinen Status als deutscher Film- und Fernsehstar verdiente sich Uwe Ochsenknecht gemeinsam mit seinem Gegenüber Heiner Lauterbach in "Männer", der 1985 erschienenen Kult-Komödie von Regisseurin Doris Dörrie. Ochsenknecht spielte Stefan, einen erfolglosen Künstler und die Affäre von Paula (Ulrike Kriener), die Freundin von Julius (Uwe Ochsenknecht). Als der Unternehmer Julius Wind von dem Techtelmechtel bekommt, zieht er unter falschem Namen in Stefans WG ein und verhilft ihm zu einer Karriere, damit er keine Zeit mehr für Paula hat.

Ochsenknecht freundete sich mit Lauterbach an und stand mit ihm im Laufe seiner Karriere immer wieder vor der Kamera. 2019 spielten sie im Film "Ihr letzter Wille kann mich mal" Seite an Seite zwei Männer, die, ohne voneinander zu wissen, 20 Jahre lang mit derselben Frau verheiratet waren. Nach ihrem Tod bei einem Unfall lernen die beiden sich kennen, um ihren letzten Willen zu erfüllen. Die aus dem Off erklingende Stimme der verstorbenen Sophia kam von Ulrike Kriener – das "Männer"-Trio war wiedervereint.

Einer der präsentesten Schauspieler Deutschlands

Uwe Ochsenknecht nahm im Laufe seiner Karriere an rund 200 Film- und Fernsehproduktionen teil. Trotz seiner Anfänge als Rüpel, ließ er sich nie auf einen Rollentyp festnageln. In Helmut Dietls Satire "Schtonk!" war er der verschrobene Fälscher der Hitler-Tagebücher und wurde dafür mit einem Bambi ausgezeichnet. Den Deutschen Filmpreis als "Bester Hauptdarsteller" gewann er 2000 für seine Darbietung in "Fußball ist unser Leben" des Schalke-Fans Hans Pollak, dessen Familienleben unter seiner Liebe für den Verein leidet. 2001 folgte der Deutsche Fernsehpreis als "Bester Nebendarsteller" für seine Rolle in "Vera Brühne", einem zweiteiligen Fernsehfilm über den Mordprozess gegen Brühne und ihren Mann Johann Ferbach im Fall des Münchner Arzt Otto Praun. 

Seit Mitte der 1980er-Jahre verging kein Jahr ohne eine Veröffentlichung mit Uwe Ochsenknecht. Darunter waren die Mallorca-Kult-Comedy "Ballermann 6" und Til Schweigers Blockbuster "Zweiohrküken". In den 2010ern war Uwe Ochsenknecht in bemerkenswert vielen Kinderfilmen zu sehen, unter anderem "Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer" und "Benjamin Blümchen".

Die Ochsenknechts als Schauspielerfamilie

Uwe Ochsenknecht war in den 80ern mit der Künstlerin Rosana della Porta liiert. Ihr gemeinsamer Sohn Rocco Stark (*1986) strebte ebenfalls eine Fernsehkarriere an und war in verschiedenen Reality-Formaten zu sehen. Mit Uwes Ex-Frau Natascha Ochsenknecht wuchs seine Familie um drei weitere Kinder: Das jüngste ist Model Cheyenne Savannah (*2000), die ersten beiden waren Wilson Gonzalez (*1990) und Jimi Blue (*1991).

In den 2000ern spielte Ochsenknecht mit seinen beiden jüngsten Söhnen in der überaus erfolgreichen Fußball-Kinderfilmreihe "Die Wilden Kerle" mit. Die damals noch minderjährigen Brüder übernahmen zwei der Hauptrollen. Uwe Ochsenknecht spielte in den Filmen jedoch nicht ihren Vater, sondern den eines anderen Kindes. Wilson Gonzalez und Jimi Blue konnten sich später selbst als Schauspieler und Musiker etablieren.

Nach der Trennung von Ex-Frau Natascha kam Uwe Ochsenknecht mit der 18 Jahre jüngeren Kirsten "Kiki" Viebrock zusammen. Die beiden heirateten 2017 und zogen nach Mallorca, wo Ochsenknecht Mitinhaber der Musikbar "Sa Cova" wurde. An der Personality-Soap "Diese Ochsenknechts" rund um Ex-Frau Natascha und die drei gemeinsamen Kinder beteiligte sich Vater Uwe von Anfang an nicht.

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