Bio-Snacks für den kleinen Hunger

Klar, die Chips-Tüte reißen Sie in wenigen Sekunden auf, aber nach dem Genuss dieser gesunden Alternativen fühlen Sie sich garantiert noch einen ganzen Tag lang gut. Vier schnelle Snacks aus Bio-Zutaten.

Walnuss-Blauschimmel- Dip mit Birne

100 g Blauschimmelkäse, 150 g Frischkäse, evtl. etwas Milch, Salz, frisch gemahlener Pfeffer, 50 g frische Walnüsse, 1 reife Birne, evtl. Cracker

Den Käse mit einer Gabel fein zerdrücken, mit dem Frischkäse verrühren und eventuell je nach Konsistenz etwas Milch unterrühren. Mit Salz und Pfeffer würzen. Die Nüsse knacken und die Kerne hacken, unter die Creme ziehen. Birne schälen, das Kerngehäuse entfernen und das Fruchtfleisch entweder zum Dippen in Spalten schneiden oder fein würfeln und unter die Creme heben, dann Cracker dazureichen.

Korrekt gesnackt?! Alternativen zum Gorgonzola aus Italien sind deutsche Blauschimmelkäse: Die Transportwege sind kurz, und Molkereien und Käsereien im Land werden unterstützt. Auch bei den Nüssen auf eine regionale Herkunft achten, sie haben zur Zeit bei uns Saison und schmecken frisch geknackt am besten. Auch die Birnenernte ist jetzt gerade vorbei. Wenn man das Einlagern in Kühlhäusern verhindern will, hilft nur eines: Am besten ganz schnell aufessen!

Wrap mit Rührei & karamellisierten Zwiebeln

2 rote Zwiebeln, 2TL Rapsöl,2 Bio-Eier, 2-3 EL Schlagsahne, Salz, frisch gemahlener Pfeffer, 1-2 EL milder Honig, 1 TL Rotweinessig, 1Tortilla-Wrap, 1/2 Bund Schnittlauch

Die Zwiebeln abziehen, halbieren und in feine Streifen schneiden. Im heißen Öl bei mittlerer Hitze etwa 10 Minuten dünsten. Währenddessen die Eier und Schlagsahne verquirlen und mit Salz und Pfeffer würzen. Den Honig über die weichen Zwiebeln träufeln und leicht karamellisieren lassen. Den Essig zugeben und verkochen, alles mit Salz und Pfeffer würzen. Die Zwiebeln aus der Pfanne nehmen und die Eiermasse in die warme Pfanne geben. Unter Rühren stocken lassen. Eventuell die Eier aus der Pfanne nehmen und den Tortillafladen in der ausgewischten Pfanne kurz erwärmen. Eier und Zwiebeln auf den Fladen geben, einrollen und mit Schnittlauchröllchen bestreuen. Evtl. in Stücke schneiden.

Korrekt gesnackt?! Zwiebeln sind jetzt frisch auf dem Markt und schmecken besonders intensiv, also bitte regionale Ware wählen, oft werden Zwiebeln sogar aus Australien importiert! Bei Eiern den Hühnern zuliebe am besten Bio-Qualität nehmen. Ein "D" im Code- Stempel auf den Eiern steht für Deutschland als Herkunftsland. Tortillas werden auch hierzulande gebacken, da muss man kein Importprodukt aus Mexiko kaufen, das würde unnötige Treibhausgase beim Transport freisetzen. Honig vorzugsweise vom Imker in der Nähe (Wochenmarkt) oder in Bio-Qualität kaufen. Oft wird Honig zum Beispiel aus China oder Russland importiert, wo die Bienen häufig mit Antibiotika behandelt werden - also Achtung, wenn auf dem Glas steht, dass es sich um Honig aus Nicht-EU-Ländern handelt.

Makrelen-Rilette mit Brötchen

100 g geräuchertes Makrelenfilet, 1 EL Crème fraîche, 1/2-1 EL frisch geriebener Meerrettich (oder Meerrettich aus dem Glas), 1/2 Bio-Zitrone, Salz, frisch gemahlener Pfeffer, 1/2 Bund Dill, 1 Baguettebrötchen

Das Fischfilet zerzupfen, dabei die restlichen Gräten entfernen. Zusammen mit Crème fraîche und Meerrettich in den Blitzhacker geben und zu einer Paste verschlagen. Mit etwas abgeriebener Zitronenschale, Salz und Pfeffer abschmecken. Den Dill zupfen und hacken, unter die Creme rühren. Das Baguettebrötchen aufschneiden und mit der Creme bestreichen. Tipp: Wer mag, schneidet das Brötchen in Scheiben und röstet diese an - so bekommt man leckere Crostini.

Korrekt gesnackt?! Die Makrele ist als eine der wenigen Fischsorten nicht überfischt und darf daher bedenkenlos gegessen werden. Gesund ist sie außerdem, denn sie liefert jede Menge Omega-3-Fettsäuren und Jod für eine gesunde Schilddrüse. Weil sie in der Nordsee gefangen wird, entfallen lange Transportwege. Kräuter am besten selbst auf der Fensterbank ziehen, über der Heizung ist es meist auch im Winter warm genug.

Schwarzwälder Schichtspeise

300 g Sauerkirschen aus dem Glas, 1/2 EL Speisestärke, evtl. 2 EL Kirschwasser, 100 g Löffelbisquits, 100 ml Milch, 2 TL Instant-Kakao, evtl. etwas gemahlener Zimt, 150 g Sahnequark, 4 EL Zucker, 1 EL Zitronensaft, 75 ml Schlagsahne, 2 EL Schokoraspel

Kirschen abtropfen lassen und 150 ml Kirschsaft abmessen. Kirschsaft aufkochen und die Speisestärke mit 2 EL Wasser glatt rühren, in den kochenden Saft geben und alles einmal aufkochen lassen. Kirschen zugeben und alles abkühlen lassen, dabei evtl. das Kirschwasser unterrühren. Die Löffelbiskuits grob zerbröseln und in vier große Gläser geben. Milch mit Kakaopulver und evtl. Zimt verrühren und über die Kekse träufeln. Quark mit Zucker und Zitronensaft verrühren, Schlagsahne steif schlagen und unterrühren, auf die Kekse geben. Kirschkompott auf den Quark geben und mit Schokoraspeln dekorieren.

Korrekt gesnackt?! Konserven aus dem Glas brauchen im Gegensatz zu gefrorenem Obst bei der Lagerung keine Energie. Außerdem ist Glas besser wiederzuverwerten als Konservendosen. Beim Kakao auf fairen Handel achten oder gleich Bio- Ware kaufen, da ist die faire Bezahlung der Lieferanten selbstverständlich.

Fotos: Thomas Neckermann
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