Fisch grillen: Die besten Rezepte und Tipps

Es muss nicht immer Fleisch sein! Auf der nächsten Grillparty wollen wir Fisch grillen. Raffinierte Rezepte aus der BRIGITTE-Küche.

Während die meisten wissen, wie man Fleisch und Bratwürste vom Grill richtig zubereitet, ist Fisch grillen noch immer etwas ungewohnt. Wir verraten euch, was wichtig ist, wenn ihr zum ersten Mal gegrillten Fisch zur Grillparty servieren wollt.

Fisch grillen: Diese Sorten sind geeignet

Grundsätzlich ist jede Art Fisch zum Grillen geeignet, aber fettere Fischsorten mit festem Fleisch, wie Lachs, Thunfisch, Wolfsbarsch oder Makrele, eignen sich generell besser als magere Sorten, wie zum Beispiel Steinbeißer oder Scholle. Letztere lassen sich deshalb schwieriger grillen, weil sie leichter zerfallen. Wer dennoch auf empfindlichere Fischsorten zurückgreifen will, sollte darauf achten, dass der Fisch bei niedrigen Temperaturen gegrillt wird.

Einen ganzen Fisch grillen

Welchen Fisch ihr am besten im Ganzen grillt und welchen ihr zerteilt, hängt von der Konsistenz des Fleisches ab. Forellen, Doraden und Wolfsbarsche beispielsweise haben eine perfekte Portionsgröße und ihr Fleisch ist robust genug, um nicht gleich zu zerfallen. Sie lassen sich deshalb sehr gut in einem Stück grillen.

Dafür den Fisch ausnehmen, auf beiden Seiten in Abständen von 1 bis 3 Zentimetern quer einschneiden und gut einölen. Idealerweise kommt dann die Fischzange zum Grillen zum Einsatz: Einfach den ganzen Fisch einspannen und auf den Rost legen. Die Fischzange hat den Vorteil, dass ihr damit den kompletten Fisch problemlos wenden und auf dem Grill verschieben könnt.

Auch für Fischspieße solltet ihr lieber festfleischige Fische verwenden, sonst fällt euch das Fleisch vom Spieß. Auch gut für Fischspieße: Garnelen, Scampis und Co.

Fischfilets grillen

Filets hingehen fallen sehr leicht auseinander. Für sie sind Fischzangen nicht geeignet. Am besten grillt man Fischfilet von Kabeljau, Heilbutt, Seeteufel, Lachs, Seezunge oder Rotbarbe deshalb in einer Grillschale oder in Alufolie eingewickelt. Auf diese Weise kann man ihnen auch noch aromatische Kräuter, Knoblauch, Zwiebeln und einen Schuss Weißwein hinzugeben.

Nehmt einen Grillspatel zur Hilfe, um die weichen Filets vorsichtig zu wenden. Sollte doch etwas Fischfilet am Grillrost kleben geblieben sein, könnt ihr den Rost über Nacht im feuchten Gartenrasen einweichen lassen und dann am nächsten Tag mit Zeitungspapier abreiben.

Wichtig: Nur frischen Fisch grillen!

Verarbeitet auch auf dem Grill unbedingt nur frischen Fisch! Frischer Fisch riecht nicht nach Fisch, sondern nach Meer und Wasser. Er hat blanke Augen, hellrote Kiemen und glänzende, feste Schuppen. Das Fleisch ist elastisch. Ist der Fisch verfärbt und verschleimt, lasst ihn liegen. Fisch muss ständig gekühlt werden und sollte schnell verarbeitet werden.

Fisch zum Grillen vorbereiten

Am einfachsten ist es natürlich, wenn ihr den Fisch schon fertig vorbereitet beim Fischhändler eures Vertrauens kauft. Er kann ihn bereits filetieren, ausnehmen und entschuppen. Gerade das Entfernen der Schuppen ist nämlich mit viel Aufwand verbunden. Derart vorbereiteter Fisch kann direkt auf den Grill gelegt werden.

Auf Wunsch könnt ihr ihn auch vorab marinieren. Wir zeigen euch dafür unsere besten Rezepte für Grillmarinade. Generell gilt: Öl, Kräuter und Gewürze sind gute Begleiter zum Fisch grillen, bei Zitronensaft und Weißwein solltet ihr jedoch vorsichtig sein, sie machen das Fleisch mürbe, sodass der Fisch auf dem Grill eher zerfallen kann.

Fisch fürs Grillen richtig marinieren

Fisch und Meeresfrüchte lassen sich gut marinieren - das macht sie zart und saftig und sorgt für eine interessante geschmackliche Note. Schneidet das Fischfleisch auf jeder Seite zwei bis drei Mal fein ein, damit sich die Aromen gut im gesamten Fisch verteilen können.

Zum Einlegen von Fisch eignen sich am besten flüssige Marinaden, für die ihr Öl oder Sojasoße mit frischen Kräutern und Gewürzen kombiniert. Ideal sind:

  • Thymian
  • Rosmarin
  • Petersilie
  • Minze
  • Basilikum
  • Chili

Auch Zitronen- und Limettenschalen eignen sich hervorragend zum Würzen und Einlegen von Grillfisch.

Achtet darauf, dass der Fisch ausreichend Zeit zum Marinieren bekommt. Wegen seiner besonderen Struktur muss er allerdings nicht ganz so lange in der Marinade liegen wie Fleisch. Zwei bis drei Stunden sollten genügen. Zwischendurch mehrmals wenden und dann vor dem Grillen gut abtupfen. Das ist wichtig, damit die Marinade nicht in die Glut tropft und dort verbrennt. Dabei entstehen nämlich schädliche Stoffe, die am Fisch haften bleiben. Eine Grillschale kann gegebenenfalls Abhilfe schaffen.

Übrigens: Solltet ihr keine Zeit haben, den Fisch vor dem Grillen zu marinieren, könnt ihr einfach die kleinen Einschnitte an der Seite mit Kräutern, Zitronenscheiben oder Limettenspalten „spicken“. Sehr lecker ist auch selbstgemachte Kräuterbutter, die ihr in die Einschnitte füllt. Achtet dann aber darauf, dass ihr den Fisch in Alufolie einwickelt oder in der Grillschale zubereitet, damit nichts herausfällt oder herausläuft.

Unser Tipp: Probiert mal die frische Tomaten-Mango-Marinade!

Muss man die Haut entfernen, um Fisch zu grillen?

Die Haut der Fische hat eine Schutzwirkung, die wir uns beim Grillen gerne zu Nutze machen. Deshalb den Fisch am liebsten immer mit Haut grillen. Wichtig: Vorher die Schuppen entfernen, sonst habt ihr am Essen keinen Spaß. Auch die Mittelgräte solltet ihr nicht entfernen. Das Fischfleisch bekommt so mehr Halt und bleibt schön saftig. Und sein wir ehrlich: Die kross gegrillte Fischhaut schmeckt einfach köstlich! Garnelen grillt man übrigens ebenfalls am besten mit Schale, damit sie nicht austrocknen.

Das braucht ihr zum Fischgrillen

Zum Grillen von Fisch eignen sich sowohl ein Holzkohle- als auch ein Gasgrill. Einen Elektrogrill könnt ihr ebenfalls verwenden. Wichtig ist, dass sich die Temperatur regulieren lässt. Ebenfalls unverzichtbar: ein Grillthermometer, mit dem ihr die Kerntemperatur des Fleisches ermitteln könnt. Fisch hat nämlich einen niedrigeren Garpunkt als Fleisch und ist deutlich hitzeempfindlicher. Um den richtigen Punkt zu treffen, bevor der Fisch zu trocken wird (oder gar verbrennt), ist es daher wichtig, die Kerntemperatur im Auge zu behalten.

Die richtigen Garzeiten zum Fischgrillen

Idealerweise legt ihr den Fisch bei 100°C bis 175°C auf den Grill. Lachs ist dann bei einer Kerntemperatur von 60°C gar, Zander und Tunfisch bei 62°C und Rotbarsch bei 55°C.

Generell gilt: Dünn geschnittene Fischfilets sind schon nach wenigen Minuten servierfertig, ganze Fische (etwa Wolfsbarsch, auch Loup de mer genannt) brauchen, je nach Dicke, 10 bis 20 Minuten. Wichtig: Den Rost nicht direkt über der Glut einhängen - sonst wird das zarte Fischfleisch trocken.

Wie lange ihr einen speziellen Fisch grillen müsst, hängt natürlich einerseits von seiner Größe und andererseits von seiner Dicke ab.

  • Filets sollten je nach Dicke 6 bis 10 Minuten auf dem Grill liegen.
  • Ganze Fische mit einer Dicke von 2-3 Zentimetern brauchen ebenfalls etwa 10 Minuten.
  • Bei großen Fischen, die bis zu 6 Zentimeter dick sind, solltet ihr aber etwa 20 Minuten Garzeit einplanen.

Ob der Fisch gar ist, könnt ihr am besten testen, indem ihr versucht, die Gräten zu lösen. Lassen sie sich leicht vom Fleisch lösen, ist der Fisch fertig. Wenn nicht, einfach noch mal auf den Grill legen und nachgrillen.

Wer besonders geduldig ist, kann Fisch auch im Smoker grillen. Das Räuchern bzw. Heißräuchern ist die zugleich schonendste und langwierigste Art der Zubereitung, sorgt aber für ein spektakuläres Raucharoma, schließlich wird der Fisch mehrere Stunden von heißem Rauch durchzogen.

Zusätzlich kann für das Aroma eine Zedernholzplatte verwendet werden. Wie das funktioniert, erklären wir euch in unserem Artikel zum Thema Lachs grillen.

Fisch grillen: Unsere besten Fischrezepte für den Grill

Makrele vom Grillrost

Diese Makrele vom Grill hat ein Geheimnis: Sie ist mit Zitronenscheiben und Thymian gefüllt - für das besondere Aroma! Dazu gibt es Aioli mit Noilly Prat. Zum Rezept: Makrele vom Grill

Gegrilltes Lachskotelett

Das Lachskotelett gart schonend im Päckchen, Seite an Seite mit Zitrone, Kerbel und Knoblauch. Übrigens, wenn der Fisch keinen direkten Kontakt mit der Alufolie hat, schmeckt er noch besser. Profis legen deshalb zwischen Fisch und Folie ein Stück Backpapier. Zum Rezept: Lachskotelett

Hier zeigen wir euch, was ihr beim Lachs grillen beachten müsst.

Dorade aus der Zange

Unsere Dorade wird in der Zange gegrillt, damit sie beim Grillen nicht zerfällt. Praktisch: Der Fisch klebt nicht am Grillrost und auch das Wenden ist kinderleicht. Wir verraten euch, was ihr beim Dorade grillen beachten müsst. Zum Rezept: Dorade aus der Zange

Gegrillter Fisch im Bananenblatt

Im Bananenblatt bleibt der Fisch schön aromatisch und saftig. Tomaten, Ingwer, Koriander und Kokosmilch machen den Genuss perfekt. Zum Rezept: Fisch im Bananenblatt

Garnelen mit Ingwerbutter

Die Garnelen werden während des Grillens immer wieder mit Ingwerbutter bestrichen. Und nicht nur die Butter schmilzt dahin, sondern auch wir - bei diesem Geschmack! Zum Rezept: Garnelen mit Ingwerbutter

Garnelen mit Lavendel

Die Garnelen mit Lavendel werden ganz unkompliziert auf dem Grillrost zubereitet. Ein Hauch Lavendel macht sie raffiniert. Zum Rezept: Garnelen mit Lavendel

Lachssteaks aus der Folie

Die Lachssteaks garen sanft im Alu-Schiffchen. Mit denen können eure Kinder hinterher auf dem Teller "Schiffe versenken" spielen. Zum Rezept: Lachssteaks aus der Folie mit Gurken-Vinaigrette

Gefüllte Kalamare

Womit die Kalamare gefüllt sind? Wir verraten nur so viel: Es ist einfach köstlich! Zum Rezept: Gefüllte Kalamare

Garnelen-Filetspieße mit Mango-Salsa

Spieße dürfen bei keiner Grillparty fehlen. Wir spießen Garnelen auf und dippen sie in selbst gemachte Mango-Salsa. Zum Rezept: Garnelen-Filetspieße mit Mango-Salsa

Zanderröllchen mit Zitronengras

Zitronengras und Thymian sorgen im Inneren der Zanderröllchen für ein feines Aroma. Zum Rezept: Zanderröllchen mit Zitronengras

Was gibt’s zum gegrillten Fisch dazu?

Nur weil man Fisch grillt, heißt das nicht, dass man auf Fleisch verzichten muss. Einige Sorten von Meeresfrüchten – etwa Tintenfische, Garnelen und Scampis – bieten sich geradezu für ein Surf’n’Turf an. Dafür kombiniert man sie einfach mit einem saftigen Rindersteak. Wer fleischlos bleiben möchte, serviert zum gegrillten Fisch zum Beispiel Baked Potatoes mit Sourcream, einen leckeren Kartoffelsalat oder auch einen Gurkensalat. Auch Fenchel ist ein guter Begleiter zu Fisch und kann in Form eines köstlichen Salats serviert werden.

Die besten Salate zum Grillen haben wir für euch in unseren Grillrezepten zusammengestellt. Röstet dazu noch etwas Baguette und bestreicht es anschließend mit Kräuterbutter – perfekt! Wir zeigen euch, wie ihr Kräuterbutter selber machen könnt.

Fotos: Thomas Neckermann, Janne Peters
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