Klöße: Das beste Rezept fürs Festessen

Kein Sonntagsessen ohne Klöße! Die leckere Beilage gehört zum Braten einfach dazu. Hier findet ihr ein leckeres Rezept für Kartoffelklöße, weitere Zubereitungsvarianten und hilfreiche Tipps!

Klöße: Das beste Rezept

Zutaten für 16 Klöße:

  • 1 Kilogramm Kartoffeln (mehlig kochend)
  • 150 Gramm Mehl
  • 2 Eier
  • Muskat (frisch gerieben)
  • 50 Gramm Butter
  • 0,5 Bund glatte Petersilie

Zubereitung von Klößen:

  1. Kartoffeln abspülen und mit Schale 25 Minuten in Salzwasser kochen. Abgießen, kurz ausdampfen lassen und noch heiß die Schale abziehen.
  2. Kartoffeln durch die Kartoffelpresse drücken. Mehl, Eier, Salz und etwas Muskat zu den Kartoffeln geben und erst mit einem Kochlöffel, dann mit den Händen zu einem glatten Teig verarbeiten.
  3. Aus dem Teig mit angefeuchteten Händen etwa 16 Kugeln formen.
  4. Reichlich Salzwasser in einem weiten Topf aufkochen. Klöße vorsichtig hineingeben und bei kleiner Hitze etwa 20 Minuten gar ziehen lassen (nicht kochen, sonst zerfallen sie).
  5. Butter schmelzen. Petersilie abspülen, trocken schütteln und grob hacken.
  6. Klöße mit einer Schaumkelle aus dem Wasser nehmen, gut abtropfen lassen und in eine vorgewärmte Schüssel geben.
  7. Klöße mit geschmolzener Butter begießen und die gehackte Petersilie darüber streuen.

Fertig in 90 Minuten!

Pro Portion: 105 kcal, 4 g Fett, 14 g Kohlenhydrate, 3 g Eiweiß

Klöße - mehr als nur Beilage!

Klöße - auch Knödel genannt - liefern das Sahnehäubchen für das Festessen! Die leckere Kartoffelspeise wird auf keinen Fall zerschnitten, sondern mit der Gabel zerrissen - so kann die Kloßoberfläche maximal viel Soße aufnehmen. Dazu noch ein köstlicher Braten und der Hochgenuss ist euch garantiert!

Klöße: Leckere Zubereitungsvarianten 

Karamellisierte Kartoffelknödel

Diese Knödel werden aus Kartoffeln und Weizengrieß zubereitet und anschließend in Butter goldbraun gebraten. Mit etwas Zucker karamellisieren sie und bekommen eine köstliche Kruste. Lecker!

Zum Rezept: Karamellisierte Kartoffelknödel

Kartoffelknödel mit Entenbrust

Ein leckeres Weihnachtsessen: Die Kartoffelknödel werden mit Entenbrust und einer leckeren Soße aus Geflügelfond, Rot- und Portwein und Gewürzen serviert.

Zum Rezept: Kartoffelknödel mit Entenbrust

Kartoffelklöße mit Brötchen-Croutôn-Füllung

In diesen Klößen verbirgt sich eine Überraschung: Krosse Brötchen-Croutôns sind hier im Inneren versteckt. Im Rezept erfahrt ihr, wie’s geht!

Zum Rezept: Kartoffelklöße mit Brötchen-Croutôn-Füllung

Kartoffelklöße mit Steinpilz-Cognoc-Füllung

Wenn es mal schneller gehen muss, kann auch Knödelteigpulver zu Hilfe genommen werden. Halb und halb mit frischen Kartoffeln schmecken die Knödel klasse – zumal auch noch eine ganz besondere Füllung hineinkommt.

Zum Rezept: Kartoffelklöße mit Steinpilz-Cognac-Füllung

Walnuss-Klöße

Besonders aromatisch und dazu noch leicht crunchy dank Walnüssen: Diese Variante passt perfekt zu einem Pilzragout!

Zum Rezept: Walnuss-Klöße

Brezenknödel

Die fränkischen Brezenknödel passen perfekt als deftige Beilage zu Fleischgerichten. Die Laugenbrezeln werden mit Milch, Butter und Eischnee gemischt. Zum Rezept: Brezenknödel

Gefüllte Kartoffelknödel mit Petersilien-Schaum

Rezepte für Knödel gibt es viele, aber dieses hier hat einen besonderen Clou: Petersilienwurzel wird karamellisiert und kommt als Füllung in die Knödel hinein. Köstlich!

Zum Rezept: Gefüllte Kartoffelknödel mit Petersilienschaum

Thüringer Klöße

Hier findet ihr das Rezept für die Original Thüringer Klöße – lasst es euch nicht entgehen! 

Zum Rezept: Gans mit Rotkraut und Thüringer Klöße

Klöße oder Knödel?

Je nachdem, in welcher Ecke Deutschlands über die traditionelle Beilage gesprochen wird, ist die Bezeichnung Kloß oder Knödel gebräuchlich. Während in Ostdeutschland ersteres fester Bestandteil der Küche ist, wird man in Süddeutschland nur Knödel auf der Speisekarte finden. In vielen Gegenden sind aber auch beide Wörter im Sprachgebrauch üblich.

Generell werden beide aus den gleichen Grundzutaten hergestellt: aus rohen und/oder gekochten Kartoffeln, Kartoffelstärke und Salz. Je nach Rezept gesellen sich Gewürze, Ei und Milch hinzu. Für die Füllung gibt es von gerösteten Weißbrotwürfeln bis hin zu Pilzen verschiedene Rezepturen.

Klöße: Die Klassiker

Schlesische Klöße 

Schlesische Klöße stammen aus der Schlesischen Küche. Man erkennt sie an ihrer Form: Sie sind flach gedrückt und besitzen eine Mulde an der Oberfläche, in der die Soße aufgefangen wird. Diese Kloßart bereitet man aus gekochten Kartoffeln, Kartoffelmehl sowie Eiern zu. Sie werden als Beilage zu Fleischgerichten serviert. Traditionell genießt man sie auch gerne mit Zwiebeln, die vorher in Schmalz gebraten wurden.

Thüringer Klöße 

Im Herzen Deutschlands ist man auf die spezielle Kloßrezeptur besonders stolz – zu recht, denn das leckere Traditionsgericht ist ein Hochgenuss. In einigen Regionen werden sie auch als Grüne Klöße bezeichnet.

Die Rezeptur besteht zu zwei Dritteln aus rohen und zu einem Drittel aus gekochten Kartoffeln. Während die gekochten Kartoffeln mit dem Kartoffelstampfer zerdrückt werden, zerkleinert man die rohen Erdäpfel mit einer feinen Reibe. Als i-Tüpfelchen kommen oft geröstete Weißbrotstückchen in die Kloßmitte. Die Ziehzeit der Thüringer Klöße beträgt nur 10-15 Minuten. 

Halb und Halb-Klöße

Diese Kloßvariante ist dem Thüringer Rezept ähnlich. Allerdings ist das Verhältnis anders gewichtet: Eine Hälfte besteht aus gekochten und eine aus rohen Kartoffeln. Auch hier ist die Ziehzeit geringer und beträgt nur circa 10 Minuten.

Klöße: Das musst du beachten!

  • Unbedingt mehligkochende Kartoffeln verwenden, da sich so der Stärkeanteil erhöht und die Form des Kloßes bewahrt wird. Kartoffelmehl verstärkt diesen Effekt. Ist zu wenig Stärke enthalten, könnten die Klöße später im siedenden Wasser zerfallen.
  • Die Kartoffeln im Ganzen und mit Schale kochen. Dadurch wird weniger Flüssigkeit aufgesogen. Erst danach die Kartoffeln schälen!
  • Bevor die Kartoffeln durch die Kartoffelpresse gedrückt werden, sollten sie eine Weile ausdampfen, damit nicht zu viel Wasser in den Kloßteig gelangt. 
  • Mit etwas flüssiger Butter im Teig erhält man einen intensiveren Geschmack und verbessert die Konsistenz des Kloßes. 
  • Damit sich die Zutaten besser verbinden, können Eier zum Kloßteig hinzugegeben werden. 
  • Gewürzt wird der Teig nur mit Muskatnuss und Salz. Muskatnuss sorgt dabei für einen aromatischen Geschmack.

Tipps für den perfekten Kloß

  • Anstelle einer Kartoffelpresse kann auch ein Kartoffelstampfer verwendet werden.
  • Zum Formen der Kloßkugeln die Hände leicht befeuchten!
  • Die Klöße werden in siedendes Wasser gegeben. Das Wasser darf nicht kochen, sonst könnten sie zerfallen!
  • Nicht zu viele Teigkugeln auf einmal in den Topf geben, damit sie nicht aneinander kleben.
  • Nach circa 20 Minuten treten die Knödel an die Oberfläche und können mit einer Schaumkelle herausgehoben werden. Der Thüringer Kloß und der Halb und Halb-Kloß haben eine kürzere Ziehzeit.

Klöße: So bleiben sie hell!

Dauert die Zubereitung des Kloßteigs zu lange, oxidiert dieser mit dem Sauerstoff und verfärbt sich leicht bräunlich. Um dem entgegen zu wirken, findet man im Handel die so genannte "Knödelhilfe", die auch "Kartoffelweißer" genannt wird.

Darin enthalten ist ein Antioxidationsmittel, wodurch sich der Teig nicht verfärbt. Früher wurden stattdessen die Klöße noch geschwefelt, um ihre ursprüngliche Farbe zu erhalten. Allerdings kann man der Verfärbung generell entgegensteuern, wenn die Zubereitung zügig stattfindet.

Dem perfekten Sonntagsessen steht nun nichts mehr im Wege! Hier findet ihr dazu noch passende Rezepte für einen Braten. Und hier könnt ihr in köstlichen Rezepten für Rotkohl stöbern.

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