Revolution: Das ist der Wein für eine neue Generation!

Künftig werden wir bei Wein nicht mehr nur an Weiß oder Rot denken, wenn es nach einer Gruppe junger Künstler aus Spanien geht. Sie erobern Europa mit einem blauen Wein und wollen die ganze Branche auf den Kopf stellen.

Am Anfang der Geschichte des blauen Weins stehen sechs junge Spanier: Künstler, Musiker und Ingenieure - Jungunternehmer, die vorher nie etwas mit der Wein-Branche zu tun hatten, die aber den Willen haben, etwas völlig Neues zu schaffen.

Das Ergebnis: der blaue Wein "Gïk", der eine Revolution auslösen will. BRIGITTE.de hat mit Nadine Greb gesprochen, die das junge Team auf dem deutschen Markt unterstützt und uns die Idee hinter dem blauen Wein erklärt.

Nadine Greb ist 22 Jahre alt, Studentin und Teil des Gïk-Teams in Deutschland. Sie unterstützt die spanischen Jungunternehmer dabei, den blauen Wein auf dem deutschen Markt zu etablieren.

BRIGITTE.de: Frau Greb, braucht die Welt einen blauen Wein?

NADINE GREB: Ja, ich denke, die Welt braucht blauen Wein, einfach um ein bisschen neue Lebenslust und Innovation zu erfahren. Wir wollen mit unserem Wein gezielt eine Revolution anzetteln, indem wir uns so ein bisschen von der traditionellen Weinbranche abheben und ein neues, innovatives Getränk entwickeln, das nicht vor Langeweile strotzt.

Bei dieser Revolution geht es aber nicht primär darum, ein neues Geschmackserlebnis zu kreieren, oder?

Genau, wir verstehen uns eben auch nicht als Wein-Winzer, sondern eher als Wein-Designer. Es ist ein lieblicher Wein, bei dem es nicht primär um den innovativen Geschmack geht - es ist eben ein süßer Wein - sondern darum, die Weinbranche etwas aufzulockern und neue Farb-Akzente zu setzen. Eben mit dem Blau, das man zuvor noch nicht gesehen hat. Es  geht eben darum, ein Statement zu setzen, dass man alles etwas auflockern möchte.

Warum glauben Sie denn, dass eine Revolution gerade in der Wein-Branche längst überfällig war?

Die Weinbranche ist eine sehr traditionelle Branche. Zu Beginn unseres Projektes haben wir uns überlegt: Was ist die traditionellste Branche, die eine Innovation dringend nötig hätte? Und da kamen wir auf die Wein-Branche, weil viele Weinliebhaber sehr traditionell denken. Die gucken immer auf die Ursprungsländer und auf die Weinreben und alles Mögliche. Und wir wollten eben genau das verhindern: Dass man eben nicht darüber nachdenkt, wie genau ist der Wein jetzt entstanden, welche jahrhundertelangen Traditionen stehen dahinter? Wir wollen das Weintrinken vereinfachen und dafür sorgen, dass es Spaß macht, Wein zu genießen.

 

Mal technisch gefragt: Wie wird der Wein überhaupt blau?

Zunächst ist zu sagen, dass das nicht einfach mit Lebensmittelfarbe gemacht wird, wie viele zu Beginn vermuten. Dahinter steckt ein organischer Prozess, ein Pigmentierungsprozess. Dafür werden zuerst weiße und rote Trauben gemischt. Anschließend werden ihnen zwei organische Pigmente – Indigo und Anthocyane – hinzugefügt. Sie stammen aus der dünnen Haut der Weintrauben. Zum Schluss kommen kalorienfreie Süßstoffe hinzu, damit der Wein die notwendige Süße erhält. Es ist übrigens ein organischer Wein, der auch für Veganer geeignet ist.

Was kann der blaue Wein, was konventioneller Wein nicht kann?

Blauer Wein kann erst mal mit seinem Aussehen punkten. Er ist blau und hebt sich damit natürlich von allen anderen ab. Er hat ein sehr modernes Design, das vor allem junge Menschen anspricht. Und uns ist es ganz wichtig, dass es für unseren Wein keine bestimmten Regeln gibt. Also es gibt keine Regeln dafür, wie man den Wein trinken soll. Man kann ihn in Cocktails mischen oder zu verschiedenen Gerichten trinken. Und das ist uns eben ganz wichtig: Dass jeder die Möglichkeit hat, seine eigenen Regeln zu kreieren.

Wir empfehlen aber, den Wein gekühlt zu trinken – gerade auch jetzt im Sommer. Man kann ihn sowohl zu Sushi trinken als auch zu Nachos mit Guacamole. Man kann ihn als Aperitif aber auch zum Nachgang trinken. Da sind wirklich keine Grenzen gesetzt.

Beim blauen Wein steht also die Kreativität im Vordergrund?

Kreativität ist auf jeden Fall einer unserer Hauptgedanken und deswegen möchten wir den Genießern auch selbst die Möglichkeit geben, kreativ zu werden und zu schauen, wozu schmeckt der Wein oder wozu passt er vielleicht nicht so gut. Eben darin frei zu sein und nicht immer zu überlegen: Kann ich den Wein so trinken oder werde ich dafür von anderen als jemand abgestempelt, der keine Ahnung von Wein hat?

An wen genau richtet sich die Innovation des blauen Weins?

An sich gibt es eine recht breite Zielgruppe. Doch wir haben ein sehr modernes Design und sprechen damit natürlich vor allem junge, moderne Leute an, die offen sind für Innovationen und für etwas Neues. Andererseits wollen wir aber auch versuchen, ältere Menschen zu erreichen, die oft noch an ihren Weintraditionen festhalten und unserem Wein zunächst erst einmal skeptisch gegenüberstehen. Doch auch sie versuchen wir zu überzeugen.

Vielen Dank für das Gespräch, liebe Frau Greb.

Bislang kann man den blauen Wein nur im Online-Shop von "Gïk" unter www.blauerwein.de bestellen. Er soll aber auch bald im Handel erhältlich sein.

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