Glühwein selber machen: Rezepte für kalte Tage

An kalten Tagen wärmt nichts so gut auf wie ein heißer Glühwein! Mit Wein, Früchten und Gewürzen läutet das warme Heißgetränk die Vorweihnachtszeit ein und versüßt uns die kalten Wintertage. Die besten Rezepte zeigen wir hier!

Glühwein selber machen so geht's:

Für Glühwein wird klassischerweise roter bzw. weißer Wein mit verschiedenen Gewürzen verrührt und erhitzt. Für welchen Wein ihr euch dabei entscheidet, hängt ganz vom persönlichen Geschmack ab.

Das Gleiche gilt für die verwendeten Gewürze (Zimt, Anis, Zitronenschale, Orangenscheiben, Gewürznelken, Vanilleschote etc.) - und ob ihr den Glühwein am Ende noch süßen (z.B. mit Agavendicksaft, Zucker oder Honig) wollt. Je nach Geschmack können auch Fruchtsäfte (z.B. Trauben- oder Apfelsaft) hinzugegeben werden.

Glühwein zubereiten - Schritt für Schritt

  1. Ausgewählten Wein (1 Liter für 4-6 Tassen) in einen Topf geben und nach Geschmack Gewürze hinzufügen.
  2. Den Topf auf dem Herd langsam erwärmen. Wichtig: Glühwein niemals über 80 °C erhitzen oder aufkochen lassen, denn ab 78°C beginnt der Alkohol zu verdampfen. Außerdem wirkt sich die Hitze negativ auf die Gewürze aus.
  3. Größere Gewürze und Orangenscheiben ggf. entfernen, den Glühwein in Tassen oder Glser füllen und nach Lust und Laune mit Zimtstange oder Zitronenscheibe dekorieren.

Welcher Wein ist für Glühwein geeignet?

Natürlich kann man Glühwein auch günstig im Wein oder in der Flasche abgepackt kaufen. Wer aber Wert auf etwas mehr Qualität legt, sollte beim Wein-Kauf genauer hinschauen.

Glühwein mit rotem Wein

Wer ganz klassisch zu rotem Wein greifen möchte, kann zum Beispiel zu einem trockenen Landwein aus Frankreich greifen: Côtes du Rhône und Vin de Pays eignen sich hierfür sehr gut. Geeignet sind aber auch italienischer Merlo, spanischer Tinto und Dornfelder oder Trollinger aus deutschen Weinanbaugebieten.

Glühwein mit weißem Wein

Es ist kein Wunder, dass weißer Glühwein auch hierzulande immer beliebter wird. Er bietet eine leichte, frische Alternative zum Klassiker. Sein fruchtiges Aroma und der höhere Säuregehalt sorgen für eine willkommene Abwechslung.

Greift hier zum Beispiel zu trockenem oder halbtrockenem Müller-Thurgau, Silvaner oder Weißburgunder. Auch Riesling kann für einen weißen Glühwein geeignet sein. Versucht euch alternativ an einem weißen Vin de Pays oder einem Pinot Grigio.

Welche Gewürze schmecken im Glühwein?

An Gewürzen scheiden sich die Geister: Während die einen ein kräftiges Gewürzearoma bevorzugen, belassen es die anderen bei einer dezenten Note.

Beliebte Gewürze für den heißen Wein sind:

  • Anis
  • Zimtstangen
  • Vanilleschoten
  • Ingwer
  • Muskat
  • Koriander(saat)
  • Wacholderbeeren

Ihr könnt aber auch mal mit Fenchelsamen, Lorbeerblättern, roten Pfefferbeeren und Muskatblüte experimentieren.

Wie kann man Glühwein sonst noch veredeln?

Neben den Gewürzen könnt ihr natürlich auch mit verschiedenen Früchten experimentieren. Sie sorgen für eine angenehme Säure. Besonders beliebt sind Zitrusfrüchte, wie Orangen, Zitronen und Blutorangen. Aber auch Holunderbeeren, Apfel- und Birnenstücke können interessant sein. Besonders Experimentierfreude probieren es mal mit Cranberrys, Granatapfelkernen und Hagebutten.

Glühwein nachsüßen

Beim Verfeinern mit Zitrusfrüchten ist jedoch Vorsicht geboten: Wenn der Wein bereits eine gewisse Säure mitbringt und die Gewürze für ein kräftiges Aroma sorgen, wird der Glühwein schnell bitter. Süßt ihn dann mit Rohrzucker, Honig oder Agavendicksaft nach. Oder probiert es zur Abwechslung mal mit Marmelade (z.B. Orangenmarmelade) oder Säften. Auch Portwein kann dem Getränk eine angenehme Süße schenken, erhöht jedoch den Alkohlgehalt.

Glühwein-Rezepte für die kalte Jahreszeit

Seid ihr noch auf der Suche nach leckeren Inspirationen für euren selbst gemachten Glühwein? Dann findet ihr oben Rezepte aus der BRIGITTE-Versuchsküche, die euch garantiert gelingen. Probiert zum Beispiel mal unseren Kirschglühwein aus. Und natürlich verraten wir euch auch, wie Glögg in der heimischen Küche gelingt.

Unterschied: Glühwein, Punsch, Glögg & Co.

Glögg, das skandinavische Heißgetränk in der Winterzeit, enthält indessen neben Rotwein und zusätzlich noch Korn oder Wodka. Grog wiederum wird aus heißem Wasser, Zucker und Rum zubereitet.

Punsch wird unterdessen mit Arrak abgerundet, einer Spirituose aus dem südostasiatischen Raum. Außerdem enthält er noch Zitrone, Zucker und Gewürze. Als Basis für dieses Heißgetränk wird Tee oder Wasser genutzt.

Rezepte für Punsch finden sich aber auch ohne Alkohol:

Der so genannte Kinderpunsch wird aus Tee, Obstsaft und Obststückchen zubereitet. Auch hier sind Gewürze wie Zimtstangen und Nelken essenziell. Kinderpunsch ist nicht nur für die Kleinen ein leckeres Getränk, sondern bietet sich auch an, wenn man auf Alkohol verzichten möchte.

Hier kann man nach Herzenslust mit verschiedenen Teesorten und Obstsäften experimentieren: Lecker sind verschiedene Früchtetee-Sorten sowie Apfelsaft und Kirschsaft. Auch lecker: unser Rezept für Apfelpunsch!

Das perfekte Glühwein-Rezept für jeden Geschmack

Wir setzen lieber auf selbstgemachte Glühweine statt auf gekaufte! Das ist mit dem richtigen Glühwein-Rezept auch gar kein Problem. Der Vorteil: Gekaufte Glühweine enthalten meistens viel zu viel Zucker, sind oft von schlechterer Qualität und schmecken nur halb so gut wie die selbst gemachten Varianten.

Außerdem können wir bei unseren Eigenkreationen auch richtig kreativ werden und die Gewürze - wie Kardamomkapseln, Anis, Gewürznelken, Zimt und Vanilleschote - variieren. Früchte peppen zudem noch das Grundrezept auf. Hierfür eignen sich zum Beispiel Kirschen, Heidelbeeren, Orange oder Preiselbeeren. Und soll's einmal schneller gehen, verfeinern wir einfach unseren Lieblingswein mit Glühweingewürz - so kann der Winter auch gern ein bisschen bleiben!

Auch lecker: Feuerzangenbowle! Wir zeigen euch, wie euch das Kultgetränk gelingt.

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Glühwein mit Cranberries
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