Darum essen jetzt alle Kaktus – und ihr solltet es auch tun

Kaktus ist das neue Superfood: Seine grünen Triebe, Nopalitos genannt, sind überaus gesund und lassen sich vielseitig verarbeiten. Wir stellen den Trend vor.

So ein Kaktus weckt viele Assoziationen, aber nur die wenigsten von uns denken wohl "Hmmmm, lecker!", wenn sie die grüne Stachelpflanze sehen. Das sollten wir aber! Denn: Der Kaktus, oder besser die grünen Kaktustriebe, ist das neuste Superfood! Seit Anbeginn der Zeit haben sich die Kakteen Mühe gegeben, möglichst abschreckend und unappetitlich auszusehen, doch jetzt hat der Superfood-Hype sie endlich erwischt.

Nachdem Anfang des Jahres das Kaktuswasser bereits seine große Stunde hatte, dürfen wir uns nun kulinarisch noch ein paar Schritte weiter wagen. Gerade in der mexikanischen Küche, die im Moment einen neuen Hype erlebt, ist der Kaktus total angesagt. Das solltet ihr deshalb jetzt über den Kaktus wissen:

Was macht den Kaktus so gesund?

Anhänger des Kaktus-Trends sind begeistert von den vielen Antioxidantien, Vitaminen und Elektrolyten, die die stacheligen kleinen Kerle auf unseren Teller bringen. Das macht sie auch zu einem tollen Kater-Killer. Sie sollen darüber hinaus beim Abnehmen helfen, den Cholesterinspiegel und den Blutzucker senken und so vor Herzkrankheiten und Diabetes schützen. Für uns auf jeden Fall Grund genug, das stachlige Wunder aus der mexikanischen Wüste häufiger auf den Tisch zu bringen. Und: 100 Gramm Kaktusfleisch haben gerade mal 14 Kalorien!

Wonach schmeckt Kaktus eigentlich?

Zugegeben: Der Geschmack der grünen Kaktus-Triebe ist etwas gewöhnungsbedürftig und ähnelt eigentlich keiner einheimischen Frucht. Am ehesten kann man den Kaktus wohl mit einer etwas bitteren, aber sehr knackigen Salatgurke vergleichen. Das klingt jetzt vielleicht nicht besonders einladend, aber mit Öl bestrichen, mit Salz und Pfeffer gewürzt und dann auf dem Grill zubereitet, sieht das gleich schon wieder ganz anders aus. Noch mehr Rezept-Ideen findet ihr weiter unten.

Wo kann man Kaktus zum Kochen kaufen?

Natürlich könnt ihr jetzt nicht einfach in den nächsten beliebigen Pflanzenmarkt marschieren und euch den erstbesten Kaktus schnappen. Gegessen werden nur die grünen Triebe, auf denen die bekannten Kaktusfeigen wachsen. Sie heißen Nopalitos und können bislang eigentlich nur online bestellt werden. Ob und wann wir die Gläser auch ganz normal im Supermarkt kaufen können, ist schwer vorherzusagen und wird sicher davon abhängen, wie gut sich der Kaktus als Gemüse hierzulande etablieren kann.

Wie bereitet man Kaktus in der Küche zu?

Nopalitos kommen bei trendbewussten Food-Bloggern schon längst in Salate, Sandwiches und Smoothies – eben in allem, was auch nur annähernd den Eindruck erwecken will, gesund zu sein. Auch Säfte und Konfitüren aus Kakteen gibt es bereits. Aber wie kocht man mit Kaktus, ohne sich spätestens beim Essen zu verletzen? Ein erster Tipp ist natürlich: Handschuhe tragen! Eine, die es genau wissen muss, ist Kathleen aus Mexiko. In ihrem Blog Cooking in Mexico erklärt sie genau, wie ihr Kakteen zubereitet.

Was kann man mit Kakteen kochen?

Glücklicherweise ist der Kaktus sehr vielseitig. Grillen ist natürlich die einfachste Option: Die Blätter, wie oben beschrieben, mit Öl einpinseln und mit Salz und Pfeffer würzen. Von beiden Seiten je zwei Minuten grillen und dann in Streifen geschnitten als Beilage servieren. Wenn euch das etwas zu gewagt erscheint, püriert den Kaktus lieber und macht daraus Smoothies, Dips oder Suppen. Der Vorteil: Das stachelige Superfood vermengt sich mit den anderen Zutaten und verliert sein  Furcht einflößendes Gesicht.

Noch mehr tolle Ideen für die Verarbeitung von Kaktus in der Küche, haben wir für euch auf Pinterest entdeckt:

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