Plädoyer für die Quitte

Quitten sind etwas aus der Mode gekommen, weil sie roh ungenießbar und nicht ganz einfach zu verarbeiten sind. Doch Gourmets entdecken sie gerade wieder. Geben auch Sie Ihrer Küche ein neues Aroma!

Sie mögen es süß oder herzhaft? Kein Problem: Die leuchtend gelben Früchte lassen sich vielseitig einsetzen. Mit ihrem hohen Pektingehalt bringen Quitten ihr eigenes Geliermittel gleich mit - und eignen sich daher wunderbar für Gelees und Konfitüren, aber auch für andere Süßigkeiten wie Quittenkonfekt oder Marzipankugeln. Auch Hochprozentigem wie Likör oder Schnaps geben sie ein ganz besonderes Bouquet. Quitten schmecken als Saft, und als Püree geben sie Herzhaftem einen besonderen Touch.

Schöner Nebeneffekt: Die reifen Früchte sind so aromatisch, dass sie sich hervorragend dafür eignen, das Zuhause in einen Duft aus Zitrone und Äpfeln zu tauchen - einfach in einen Korb legen und die Herbststimmung ist perfekt.

Richtig einkaufen und verarbeiten

Es gibt zwei Sorten von Quitten: die runden Apfelquitten und die saftigeren, länglichen Birnenquitten. Beim Einkauf sollten Sie darauf achten, dass die Quitten weich sind und aromatisch duften. Je reifer die Früchte sind, desto weniger Flaum haben sie, kleine Früchte schmecken besser als große. Nicht ganz reife Quitten können Sie aber in einem kühlen Raum lagern, bis sie ihre leuchtend gelbe Farbe angenommen haben und entsprechend duften. Beim Aufschneiden werden die Stücke schnell braun - doch keine Angst, die Verfärbung verschwindet beim Erhitzen von selbst.

Roh sind die Herbstfrüchte ungenießbar, ihr fruchtiges Aroma entfalten sie erst beim Kochen oder Braten. Damit Sie das Kerngehäuse gut herausbekommen, sollten Sie es erst nach dem Garen entfernen.

Für den herzhaften Genuss

Perfekt zum Kochen - Quittenpüree

Quittencurry mit Huhn

Hasenrücken mit Quittenmus

Kalbsleber mit Quitten

Quittensuppe mit Räucheraal

Zum Naschen

Quitten-Marzipan-Kugeln

Quittenkonfekt

sar
Themen in diesem Artikel