Raffinierte Mini-Croques

Spitzenköchin Lea Linster zeigt leckeres Fingerfood für die nächste Party. Und verrät alle Tricks, damit Sie es leicht nachmachen können.

Wer kennt sie nicht, die Partys, bei denen man am Anfang ganz bescheiden einlädt und versucht, die Zahl der Gäste auf die Zahl der hauseigenen Stühle zu limitieren. Und dann muss man erkennen, dass man doch viel mehr Bekannte und Freunde und Freundesfreunde hat als gedacht. Und wenn die ersten schon zugesagt haben, gibt es kein Zurück mehr. Dann muss schlagartig auf Stehparty umgeschaltet werden. Die Suppe wird also in Espressotassen gereicht, ohne Löffel. Es gibt kalte Häppchen und Fingerfood, das ist einfach vorzubereiten. Aber ein paar heiße Köstlichkeiten sollten schon dabei sein.

Ich schlage Ihnen meine Mini-Croques Monsieurs vor. Ich mache sie ungefähr fünf bis sechs Zentimeter breit, zehn Zentimeter lang und zwei Zentimeter dick. Dazu braucht man guten gekochten Schinken, in dünne Scheiben geschnittenen Emmentaler, etwas Senf, gesalzene Butter und einen Sandwich-Toaster. Als Brot nehme ich am liebsten feinporiges Toastbrot. Mein Sohn Louis liebt die Sorte American Sandwich, das ist etwas süßlich, daher nehme ich einen Hauch Senf dazu, um die Süße auszutricksen.

Also, zwei Scheiben Toastbrot mit etwas Senf ganz leicht bestreichen. Dann etwas gesalzene Butter drauf (am besten beides gleich vermischen und aufstreichen. Auf eine Scheibe Toast kommt eine Scheibe Emmentaler, dann gekochter Schinken, dann wieder Emmentaler und obendrauf wieder Toastbrot. Nun schneide ich rundherum die Brotkruste ab - schön gerade, damit wir später exakte Minis draus schneiden können. Den guten und teueren Schinken lege ich deshalb nie bis über die Kruste, weil die sowieso abkommt. Jetzt wird das Ganze getoastet, so dass der Käse schmilzt, und danach in zwei Hälften geschnitten.

Schön ist es, ein Papier drumzutun, Pergament oder Butterbrotpapier, oder sie unten in einer kleinen weißen Serviette einzuwickeln. Wenn Sie's zukleben müssen, damit die Manschette zusammenhält, am liebsten ein kleines selbst klebendes Etikett nehmen und darauf "Croque Monsieur" schreiben. Das gibt einen Trendy-Touch und es ist sehr aufmerksam: Jeder kann sehen, man hat sich wirklich Mühe gegeben. Nach dem gleichen System kann man auch Croques mit Räucherlachs machen. Dafür nehme ich das gleiche Brot, es wird aber nicht getoastet! Ich streiche großzügig Sahnemeerrettich aufs Brot, lege eine Scheibe Räucherlachs darauf, dann dünne Scheiben von grüner Gurke und Kresse, dann erneut Räucherlachs. Die zweite Brotscheibe drauf und festdrücken. So hält es, und ich kann die Kruste abschneiden und - wie gehabt - das Ganze halbieren.

Schön für solch eine Party sind auch kleine Satéspieße mit Huhn und Porree. Ganz einfach Hühnerbrust (am liebsten vom Bio-Huhn) in gleichmäßige Würfel von drei Zentimeter Länge schneiden und auf Spieße stecken, abwechselnd mit jungen, dünnen Porreestückchen - viermal Huhn und dreimal Porree pro Spieß. Salzen und pfeffern und kurz in heißem Öl braten. Sojasoße oder eine selbst gemachte Currysoße dazu und Ihre Freunde werden begeistert sein!

Themen in diesem Artikel
Brigitte-Rezepte-Newsletter

Essen ist fertig!

Wir suchen für Dich täglich ein leckeres Rezept aus der Brigitte-Küche aus. Trage Dich doch ein!