Seitan: Was das ist und wie du es verwendest

Schon mal von Seitan gehört? Der Fleischersatz findet mehr und mehr Zugang in die vegetarische und vegane Ernährung. Wie er hergestellt wird und wie du ihn verwenden kannst, erfährst du hier.

Seitan: Was ist das überhaupt?

Ursprünglich kommt Seitan aus Japan und wurde dort von Mönchen, die sich vegetarisch ernährten, erfunden. Seitan wird aus Weizenmehl hergestellt: Das Mehl wird mit Wasser zu einer Masse vermengt und geknetet. Im weiteren Prozess wird immer wieder neues Wasser hinzugegeben, bis alles an Stärke herausgewaschen wurde, sodass am Ende nur noch das Weizeneiweiß übrigbleibt. Daher wird es auch gerne Weizenfleisch genannt.

Seitan selber herstellen ist zwar zeitaufwendig, wird aber wegen seiner doch relativ leichten Herstellungsweise gerne auch selbst gemacht.

Wissenswertes über Seitan

Verzehrfertiger Seitan enthält zwar ca. 25 Gramm Eiweiß pro 100 Gramm und ist damit reich an Eiweiß. Dennoch kann es wegen der fehlenden Aminosäure Lysin nicht so gut verwertet werden wie bspw. Fleischprotein. Lysin wird unter anderem für den Muskelaufbau benötigt und ist am Knochenwachstum beteiligt. Doch bei einer ausgewogenen Ernährung kommt es nicht so schnell zu einem Eiweiß-Defizit, auch Lebensmittel wie bspw. Hülsenfrüchte ermöglichen eine ausreichende Proteinzufuhr.

Doch für einige Menschen ist Vorsicht geboten: Das enthaltene Weizengluten ist für Menschen mit Glutenallergie (Zöliakie) nicht verträglich, dann gilt: Seitan unbedingt meiden!

Darum ist Seitan so beliebt

Seitan hat eine faserige Struktur und erinnert mit seiner Konsistenz an Fleisch. Interessant vor allem für Menschen, die zwar gerne Fleisch mögen, aber aus ethischen Gründen keines essen wollen. Der Fleischersatz hat kaum Eigengeschmack und nimmt den Geschmack von Sojasauce & Co. gut an, sodass beliebig viele Varianten möglich sind. In einigen Geschäften findet man bereits in den Kühltheken Fleischersatz-Produkte aus Seitan, wie Bratwürstchen, Schnitzel und Aufschnitt.

Wo kann ich Seitan kaufen?

Seitan erhältst du über den Online-Versand, im Reformhaus und in Bio- und ausgewählten Supermärkten. Was du beim Kauf von Seitan beachtet solltest, ist, wie viel Zeit du investieren möchtest. Am schnellsten zuzubereiten sind natürlich Convenience-Produkte, die nur noch angerührt oder erwärmt werden müssen. Im Handel findest du bereits gekochten und gewürzten Seitan im Glas. Du kannst Seitan auch selber anrühren mit einem Fix-Produkt und hast dabei die Möglichkeit eigene Gewürze mit in den Teig zu geben. Die Zubereitung kostet dich ein wenig Zeit – oder du machst Seitan aus Weizen selber, was natürlich am meisten Zeit braucht.

Seitan: So kannst du es verarbeiten

Seitan ist vielseitig einsetzbar: Du kannst die Fleischalternative sowohl vegetarisch als auch vegan zubereiten. Ob Grillen, Kochen, Backen, in der Pfanne braten oder Frittieren – alles ist möglich mit Seitan.

Ideen für Seitan-Rezepte

Zum Würzen von Seitan kannst du Gemüsebrühe, Sojasauce, Olivenöl, Balsamico, Knoblauch und andere Gewürzmischungen verwenden. Zum Braten oder Frittieren ist Panieren ebenfalls eine gute Wahl, z. B. für Schnitzel oder Chicken Nuggets aus Seitan. Auch lecker sind Seitan-Grillspieße und andere Rezepte zum vegetarisch grillen, die du mit Seitan aufpeppen kannst. Genauso gut passt die Fleischalternative, wenn du Raclette vegan zubereiten willst. Noch mehr Ideen für Rezepte findest du hier:  

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