Schinken: Die besten Sorten im Überblick

Die Auswahl an Schinken ist riesig groß, und jeder hat seine Eigenart. Die besten Schinken-Sorten im Überblick, von Serrano-Schinken bis Schwarzwälder.

Als Schinken werden die hinteren Oberschenkel des Schweins bezeichnet. Das Fleisch wird gepökelt, gekocht, gebraten, getrocknet oder geräuchert und in der Regel kalt gegessen. Mediterrane Schinken werden erst eingesalzen und dann luftgetrocknet, deutscher Schinken wird meist erst gepökelt und dann geräuchert.

Serrano-Schinken

Kommt aus den spanischen Bergen und wird nach dem Einsalzen neun bis 24 Monate luftgetrocknet. Er schmeckt fein-nussig und hat ein kräftiges Aroma.

Lachsschinken

Wird nicht aus der Schweinekeule, sondern aus einem Stück Schweinerücken hergestellt - genau genommen ist es also kein Schinken. Nach dem Pökeln wird der Lachsschinken warm geräuchert und mit einer dünnen Schicht Speck umwickelt. Er schmeckt zart und mild und ist sehr mager.

Ardenner Schinken

Kommt aus Belgien. Er wird gepökelt und dann kalt über Laubholz und Wacholder geräuchert oder luftgetrocknet. Er schmeckt würzig und schön nach Wacholder.

Westfälischer Schinken

Wird mit dem Knochen trocken gepökelt und kalt über Buchenholz geräuchert. Er ist etwas kleiner als Katenschinken, hat zartes, festes Fleisch und schmeckt schön herzhaft.

Tiroler Speck oder Bauernspeck

Kommt meist aus Österreich oder Südtirol und wird ohne Knochen gepökelt und dann langsam kalt geräuchert. Der Speck reift an der Luft oder im Weinkeller. Er ist unterschiedlich stark mit Fett durchwachsen, recht fest (ein stabiles Messer zum Schneiden ist wichtig) und schmeckt würzig.

Ibérico- oder Pata-Negra-Schinken

Kommt aus Spanien und reift bis zu drei Jahre. Er gehört zu den edelsten Schinkensorten und stammt von "schwarzen Schweinen", einer besonderen Rasse, die sich hauptsächlich von Eicheln ernährt. Dieser Schinken hat einen sehr intensiven, aromatischen Geschmack. Er wird immer luftgetrocknet. Man erkennt eine echte Ibérico-Schinkenkeule am schwarzen Huf.

Katenschinken

Kommt hauptsächlich aus Schleswig-Holstein. Die Schinken sind sehr groß und werden mit Knochen gepökelt, dann sehr langsam über Buchenholz kalt geräuchert. Das Fleisch ist zart-saftig und schmeckt mild bis herzhaft-süß. Ein Knochenschinken besteht aus drei Teilen: Die Pape ist das größte Stück mit dünner Fettschicht, die Blume ist kleiner und schmeckt sehr kräftig. Die Kappe, ein Stück mit viel Fett, liegt über Blume und Pape und ist preiswerter. Katenschinken wird oft gewürfelt angeboten.

Parma-Schinken

Wird aus einer ganz speziellen Schweinerasse gewonnen, die aus der Gegend um Parma stammt. Der Schinken wird mit Meersalz eingerieben und trocknet dann etwa ein Jahr an der Luft. Das Markenzeichen dieser italienischen Spezialität ist die eingebrannte fünfzackige Krone. Parma-Schinken schmeckt nussartig und besonders mild.

Schwarzwälder Schinken

Darf nur im Schwarzwald hergestellt werden. Typisch sind die dunkle Farbe und das besonders kräftige Raucharoma. Der Schinken wird mit Pökelsalz, Knoblauch und Wacholder gewürzt, bevor er über Tannenholz kalt geräuchert wird.

Ammerländer Schinken

Kommt aus der Region zwischen Weser und Ems. Er wird zunächst gesalzen und mit braunem Zucker eingerieben, dann geräuchert oder luftgetrocknet. Er schmeckt mild-würzig.

Fotos: Thomas Neckermann
Themen in diesem Artikel
Brigitte-Rezepte-Newsletter

Essen ist fertig!

Wir suchen für Dich täglich ein leckeres Rezept aus der Brigitte-Küche aus. Trage Dich doch ein!