Warenkunde: Alles über Eier

Eier lassen sich vielseitig zubereiten. Alles über Kochen, Trennen, Pochieren, Füllen - und was der Zahlencode auf dem Ei bedeutet.

Warenkunde

Die Kennzeichnungscodes für Eier sind EU-weit einheitlich. Anhand des Stempels auf jedem Ei ist klar zu erkennen, aus welcher Haltungsform und aus welchem Land die Ware kommt:

Die erste Ziffer kennzeichnet die Art der Legehennen-Haltung: Die Nummern 0 bis 3 geben an, ob das Ei aus Öko- (0), Freiland- (1), Boden- (2) oder Käfighaltung (3) stammt.

Der folgende Buchstabencode ist die Länderkennung für das Herkunftsland. In Deutschland erzeugte Eier tragen den Aufdruck DE. Andere Länderkennungen sind zum Beispiel AT (Österreich) BE (Belgien) oder NL (Niederlande).

Die folgende mehrstellige Nummer dient zur Identifizierung des Betriebes und somit der Rückverfolgbarkeit der Eier bis in den Hühnerstall.

Eier werden in Gewichtsklassen eingeteilt. Die kleinsten der Größe S wiegen bis 53 Gramm. Mittlere der Klassse M liegen zwischen 53 und 62 Gramm; große der Klasse L wiegen 63 bis 72 Gramm. Und alle Eier, die schwerer als 73 Gramm sind, kommen ganz klar in die XL-Klasse.

Zubereitungsarten

Eier kochen Ein Ei zu kochen ist keine Kunst. Wie lange es dauert, hängt von seiner Größe ab. Nehmen wir ein Ei der Größe L, das wiegt 63 g bis 73 g: Weich braucht es 5 Minuten, wachsweich 7 Minuten und hart gekocht 10 Minuten. Immer ab dem Zeitpunkt, zu dem das Ei in den Topf kommt - also wenn das Wasser kocht.

Eier trennen Das Ei vorsichtig an einem Schüsselrand anschlagen und auseinander brechen. Das Eigelb abwechselnd von einer Schalenhälfte in die andere gleiten lassen, während das Eiweiß in eine Schüssel fließt.

Eier pochieren Pochieren nennt man das langsame Garziehen bei einer Temperatur von 75-98 Grad. Die Flüssigkeit darf nicht mehr kochen. So geht's: Salzwasser mit 1 EL Essig zum Kochen bringen. Die Eier einzeln in eine Tasse oder Schöpfkelle aufschlagen und nacheinander in das heiße, aber nicht mehr kochende Wasser gleiten lassen. Nach vier bis fünf Minuten die Eier mit einer Schaumkelle aus dem Wasser heben und mit kaltem Wasser abschrecken.

Baiser Baiser besteht nur aus Eiweiß und Zucker. So geht's: Eier trennen. Eiweiß und eine Prise Salz mit den Quirlen des Handrührers steif schlagen bis ein Schnitt mit dem Messer sichtbar bleibt. Weiterschlagen und Zucker nach und nach einrieseln lassen, bis die Masse seidig glänzend ist.

Gefüllte Eier Die Eier hart kochen, pellen und längs halbieren. Das Eigelb vorsichtig herauslösen und mit Crème fraîche, Mayonnaise und feingeschnittenen Kräutern verrühren und mit Salz und Pfeffer würzen. Die Creme in einen Spritzbeutel mit großer glatter Lochtülle füllen und jeweils in die Eihälften spritzen oder mit zwei Teelöffel einfüllen.

Eierstich Einlage für Suppen. So geht's: 2 Eier schlagen, mit Pfeffer und Salz würzen und mit 1/8 l Brühe verrühren. In eine gut gefettete Form geben und im heißen Wasserbad etwa 15 Minuten gar ziehen lassen. Nach dem Auskühlen nach Belieben in Streifen oder Würfel schneiden.

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