Warenkunde: Alles über Garnelen

Scampi, Prawn und Gamba? Oder doch Riesengarnele? Die Verwirrung über die richtigen Namen für Krebstiere ist groß, zumal es in jedem Land noch eigene Bezeichnungen gibt. Ein Überblick.

Es gibt etwa 200 verschiedene Garnelenarten. Unterschieden werden sie jedoch fast nur nach ihrer Größe und danach, wie sie aufgewachsen sind. Es gibt "Seawater"- und "Freshwater"-Garnelen. Große Seawater oder Salzwassergarnelen werden meist wild im Ozean gefangen, kleinere in Aquakulturen gezüchtet. Sie sind länger, schlanker, haben eine dünnere Schale und knackiges Fleisch und sind von besserer Qualität als die Fresh- oder Süßwassergarnelen. Die stammen fast immer aus Aquakultur. Natürlicherweise kommen sie aus Flüssen und Teichen.

Riesengarnelen

... ist die korrekte Bezeichnung für große Garnelen. Shrimps oder Prawns heißen sie auf Englisch. Besonders große Exemplare sind "Tiger"-, "King"- oder "Jumbo"-Garnelen.

Langostino oder Gamba sind ursprünglich spanische Bezeichnungen für die Riesengarnele. Häufig werden Riesengarnelen, die noch Kopf und Schale haben, als Gambas verkauft. Eingebürgert, aber eigentlich falsch für Riesengarnelen ist der Begriff Scampi.

Kaisergranate

Diese Krustentiere sind keine Garnelen, sondern zählen zu der Gattung der Hummer. So sehen sie auch aus: wie kleine Hummer mit schlanken Scheren (auf dem Foto rechts außen). Mit der französischen Bezeichnung Langoustine ist auch ein Kaisergranat gemeint. Im Italienischen heißen die Tiere Scampi.

Langostinos

... sind eine seltene, begehrte und teure Delikatesse. Es ist eine kleine Hummerart aus dem Mittelmeer. Von den Langostinos gibt es, meist tiefgefroren, den gekochten Schwanz zu kaufen.

Kleine Garnelen-Arten

Eismeergarnelen oder Grönlandkrabben werden immer gekocht und gefroren angeboten und sind rosa-weiß. Aufgrund des langsamen Wachstums in eiskalten Gewässern sind sie auch angenehm zart und leicht süßlich im Geschmack. Sie werden in Feinkostsalaten, meist mit Mayonnaise, und in Krabbencocktails verarbeitet.

Shrimps werden häufig die sehr kleinen Garnelen, meist Tiefseegarnelen, genannt. Sie sind auch relativ preiswert und schmecken in Salaten und in Reis- oder Nudelgerichten.

Krabben sind kleine Sandgarnelen, die in Nord- und Ostsee und im Mittelmeer gefangen werden. Da sie sehr schnell verderben, werden sie sofort nach dem Fang gekocht. Man bezeichnet sie auch als Granate.

Flusskrebse leben nur im Süßwasser. Manchmal gibt es sie lebend oder frisch gekocht beim Fischhändler, meist werden jedoch die ausgelösten Schwänze tiefgefroren oder in Lake eingelegt verkauft.

Alle Garnelen schmecken warm und kalt. Besonders die großen werden gern mit der Schale (so bleiben sie saftig) gegrillt oder gebraten. Die kleinen werden eher in Wok-Gerichten, Suppen oder Salaten verwendet. Bezugsquellen, besonders für eher seltenere Expemplare wie Kaisergranate und Langostinos, gibt es unter www.deutschesee.de oder unter Tel. 04 71/13 01 bei der Deutschen See.

Foto: Thomas Neckermann BRIGITTE Heft 13/2006

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