Weihnachtsgewürze von A bis Z: Wie gut das duftet!

In der Adventszeit wird zu Hause so viel gebacken wie sonst nie. Die wichtigsten Weihnachtsgewürze von A bis Z.

Anis, auch süßer Kümmel genannt, sind die grünen, getrockneten Samen der Anispflanze. Das typische, leicht lakritzige Aroma liefert das ätherische Öl Anethol. Je nach Sorte schmeckt Anis süß-aromatisch bis würzig-herb. Anis wird meist gemahlen als Gewürz für die Klassiker Anisplätzchen, Pfeffernüsse und Springerle verwendet.

Ingwer: Die Würze steckt in den Wurzeln der Ingwerpflanze, die zur Familie der Gewürzlilien gehört. Ingwer schmeckt zitronig-scharf. Als Backgewürz wird die Wurzel getrocknet, gebleicht, geschält und gemahlen und kommt dann in Ingwerplätzchen, Lebkuchen (englisch Gingerbread = Ingwerbrot) und Printen. Frischer Ingwer wird gern in der asiatischen Küche verwendet. Kandierter Ingwer, in Zucker eingelegter Ingwer und Ingwerstäbchen, mit Schokolade überzogen, sind eine beliebte Süßigkeit.

Kardamom gehört zur Ingwer-Familie. Verwendet werden die unreifen Samen, die aus Blüten am Seitentrieb der Pflanze stammen. Kardamom schmeckt aromatisch und süß-scharf und ist unverzichtbar bei Gewürzplätzchen, Spekulatius und im Punschgewürz. Die Kapseln um die Kardamomsamen schützen ihr Aroma. Deshalb die Samen immer erst kurz vorm Verwenden aus den Kapseln lösen. Gut schmeckt auch eine Prise Kardamom im Kaffee oder in heißer Schokolade.

Koriander ist eng mit Kümmel, Fenchel und Dill verwandt. Die Samen riechen getrocknet nach Zitrone und Moschus und schmecken nach Orangenschale, Zimt und Muskat. Sie werden gemahlen bei der Weihnachtsbäckerei verwendet, z. B. in Lebkuchen und Printen. Mit Koriandersamen werden viele arabische und indische Gerichte gewürzt. Die frischen grünen Blätter werden auch die "Petersilie Asiens" genannt. Vor allem in der Thai-Küche kommen sie ganz oft vor.

Nelken sind getrocknete Blütenknospen des Gewürznelkenbaumes. Sie schmecken leicht scharf und haben durch den hohen Anteil (bis zu 25 Prozent) an ätherischen Ölen ein sehr intensives Aroma. Bitte immer nur sparsam verwenden! Nelken würzen Lebkuchen und sind bei Grog und Feuerzangenbowle unverzichtbar.

Piment: Seine kugelrunden Körner sind die unreif geernteten, getrockneten Beeren des Nelkenpfefferbaumes. Piment schmeckt nach Nelken, Muskat, Zimt und Pfeffer. Der Name stammt von Kolumbus, der Piment für Pfeffer hielt und ihn daher "Pimenta" (spanisch für Pfeffer) nannte. Piment würzt Honig- und Pfefferkuchen und in der herzhaften Küche Eintöpfe und Suppen.

Sternanis, auch Badian genannt, ist die sternförmige Frucht eines immergrünen Magnolienbaumes. Er ist nicht mit dem Anis verwandt, hat jedoch ein ähnliches, leicht lakritziges Aroma. Gemahlen würzt Sternanis Lebkuchen und Pfeffernüsse. Glühwein oder Weihnachtstee gibt er ein feines Aroma und sieht toll darin aus.

Vanille gehört zu den Orchideenpflanzen. Ihre Schoten sind botanisch gesehen Fruchtkapseln der Vanillepflanze, die viele kleine schwarze Samen und klebriges Öl enthalten. Die Schoten werden nach der Ernte mehrmals gedämpft und getrocknet, erst das ergibt den typischen aromatischen Geschmack. Vanille gehört in fast jedes Kuchen- oder Plätzchenrezept und in viele Desserts, auch außerhalb der Weihnachtszeit. Verwendet wird beim Backen nur das weiche Mark, das herausgekratzt wird. Die Schoten nicht wegwerfen, sie können ganz oder zermahlen mit Zucker vermischt zu Vanillezucker verarbeitet werden. Vanillezucker mit echter Vanille gibt's fertig, z. B. von Dr. Oetker. Die günstige Alternative ist der künstlich aromatisierte Vanillinzucker.

Zimt: Aus der getrockneten Rinde des Zimtbaumes wird der würzige Zimt hergestellt. Stangenzimt wird aus Ceylon-Zimt gemacht, indem mehrere getrocknete Rindenschichten ineinander geschoben werden. Dieser Zimt heißt auch Kaneel, er ist etwas heller und schmeckt feiner. Die Zimtstangen würzen Glühwein oder Punsch. Gemahlener Zimt wird aus Kassia- (China-)Zimt oder Padang-Zimt hergestellt und ist dunkler, aromatischer, aber auch etwas bitter. Nicht fehlen darf der gemahlene Zimt in Zimtsternen. Übrigens ist Zimt das Gewürz bei Diabetes: Es soll helfen, den Blutzuckerspiegel zu senken!

Fotos: Thomas Neckermann BRIGITTE Heft 23/2006
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