Absinth trinken: So geht es richtig!

Absinth gehört zu jenen Getränken, bei denen Geschichte und Tradition mitschwingt! Wir zeigen dir, wie du es traditionell trinkst.

Absinth trinken: Absinth in Gläsern
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Absinth – die Grüne Fee

Bei Absinth handelt es sich um ein alkoholisches Getränk, dass aus Wermut, Anis, Fenchel, Kräutern und Alkohol hergestellt wird. Generell ist auch der Name "Die grüne Fee" geläufig. Im Laufe des 19. und 20. Jahrhunderts hat sich Absinth als Getränk der französischen Kunstszene einen Namen gemacht. Die grüne Farbe des Alkohols entsteht durch das Chlorophyll, das aus den verwendeten Kräutern stammt. Aber Achtung: Handelt es sich um leuchtend grünen Absinth, wurden wahrscheinlich künstliche Farbstoffe hinzugegeben. Qualitativ hochwertigen Absinth erkennst du daran, dass er keine künstlichen Geschmacksverstärker oder Farbstoffe enthält.

Absinth trinken: So geht’s

Wer traditionell Absinth genießen will, sollte sich nach dem französischen Ritual richten. Hierbei handelt es sich um die historische Vorlage, die bereits im 19. Jahrhundert populär wurde.

Du brauchst:

  • Eine Flasche Absinth
  • Absinth-Glas
  • Absinth-Löffel
  • Zuckerwürfel
  • Absinth-Fontäne oder Karaffe mit kaltem Wasser

Tipp: Am besten nutzt du eiskaltes Wasser!

Zubereitung:

  1. Gieße circa 30 ml Absinth in ein Absinth-Glas ein.
  2. Platziere einen Löffel über dem Glas und lege den Zucker darauf.
  3. Anschließend lässt du Wasser langsam über den Zuckerwürfel laufen, bis er sich aufgelöst hat. Das Verhältnis sollte ungefähr einen Teil Absinth und drei Teile Wasser betragen. Der Absinth wird durch diesen Vorgang milchig.

Achtung: Du solltest den Zucker niemals anzünden! Der Alkohol ist schnell entflammbar, das Glas könnte springen und der verbrannte Zucker ruiniert den Geschmack des Absinths!

Warum wird Absinth milchig?

Bei der Zubereitung von Absinth wird langsam kaltes Wasser hinzugefügt. Das führt dazu, dass die ätherischen Öle im Absinth mit Wasser eine Emulsion eingehen und das Getränk milchig-weiß trüben. Hierbei handelt es sich um den Louche-Effekt.

Warum wird Absinth mit Wasser gemischt?

Wasser reduziert den Alkoholgehalt des Absinths. Dieser beträgt 68 Prozent und ist damit zu stark, um ihn pur zu trinken. Das Wasser entfaltet erst den vollständigen Geschmack: Die ätherischen Öle sind an den Alkohol gebunden, in Kombination mit Wasser werden sie freigesetzt. Dadurch wird der Geschmack des Absinths erst richtig entwickelt. Voraussetzung ist, dass das Wasser langsam in den Absinth gegeben wird.

Absinth – Getränk mit Ruf

In Wermut ist das ätherische Öl Thujon enthalten. Hierbei handelt es sich um ein Nervengift, das unter anderem zu epileptischen Krämpfen, Wahnvorstellungen oder Schwindel führen kann. Im 19. Jahrhundert führten Alkoholmissbrauch und gepanschter Absinth zum schlechten Ruf des Getränks und schließlich Anfang des 20. Jahrhunderts zum Verbot in vielen Ländern. Heutzutage enthält Absinth bis zu 35 mg/kg Thujon. Diese Menge ist unbedenklich und gesetzlich geregelt.

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Brigitte

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