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Äpfel verwerten Süße und herzhafte Rezeptideen

Äpfel verwerten: Apple Crumble in Auflaufform
© Anna_Pustynnikova / Shutterstock
Äpfel verwerten ist ganz leicht! Wir stellen dir 8 köstliche Rezepte und weitere Verarbeitungsmöglichkeiten vor. 

Ein eigener Apfelbaum, der viele Äpfel abwirft oder einfach zu viele gekauft: Manchmal bleiben Lebensmittel übrig, die natürlich viel zu schade sind, um sie nicht zu verbrauchen. Zum Glück gibt es jede Menge Rezepte, mit denen sich das Obst sinnvoll verwerten lässt. Ältere Äpfel sind zum Beispiel noch gut geeignet für Smoothie-Rezepte, als Trockenobst oder man kann mit ihnen Apfelessig selber machen. Weitere köstliche Inspirationen stellen wir dir nachfolgend vor. 

Äpfel verwerten mit Backen

Apple-Crumble

Ein leichtes und klassisches Rezept zum Backen ist Apple-Crumble

Du benötigst:

  • 250 Gramm Mehl
  • 125 Gramm brauner Zucker
  • 1½ TL Backpulver
  • 125 Gramm Butter
  • 1Ei
  • ½ TL Zimt (gemahlen)
  • 75 Gramm Mandeln (gestiftet)
  • 750 Gramm Äpfel (z. B. Cox orange)
  • 50 Gramm Butter
  • 1 Vanilleschote
  • 2 EL Rosenwasser
  • Fett für die Form

So leicht geht das Rezept:

  1. Mehl, Zucker, Backpulver, weiche Butter, Ei und Zimt zuerst mit den Knethaken des Handrührers, dann mit den Händen zu Streuseln zerkrümeln.
  2. Mandelstifte in einer Pfanne ohne Fett goldbraun rösten.
  3. Äpfel schälen, vierteln, entkernen und in nicht zu dicke Spalten schneiden.
  4. Butter zerlassen und mit dem ausgekratzten Vanillemark und Rosenwasser verrühren. Mit den Apfelspalten und Mandeln mischen und in eine gefettete ofenfeste Form geben. Streusel gleichmäßig darauf verteilen, so dass alle Äpfel bedeckt sind.
  5. Den Apple-Crumble im vorgeheizten Backofen bei 200 Grad, Umluft 180 Grad, Gas Stufe 4 etwa 25 Minuten backen.

Apfelbrot

Für das Apfelbrot brauchst du nicht viele Zutaten und bekommst dennoch ein köstliches Brot

Zutaten:

  • 500 Gramm Äpfel (mürbe; z. B. "Elstar")
  • 100 Gramm Apfelkraut (dunkler Sirup)
  • 450 Gramm Dinkelmehl (Typ 1050)
  • 250 Gramm Roggenmehl
  • 1½ TL Salz
  • 1 Würfel Hefe (42 g)
  • 150 Gramm Haselnüsse

Zubereitung:

  1. Für das Apfelbrot zunächst die Äpfel schälen, vierteln und entkernen. Die Hälfte von ihnen würfeln. Restliche Äpfel, Apfelkraut und 200 ml warmes Wasser pürieren.
  2. Beide Mehle und Salz mischen, in die Mitte eine Mulde drücken und die Hefe hineinbröckeln. 5 EL warmes Wasser dazugeben. Hefe, Wasser und etwas Mehl zu einem dickflüssigen Vorteig verrühren, zugedeckt 10 Minuten gehen lassen.
  3. Apfelpüree zufügen und alles zu einem glatten Teig verkneten. Zugedeckt an einem warmen Ort gehen lassen, bis sich das Teigvolumen verdoppelt hat.
  4. Die Haselnüsse grob hacken und mit den Apfelwürfeln kurz unter den Teig kneten. In eine mit Backpapier ausgelegte Kastenform (30 cm Länge) geben und das Apfelbrot an einem warmen Ort 15 bis 20 Minuten gehen lassen.
  5. Den Backofen auf 230 Grad, Umluft 210 Grad, Gas Stufe 5-6 vorheizen.
  6. Brot auf der unteren Schiene im Ofen etwa 40 Minuten backen. Nach 10 Minuten Backzeit die Temperatur auf 200 Grad, Umluft 180 Grad, Gas Stufe 4 reduzieren und das Apfelbrot fertig backen.
  7. Brot 10 Minuten abkühlen lassen, dann stürzen und vollständig erkalten lassen.

Tipp: Hier findest du noch ein leckeres Apfel-Zupfbrot!

Apfelkuchen ohne Zucker

Es muss nicht immer Haushaltszucker sein beim Backen. Auch mit der Süße der Früchte lassen sich die leckersten Kuchen zaubern – wie dieser schmackhafte Apfelkuchen ohne Zucker!

Zutaten:

  • 350 Gramm Äpfel
  • 100 Gramm Butter (weich)
  • 2 Eier
  • 70 Gramm Datteln
  • 50 Milliliter Milch
  • 150 Gramm Mehl
  • 2 TL Backpulver
  • ½ TL Zimt
  • Fett für die Form

Zubereitung:

  1. Für den Apfelkuchen ohne Zucker zunächst die Äpfel schälen, das Kerngehäuse entfernen und in Spalten oder Stücke schneiden.
  2. Die Butter mithilfe eines Handrührers aufschlagen und die Eier einzeln dazugeben. Die Datteln in der Milch pürieren und anschließend unter die Butter-Ei-Masse rühren.
  3. Mehl, Backpulver und Zimt miteinander vermengen und unter die Masse heben.
  4. Eine Springform (Ø 20 cm) einfetten, den Teig gleichmäßig einfüllen und die Apfelspalten darauf verteilen. Den Apfelkuchen ohne Zucker etwa 35 bis 40 Minuten bei 180 °C Ober-/Unterhitze backen.

Herzhaftes mit Äpfeln

Äpfel mit Hackfleischfüllung

Das süßliche Obst schmeckt hervorragend zu deftigen Komponenten, wie dieses tolle Rezept für Äpfel mit Hackfleischfüllung beweist. 

Zutaten:

  • 4 Äpfel (à etwa 180 g)
  • 4 Stängel Salbei
  • 1 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 TL Öl
  • 300 Gramm Hackfleisch (gemischt)
  • 1 Ei
  • 2 EL Semmelbrösel
  • 1 EL Kapern (groß)
  • 2 rote Zwiebeln
  • 1 TL Butter
  • 150 Milliliter Fleischbrühe
  • Salz
  • Pfeffer (frisch gemahlen)

Zubereitung:

  1. Die Äpfel abspülen und eine Scheibe als Deckel abschneiden. Die Äpfel aushöhlen.
  2. Salbei in Streifen schneiden. Zwiebel und Knoblauch abziehen und würfeln.
  3. Zwiebel, Knoblauch und Salbei im heißen Öl leicht anbraten.
  4. Hackfleisch mit Ei, Semmelbrösel, abgetropften Kapern und der Zwiebel-Mischung vermengen. Mit Salz und Pfeffer würzen.
  5. Die Äpfel innen mit Salz und Pfeffer würzen und die Hackfleischfüllung einfüllen.
  6. Die roten Zwiebeln abziehen, achteln und in der heißen Butter andünsten. Das ausgehöhlte Apfelfleisch (ohne Kerngehäuse) zugeben. Mit Salz und Pfeffer würzen und in eine ofenfeste Form geben. Brühe dazu gießen.
  7. Die Äpfel ohne Apfeldeckel hineinsetzen und im vorgeheizten Backofen bei 200 Grad, Umluft 180 Grad, Gas Stufe 4 etwa 30 Minuten braten.
  8. Apfeldeckel auflegen und die Äpfel noch 10 Minuten weiter braten. Den Sud mit Salz und Pfeffer würzen.

Kohlrabi-Apfel-Suppe

Die grüne Kohlrabi-Apfel-Suppe ist vegan und super lecker!

Das brauchst du:

  • 750 Gramm Kohlrabi (mit Grün)
  • 30 Gramm Ingwer (frisch)
  • 1 Chili
  • 1½ EL Currypulver
  • 1 EL Kokosöl (nativ)
  • 2 EL Quinoa (oder Schnellkochhirse)
  • 150 Milliliter Soja Cuisine ("Light", Sojasahne)
  • 300 Milliliter Gemüsebrühe
  • 275 Milliliter Apfelsaft (naturtrüb)
  • 2 EL Bio-Chia-Samen
  • Salz

Zubereitung:

  1. Vom Kohlrabi die Blätter abschneiden. Blätter von den Stängeln trennen und abspülen. 2 Blätter in feine Streifen schneiden, restliche Blätter grob hacken. Den Kohlrabi schälen und in Stifte schneiden. Die Haut vom Ingwer mit einem kleinen Messer dünn abschaben. Den Ingwer hacken.
  2. Chili abspülen, trocken tupfen, halbieren, entkernen und fein hacken (mit Küchenhandschuhen arbeiten).
  3. Ingwer, Chili und 1 EL Curry in Kokosöl bei mittlerer Hitze andünsten. Kohlrabi, grob gehackte Kohlrabiblätter, Quinoa, Soja-Kochcrème Cuisine Light und Gemüsebrühe dazugeben, aufkochen und bei kleiner Hitze 20 Minuten zugedeckt kochen lassen. 
  4. Etwa 2 Suppenkellen von der Einlage aus der Suppe nehmen. Den Apfelsaft zur Suppe gießen und kurz aufkochen. Die Suppe mit dem Stabmixer fein pürieren und mit Curry und Salz abschmecken. Die Einlage wieder zufügen und die Suppe mit Kohlrabigrün und Chia-Samen anrichten.

Leichte Rezepte zum Äpfel verwerten

Eine schöne Idee, Äpfel haltbar zu machen ist das Rezept für Apfel-Senf! Im Glas etwa ein Jahr lagerbar, angebrochen sollte er im Kühlschrank aufbewahrt werden.  

Apfel-Senf

Zutaten:

  • 2 Äpfel (Bio, 360 g)
  • 200 Gramm Senfkörner (gelb)
  • 6 EL brauner Zucker
  • 500 Milliliter Balsamessig (weiß)
  • 2 TL Fenchelpollen (siehe Warenkunde, oder 2 TL Fenchelsamen)
  • 2 Lorbeerblätter
  • 1 TL Salz

Zubereitung:

  1. Äpfel abspülen, gut trocken tupfen, vierteln und das Kerngehäuse entfernen. Apfelviertel grob raspeln. Senfkörner in einem Sieb kurz abspülen.
  2. Apfelraspel, Senf, braunen Zucker, Essig, Fenchelpollen oder -samen, Lorbeer und Salz in einem Topf bei kleiner Hitze etwa 10 bis 15 Minuten köcheln lassen, dabei gelegentlich umrühren.
  3. Den fertigen Senf sofort und noch kochend heiß randvoll in saubere und heiß ausgespülte Schraubgläser füllen. Die Gläser sofort fest verschließen, für etwa 5 Minuten auf den Deckel stellen und abkühlen lassen.

Apfelmus

Auch Apfelmus kochen ist eine wunderbare Art, die Haltbarkeit vom Obst zu verlängern – und es geht denkbar einfach!

Das brauchst du:

  • 2 kg Äpfel
  • 2 EL Zucker
  • 250 ml Apfelsaft
  • Zitronensaft (etwas)
  • Zimt (nach Belieben)

Und so geht's:

  1. Die Äpfel schälen und anschließend achteln. Kerngehäuse entfernen.
  2. Zucker in einem Topf erhitzen, bis er karamellisiert ist. Hitze verringern, Apfelspalten hinzugeben und alles gut vermischen, sodass sich der Zucker vom Boden ablöst. Apfelsaft hinzugießen und bei geschlossenem Deckel die Äpfel einkochen.
  3. Sobald die Äpfel weich gekocht sind, werden sie mit dem Pürierstab oder Kartoffelstampfer zu Mus verarbeitet. Das Mus kann bei Bedarf noch mit etwas Apfelsaft verflüssigt werden. Final wird das Apfelmus mit Zitronensaft, Zimt und Zucker verfeinert.

Apfelchips

Ein leckerer Snack sind Apfelchips!

Zutaten:

  • 150 Gramm Zucker
  • 1 Apfel

Zubereitung:

  1. Den Zucker mit 150 ml Wasser aufkochen und 2 bis 3 Minuten kochen lassen.
  2. Apfel abspülen, trocken reiben und (mit Kerngehäuse) längs auf einem Gemüsehobel in dünne Scheiben hobeln.
  3. Apfelscheiben in die heiße Zuckerlösung geben und 2 Minuten ziehen lassen.
  4. Die Apfelscheiben mit einer Schaumkelle aus der Zuckerlösung heben und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen.
  5. Im vorgeheizten Backofen bei 120 Grad, Umluft 100 Grad, Gas Stufe 1 etwa 1 Stunde trocknen lassen.
  6. Die Apfel-Chips sofort vom Backpapier lösen und auf einem Kuchengitter abkühlen lassen, dabei werden sie kross.

Tipp: Apfelringe trocknen dauert je nach Methode zwar länger, ist jedoch frei von zugesetztem Zucker und ebenfalls eine gute Methode das Obst haltbarer zu machen – und so länger zu genießen!

Noch Bananen übrig? So kannst du Bananen verwerten!


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