Essensplan für die ganze Woche: SO wird's zum Kinderspiel

Bullet Journal trifft auf Meal Prep: Mit diesem Trick wird es zum Kinderspiel, einen Essensplan für die ganze Woche aufzustellen. Wir zeigen, wie es geht.

Ja, eigentlich wollen wir uns gesund, ausgewogen und abwechslungsreich ernähren. Aber irgendwas kommt doch immer dazwischen, oder? Für eine spontane Koch-Session fehlen uns die Ideen und die Zutaten und dann gibt es doch wieder Stulle oder das, was wir eben so im Haus haben. Dabei lässt sich das Problem mit einer guten Planung ganz einfach beheben: Eine gute Essensplanung (trendig englisch Meal Planning genannt), hilft euch dabei, vorauszuplanen, einzukaufen und gesund und vielseitig zu kochen.

Meal Prep trifft auf Bullet Journal: Schlaue Essensplanung

Entdeckt haben wir die Idee des Meal Plannings auf Pinterest, wo Bloggerin Shelby von "Littlecoffeefox" ihre Idee vorstellt. Sie schreibt: "Ich weiß, dass es etwa ein Dutzend Rezepte gibt, die ich aus dem Stegreif ohne Kochbuch oder Video kochen könnte, aber ich kann mich beim besten Willen nie an sie erinnern. Das führt dazu, dass ich wieder und wieder die gleiche Handvoll Rezepte koche. So lecker wie Spaghetti sind, ich muss für ein bisschen Abwechslung sorgen."

Dafür hat sie sich in ihrem "Meal Planning Meisterstück", wie sie es nennt, ein schlaues System ausgedacht. Sie verwendet dabei ein Notizbuch, farbige Post-its und verschiedene Übersichtstafeln, zum Beispiel "Alte Favoriten", "Etwas Neues" oder ähnlich beschriftet. Dabei sind euch keinerlei Grenzen gesetzt. Denkbar wären zum Beispiel auch "Schnelle Gerichte", "Besondere Anlässe", "Für Gäste" und "Mit Freunden". Vielleicht wollt ihr auch eine Tafel mit Rezepten machen, an denen ihr euch vorerst überfuttert habt, die ihr aber in einem halben Jahr gerne wieder hervorholen wollt.

So geht’s: Bunte Essensplanung Woche für Woche

Die Farben der Klebezettel haben natürlich eine Bedeutung: Jede Farbe steht für eine bestimmte Art von Rezepten. Entweder für Fleischgerichte, vegetarische Gerichte, Salate, Suppen und Süßspeisen, oder für Frühstück, Mittag, Backen, Abendessen und Dessert. Welches System ihr nutzen wollt, ist natürlich euch überlassen.

Jetzt geht es an die eigentliche Planung: Hinter den Übersichtsseiten legt Shelby nun auf Doppelseiten klassische Wochenkalender nach Vorbild des Bullet Journals an. Jeder Tag bekommt ein eigenes Feld. Und wenn sie dann ihre Woche plant, nimmt sie die Post-its von den Übersichtsseiten und klebt sie einfach in das entsprechende Feld des jeweiligen Tages. Am Ende der Woche, werden die Klebezettel wieder entfernt und an ihren jeweiligen Platz auf den Übersichtstafeln zurückgeklebt.

Eine Ergänzung würden wir der Idee von Shelby noch hinzufügen: Auf die rechte Seite der Doppelseite würden wir eine Einkaufsliste für die jeweilige Woche schreiben. Denn die Post-its in Shelbys Version enthalten ja leider nur den Namen des Rezepts. Hier könnte man auch noch gut die Rezeptquelle ergänzen, um das Rezept nachher schneller finden zu können. Mit der Einkaufsliste in eurem Notizbuch könnt ihr dann den Wocheneinkauf erledigen – und vergesst ganz sicher nichts.

Zurück zu Hause geht es dann – wenn ihr es mögt – an das klassische Meal Prep.

Essensplan mit der Master list of Meals erstellen

Eine andere Möglichkeit des Meal Plannings ist Kims "Master list of Meals", die sie in ihrem Bog "Tinyrayofsunshine“ vorstellt. Ebenfalls an das Bullet Journal angelegt, entwickelte sie nämlich ebenfalls eine schnelle und übersichtliche Methode, all ihre Rezepte zu katalogisieren. Und weil sie Listen liebt, hat sie in ihrem Bullet Journal eine Tabelle mit fünf Spalten angelegt.

In die letzte Spalte schrieb sie ihre Master-List mit einfachen und schnellen Lieblingsrezepten und in die vier Spalten davor nur die Buchstaben B,L,D und S. Jedes Rezept bekam dann einen kleinen Bulletpoint in der entsprechenden Spalte zugewiesen. B steht dabei für Breakfast, L steht für Lunch, D für Dinner und S für Snack oder Side (Beilage).

Alternativ, schreibt sie, könnte man auch H, R, S, F und V in die Spalten schreiben: Hühnchen, Rind, Schweinefleisch, Fisch und vegetarische Rezepte. Nach welcher Methode ihr eure Master List of Meals clustert, ist natürlich ganz euch überlassen. Wichtig ist, dass ihr dann praktisch mit einem Blick alle Rezepte aus der entsprechenden Kategorie überblickt – und die Liste nach unten beliebig fortsetzen könnt.

Essensplanung deluxe: Bullet Journal in Kochbuch verwandeln

Wer die Idee etwas weiter treiben möchte, kann ein komplettes Notizbuch nur für seine Rezepte anlegen, in drei Teile unterteilen und die Master list of Meals auf die ersten Seiten schreiben. Weiter hinten, im zweiten Drittel, gibt es dann Seiten zu den einzelnen Rezeptbereichen, auf denen die Rezepte mit ihren jeweiligen Zutaten stehen.

Im dritten Drittel stellt ihr euch die Speisepläne und Einkaufslisten für die Wochen zusammen. Wenn ihr diese Dinge lieber trennt und das Meal Planning-Buch lange nutzen wollt, könnt ihr die Speisepläne und Einkaufslisten auch in euer normales Bullet Journal (alternativ auf die klassische Einkaufsliste) in die jeweilige Woche übertragen und damit einkaufen gehen. So habt ihr alles im Blick, gut organisiert und sorgt für richtig viel Abwechslung auf eurem Teller.

Essensplan für Profis: Einmal im Monat einkaufen

Einen dritten und letzten Tipp für eine schlaue Essensplanung haben wir bei Joanie von "Simple Living Mama" entdeckt. Sie suchte nach einer Möglichkeit, das Einkaufen auf ein einziges Mal im Monat zu beschränken. Wie viele andere wahrscheinlich auch geht Joanie einfach nicht gerne einkaufen. Kein Wunder: Mit mehreren kleinen Kindern heißt es bei ihr nur "je seltener ich einkaufen gehen muss, desto besser."

Und wenn es bei ihr funktioniert, warum dann nicht auch bei euch?

Wir wünschen euch gutes Gelingen!

Wer hier schreibt:

Themen in diesem Artikel