Gänsebraten-Garzeit: Die besten Tipps

Eine saftig, knusprige Gans zu zaubern, ist nicht schwer. Wir verraten dir alles über die Garzeit von Gänsebraten und versorgen dich mit Tipps vom Profi.

Ob als Martinsgans oder Weihnachtsessen, zur kalten Jahreszeit gehört ein deftiger Gänsebraten mit Rotkohl, Knödeln und einer leckeren Sauce einfach auf den Tisch. Hier lernst du, wie du eine schmackhafte Gans zubereiten kannst und mit welcher Garzeit du für deinen Braten rechnen solltest. 

Gänsebraten-Garzeit: So wird's perfekt!

Rezepte, die perfekte Gans zuzubereiten, gibt es viele. Doch keine Sorge, du brauchst weder viele Zutaten, noch ist die Zubereitung kompliziert. Auch in Sachen Garzeit musst du dir dank folgender Tipps keine Sorgen machen. 

  • Für die Zubereitung von Gänsen gilt eine einfache Faustregel: Pro Kilo Gewicht braucht die Gans in etwa eine Stunde Bratzeit im Backofen. Heißt: Legst du eine Gans mit vier Kilos auf den Rost oder in den Bräter, braucht sie etwa vier Stunden bis du in den Genuss des leckeren Fleisches kommst.   
  • Um herauszufinden, ob der Gänsebraten fertig gegart ist, kann man einfach zwischen Keule und Brust in das Gänsefleisch stechen. Wenn der Fleischsaft klar und nicht mehr blutig ist, ist der leckere Braten fertig, kann aus dem Ofen genommen und tranchiert werden.
  • Wer auf Nummer sicher gehen möchte, kann den Garpunkt mit einem Thermometer bestimmen. Bei einer Kerntemperatur von 80 Grad ist die Gans fertig. 
  • Mit Füllung verlängert sich die Backzeit um etwa 30 Minuten. 
  • Auch die Ausgangstemperatur der Gänse hat entsprechend Einfluss auf die Bratzeit. Kommt die Gans frisch aus dem Kühlschrank braucht sie länger als wenn sie zuvor einige Stunden bei Zimmertemperatur lag. 

Die perfekte Gans: Tipps vom Profi 

  • Binde die Keulen der Gans mit Küchengarn zusammen und gare sie auf dem Rost oder im Bräter mit der Brustseite unten liegend. 
  • Achtung! Im Inneren der Gans findest du einen kleinen Beutel mit Innereien. Vergiss nicht, ihn vor dem Garen herauszunehmen. Je nach kulinarischen Vorlieben kannst du die Innereien weiter verarbeiten. 
  • Entferne unbedingt den Bürzel der Gans. Die Schwanzwurzel enthält viele Fettdrüsen, die dem Gänsefleisch einen tranigen Geschmack geben würden. 
  • Rezepte, wie du die perfekte Martinsgans oder Weihnachtsgans lecker zubereiten kannst, gibt es unzählige. Kannst du dich nicht entscheiden, wähle doch einfach die klassische Füllung einer Martins- oder Weihnachtsgans. Hierzu zerteilst du Äpfel und Zwiebeln in grobe Stücke und gibst sie mit Salz, Pfeffer, einem Lorbeerblatt und etwas Beifuss in den Hohlraum der Gans. 
  • Eine Gans ist deutlich fettiger als wir das beispielsweise von einem Hähnchen gewöhnt sind. Unter der Haut der Gänse befindet sich eine dicke Fettschicht. Du solltest also unter den Rost, auf dem die Gans gart, eine Fettpfanne stellen, die alles auffängt, was aus der Gans kommt. Zudem empfiehlt es sich, hin und wieder in die Haut der Gans zu stechen, um überschüssiges Gänsefett in die Fettpfanne ablaufen zu lassen. 
  • Aus den Säften in der Fettpfanne kann anschließend, nachdem das Gänsefett abgeschöpft wurde, als Bratfond eine köstliche Sauce gezaubert werden. 
  • Das Beste am Gänsebraten ist die knusprige Haut. Dazu am Ende der Garzeit die Temperatur des Backofens für etwa zehn Minuten auf 250 Grad hochdrehen und die Haut der Gans mit Salzwasser, Honig oder flüssiger Butter einpinseln
  • Weihnachten artet häufiger als uns lieb ist in Stress aus. Wie gut, dass du deinen Gänsebraten perfekt vorbereiten kannst. Am Tag des Festessens kann die Weihnachtsgans nämlich schon ab morgens in den Backofen. Wenn sie gar ist, nehme sie aus dem Ofen, decke sie mit einem Küchentuch ab und lasse sie bei Zimmertemperatur stehen. Etwa eine halbe Stunde vor dem gemütlichen Weihnachtsessen gebe die Gans bei 200 Grad Grillfunktion in den Ofen und lasse sie zu Ende brutzeln. 
  • Gänsekeulen oder Gänsebrust? Das ist reine Geschmackssache. Die Keulen der Gänse enthalten mehr Fett und sind deshalb saftiger. Das Fleisch der Brust hingegen punktet durch einen feinen Geschmack. Weißt du, dass deine Gäste entweder Schenkel oder Brust bevorzugen, kannst du die jeweiligen Teile der Gans extra kaufen. So bekommt am Tisch jeder, was er am liebsten isst.

Auch Rotkohl schmeckt zum Weihnachtsessen wunderbar. Außerdem sehr lecker: Mecklenburgischer Gänsebraten und Gänsebraten mit Backobstfüllung. Zudem erklären wir, wie du eine Gans bei Niedrigtemperatur zubereiten kannst.

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