Hagebuttentee selber machen: So geht’s!

An kalten Wintertagen stärken wir mit Hagebuttentee unsere Abwehrkräfte. Wie du den gesunden Tee selber machen kannst, erfährst du hier!

Hagebutten: Die Vitamin C-Bombe

Hagebutten enthalten mehr Vitamin C als Kiwis oder sogar Zitronen: In 100 g Hagebutten stecken 500 bis 1500 mg des Vitamins, wodurch die Früchte eine wahre Wohltat für unser Immunsystem sind. Dazu punkten sie noch mit Vitamin A, B1, B2 und E sowie mit Mineralstoffen, Kieselsäure, ätherischen Ölen, Pektinen, Antioxidantien und Gerbstoffen. 

Hagebutten: Ernte

Die knallroten Früchte können im Spätherbst geerntet werden, wobei man sich hier mit Handschuhen ausstatten sollte, do der Strauch Dornen hat. Anders als bei der Zubereitung von Hagebuttenmarmelade muss für die Teezubereitung nicht der erste Frost abgewartet werden. Die Hagebutten sind reif, sobald sie sich mit den Fingern etwas zusammendrücken lassen.

Hagebuttentee selber machen: Zubereitung

Generell kannst du auch aus frischen Hagebutten Tee zubereiten. Die Früchte bleiben allerdings nur einige Tage frisch – um länger etwas von den gesunden Hagebutten zu haben, solltest du sie trocknen:

  1. Hagebutten waschen. Anschließend mit einem Messer den Stil- und Blütenansatz abschneiden. Hagebutten auf einem sauberen Geschirrtuch trocknen.
  2. Danach die Früchte in einen Mixer geben und klein häckseln. 
  3. Die getrocknete Hagebuttenmasse muss nun gut durchtrocknen. Dafür breitest du sie großflächig an einem warmen Ort aus und lässt sie mehrere Tage trocknen. Alternativ kannst du sie auch für 7 bis 8 Stunden bei 40 bis 50 Grad im Backofen oder in einem Dörrgerät trocknen. Solltest du sie im Backofen trocknen, lass die Tür einen Spalt offen – so kann die Feuchtigkeit entweichen.
  4. Für die Teezubereitung 3 El Hagebuttentee in einen Teefilterbeutel geben und mit einem Liter kochendem Wasser übergießen. Den Tee für 10 Minuten ziehen lassen. Wundere dich nicht, wenn der Tee nicht rot wird: In gekauftem Hagebuttentee sind meistens Farbstoffe enthalten, die den Tee färben. Selbst hergestellter Tee färbt sich dagegen nur schwach.

Tipp: Der Hagebuttentee lässt sich gut mit getrockneten Hibiskusblüten oder Kirschen mischen.

Hagebuttentee Aufbewahrung

In einem luftdichten Gefäß (nicht aus Metall, da das Vitamin C sonst oxidiert) kann der Hagebuttentee an einem dunklen Ort circa ein Jahr gelagert werden. 

Hagebuttentee selber machen: Mit Kernen oder ohne?

Im Inneren der Hagebutten befinden sich Nüsschen, die mit feinen Härchen ausgestattet sind. Diese Härchen verursachen Juckreiz, sobald sie mit der Haut in Kontakt kommen. Du solltest sie daher auch nicht mitessen. Bei der Zubereitung von Hagebuttentee werden die Härchen allerdings im Teefilter aufgefangen und können so keinen Schaden anrichten. Du kannst die Früchte natürlich auch entkernen: Verwende dafür Haushaltshandschuhe, um deine Haut zu schützen. Halbiere die Früchte und kratze die Nüsschen mit einem Löffelstiel heraus. Spüle die Schalen noch mal gründlich ab und verarbeite sie weiter zu Tee. Allerdings enthalten die Kerne wertvolle Inhaltsstoffe, die dir dann verloren gehen.

Hagebuttentee: Wirkung

Hagebuttentee ist ein beliebtes Mittel aus der Naturheilkunde bei Verdauungsbeschwerden, Harnwegserkrankungen und zur Immunstärkung. Die Pektine in der Hagebuttenschale beruhigen die Magenschleimhaut und können Wasser an sich binden, wodurch der Darminhalt verfestigt wird. Gerade bei Durchfall kann Hagebuttentee daher eingesetzt werden. Die Fruchtsäure der Hagebutten fördert zusätzlich den Harndrang: Viren und Bakterien werden ausgeschieden und Harnwegsbeschwerden gelindert. Durch seinen hohen Vitamin C-Gehalt stärkt der Tee zusätzlich das Immunsystem. Mit einem starken Immunsystem lassen sich Pilze, Bakterien und Viren besser abwehren.

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