Hokkaido-Kürbis: Tipps und Rezepte für den Herbst

Wenn wir an Kürbis denken, fällt uns meist der Hokkaido-Kürbis ein - kein anderes Gemüse verbinden wir so sehr mit dem Herbst. Und obwohl er hierzulande noch fast ein Newcomer ist, sind wir schon rettungslos verliebt!

Der Hokkaido ist ein Speisekürbis, der ursprünglich aus Japan stammt. Die beliebteste Kürbissorte ist der "Uchiki kuri", den man mittlerweile in fast jedem Supermarkt erhält. Er macht es uns aber auch wirklich leicht: Der Hokkaido-Kürbis ist wahnsinnig vielseitig und sehr einfach zuzubereiten. Wegen seiner dünnen Schale muss er nicht einmal geschält werden. Ihr könnt die Schale einfach weich garen und dann mitessen, zum Beispiel als Kürbissuppe. Das macht ihn auch für diejenigen Hobbyköche interessant, die sich bislang aus Angst vor dem Schälen um den Kürbis gedrückt haben.

Wonach schmeckt Hokkaido eigentlich?

Geschmacklich hat der Hokkaido-Kürbis einiges zu bieten: Sein mildes, nussiges Aroma bietet eine hervorragende Basis für Kürbissuppen, Kürbiskuchen und kreative Gerichte vom Kürbisrisotto und Kürbismarmelade bis hin zur Kürbislasagne. Besonders gut harmoniert er dabei mit Ingwer und Chili, weshalb auch Kürbis-Chutney und Kürbis-Curry mit Hokkaido sehr beliebt sind.

Das Fruchtfleisch vom Hokkaido bleibt bissfest und stabil, und dass er kaum Fasern hat, macht das Essen ebenfalls sehr angenehm. Die besten Rezept-Ideen mit Hokkaido-Kürbis aus der BRIGITTE-Versuchsküche haben wir hier für euch zusammengestellt:

Wer aus seinem Kürbisgericht einen echten Hingucker machen möchte, kann den Kürbis aushöhlen und nach Herzenslust den Kürbis zubereiten und füllen, etwa vegan mit einem aromatischen Couscous oder mit einem herbstlichen Chili oder Ragout. Der Fantasie sind dabei (fast) keine Grenzen gesetzt.

Kochen mit Hokkaido – das ist wichtig

Ihr müsst den Speisekürbis zwar nicht schälen, es ist aber wichtig, den Hokkaido gründlich zu waschen. Am besten geht das unter fließendem, warmem Wasser. Reibt ihn rundherum einmal gründlich ab. So befreit ihr ihn von oberflächlichem Schmutz und Rückständen. Wer auf Nummer sicher gehen will, kauft am besten Hokkaido in Bio-Qualität. Dann ist er garantiert frei von Schadstoffen und Chemikalien.

Einen frischen Kürbis erkennt ihr mit der Klopfprobe: Einfach mit dem Fingerknöchel auf die Schale klopfen. Optimal ist es, wenn dann ein hohles Geräusch erklingt, dann hat der Hokkaido-Kürbis den richtigen Reifegrad erreicht. Weitere wichtige Indikatoren sind eine pralle, makellose Schale und ein unversehrter Stielansatz.

Zu Hause solltet ihr ihn kühl und trocken lagern. Dann hält sich der Hokkaido bis zu zwei Monate lang. In Würfel geschnitten lagert das Fruchtfleisch auch mehrere Monate im Eisfach. Hier erklären wir, wie ihr den Kürbis einfrieren könnt. Das ist besonders praktisch, wenn ihr vom Kürbis schnitzen noch viel Fruchtfleisch übrig habt. Die Kerne müsst ihr übrigens nicht wegschmeißen, wir erklären euch, wie ihr Kürbiskerne rösten könnt.

Darum ist der Hokkaido-Kürbis so gesund

Neben seiner Vielseitigkeit und seinem tollen Aroma ist der orangerote Speisekürbis auch noch kalorien- und fettarm und reich an Vitaminen. Gerade mal 26 kcal kommen auf 100 Gramm Hokkaido-Kürbis. Da kann man ruhig mal häufiger schlemmen.

Gelobt wird er auch für seine hohe Nährstoffdichte: Im Vergleich zu anderen Kürbissorten enthält er weniger Wasser und dafür jede Menge Beta-Karotin. Schon 100 Gramm von dem Kürbisfleisch decken den Tagesbedarf an Beta-Karotin, das von unserem Körper in Vitamin A umgewandelt werden kann. Das ist wichtig für eine gute Sehkraft, kräftige Haut und Haare.

Hinzu kommen die Vitamine B1, B2 und B6, Vitamin C und E sowie Folsäure, Magnesium, Eisen und Phosphor – und das alles in nur einem Gemüse! Was will man mehr?

Hokkaido selbst anbauen – geht das?

Wie bereits erwähnt, stammt dieser Kürbis ursprünglich aus Japan. Gezüchtet wurde er auf der Insel Hokkaido, der er auch seinen Namen verdankt, aus den Reisnusskürbissen, die die Amerikaner dort Ende des 19. Jahrhunderts einführten. Erst seit etwa 20 Jahren wird er auch hierzulande angebaut.

Wer selber Hokkaido anbauen möchte, sollte die Samen im Mai aussäen. Idealerweise zieht ihr bereits im Frühling im Gewächshaus Jungpflanzen vor und setzt die Kürbispflanzen dann im Mai ins Freiland aus. Die Aussaat von Hokkaidos benötigt sehr viel Platz, weil sie lange Ranken ausbilden. Achtet beim Anbau deshalb darauf, zwischen den einzelnen Pflanzen einen Abstand von mindestens 1,50 Meter einzuhalten. Besonders gut vertragen sie sich mit Sonnenblumen und Zuckermais als Nachbarn, die auch etwas Schatten spenden können.

Sobald sich die ersten Früchte ausbilden, entwickelt der Kürbis einen erhöhten Wasserbedarf. Gießt die Kürbisse deshalb sehr regelmäßig und zwar direkt an der Erde. Gelangt zu viel Wasser auf die Blätter, besteht die Gefahr von Mehltau-Befall. Abgesehen davon ist der Hokkaido nicht besonders pflegeintensiv. Ihr solltet nur darauf achten, dass die Pflanzen nicht zu viele, lange Triebe ausbilden. Sie kosten dem Uchiki kuri viel Kraft und Energie. Schneidet sie regelmäßig zurück, sodass die Pflanzen gezwungen sind, sich auf die Früchte zu konzentrieren.

Im Herbst solltet ihr den Hokkaido möglichst lange draußen lassen, damit er an Gewicht und Geschmack zunehmen kann. Ernten müsst ihr die Kürbisse allerdings unbedingt vor dem ersten Frost. Anschließend den Hokkaido-Kürbis wiederum kühl (bis 15 Grad) und trocken lagern, am besten im Keller.

VIDEO: Hokkaido-Kürbiscremesuppe

Heiße Hokkaido-Kürbiscremesuppe für Halloween
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