Kartoffeln einfrieren: Geht das überhaupt?

Es passiert schnell, dass man zu viele Kartoffeln gekocht hat und nicht weiß, was man mit ihnen anstellen soll. Zum Wegwerfen sind sie natürlich viel zu schade! Aber kann man eigentlich Kartoffeln einfrieren? Wir klären die Frage und verraten, wie man Kartoffeln am besten aufbewahrt.

Kann man rohe Kartoffeln einfrieren?

Rohe Kartoffeln eignen sich nicht zum Einfrieren. Die Knollen enthalten viel Stärke, die sich bei den Minustemperaturen im Gefrierfach in Zucker umwandeln würde. Dieser Prozess hat zwar keine negativen Auswirkungen auf unsere Gesundheit, doch der Geschmack ist sehr ungewohnt und nicht gerade überzeugend.

Außerdem wird die Zellstruktur der Kartoffeln durch das Einfrieren zerstört, was zur Folge hat, dass die Knollen nach dem Auftauen matschig sind und glasig aussehen – sie sind also weder besonders schmackhaft noch sehr appetitlich anzusehen.

Gekochte Kartoffeln einfrieren: So geht’s

Gekochte Kartoffeln könnt ihr hingegen einfrieren, auch wenn ihre Konsistenz nicht mit der von frischen Kartoffeln mithalten kann. Geht dabei wie folgt vor:

  1. Zunächst die Kartoffeln kochen und abkühlen lassen. Anschließend könnt ihr die Kartoffeln schälen – aber natürlich lassen sich auch Salzkartoffeln, die bereits vorher geschält wurden, einfrieren.
  2. Die Knollen am besten in Würfel oder Scheiben schneiden. Handelt es sich um kleinere Exemplare, könnt ihr sie auch im Ganzen einfrieren.
  3. Zuletzt die Kartoffeln in Gefrierbeutel füllen, luftdicht verschließen und in den Tiefkühler geben. Daraus könnt ihr später zum Beispiel eine leckere Kartoffelsuppe zaubern.

Tipp: Zubereitete Kartoffelgerichte wie Kartoffelpüree oder Kartoffelgratin sind zum Einfrieren eher ungeeignet.  

Küchenlexikon: Kartoffeln richtig zubereiten

Wie bewahrt man Kartoffeln am besten auf?

Der große Vorteil von Kartoffeln liegt darin, dass man sie sehr lange lagern kann. An einem kühlen und dunklen Ort halten sich die Knollen bis zu 6 Monate. Die optimale Lagetemperatur beträgt zwischen zwei und sieben Grad. Werden Kartoffeln zu kühl aufbewahrt, werden sie, wie oben beschrieben, ungenießbar.

Wenn es zu warm ist, können die Knollen keimen und den giftigen Stoff Solanin bilden. Außerdem mögen Kartoffeln es luftig und sollten nicht in Plastiktüten gelagert werden – sonst faulen sie schnell. Bei uns findet ihr noch weitere Kochtipps – wir klären zum Beispiel, ob man Kartoffeln roh essen darf.

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