Mandelmehl selber machen: So einfach geht's!

Mandelmehl ist glutenfrei und eine gesunde Alternative zu herkömmlichen Mehl. Wie du Mandelmehl selber machen kannst, erfährst du hier!

Mandelmehl Verwendung

  • In Mandelmehl ist kein Gluten enthalten, somit ist das Mehl gerade bei Menschen, die an Zöliakie oder Glutenunverträglichkeit leiden, sehr beliebt. Es dient daher als Alternative zu Weizenmehl und wird auch bei einer Low Carb-Ernährung gern verwendet.
  • Zudem ist Mandelmehl gesünder als Weizenmehl und punktet mit gesunden Fettsäuren, Proteinen, Kalzium, Magnesium, B-Vitaminen und Vitamin E.
  • Das nussig schmeckende Mehl lässt sich auch mit anderen Mehlsorten vermischen. In der Verwendung muss man lediglich bedenken, dass das Mandelmehl viele Ballaststoffe besitzt und daher etwas mehr Flüssigkeit oder Ei in der Zubereitung braucht, um gebunden zu werden. 

Mandelmehl: Natürlich oder entölt?

  • Man unterscheidet zwischen natürlichem Mandelmehl und entöltem Mandelmehl. Je nach Rezept ist angegeben, welches Mandelmehl du konkret benötigst.
  • Das entölte Mandelmehl besteht aus sehr fein gemahlenen Mandeln, wobei die Masse anschließend in eine Ölpresse gegeben wird. Dabei gibt es auch nochmals zwei verschiedene Abstufungen: komplett entöltes und teilentöltes Mandelmehl.
  • Handelt es sich um entöltes Mandelmehl, ist weniger Fett in dem Mehl enthalten, wodurch mehr Flüssigkeit aufgenommen werden kann und sich die Backeigenschaften verändern. Mit diesem Mehl erhältst du einen trockeneren Teig.

Mandelmehl selber machen: Anleitung

Möchtest du deine Mandeln mit Häutchen mahlen oder ohne? Unter der Mandelhaut sitzen viele Nährstoffe – ein Argument, um die Haut dran zu lassen! Wer hingegen feines und einheitlicheres Mehl möchte, muss die Mandeln zuerst keimen (über Nacht einweichen) und blanchieren. Das geht so:

  1. Lege die Mandeln eine Nacht lang in eine Schale mit Wasser, dadurch werden sie leichter verdaulich.
  2. Koche die Mandeln am darauffolgenden Tag für zwei Minuten in sprudelndem Wasser.
  3. Fange die Mandeln in einem Sieb auf und schrecke sie für einen kurzen Augenblick unter kaltem Wasser ab.
  4. Entferne die Mandelhaut, indem du die Mandeln zwischen Zeigefinger und Daumen aus der Haut drückst (geht am besten, wenn sie noch heiß sind). Alternativ kannst du die Mandeln auch zwischen den Lagen eines eingeschlagenen Küchentuchs rubbeln, bis sich die Haut ablöst. Bei dieser Methode müssen kleinere Reste eventuell abschließend per Hand nachbearbeitet werden.
  5. Trockne die Mandeln ab! Um Mandelmehl herstellen zu können, müssen sie gänzlich trocken sein: Lasse sie dafür an einem warmen Ort auf einem Küchentuch weitere Stunden trocknen.
  6. Anschließend geht es ans Mahlen: Gib die Mandeln in eine Küchenmaschine und mahle sie für 30 bis 60 Sekunden (gegebenenfalls etwas länger). Achtung: Wenn du sie zu lange mahlst, entsteht Mandelmus!
  7. Wer eine Ölpresse zuhause besitzt, kann das Mandelmehl danach noch entölen.

Haltbarkeit: Kühl und trocken gelagert, hält sich das Mandelmehl vier bis sechs Monate. Bei Zimmertemperatur wird es hingegen schnell ranzig!

Hier erklären wir dir, wie du Mandelmus selber machen oder Mandelmilch selber machen kannst. Und hier erfährst du außerdem, wie sich Mandeln rösten lassen.

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