Muskatkürbis - alles, was ihr wissen müsst

Der Herbst kommt und mit ihm halten auch die Kürbisse wieder Einzug in unsere Küchen. Doch in diesem Jahr probieren wir Neues und kochen auch mit Muskatkürbis.

Der Muskatkürbis ist einer der Hingucker unter den Kürbissorten: Groß und eindrucksvoll, mit einer kunstvoll gerippten Schale lacht er uns im Herbst in leuchtenden Farben von Dunkelgrün bis Hellbraun entgegen. Und auch sonst kann er auf ganzen Linie mit seinem festen, schmackhaften Fruchtfleisch, seiner schier unerschütterlichen Haltbarkeit und seiner Anspruchslosigkeit in der Pflege überzeugen.

Dass er sich in der Küche einfach und vielseitig verarbeiten lässt, versteht sich bei so vielen Vorzügen fast schon von alleine. Wir stellen euch den Muskatkürbis ausführlich vor.

Was ist Muskatkürbis?

Wie der Butternut-Kürbis gehört auch der Muskatkürbis zu den Moschuskürbissen. Dieser ist auch sein engster Verwandter unter den Kürbissen. Seinen Namen verdankt der Speisekürbis wohl dem angenehm würzigen Duft seines Fruchtfleischs, das farblich von Gelb bis Orangerot variiert. Darin wiederum ist er dem beliebten Hokkaido-Kürbis sehr ähnlich. Charakteristisch ist auch seine runde, gerippte Form, die ihn fast wie gemalt aussehen lässt.

Wonach schmeckt Muskatkürbis?

Geschmacklich überzeugt der Muskatkürbis durch ein sehr fruchtiges Fruchtfleisch, das leicht ins Säuerliche tendiert. Dazu kommt die feine Muskatnote, die ihm ihren Namen gegeben hat.

Ihr könnt das namensgebende Aroma stärker heraus kitzeln, wenn ihr zusätzlich frisch geriebene Muskatnuss über das Kürbisgericht gebt. Dementsprechend bieten sich auch Ingwer oder Chili als Begleiter bestens an. Das schreit ja schon förmlich nach exotischen Gerichten.

Das milde Fleisch kann sogar roh gegessen werden, schmeckt dann zum Beispiel in Salaten, eignet sich aber auch sehr gut für die Zubereitung von Süßspeisen, zum Backen und zum Zubereiten von Kürbis-Chutney und natürlich von Kürbissuppe.

Kürbissuppe mit Sahne in einer blauen Schale

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Woran erkennt man einen reifen Muskatkürbis?

Muskatkürbis hat eine weiche Schale und weniger Kerne als die meisten anderen Kürbissorten. Der Vorteil: Weniger Abfall, mehr köstliches Fruchtfleisch! Am besten schmeckt er, wenn er noch nicht ganz ausgereift ist. Das lässt sich schön an der Farbe der Schale erkennen. Im Laufe des Reifeprozesses verändert sich die Farbe von einem satten Dunkelgrün hin zu einem Orange- oder Beigeton.

Auch der Klopftest kann helfen: Wenn ihr mit dem Fingerknöchel gegen die Schale klopft, solltet ihr ein hohles Geräusch hören. Dann ist der Reifegrad optimal. Sobald der Kürbis bei der Klopfprobe dumpf klingt, beginnt er, zu verderben. Dann solltet ihr ihn vorsichtig genießen.

Muss man Muskatkürbis schälen?

Die Schale dieser Kürbisart ist zwar deutlich dünner als die anderer Sorten, dennoch empfiehlt es sich, den Kürbis zu schälen. Vor der Zubereitung die dünne Schale dafür einfach vom Fruchtfleisch schneiden und die wenigen Kerne herauslösen. Anschließend das Fleisch in Streifen oder Würfel schneiden.

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Ihr könnt den Kürbis auch mit einer Küchenmaschine oder einer Reibe fein raspeln und dann zu Kürbissuppe verarbeiten oder das Fruchtfleisch über Salate streuen. Oder probiert mal etwas Neues und püriert das weich gekochte Fleisch mit Kartoffeln.

Leckere Rezepte mit Muskatkürbis

Kürbissuppe mit Maronen

Im Herbst geht doch nichts über Kürbissuppe. Und die muss nicht immer nur mit Hokkaido zubereitet werden. In dieser Variante vereint sich das nussige Aroma der Maronen mit den leicht exotischen Nuancen des Muskatkürbisses. Zum Rezept: Kürbissuppe mit Maronen

Gebackener Muskatkürbis

Dieses Rezept ist so einfach, es macht sich fast von allein! Das Kürbisfleisch wird einfach gewürzt - und den Rest der Arbeit erledigt euer Ofen. Nach 45 Minuten steht ein köstliches Herbstgericht auf dem Tisch. Zum Rezept: Gebackener Kürbis

Kürbisravioli nach Lea Linster

"Ich freue mich immer auf die Tage rund um Halloween, am meisten auf die Kürbisköpfe. Ach, eigentlich nur auf das Kürbisfleisch, wenn es in meinen Töpfen schmurgelt!", schreibt Spitzenköchin Lea Linster und empfiehlt uns ihre Kürbisravioli mit Muskatkürbis, die sie mit Salbeibutter serviert. Zum Rezept: Kürbisravioli

Süß-sauer eingelegter Kürbis

Süß-sauer eingelegt hält sich Muskatkürbis bis zu sechs Monate lang. Nach diesem Rezept zubereitet, schmeckt er toll zu Brot oder kurzgebratenem Fleisch. Zum Rezept: Süß-sauer eingelegter Kürbis

Wirsing-Grünkern-Rouladen mit Kürbis-Chutney

Die vegetarischen Rouladen werden aus Wirsing, Grünkern, Nüssen und Sultaninen zubereitet und dann mit einem Kürbis-Chutney aus Muskatkürbissen und einer Béchamelsoße serviert. Zum Rezept: Wirsing-Grünkern-Rouladen mit Kürbis-Chutney

Was muss man bei der Lagerung beachten?

Muskatkürbisse können sehr groß und schwer sein. Bis zu 40 Kilogramm können einzelne Exemplare auf die Waage bringen. Im Supermarkt bekommt man sie deshalb in der Regel aufgeschnitten und in Teilen abgepackt. Wer im Herbst über den Markt schlendert, kann aber vielleicht ein ganzes Prachtexemplar mit nach Hause nehmen. Dann bietet es sich an, auf Vorrat zu kochen. Am besten ein paar Portionen Kürbissuppe einfrieren, Kürbismarmelade kochen, Kürbiskuchen backen und Kürbiskompott einkochen. Dann habt ihr schon lange etwas von eurem Kürbis.

Aber auch im Ganzen hält sich Muskatkürbis lange, wenn ihr ihn kühl und trocken lagert. Im Keller und in der Speisekammer überdauert er so locker ein halbes Jahr. Angeschnittener Kürbis hält sich im Kühlschrank 3-4 Tage, wenn ihr ihn in Frischhaltefolie wickelt. Oder ihr würfelt das Fruchtfleisch, blanchiert es 1-2 Minuten lang in kochendem Salzwasser, lasst es abtropfen, abkühlen und friert das Fleisch dann ein. Dann habt ihr portionsgerecht geschnittenen Muskatkürbis immer zur Hand, wenn euch die Lust auf Rezepte mit Kürbis plötzlich packt.

Videotipp: Kürbis schälen: so leicht geht es!

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Muskatkürbis: So schmeckt uns der Herbst
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