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Notvorrat anlegen Lebensmittelvorrat für 10 Tage

Notvorrat anlegen: Eingekochte Lebensmittel
© Nitr/Shutterstock
Ganz unabhängig von der Coronakrise empfiehlt das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe, dass man einen Notvorrat anlegen sollte, um in Zweifelsfall zehn Tage davon leben zu können. Hier erfahrt ihr, um welche Lebensmittel es sich dabei handelt.

Notvorrat anlegen: Grundlegende Hinweise

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) nennt als mögliche Notfälle zum Beispiel Naturkatastrophen wie Hochwasser, Lawinen oder starken Schneefall, die dazu führen können, dass man von der Außenwelt abgeschnitten ist. Aber auch ein Stromausfall kann die öffentliche Versorgung lahmlegen.

Bei der Wahl der Lebensmittel sollte man darauf achten, dass die Produkte im Falle eines Stromausfalls ohne Kühlung gelagert und möglichst auch kalt gegessen werden können. Um auch ohne Strom und Gas kochen zu können, kann man auf Campingkocher zurückgreifen.

Des Weiteren sollte man bei den Lebensmitteln auf ein langfristiges Mindesthaltbarkeitsdatum achten. Der Lebensmittelvorrat sollte kühl, trocken und dunkel gelagert und in luftdichten Verpackungen aufbewahrt werden.

Zu guter Letzt ist es wichtig, an Spezialkost für Diabetiker, Allergiker oder Babys im Haushalt zu denken sowie Futter für Haustiere einzuplanen.

Vorrat für 2 Wochen: Schlau einkaufen, statt blind zu hamstern

Notvorrat anlegen: Die Einkaufsliste für 10 Tage

  • 20 Liter Getränke (Wasser und Fruchtsäfte)
  • 3, 5 kg Getreideprodukte, Brot, Kartoffeln, Nudeln, Reis
  • 4 kg Gemüse und Hülsenfrüchte
  • 2,5 kg Nüsse und Obst (in Konserven oder lagerfähiges frisches Obst)
  • 2,6 kg Milch und Milchprodukte
  • 1,5 kg Fleisch und Fisch, Eier bzw. Volleipulver
  • 0,357 kg Fette und Öle
  • Sonstiges (z. B. Zucker, Salz, Mehl, Marmelade, Fertiggerichte)

Notvorrat anlegen: Was außerdem nicht fehlen sollte

Abgesehen von einer Notration an Lebensmitteln empfiehlt das BBK den Bürgern, auch folgende Produkte vorrätig zu haben und bestimmte Vorkehrungen zu treffen:

  • Hausapotheke: Verbandskasten, verordnete Medikamente, Schmerzmittel, Hand- und Wunddesinfektionsmittel, Fieberthermometer, Mittel gegen Erkältungs- und Durchfallerkrankungen, Salbe gegen Insektenstiche und Sonnenbrand, Pinzette
  • Hygieneartikel: Seife, Waschmittel, Zahnbürste und -pasta, Einweggeschirr mit Besteck, Küchen- und Toilettenpapier, Müllbeutel, Campingtoilette, Haushaltshandschuhe, Schmierseife
  • Brandschutz: Keller und Dachboden entrümpeln, Feuerlöscher, Löschspray, Rauchmelder, Gartenschlauch, Behälter für Löschwasser, Wassereimer, Kübelspritze
  • Energieausfall: Kerzen und Teelichter, Streichhölzer oder Feuerzeug, Taschenlampe, Reservebatterien, Campingkocher mit Brennmaterial, Heizgelegenheit, Brennstoffe
  • Außerdem: Rundfunkgerät und Reservebatterien

Mit dieser Checkliste seid ihr auf einen Katastrophenfall vorbereitet, ohne panisch Lebensmittel hamstern zu müssen – denn Hamsterkäufe sind immer eine schlechte Idee und können im Einzelhandel zu Engpässen führen. Für weitere Infos rund um das Thema könnt ihr euch in der BRIGITTE-Community austauschen.


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