Rhabarber kochen: So geht es richtig

Rhabarber enthält viel Oxalsäure und sollte deshalb nicht roh verzehrt werden. Wie ihr Rhabarber kochen könnt, verraten wir euch hier.

Rhabarberkompott, Rhabarber-Marmelade oder –grütze – Rhabarber verzehren wir in der Regel gekocht und das ist auch gut so. Denn beim Rhabarber kochen geht ein Teil der Oxalsäure verloren, die – in großen Mengen konsumiert – giftig sein kann.

Was ihr dabei beachten müsst und warum Rhabarber roh essen keine gute Idee ist, verraten wir hier.

Nur jungen, frischen Rhabarber kochen

Frischer Rhabarber trocknet schnell aus, deshalb ist es wichtig, ihn zeitnah zu verarbeiten, so lange die Stangen noch fest und glänzend und die Schnittstellen noch feucht sind. Wenn ihr den Rhabarber nicht gleich zubereiten könnt, könnt ihr ihn, in ein feuchtes Tuch eingewickelt, einige Tage im Kühlschrank lagern.

Alternativ solltet ihr den frischen Rhabarber einfrieren. Dafür die Stangen zunächst waschen, trocknen, schälen und in Stücke schneiden. Hier verraten wir euch, was ihr beim Rhabarber schälen beachten müsst.

Rhabarber für das Kochen vorbereiten

Bevor ihr den Rhabarber kochen könnt, müsst ihr ihn ebenfalls putzen und schälen. Ganz jungen, zarten Rhabarber könnt ihr zwar auch ungeschält verarbeiten, zumeist ist die Schale jedoch zäh und holzig, sodass es sich in jedem Fall empfiehlt, den Rhabarber zu schälen.

Rhabarber kochen: So geht's

Dann gibt es zwei Möglichkeiten, Rhabarber zu kochen: die Stangen kurz blanchieren oder den Rhabarber im eigenen Saft kochen.

Rhabarber blanchieren

Diese Kochtechnik eignet sich vor allem für Salate, Rhabarberkuchen und Rhabarber-Rezepte mit ganzen Stücken, denn während das Fruchtfleisch beim Kochen sonst weich wird und auseinander fällt, bleibt es bei dieser Methode bissfest.

Dafür etwas Wasser zum Kochen bringen und den Rhabarber, in 1-2 cm große Stücke geschnitten, ca. 3 bis 5 Minuten blanchieren. Die Rhabarberstücke mit einer Schaumkelle aus dem Wasser heben.

Rhabarber kochen im eigenen Saft

Wer Rhabarber-Marmelade, Kompott und ähnliches kochen will, sollte lieber auf die Methode zurückgreifen, die Rhabarberstücke im eigenen Saft weich zu kochen, bis sie zerfallen.

  1. Auch dafür müssen die Stangen zunächst geputzt, geschält und in 1-2 cm große Stücke geschnitten werden.
  2. Dann wird Zucker (Richtwert: 1 EL Zucker auf 100 Gramm Rhabarber) hinzugegeben, der dem Rhabarber Saft entzieht.
  3. Beides gemeinsam 10-15 Minuten im Kochtopf ziehen lassen und den Topf dann auf den Herd stellen und alles ca. 10 Minuten köcheln lassen. Der Rhabarber ist fertig gekocht, wenn er ganz weich und zerfallen ist.

Rhabarber kochen für Rhabarberkompott

Für ein klassisches Rhabarberkompott gebt ihr zusätzlich zum Zucker noch Wasser und etwa Zitronensaft hinzu.

Ihr braucht:

  • 600 Gramm Rhabarber
  • 500 ml Wasser
  • 4 EL Zucker
  • 2 EL Zitronensaft

Und so geht's:

  1. Rhabarber putzen, schälen und in Würfel schneiden.
  2. Wasser, Zucker und Zitronensaft zum Kochen bringen und dann den Rhabarber hinzugeben. 3-5 Minuten sprudelnd kochen lassen, den Topf vom Herd nehmen und alles abkühlen lassen.
  3. Mit Vanilleeis, -pudding oder Schlagsahne servieren.

Probiert auch unser Rezept für Rhabarberkompott mit Vanillesoße.

Übrigens: Rhabarbergerichte werden in der Regel mit Milchprodukten kombiniert. Das darin enthaltene Kalzium bindet nämlich die Oxalsäure, sodass sie ausgeschieden werden kann, ohne vom Darm aufgenommen zu werden.

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Rhabarber kochen: Rhabarber, Zucker und Erdbeeren auf Arbeitsplatte
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