Spargelzeit 2019: Alles, was ihr wissen müsst

Ja, auch wir können es immer kaum erwarten, aber es lohnt sich, sich bis zum Beginn der Spargelzeit zu gedulden und einheimischen Spargel zu kaufen. Warum, das verraten wir euch hier.

Natürlich kann man schon im März im Supermarkt Spargel kaufen, die offizielle Spargelzeit beginnt aber erst später. Wann genau, das lässt sich schwer vorhersagen, weil die Spargelernte sehr vom Wetter abhängig ist. Wie lange es Spargel dann gibt, ist in der Regel klar definiert.

Wann genau ist Spargelzeit?

  • Beginn der Spargelzeit: Liegt in der Regel zwischen Mitte und Ende April. Für den Beelitzer Spargel soll die Spargelsaison dieses Jahr beispielsweise am 11. April 2019 eröffnet werden. 
  • Ende der Spargelzeit: Ist traditionell der 24. Juni, der Johannistag, auch bekannt als "Spargelsilvester". Das Datum markiert das Ende der Spargelernte.

Theoretisch ist es Bauern erlaubt, auch nach dem Ende der Spargelzeit bzw. nach dem Johannistag noch Spargel zu stechen, es würde jedoch den Ertrag im nächsten Jahr schmälern. Denn nur wenn die Pflanzen lange genug (etwa 100 Tage) Zeit bekommen, sich vor dem ersten Frost zu regenerieren, können sie für das nächste Jahr genügend neue Sprossen bilden.

Im Übrigen unterscheiden sich die Spargelzeit von weißem und grünem Spargel minimal: Grünspargel kann man oft schon etwas früher bekommen.

Wie entwickelt sich der Preis in der Spargelsaison?

Ganz zu Beginn der Spargelsaison liegen die Preise besonders hoch. Kein Wunder: Den ganzen Winter lang haben wir auf die weißen Stangen gewartet und jetzt können wir es kaum erwarten, sie in die Finger zu bekommen. Die ersten Spargel-Bündel sind deshalb besonders teuer. Anschließend fallen die Preise im Verlauf der Spargelzeit, während das Angebot immer weiter steigt. Statistisch gesehen ist der Spargel Mitte Mai am günstigsten. Für guten Spargel zahlt man dann nur etwa 4 Euro pro Kilogramm. Zum Ende der Spargelsaison steigen die Preise dann wieder.

Warum gibt es Spargel schon vor der Spargelzeit zu kaufen?

Das kann zwei Gründe haben: Zum einen kann es sich dabei um importierten Spargel handeln, der in wärmeren Regionen (etwa Griechenland oder Spanien) geerntet wurde, zum anderen kann es einheimischer Spargel sein, der unter einer schützenden Folie gewachsen ist. In beiden Fällen solltet ihr es jedoch vermeiden, schon im März (oder gar im Winter) zu Spargel zu greifen. Denn beide haben eine sehr schlechte Klimabilanz.

Importierter Spargel aus Südeuropa (oder sogar aus China oder Peru) kommt nur über lange Transportwege und – damit verbunden – eine miserable CO2-Bilanz zu uns. Für den Anbau in den sonst sehr trockenen Regionen wird viel Wasser benötigt, das dann den Einheimischen fehlt. Der hohe Energieverbrauch, der notwendig ist, um einheimischen Spargel unter Folie zur Ernte zu bringen, ist für die CO2-Bilanz sogar noch schlimmer.

Fakten zur Spargelpflanze

Bei Spargel handelt es sich um eine mehrjährige Pflanze. Das bedeutet, dass die Wurzelstöcke nach dem Ende Spargelzeit im Boden bleiben und daraus im nächsten Jahr neuer Spargel wächst. Bei weißem Spargel ist es deshalb wichtig, dass die Erdwälle regelmäßig aufgestockt werden – diese Spargelsorte wächst nämlich ausschließlich unterirdisch und kann dadurch ihre Farbe erhalten. Zudem kann es sonst passieren, dass das Gemüse zu nah an der Wurzel gestochen wird und der Spargel bitter schmeckt. Übrigens: Die größten Spargel-Anbaugebiete in Deutschland liegen in Niedersachsen, Bayern und Nordrhein-Westfalen.

Tolle Inspirationen rund um den Spargel findet ihr auch auf unserem Pinterest-Board.

uk
Themen in diesem Artikel
Brigitte-Rezepte-Newsletter

Essen ist fertig!

Wir suchen für Dich täglich ein leckeres Rezept aus der Brigitte-Küche aus. Trage Dich doch ein!