Sprossen ziehen: Schritt-für-Schritt-Anleitung

Sprossen selber ziehen ist kein Hexenwerk, ihr könnt es ganz einfach zu Hause machen. Wie Sprossen ziehen funktioniert und was ihr dabei beachten müsst, erfahrt ihr hier.

Sprossen ziehen: So geht‘s

  1. Für das Projekt "Sprossen ziehen" entnehmt ihr der Sprossenmischung zunächst ein bis zwei Esslöffel – eine geringe Menge ist schon ausreichend, da die Keimlinge sehr ergiebig sind. Gebt sie in ein Sieb und spült sie unter fließendem Wasser ab.
  2. Im nächsten Schritt müsst ihr die Keimsprossen mehrere Stunden einweichen. Füllt sie in ein Keimglas und gießt sie mit der doppelten Menge an Wasser auf. Richtet euch bei der Einweichzeit nach den Angaben auf der Verpackung.
  3. Anschließend lasst ihr das Wasser ablaufen und spült die Sprossen erneut durch. Stellt das Sprossenglas an einem hellen Ort kopfüber in Schräglage (etwa 45 Grad Winkel) auf und platziert einen Teller darunter, sodass das Wasser ablaufen kann. Bei dem Standort sollte eine direkte Sonneneinwirkung vermieden werden, die ideale Raumtemperatur beträgt um die 20 Grad Celsius.
  4. Da sich auf den Sprossen sehr schnell Bakterien bilden können, müsst ihr sie zwei- bis dreimal pro Tag mit Wasser durchspülen und durch den Siebdeckel wieder abtropfen lassen.
  5. Je nach Sorte sind die Keimsprossen nach etwa vier bis sechs Tagen fertig und können geerntet werden. Ihr solltet sie direkt verzehren, im Kühlschrank halten sich die Sämlinge maximal zwei Tage. Deckt sie mit einem feuchten Tuch ab, wenn ihr sie dort aufbewahrt. Bei Anzeichen von Schimmel oder einem modrigen Geruch müssen die Keimsprossen sofort entsorgt werden.

Sprossen ziehen: Darauf solltet ihr achten

Um Schimmelbildung zu vermeiden, ist Hygiene ist das A und O beim Sprossenziehen, deshalb sollten die Keimlinge mehrmals täglich gespült werden. Verwendet nur unbehandeltes Bio-Saatgut und wascht das Glas nach jeder Ernte gründlich aus – es darf übrigens auch in die Spülmaschine. Vor dem Verzehr sollten die Sprossen ein letztes Mal durchgespült werden.

Wissenswertes rund um Sprossen

Es gibt viele verschiedene Sprossensorten, zum Selberziehen eignen sich beispielsweise Alfalfa, Mungobohnen, Kresse, Linsen, Sojabohnen, Bockshornklee oder Buchweizen. Der Vorteil von Sprossen liegt darin, dass sie deutlich mehr Vitamine und Mineralstoffe enthalten als die Samen, weil sich die Nährstoffe erst beim Keimen bilden. Die Keimlinge sind vor allem reich an Vitamin C, enthalten aber auch B-Vitamine, Aminosäuren, Eisen, Kalium, Kalzium, Magnesium und Zink.

Selbst gezogene Sprossen schmecken beispielsweise im Salat oder als Brotbelag – probiert unsere Rezepte für ein Sprossen-Käse-Sandwich oder für Bratnudeln mit Sprossen aus!

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