Lachs grillen: Die besten Tipps für die Grillparty

Ihr wolltet schon immer mal Lachs grillen, wusstet aber einfach nicht, wie ihr es angehen sollt? Oder ihr sucht noch das perfekte Rezept? Hier werdet ihr fündig.

Lachs grillen: Darauf müsst ihr achten

Wer sich ein bisschen nach Abwechslung auf dem Grill sehnt und Spaß am Experimentieren hat, wird nicht lange brauchen, bis er auch Fisch vom Grill eine Chance gibt. Lachs zu grillen ist da eine naheliegende Option, denn er ist vielseitig, sehr schmackhaft und nimmt ein herrliches Raucharoma an, wenn man ihn richtig grillt.

Wichtig zu wissen: Das Fleisch von Fisch unterscheidet sich in seiner Muskelstruktur vom Fleisch der Landtiere. Das führt zu kürzeren Garzeiten und beschleunigt auch das Marinieren deutlich. Andererseits haftet Fisch viel stärker am Rost, weshalb es sinnvoll ist, den Lachs in einer Fisch-Zange oder in einem Fischbräter zuzubereiten. Hier gibt es noch mehr Infos zum Thema:

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Alternativ könnt ihr aber auch zur Alufolie oder zu einer Grillschale greifen, wenn ihr Lachs grillen wollt. So schützt ihr die dünne Kruste des Fisches und könnt euch den gegrillten Lachs richtig schmecken lassen. Achtet aber darauf, die Alufolie an den Enden fest zu verschließen, wenn ihr Lachs grillt. Er verliert nämlich während des Garens viel Flüssigkeit und die sollte nicht auf den Grill tropfen. Experimentierfreudige können es mal mit Fisch im Bananenblatt probieren. Das sorgt für exotisches Flair am heimischen Rost.

Welcher Lachs ist zum Grillen geeignet?

Allgemein unterscheidet man Lachs in Lachsfilet und Lachssteak. Beide können problemlos auf dem Grill zubereitet werden. Der Unterschied liegt in der Garzeit: Das Steak benötigt in der Regel etwas mehr Zeit als das zarte Filet. Aber auch die Dicke des Fleischs und die Temperaturen der Glut spielen natürlich bei der Garzeit eine Rolle.

Achtet darauf, dass die Fischstücke nach Möglichkeit nicht zu groß und nicht zu dick sind, und dass ihr euch ein paar schöne Exemplare mit Haut geben lasst. Die Haut fungiert nicht nur als natürlicher Hitzeschutz und sorgt so dafür, dass der Fisch schön zart und saftig bleibt, sie verhindert auch, dass der Lachs am Grill haften bleibt. Sie lässt sich nämlich gut mit Öl einpinseln, während das Fleisch das Öl sofort aufnehmen würde.

Wichtig, wenn ihr keinen frischen Lachs grillen, sondern mit tiefgefrorenem Fisch arbeiten wollt: Nehmt den Lachs ungefähr eine Stunde vor dem Grillen aus dem Tiefkühlfach und lasst ihn in einem Gefäß auftauen. Sollte der Fisch noch nicht komplett aufgetaut sein, wenn ihr ihn auf den Grill legt, ist das auch kein Problem. Die Garzeit wird minimal länger, geschmacklich tut es dem gegrillten Lachs jedoch keinen Abbruch.

Welche Marinade passt zu Lachs vom Grill?

Marinade ist auch bei Lachs natürlich Geschmackssache. Sie muss auch nicht immer aufwendig sein: Manchmal reichen schon Olivenöl, Salz und Pfeffer aus. Lachs bietet sich aber auch für kräftige Marinaden und Rubs an. Da darf man ruhig mutig sein!

Lasst doch den Lachs vor dem Grillen 2-3 Stunden in einer asiatischen Grillmarinade aus Zitronengras, Ingwer, Knoblauch, Limette, Sojasoße, Honig und Chili marinieren.

Oder probiert einen ungewöhnlichen Kaffee-Rub aus. Interessant daran: Er enthält überhaupt keinen Kaffee, gewinnt aber durch diverse Gewürze ein herrliches Röstaroma, das dem Fisch sehr entgegen kommt. Mischt für den Kaffee-Rub 1 TL Koriandersamen mit 1/2 TL Kreuzkümmel und je einem Teelöffel Sesam, Fenchelsamen, rosa Beeren, Meersalz und schwarzem Pfeffer. Alles gemeinsam anrösten und dann im Mörser zerstoßen. Das Lachsfilet gründlich damit einreiben und ab auf den Grill damit!

Welche Seite vom Lachs sollte man zuerst grillen?

Wenn ihr Lachs mit einer Hautseite gekauft habt, ist es wichtig, dass diese Lachsseite mit Öl bestrichen zuerst auf den Rost kommt. Lasst sie etwa 2 bis 3 Minuten so liegen und salzt und pfeffert die Fleischseite unterdessen. Wichtig: Der Lachs wird beim Grillen nur einmal gewendet, um die empfindliche Haut zu schützen. Gebt ihm deshalb wirklich Zeit auf der Hautseite und dreht ihn dann um. Die Lachsseite ohne Haut sollte dann idealerweise auf einer weniger heißen Stelle des Grills zubereitet werden. Nach etwa 2 bis 3 Minuten sollte das Fleisch "durch" sein.

Welche Temperatur braucht man zum Grillen von Lachs?

Zum Lachsgrillen braucht ihr keine besonders hohen Temperaturen. Darin unterscheiden sich Lachsfilet und Lachsteak stark von klassischen Steaks oder Bratwürsten. Wenn ihr verschiedene Grillgüter auf dem Rost habt, reicht es deshalb, wenn ihr den Lachs in der Fisch-Zange oder im Fischbräter einfach an der Seite mitgrillt. Das Fleisch ist sehr zart und schnell gar.

Anders sieht es allerdings aus, wenn ihr den Lachs kross grillen wollt. Dann bietet sich die Zubereitung in der Aluschale an, denn der Fisch muss bei sehr großer Hitze von beiden Seiten scharf angegrillt werden. So schließen sich die Poren und ihr verhindert, dass der Lachs zerfällt. Ein ständiges Wenden ist hier unumgänglich.

Wie lange muss Lachs grillen?

Die genaue Garzeit eures Lachssteaks oder Lachsfilets hängt natürlich sowohl von der Dicke des Fleisches als auch von der Gartemperatur ab. Aber normalerweise sollte der Fisch von beiden Seiten nicht länger als 3 Minuten gegrillt werden. Ob der Lachs vom Grill fertig ist, könnt ihr ganz leicht mithilfe des Fingertests überprüfen: Wenn ihr mit dem Finger das Fleisch vorsichtig eindrückt, sollte es nachgeben und innen noch zartrosa sein.

Lachs grillen mal anders: Tipps und Tricks vom Profi

Profis am Grill legen den Lachs aber nicht einfach nur in der Zange auf den Grill, sie versuchen sich auch am sogenannten "Salmon Knot", dem Lachsbündel, das aus zwei gleich großen Lachsseiten mit Haut zusammengebunden und mit vielen Köstlichkeiten – zum Beispiel Knoblauch, Zitrone, Tomaten und Rosmarin – gefüllt wird.

Das zusammengeschnürte Päckchen Lachs wird dann richtig schön heiß gegrillt, weil es durch die Haut vor Hitzeschäden und vor dem Austrocknen geschützt wird. Ob das Päckchen fertig ist, lässt sich mit einem Bratenthermometer überprüfen: Bei 55 Grad Celsius ist der "Salmon Knot" vom Grill gar.

Ebenfalls bei Profis beliebt: Lachs vom Zedernholz (auch häufig als "Lachs von der Planke" oder "Lachs auf Planke" bezeichnet). Auf der Holzplanke gegrillter Lachs ist besonders schmackhaft und zart – eine echte Delikatesse, die den Damen und Herren vom Grill garantiert Bewunderung einbringt.

Hierfür braucht es allerdings einen Grill mit Deckel und eine dicke Planke (also ein Brett) aus Zedernholz, das zuvor eine Stunde lang in Salzwasser gelegen haben muss. Das Brett kommt auf den heißen Grill und gibt mit seinem Rauch während des Garens ein unvergleichliches Aroma an den Lachs ab. Wer es ganz extravagant mag, sorgt mit etwas braunem Zucker für eine karamellisierte Kruste. Nach 20 Minuten mit geschlossenem Deckel ist das kulinarische Meisterwerk von der Holzplanke fertig.

Lachsgrillen – und was gibt’s dazu?

Lachs vom Grill ist sehr vielseitig und lässt sich nach Herzenslust lecker kombinieren. Die schönsten Ideen für gegrillte Filets aus der BRIGITTE-Versuchsküche haben wir euch oben zusammengestellt. Wie wäre es mal mit einer Cranberry-Senf-Butter oder einer Gurken-Vinaigrette zum Grill-Lachs? Dazu passen in jedem Fall ein kross geröstetes Baguette mit selbstgemachter Kräuterbutter und ein frischer Salat. Hier haben wir die schönsten Salate zum Grillen für euch, die auch zum Fisch richtig lecker schmecken.

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