Paleo-Rezepte: Essen wie in der Steinzeit

Paleo-Rezepte sind der Trend aus den USA und auch bei uns steht die Steinzeit-Diät hoch im Kurs: Die besten Rezepte haben wir für euch zusammengestellt!

Paleo-Rezepte: Essen wie in der Steinzeit?

Die Paleo-Ernährung gilt als Steinzeit-Essen. Erlaubt ist demnach, was bis vor etwa 10.000 Jahren in die Höhle kam: mageres, hochwertiges Fleisch, Fisch, Eier, Nüsse, Früchte, Pilze, Samen, viel Gemüse und Kräuter. Auf Getreide und Hülsenfrüchte wird hingegen gänzlich verzichtet. Der Körper soll auf diese Nahrung optimal angepasst sein, denn es ist die natürliche (im Sinne von "artgerechte") Ernährung des Menschen. Jahrtausende lang hat er sich auf diese Weise ernährt, so die Theorie, und an diese Lebensmittel hat er sich angepasst.

Doch keine Angst: Paleo-Rezepte versuchen nicht, die Ernährung der Steinzeit zu imitieren. Stattdessen geht es darum, für unsere moderne Ernährung herauszuziehen, was auch heute noch gültig ist. Denn das, was damals für die Menschen gut war, ist es auch noch heute, so die Verfechter der Paleo-Ernährung. Was damals genau gegessen wurde, hing immer davon ab, welche Lebensmittel im jeweiligen Lebensraum der Menschen zur Verfügung standen. Deshalb gibt es auch nicht eine Steinzeit-Ernährung, sondern nur grundsätzliche Richtlinien, die wir in unsere heutige Ernährung übertragen können.

Die Paleo-Ernährungspyramide

Wie für viele andere Ernährungskonzepte auch gibt es auch bei der Paleo-Ernährung eine Ernährungspyramide, die zeigt, welche Zutaten in welchem Verhältnis konsumiert werden sollten:

  • Ganz am Fuß dieser Pyramide stehen die Lebensmittel, die die Jäger und Sammler früher am meisten vorfanden: viel frisches Gemüse, Tierprodukte und Fett. Zucchini, Süßkartoffel, Blumenkohl, Bohnen, Möhren und Co. stellen eine gute Grundlage für leckere Paleo-Rezepte dar und lassen sich bunt und nach Herzenslust kombinieren.
  • Fisch, Fleisch und Eier gehören bei Paleo genauso auf den Speiseplan wie auch hochwertige Fette und Öle. Kokosöl, Olivenöl und Avocado dürfen also in den Paleo-Rezepten sehr wohl Verwendung finden.
  • Die zweite Stufe der Paleo-Ernährungspyramide macht Obst aus. Es liefert die wichtigen Vitamine und Ballaststoffe, die unser Körper unbedingt braucht, um gesund zu sein. Deshalb finden immer wieder köstliche Beeren Eingang in die Paleo-Rezepte. Hier lieber auf zuckerreiche Obstsorten verzichten – hierzu zählen zum Beispiel Bananen und Mangos – und stattdessen auf Sorten mit geringem Zuckeranteil, also beispielsweise Beerenfrüchte oder Grapefruits, zurückgreifen.
  • Noch eine Stufe höher finden wir Nüsse und Samen, die ebenfalls einen wichtigen Bestandteil der Paleo-Rezepte ausmachen. Sie sind gute Energielieferanten. Aber Vorsicht: Nicht mehr als eine Handvoll pro Tag essen!
  • Ganz an der Spitze der Pyramide stehen natürliche Süßungsmittel wie Ahornsirup und Honig. Süßes wie Kuchen funktioniert dennoch: Wir zeigen euch, wie ihr nach Paleo backen könnt. Die laktose- und glutenfreien Kuchen sind gesund und lecker.

Worauf ihr bei der Steinzeiternährung verzichten solltet

  • Getreideprodukte, Hülsenfrüchte, Milchprodukte, Zucker und künstliche Süßstoffe jeglicher Art fehlen in den Paleo-Rezepten vollkommen. Damit ist diese Ernährungsform im besten Sinne des Wortes low carb. Doch keine Angst, Stullenliebhaber müssen auf nichts verzichten und können Paleo-Brot einfach selbst backen
  • Außerdem verzichtet ihr im Rahmen der Paleo-Ernährung auf alle künstlichen und industriell verarbeiteten Inhaltsstoffe. Geschmacksverstärker, Konservierungsstoffe, raffinierte Pflanzenöle und Fette, Würstchen, Salami und Mortadella – sie alle haben in euren Paleo-Rezepten nichts zu suchen.

Welche Vorteile hat es, die Paleo-Rezepte zu kochen?

Die Paleo-Ernährung soll Diabetes und Bluthochdruck vorbeugen und schlank machen. Wer sich nach Paleo ernährt, nimmt echte, frische Lebensmittel zu sich. Das macht Kalorienzählen überflüssig, denn die Gerichte sättigen nachhaltig und regulieren das Appetitgefühl. Hungerattacken gehören damit der Vergangenheit an.

Übergewicht ist, so sagen die Paleo-Verfechter, erst mit dem Anbau von kohlenhydratreichem Getreide aufgekommen. Und (stärkehaltige) Kartoffeln kannten unsere Vorfahren auch noch nicht. Stattdessen kommt mit Paleo-Rezepten jetzt eine gesunde und vielseitige Ernährung auf den Tisch.

Welche Nachteile hat die Steinzeiternährung?

Auch bei diesen Ernährungsplänen gilt: Eine einseitige Ernährung ist immer risikoreich. Bei allzu viel Fleisch und Fisch auf dem Teller fehlen Ballaststoffe, und der Stoffwechsel wird mit Säuren aus dem tierischen Eiweiß überflutet. Die abzupuffern kostet Energie - ungünstig für alle, die viel Sport machen.

Auch sollte man Gemüse nicht nur roh essen, weil manche Nährstoffe erst durch Erhitzen für den Körper verfügbar sind. Deshalb dürfen bei der gemäßigten Paleo-Diät die Lebensmittel natürlich auch gegrillt oder erhitzt werden.

Noch mehr Lust auf gesundes Schlemmen? Entdecke die Atkins-Diät oder probiere die 5:2-Diät ohne Jojo-Effekt!

Diese Rezepte stammen aus den Büchern "Paleo Power Every Day" von Nico Richter (mit Michaela Schneider) und "Paleo Power for Life" (Christian Verlag). Text: win, uk, Susanne Gerlach

Unsere Empfehlungen

Brigitte-Rezepte-Newsletter

Rezept-Newsletter

Was gibt’s heute zu essen? Leckere Rezepte, viel Gemüse, Fleisch und Fisch.

Diesen Inhalt per E-Mail versenden

Paleo-Rezepte: Essen wie in der Steinzeit

Paleo-Rezepte sind der Trend aus den USA und auch bei uns steht die Steinzeit-Diät hoch im Kurs: Die besten Rezepte haben wir für euch zusammengestellt!

Du kannst mehrere E-Mail-Adressen mit Komma getrennt eingeben

E-Mail wurde versendet
Deine Mail konnte leider nicht versendet werden