Rosenkohl: Infos & Tipps rund um die grünen Röschen

Rosenkohl ist nicht nur sehr gesund - als Rosenkohlauflauf, Beilage oder im Curry schmeckt er auch köstlich! Hier erfahrt ihr, worauf ihr bei den kleinen Röschen achten müsst.

Rosenkohl - Wintergemüse mit Charakter

Während Kinder Rosenkohl oft nichts abgewinnen können, sind Erwachsene vom Geschmack der kleinen Röschen begeistert - kein Wunder, denn der Kohl schmeckt, richtig zubereitet, einfach köstlich. Zudem ist Rosenkohl gesund, sodass uns das Wintergemüse bestens gerüstet durch die kalte Jahreszeit bringt!

Bekanntheit erlangte der Kohl unter dem französischen Namen Choux de Bruxelles und wurde entsprechend im deutschsprachigen Gebiet auch „Brüsseler Kohl“ und „Brüsseler Sprossen“ genannt. In Österreich sind die kleinen Röschen auch unter dem Namen „Sprossenkohl“ oder "Kohlsprossen" bekannt.

Jedes Jahr ab September können wir uns auf das Wintergemüse freuen, denn dann ist Saisonstart. Die Hauptsaison konzentriert sich auf November und Dezember und reicht bis in den März hinein.

Rosenkohl richtig zubereiten 

Rosenkohl kann zwar auch in kleineren Mengen roh, zum Beispiel geraspelt als Rohkost, genossen werden, aber im Allgemeinen wird er vor dem Verzehr gekocht, gebraten oder gebacken. Zuerst müssen die Köpfchen dafür jedoch zurechtgemacht werden: 

  1. Die außenliegenden Blätter des Rosenkohls abschälen und den Strunk abschneiden 
  2. Den Strunkansatz kreuzweise einritzen - hierdurch wird die Garzeit reduziert und die Röschen werden gleichmäßig gar 
  3. Den Rosenkohl gründlich waschen

Rosenkohl: Zubereitungszeiten 

Es gibt viele köstliche Rosenkohl-Rezepte, in denen der Kohl die Hauptrolle spielt. Für die unterschiedlichen Zubereitungsarten sollte man folgende Hinweise beachten:

Rosenkohl kochen

Die Garzeit der Kohlköpfchen beträgt 5 bis 7 Minuten. Hierfür wird das Gemüse in ein mit kochendem Wasser und etwas Salz gefüllten Topf gegeben. Anschließend die Hitze verringern und bei geschlossenem Deckel weiter den Rosenkohl kochen lassen. Der Kohl ist gar, wenn er sich auf einer Messerspitze aufspießen lässt.

Rosenkohl blanchieren

Um Rosenkohl zu blanchieren, wird er für 3 Minuten in sprudelndes Wasser gegeben und anschließend für weitere 3 Minuten im Eiswasser abgeschreckt. Am besten nur kleine Portionen blanchieren!

Rosenkohl backen

Rosenkohl kann auch mit etwas Öl, Salz und Pfeffer im Backofen zubereitet werden. Die Kohlhälften werden dafür mit der glatten Fläche auf ein Backblech gelegt und bei 200 Grad gebacken. Insgesamt benötigen sie ungefähr 30 Minuten und sollten nach der Hälfte der Zeit gewendet werden.

Rosenkohl braten

Mit etwas Öl lässt sich der Rosenkohl auch sehr schmackhaft in der Pfanne anbraten. Auch hier werden die Röschen halbiert und zuerst mit der glatten Seite in das heiße Öl gegeben und 5 Minuten gebraten. Anschließend werden sie gewendet und nach weiteren 5 Minuten mit etwas Wasser (alternativ Weißwein) übergossen. Jetzt muss nur noch das Wasser verdampfen, bis der Kohl servierfertig ist.

Rosenkohl – das Powergemüse des Winters

An Vitaminen und gesunden Inhaltsstoffen mangelt es dem Rosenkohl nicht: Neben Phosphor, Kalium und Eisen können die Röschen auch mit Folsäure punkten. Ein sehr hoher Vitamin C-Gehalt sowie die Vitamine B1, B2, B6 sind ebenfalls vertreten. Außerdem enthalten die kleinen Kohlköpfchen viel Vitamin K und begeistern mit einem hohen Ballaststoffgehalt, der für eine gute Verdauung sorgt und lange satt macht. 

Der Kohl kann weiterhin mit einem höheren Eiweißgehalt auftrumpfen als die meisten anderen Kohlsorten. Darüberhinaus wirkt er antioxidativ, entzündungshemmend und stärkt das Immunsystem. Letzteres liegt in den enthaltenen Glucosinolaten begründet, die während der Verdauung zu Sulforaphan und Diindolymethan verstoffwechselt werden. Sulforaphan und Diindolymethan beugen beide Tumoren vor, während Diindolymethan zusätzlich noch den Hormonhaushalt ausgleicht. 

Abneigung gegen Rosenkohl – daran liegt’s!

Gerade im Kindesalter zählt Rosenkohl nicht gerade zum Lieblingsgemüse der meisten Menschen. Das liegt vor allem an den enthaltenen Bitterstoffen, die Kinder noch intensiver wahrnehmen. Außerdem ist es genetisch begründet, wie stark diese Bitterstoffe empfunden werden. Es kann deshalb sein, dass manche Menschen eine lebenslange Abneigung gegen Rosenkohl haben, während andere gar nicht genug davon bekommen können. 

Tipp: Wie viele Kohlarten, kann auch Rosenkohl schwer im Magen liegen. Mit etwas Fenchel, Anis und Kümmel wirkt man dem jedoch ganz einfach entgegen!

Rosenkohl: Kleine Warenkunde 

Frischer Rosenkohl zeichnet sich durch dicht geschlossene Blätter aus, deren Farbe von Hell- bis Dunkelgrün reicht. Die Schnittkante sollte glatt und hell sein und die Röschen schön prall und knackig.

Die Kohlköpfchen werden am besten im Gemüsefach gelagert. Nach vier Tagen sollte der Rosenkohl allerdings spätestens verarbeitet werden. Damit er sich so lange hält, muss er dunkel lagern, da sonst das lichtempfindliche Vitamin K zerstört wird. Außerdem sollte er nicht neben Äpfeln und Tomaten liegen, da diese Ethylen ausdünsten, welches den Rosenkohl schneller verderben lässt. 

Rosenkohl lässt sich sehr gut einfrieren. Hierfür wird er zuerst blanchiert und anschließend von Wasserrückständen befreit. Daher empfiehlt es sich, ihn zuerst abtropfen zu lassen und danach mit Küchentüchern vorsichtig zu trocknen. Eingefroren kann Rosenkohl ein Jahr lang aufbewahrt werden.

Leckere Rezepte mit Rosenkohl 

Ob Beilage zum Braten oder Hauptzutat im Auflauf – Rosenkohl kommt in der Küche vielfältig zum Einsatz. Vom Hasenrücken mit Quittenmus, Rosenkohl und Kastanien über Kohl-Curry bis hin zum Rosenkohl-Risotto mit Pancetta - hier findet ihr das passende Rosenkohl-Rezept für jeden Anlass:

Rosenkohl-Rezept für jeden Geschmack

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Wir wünschen guten Appetit!

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