Johannisbeermarmelade Rezepte

In Wahrheit ist es so: "Marmelade" dürfen sich offiziell nur Brotaufstriche nennen, die aus Zitrusfrüchten hergestellt wurden. Das heißt, so etwas wie eine Johannisbeermarmelade dürfte es eigentlich gar nicht geben. Im allgemeinen Sprachgebrauch wird darauf jedoch nicht so sehr geachtet, sodass auch eine Johannisbeerkonfitüre und ein Johannisbeergelee als Johannisbeermarmelade durchgehen können.

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Das macht eine Johannisbeermarmelade aus

Das Wort "Marmelade" dient uns in diesem Fall also eher als Sammelbegriff für Brotaufstrich mit Johannisbeeren. Damit eine Johannisbeermarmelade aber tatsächlich eine Marmelade ist, muss sie streng genommen aus Fruchtmus unter Zugabe von Zucker gekocht werden. Dafür müssten die Beeren durch ein Passiersieb gestrichen und das Mus dann mit Gelierzucker aufgekocht werden.

Laut EU-Konfitürenverordnung müssen dabei pro Kilogramm Marmelade mindestens 200 Gramm Früchte, Schalen, Fruchtmark oder Fruchtsaft enthalten sein, damit sie sich im Handel wirklich so nennen darf. Bei selbst gemachter Johannisbeermarmelade drücken wir aber natürlich großzügig ein Auge zu.

Alles Johannisbeermarmelade, oder was?

Nein, denn: Sind Fruchtstücke im Mus enthalten, handelt es sich um eine Konfitüre, und wird der Aufstrich aus Fruchtsaft und nicht aus festen Früchten hergestellt, spricht man von einem Gelee. Soweit die offiziellen Bezeichnungen für Produzenten, privat sprechen wir aber auch weiterhin gerne von Johannisbeermarmelade - ganz egal, wie der Brotaufstrich zubereitet wurde.