Mangold Rezepte

Mangold – der würzige, kräftige Bruder des Spinat

"Mangold? Nie gegessen." So reagieren viele Menschen, wenn man sie auf Mangold anspricht. Mangold fristet völlig zu Unrecht ein Nischendasein in deutschen Küchen. Das war früher anders: Im 17. Jahrhundert zählte Mangold zu den beliebtesten Gemüsesorten – bis er durch den Siegeszug des Spinat beinah von unseren Tellern verdrängt wurde.

In der Tat ist Mangold eng mit dem Spinat verwandt. Er gehört wie dieser zu den Blattgemüsen und kann auch ähnlich zubereitet werden: gründlich in kaltem Wasser waschen, in ganz wenig Wasser dünsten und dann in Currys oder Schmorgerichten verarbeiten oder als Gemüse servieren. Mangold schmeckt aber etwas würziger und kräftiger als Spinat und ein wenig nussig. Hier findet ihr schöne Mangold-Rezepte, alle entwickelt und ausprobiert von den Köchinnen der BRIGITTE-Küche.

Die Stiele des Mangold sind der Spargel des kleinen Mannes

Eine Besonderheit beim Mangold sind die festen Blattstiele. Man kann sie kleinschneiden und weich dünsten, aber auch zubereiten wie Spargel. Auch der Geschmack erinnert ein wenig an Spargel – das bescherte Mangold den Beinamen "Spargel des kleinen Mannes". Mangold gibt es übrigens mit roten Stielen und mit weißen. Im Geschmack unterscheiden sich die beiden Sorten aber nicht.

Mangold ist ein Sommer-Gemüse – ab Juni bekommt ihr heimische Sorten auf dem Markt. Kaufet Mangold nur, wenn die Blätter grün und knackig sind; angewelkter Mangold schmeckt schnell zäh und strohig.

So gesund Mangold auch sein mag – Menschen mit Nierenleiden sollten ihn besser nicht essen, denn er enthält Oxalsäure, und die kann Nierensteine begünstigen. Außerdem verhindert Oxalsäure, dass wir das Calcium in unserer Nahrung aufnehmen können. Das kann besonders für Veganer ein Problem werden: Sie essen keine Milchprodukte, die zu den Hauptquellen für Calcium gehören.