Rumpsteak grillen: So gelingt es dir!

Du willst ein Rumpsteak grillen, hast aber Angst, dass du bei dem guten Stück etwas falsch machst? Wir zeigen, was du bei Rumpsteak vom Grill beachten musst.

Rumpsteak grillen: Gutes Fleisch kaufen

Die wichtigste Grundlage für ein gelungenes Steak ist gutes Fleisch. Achte deshalb schon beim Kauf darauf, dass du Rindersteak in hoher Qualität, am besten in Bio-Qualität, kaufst. Denn all die Mühe, die du darein investierst, das Rumpsteak zu grillen, ist vergebens, wenn das Fleisch qualitativ schlecht ist. Hochwertiges Steak ist nach dem Grillen zart und aromatisch. Achte auch darauf, dass das Fleisch nicht zu dünn geschnitten ist. Minuten-Steaks werden auf dem Grill schnell trocken und zäh.

Das Rumpsteak stammt, wie der Name schon sagt, aus dem Rumpf des Rinds. Es handelt sich dabei um eine Scheibe des Roastbeefs aus dem Rinderrücken. Typisch für das Rumpsteak sind der Fettrand und die feinen Fettsehnen, die das dunkelrote Fleisch durchziehen. Der einseitige Fettrand sollte auch auf keinen Fall entfernt werden, er sorgt für eine knusprige Kruste und ein herrliches Aroma. Durch Einschneiden der unter dem Fettmantel befindlichen Sehne verhinderst du aber, dass sich das Fleisch auf dem Grill wölbt oder verformt. Im Gegensatz zum T-Bone-Steak bzw. Porterhouse-Steak hat das Rumpsteak keinen Knochen.

Übrigens: In Österreich nennt man das Rumpsteak auch Roastbeef, in den USA ist es als Striploin bekannt und in England wird es Sirloin genannt.

Rumpsteak zum Grillen vorbereiten

Nimm das Fleisch zwei bis drei Stunden vor dem Grillen aus dem Kühlschrank, damit es sich auf Zimmertemperatur akklimatisieren kann. Auf diese Weise ist der Temperaturunterschied nicht so groß, wenn du es auf den Grill legst. Das würde dazu führen, dass das Rumpsteak von außen sehr schnell verbrannt wäre, während es innen noch kalt ist.

Dann den Fettrand im Abstand von 1 cm mit kleinen Einschnitten versehen. Gegebenenfalls kann es auch sinnvoll sein, den Rand etwas schmaler zu schneiden, damit er sich auf dem Grill nicht wellt. Fünf Millimeter sind optimal. Auf dem Teller kannst du den Fettrand dann abschneiden, wenn du ihn nicht magst.

Wichtig: Das Fleisch nicht vor dem Grillen würzen. Während Pfeffer auf dem Grill verbrennt und für unangenehmen Rauch sorgt, kann Salz dem Steak Wasser entziehen, so dass es zäh und trocken wird. Besser ist es, das Rumpsteak erst nach dem Grillen zu würzen und dann kurz ruhen zu lassen. Auch eine Grillmarinade ist für Rumpsteaks eher unüblich.

Rumpsteak grillen – das musst du beachten

Zunächst das Rumpsteak auf den heißen Grill legen und von beiden Seiten etwa 2 Minuten scharf anbraten. Die Zeit richtet sich dabei nach der Dicke des Steaks. Dann das Fleisch in die indirekte Grillzone legen, das heißt, in den Bereich, unter dem sich keine heiße Grillkohle befindet und das Fleisch bei etwa 130°C auf eine Kerntemperatur von 54°C garen lassen. Durch indirektes Grillen wird das Fleisch besonders zart.

Um den richtigen Garpunkt zu erwischen, empfiehlt sich ein Fleischthermometer, mit dem du die Kerntemperatur bestimmen kannst. Bei 54°C ist das Rumpsteak medium rare gegart. In der Regel dauert das 5 Minuten, je nach Dicke des Steaks kann es aber auch bis zu 10 Minuten dauern. Wer es blutiger mag, nimmt das Steak etwas früher vom Grill, wer es well-done bevorzugt, lässt es noch ein bisschen länger liegen. Dann drauf achten, dass sich das Steak nicht in eine zähe Schuhsohle verwandelt.

Generell gilt: Das Fleisch lieber ein bisschen früher vom Grill nehmen und notfalls noch einmal drauf legen, falls es noch nicht den gewünschten Gargrad erreicht hat.

Wichtig: Das Steak nur ein Mal wenden und nicht ständig von einer Seite auf die andere drehen. Hier heißt es, ein bisschen Geduld zu zeigen. Länger als drei Minuten sollte es pro Seite aber auf keinen Fall auf dem Grill liegen.

Nach dem Grillen das Rumpsteak mit Salz, Pfeffer und Gewürzen nach Wunsch würzen und ein paar Minuten ruhen lassen, damit sich die Fleischsäfte gleichmäßig verteilen und die Aromen entfalten können. Lasst es euch schmecken!

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