Spätzle - die besten Rezepte für Spätzleteig

Spätzle sind nicht nur das Leibgericht der Schwaben: Auch wir lieben die leckeren, kurzen Nudeln. Wir haben die besten Rezepte für Käsespätzle und Co. und verraten euch, wie ihr den perfekten Spätzleteig selber macht.

"Nur geschabte Spätzle sind gute Spätzle!"

Am Spätzleteig scheiden sich die Geister der Schwaben: schaben, pressen oder hobeln – das ist hier die Frage! Darüber entbrennen im Süden Deutschlands regelrechte Glaubenskriege. Und als wäre das alles noch nicht genug Auswahl, haben nun zwei junge Schwaben ein Hilfsmittel erfunden, dass die Zubereitung des Spätzleteigs deutlich beschleunigen soll: den Spätzle-Shaker. Allein durch ein Schütteln des Bechers entstehen die Nudeln, die sich direkt aus dem Düsenkranz am unteren Ende herauspressen lassen.

Im Schwabenland laufen die Hausfrauen Sturm gegen die Erfindung, wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtet. Hier gehören die Spätzle zur traditionellen Küche dazu wie die Maultaschen - und da gibt es nur eine richtige Art, Spätzle zuzubereiten. Hier weiß man: „Nur geschabte Spätzle sind gute Spätzle!“

Spätzleteig hobeln oder schaben - eine Glaubensfrage

Die Art, wie man seine Spätzle zubereitet, hängt in den meisten Fällen davon ab, wie man es als Kind selbst von Mama und Oma gelernt hat. Auch diese Verbundenheit mit der Tradition trägt zum großen Mythos Spätzle bei. Beliebt sind die Eierteigwaren aus dem schwäbischen Raum vor allem wegen ihrer rauen, offenporigen Struktur, die dafür sorgt, dass sie Soßen optimal binden. Dabei ist es kein Zauberwerk, Spätzle selber zu machen – wenn man weiß, wie. Wir haben tolle Spätzle-Rezepte für euch zusammengestellt, mit denen es ganz einfach ist, die Spatzen selber zu machen. Denn handgemachte Spätzle sind einfach die Besten!

Charakteristisch für schwäbische Spätzle ist ihre längliche, unregelmäßige Form, die durch das Schaben bzw. Pressen entsteht. Das Grundrezept ist dabei ganz einfach: Um die besondere Konsistenz zu erreichen werden Mehl, Eier und lauwarmes Wasser (oder wahlweise Milch) verrührt und mit Salz gewürzt. Es gibt auch fertiges Spätzlemehl, das aus klassischem Weizenmehl Type 405 sowie Dinkelmehl oder Grieß hergestellt wird. Der Vorteil gegenüber klassischem Mehl: Es klumpt weniger. Aber ihr könnt für euren Spätzleteig auch guten Gewissens ganz normales Mehl verwenden.

Spätzleteig auf die traditionelle Weise schaben

Durch das Verrühren dieser Zutaten entsteht ein feuchter, ziemlich weicher Teig, der sehr leicht reißt. Er lässt sich nicht ausrollen, sondern nur ausstreichen. Bei der traditionellen Zubereitung mit dem Spätzleschaber verteilt man den feuchten Spätzleteig zum Beispiel auf einem Brett und trennt dann mit dem Schaber oder einfach mit einem normalen Messer dünne Streifen von der Masse ab, die direkt ins kochende Salzwasser geschabt werden.

Wichtig: Den Spätzleteig am besten ganz frisch ins Wasser schaben und nicht vorher trocknen lassen!

Ebenfalls von großer Bedeutung für das Gelingen der Spätzle: das Brett muss eine angeschrägte Kante haben. Mit einem Frühstücksbrett werdet ihr nicht weit kommen. Zugegeben: Die Schabe-Technik ist etwas kniffelig und erfordert ein bisschen Übung. Die Mühe ist es aber wert. Es wundert also nicht, dass bis vor wenigen Jahrzehnten in Schwaben eine Hausfrau nur dann etwas taugte, wenn sie Spätzle so zubereiten konnte.

Spätzle und Knöpfle hobeln und pressen

Leichter geht es mit der Spätzlepresse, einem Küchengerät, das eigens zu diesem Zweck entwickelt wurde. Einfach den Teig in die Presse geben und senkrechte Fäden ins Wasser pressen. Der Vorteil hier: Die Fäden sind alle gleich lang, es geht schnell und gelingt auch Anfängern wirklich gut. Mit der Spätzlepresse gelingen euch die Spätzle ganz sicher.

Und auch ein anderes Hilfsmittel erleichtert die Zubereitung der ersten eigenen Spätzle: der Spätzlehobel! In vielen Teilen Süddeutschlands ist das Hobeln die traditionelle – und damit einzig wahre – Variante der Spätzle-Zubereitung. Der Teig wird dafür in einen Trichter gefüllt, der sich auf der Oberseite des Werkzeugs befindet. Dieser läuft auf einer Schiene über dem eigentlichen Hobel. Durch Hin- und Herschieben des Behälters fließt der Teig in die Löcher des Hobels – und direkt in den darunter stehenden Topf. Je nach Ausstanzungen im Hobel erhalten die Spätzle dabei ihre charakteristische Form: entweder kurz und dick für die klassischen Knöpfle oder lange Spätzle, wie man sie überall im Land kennt.

Aus Spätzleteig leckere Gerichte zaubern

Dass die Spätzle gar sind, merkt ihr übrigens daran, dass sie an die Oberfläche steigen, nachdem sie zunächst untergetaucht sind. Dann heißt es gleich: Abschöpfen! Wer hier träumt, riskiert, dass die Spätzle aufweichen oder ersaufen. Und das wollt ihr nicht, denn bei Spätzle kommt es auch auf diese besondere Konsistenz an, der ihr es verdankt, dass sie die Soße so gut aufnehmen. Jetzt könnt ihr sie weiterverarbeiten. Zum Beispiel zu Käsespätzle oder Thymian-Spätzle.

Käsespätzle sind der Herbst- und Winterklassiker, denn nichts geht über ihr herzhaftes Aroma, wenn man nach einem Tag an der kalten, frischen Luft nach Hause kommt. Für mehr kreative Rezept-Ideen stöbert einfach oben durch unsere Spätzle-Rezepte und lasst euch inspirieren. In den Rezepten erfahrt ihr, wie ihr den Spätzleteig selber macht und wie vielseitig sich die fertigen Spätzle verwenden lassen. Besonders lecker wird es übrigens, wenn ihr mit frischen Kräutern und Bärlauch experimentiert.

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