Tajine - eine kulinarische Reise in die nordafrikanische Küche

Die Tajine bringt köstliche Rezepte aus der marokkanischen Küche zu uns nach Hause. Alles Wissenswertes rund um das Gefäß und typische Rezepte findet ihr hier!

Tajine –  Kochen auf die marokkanische Art

Die Tajine, die auch unter dem Namen Tagine bekannt ist, ist ein konisch oder nach außen gewölbter Schmortopf aus Lehm, das sich bestens für orientalische Schmorgerichte eignet. Die in der Tajine zubereiteten Gerichte werden ebenfalls als Tajine bezeichnet. Dabei handelt es sich um traditionelle Speisen, die typisch für die marokkanische Küche sind.

Was macht die Zubereitung in einer Tajine so besonders?

Tajine-Gefäße werden aus Lehm hergestellt. Das Lehmgefäß kann dank seiner dicken Wand eine gleichmäßige Hitze gewährleisten, wodurch eine schonende Garung erzielt wird. Auf dem Deckel des Gefäßes befindet sich eine Wölbung, die vor dem Kochen mit Wasser befüllt wird. Dieser Bereich verhindert, dass der Dampf nach außen gelangen kann und somit innerhalb des Gefäßes bleibt. Dadurch lassen sich die Speisen im eigenen Saft garen, was eine schonende Zubereitung ermöglicht.

Welche Zutaten gehören in die Tajine?

Gerichte, die in der Tajine zubereitet werden, können sowohl herzhaft als auch süß sein. Es sind traditionelle, orientalische Eintöpfe, die in einem Lehmgefäß besonders schonend zubereitet werden und somit ihre volle Aromenvielfalt entfalten können.

In der marokkanischen Küche wird generell viel mit Lammfleisch und Hähnchen gekocht. Hierbei sollte man auf die Qualität des Fleisches achten und vorzugsweise Bio-Produkte kaufen. Für den besonderen Geschmack kommen neben Zwiebel oder Schalotte Zutaten wie Safran, Kreuzkümmel, Kurkuma oder Knoblauch mit hinein. Auch die orientalische Gewürzmischung Baharat ist eine beliebte Komponente und sorgt für eine würzige Note. Für eine leichte Süße wiederum werden vielen Tajines Datteln oder Feigen beigegeben. Minze und Petersilie sorgen zudem für eine angenehme Frische.

Salzzitronen - Klassiker in der Tajine

Wer seine Tajine gerne auf die traditionell marokkanische Weise zubereiten möchte, wird in vielen Rezepten auch Salzzitronen als Beigabe auffinden. Hierbei handelt es sich um Zitronen, die vier Wochen in einer Salzlake eingelegt wurden. Sie sind eine Spezialität aus Marokko und gallertartig. Ihr Geschmack ist weniger sauer als der einer frischen Zitrusfrucht. Zum Rezept: Marokkanische Salzzitronen

Auch Fladenbrot kann man in der Tajine wunderbar zubereiten. Dafür wird neben Öl nur Mehl, Wasser, Salz und Hefe benötigt. Nachdem der Boden mit etwas Öl vorbereitet wurde, lässt sich der Fladenbrot-Teig wunderbar darin backen und dient anschließend als Beilage zum Eintopf. Zum Rezept: Blitz-Fladenbrot

Worauf sollte man beim Kauf einer Tajine achten?

Traditionelle Tajines sind für die Zubereitung über einem Holzkohlefeuer gedacht, aber natürlich gibt es mittlerweile auch Exemplare, die für normale Kochplatten konzipiert sind. Achtung: Wird mit Gas gekocht, kann das Gefäß bei zu starker oder schwankender Flamme reißen.

Stellt sich zum Schluss noch die Frage, ob man lieber ein glasiertes oder ein unbehandeltes Gefäß bevorzugen sollte. Beide Arten haben ihre Vor- und Nachteile: Speisereste lassen sich von einer glasierten Wand besser entfernen, außerdem kann das Aroma nicht in die Gefäßwand eindringen. Allerdings könnten mit zunehmenden Gebrauch Risse in der Glasur auftreten. Für die unglasierte Variante hingegen muss vor dem ersten Einsatz eine Patina erzeugt werden. Dafür sollte man sie einige Zeit in Wasser ruhen lassen und mit einer bestimmten Rezeptur einkochen.

Ihr wollt typisch marokkanisch kochen - dann findet ihr hier eine Auswahl an schmackhaften Gerichten, die euch garantiert gelingen! Viel Spaß beim Ausprobieren und guten Appetit!  

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CE
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