Tequila Sunrise

Der Tequila Sunrise gehört zu den beliebtesten Cocktail-Klassikern weltweit – und ist gar nicht so schwer zu mixen. Wir zeigen euch, wie ihr den perfekten Sonnenaufgang ins Glas zaubert.

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Zutaten
für Glas
  • 50 Milliliter Tequila
  • 10 Milliliter Zitronensaft
  • 120 Milliliter Orangensaft
  • 10 Milliliter Grenadinesirup
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Zubereitung
  1. Eiswürfel in ein Longdrinkglas geben, Tequila dazu gießen und mit Orangensaft auffüllen.
  2. Einen Schuss Grenadine dazugeben.
  3. Mit einer Orangenscheibe und einer Cocktailkirsche garnieren.

Tequila Sunrise: Sonniger Cocktail-Klassiker

Er ist wohl der Sommer-Cocktail schlechthin: Der Tequila Sunrise sticht ins Auge und erinnert mit seinem herrlichen Farbspiel an warme Sommerabende am Strand. Der Effekt des Cocktail-Klassikers ist dabei viel einfacher zu erzeugen, als man denkt. Die wichtigste Zutat dafür: die Grenadine. Der Grenadinesirup wird erst ganz am Schluss hinzugefügt und sinkt dann ganz nach unten durch, um sich am Boden des Longdrinkglases abzusetzen. So durchquert er die Tequila-Orangen-Zitronensaft-Mischung, die die Basis des Tequila Sunrise ist. Der kräftige Schweif roter Farbe, den er dabei hinter sich her zieht, erzeugt dann das weltbekannte Farbspiel.

Die Geburtsstunde des Tequila Sunrise

Wer jetzt aber aufgrund der Farbe glaubt, der Tequila Sunrise sei an irgendeinem Strand erfunden worden, der irrt sich. Tatsächlich gibt es die ersten Berichte über die Cocktails Tequila Sunrise und Tequila Daisy aus der mexikanischen Partyhotspot Tijuana. Direkt an der Grenze zu Kalifornien gelegen, ist der Ort spätestens seit der Prohibition in den USA der 20er Jahre ein beliebtes Ausflugsziel für Amerikaner, die ordentlich feiern und trinken wollten. Auf der Rennbahn von Tijuana wurden zu dieser Zeit angeblich die ersten Tequila-Cocktails mit Farbverlauf gemischt. Obwohl auch ein Hotel in Phoenix (Arizona), das Arizona Biltmore, für sich in Anspruch nimmt, den Cocktail Ende der 1930er bzw. Anfang der 1940er Jahre erfunden zu haben. Für den Genießer heute spielt das natürlich keine Rolle mehr, denn beide Drinks verwenden die gleichen Zutaten.

Der Tequila Sunrise im Wandel der Zeit

In der Anfangszeit bestand der Cocktail noch aus Tequila, selbstgemachter Zitronenlimonade, Grenadine, Crème de Cassis und Sodawasser. Crème de Cassis ist ein Likör, der aus schwarzen Johannisbeeren zubereitet wird. Darin ähnelt er dem besser bekannten Kir bzw. Kir Royal. Doch er war schwer zu bekommen und wurde spätestens ab dem Moment weggelassen, als der Tequila Sunrise nach dem Ende der Prohibition auch endlich seinen Siegeszug durch die USA antrat. Auch sonst veränderte sich der Cocktail ein bisschen. Statt selbstgemachter Limonade, die einigen Aufwand erfordert, griffen die Barkeeper nun zu Orangensaft. Der Effekt, den sie damit erzielen, ist aber heute noch mindestens genauso großartig wie zur Entstehungszeit des Cocktails. Auf Eis in einem hohen Longdrinkglas serviert, genießt er immer wieder einen großen Auftritt.

Den perfekten Tequila Sunrise mischen

Der Sunrise gehört zu den sogenannten Highballs. Das bedeutet, dass er direkt im Glas gemixt wird. Hier erlebt ihr den magischen Moment, wenn sich das Farbspiel entwickelt. Dafür gibt es zwei verschiedene Varianten: Entweder gebt ihr alle Zutaten außer der Grenadine mit den Eiswürfeln in einen Shaker und schüttelt alles kräftig durch, oder ihr gebt zunächst - wie in unserem Rezept - die Eiswürfel ins Glas, gießt den Tequila darüber und füllt dann mit dem Orangensaft auf. Ganz zum Schluss erst den Grenadinensirup hinzufügen. Um den schönen Farbverlauf zu erzielen, ist es hierbei besonders wichtig, dass der Grenadinesirup nicht überstürzt hinzugefügt wird und dass ihr den Cocktail nun nicht mehr umrührt. Jetzt mit einer Orangenscheibe und einer Cocktailkirsche servieren, um den Look zu komplettieren.

Der beste Schluck für einen guten Tequila Sunrise

Ausschlaggebend für einen gelungenen Tequila Sunrise ist übrigens die Wahl des richtigen Tequilas. Die Spirituose kennen die meisten von uns nur aus langen Partynächten, die meistens in heftigen Kopfschmerzen endeten. Das liegt oft daran, dass wir automatisch zum Tequila mit dem "roten Hut" greifen. Doch jenseits von Sierra gibt es noch eine ganz andere Welt, die viele positive Überraschungen bereithält. Zum Mischen von Cocktails verwendet man in der Regel Reposado und Blanco. Diese zwei Sorten der Spirituose gibt es von diversen Marken.

Während der Reposado (das bedeutet auf Spanisch "ausgeruht") bis zu ein Jahr lang in Eichenfässern lagert, ist der Blanco Tequila ein sehr junger Tropfen, der kaum Zeit zur Reife hat. Dadurch schmeckt er frisch und elegant und bewahrt sich sein Agaven-Aroma. Ein guter Tequila Blanco kann sogar pur genossen werden, ohne dass es euch schüttelt. Das Trauma aus Jugendtagen dürfte damit überwunden sein. Hier empfehlen sich zum Beispiel der Casa Noble Tequila Crystal oder der Ocho Tequila Blanco. Wer nicht ganz so viel ausgeben möchte, kann für 20 bis 30 Euro pro Flasche den El Jimador Tequila Blanco oder den 1800 Tequila Reposado von Jose Cuervo einen richtig guten Tequila Sunrise mixen.

Lust auf noch mehr Sonnenaufgang auf eurem Tisch? Dann probiert doch mal diese leckeren Tequila Sunrise Cupcakes. Das Rezept dafür haben wir im Blog von Miss Blueberrymuffin entdeckt.

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