Eure aktuellen Gaspreise

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Gaspreise 2019 – Aktuelle Gaspreise vergleichen und online den Anbieter wechseln

Bereits in ungefähr der Hälfte der deutschen Haushalte wird mit dem fossilen Energieträger Gas geheizt und/oder das Warmwasser aufbereitet. Allerdings sind die Gaspreise ziemlich volatil, weisen also ähnlich wie Aktien starke „Kursschwankungen“ auf. Inzwischen verzeichnen wir in Deutschland mehr als 900 Gasanbieter. Wer deren Preise eingehend vergleicht und sich dann für den günstigsten Anbieter entscheidet, kann fast ein Drittel seiner bisherigen Kosten für Gas einsparen.

Zusammensetzung der Gaspreise

Durch einen Wechsel des bisherigen Gasanbieters auf der Basis eines Gasvergleichs könnt ihr jedes Jahr mehrere Hundert Euro sparen. Die unterschiedlichen Gewichtungen der Gaspreiskomponenten machen es vielleicht etwas plausibel, warum solche Unterschiede in den Gaspreisen überhaupt möglich sind.

Zusammensetzung des GaspreisesBeschaffung, Vertrieb und MargeNetzentgeltMessung und MessstellenbetriebKonzessionsabgabeSteuern (Gas- und Umsatzsteuer)
Anteil49,1 %23,4 %1,2 %1,4 %24,9 %

Beim Gas Preis benimmt sich unser Staat etwas bescheidener als beim Strompreis und beißt „nur“ circa ein Viertel davon ab. In etwa genauso viel erhalten die Gasnetzbetreiber unter anderem für den Bau der Leitungsnetze und natürlich deren Wartung sowie für die Installation des Zählers und dessen Ablesungen. Immerhin die Hälfte des Gaspreises geht an den Gasanbieter, was der Grund dafür ist, dass im Vergleich der Gaspreise so viel Einsparpotenzial für die Kunden liegt.

Steuern und Abgaben machen gut ein Viertel des Gaspreises aus. Zu nennen sind hierzu unbedingt die Ökosteuer sowie die Konzessionsabgabe. Letztere kann als „Wegezoll“ aufgefasst werden, den die Gemeinden und Kommunen dafür erheben, dass sie auf ihrem Territorium unter Flur Platz für Gasleitungen zur Verfügung stellen. Darüber hinaus darf man die Mehrwertsteuer (19 %) nicht vergessen, all diese Zusatzkosten kann der Energieversorger nicht beeinflussen.

Die Gasversorger können in den Bereichen Einkauf und Vertrieb ziemlich freihändig kalkulieren und entscheiden, was viel wirtschaftlichen Spielraum schafft. Mit der Liberalisierung des Energiemarktes kam es schließlich, wenngleich etwas verzögert, zu einer wachsenden Konkurrenz unter den Gasanbietern und das können (und sollten) sich die Verbraucher zunutze machen. Durch regelmäßige Vergleiche der Gaspreise, die dann auch mal einen Wechsel des Gasanbieters nach sich ziehen, seid ihr in der Lage, den Markt in eurem Sinne zu regeln.

Tatsächlich haben sich die Gaspreise seit 2015 verringert und im Frühsommer 2018 lagen die Gaspreise sogar auf einem geringeren Niveau als im Jahre 2011. Die folgende Grafik zeichnet die Gaspreisentwicklung seit 2008 nach, vorausgesetzt wurde hierbei ein Jahreskonsum von 20.000 kWh.

Quelle: BDEW

Auch für Gasanbieter gilt die alte Börsenweisheit: „Im Einkauf liegt der Gewinn“. Aufgrund des starken Konkurrenzdrucks muss jeder Gaslieferant seine Kunden mit günstigen Gaspreisen locken. Dies halten die Unternehmen aber nur dann lange durch, wenn sie selbst eine Chance genutzt haben, das Gas zu besonders guten Konditionen einkaufen zu können. Geholfen hat ihnen sicherlich, dass die Importpreise für Erdgas in den vergangenen zwei Jahren um fast 28 Prozent gesunken sind. Bei den Kunden angekommen ist bislang ein Preisrückgang von knapp drei Prozent. Daran seht ihr, dass ihr die Daumenschrauben bei den Gasversorgern noch etliche Umdrehungen anziehen könnt. Ein besonders schmerzliches „Folterinstrument“ ist eben der Gaspreisvergleich. Diesen gerade jetzt extensiv zu nutzen, ist deshalb wichtig, weil die Talsohle der Gaspreise wohl soeben durchschritten worden ist.

Heißt das, dass der Gas Preis nun steigen wird?

Aktuelle Gaspreise in DeutschlandSeit den Sommermonaten des Jahres 2017 ziehen die Erdgaspreise an. Für die Heizperiode 2018/2019 gilt, dass seit längerer Zeit wieder mehr Gasanlieferanten die Gaspreise erhöhen als senken. Das ist ein interessanter Wandel. Die Gründe dafür sind zwar vielschichtig, aber eines ist doch ganz offensichtlich: Es gibt immer noch eine Ölpreisbindung.

In der Vergangenheit waren die Kosten für Erdgas bekanntermaßen an den Ölpreis gebunden. Im Jahre 2010 hat dies der Bundesgerichtshof nicht mehr eingesehen und entschied das höchstrichterliche Ende der Ölpreisbindung. Doch auch nach diesem denkwürdigen Urteil verlaufen die beiden Charts von Öl und Gas brav wie ein Pärchen parallel zueinander, das heißt, der Gas Preis steht und fällt mit dem Ölpreis. Seit Anfang 2016 stieg der Ölpreis ausgehend von circa 30 US-Dollar pro Barrel, bis er in der ersten Oktoberwoche 2018 ein Zwischenhoch um 85 US-Dollar erreichte. Seitdem ist der Ölpreis steil gefallen, wir gehen aber davon aus, dass die 62-Dollar-Marke ein starker Widerstand sein wird, an dem die Chartlinie dann wieder nach oben abprallt, siehe dazu: https://www.tecson.de/oelweltmarkt.html

Wer sich günstige Gaspreise wünscht, kann selbst dazu beitragen

Im Jahre 2015 wurde ein Gasvergleich von ungefähr jedem zehnten Haushalt, der Gas bezieht, durchgeführt. Als Ergebnis daraus wurde dann auch der Gasanbieter gewechselt. Nur jeder fünfte Kunde kauft sein Gas heute bei einem der drei großen Gaskonzerne ein. Es ist aber davon auszugehen, dass es noch sehr viele Gaskunden gibt, die bislang noch nie einen Gaspreisvergleich durchgeführt haben. Eine große Anzahl von Verbrauchern befindet sich nach wie vor im teuren Grundversorgungstarif.

Auf der rechtlichen Basis der Gasgrundversorgungsverordnung (GasGVV) ist der sogenannte Kontrahierungszwang geregelt. Danach wird der örtliche Grundversorger verpflichtet, sämtliche Haushalte seines Einzugsgebietes mit Gas zu versorgen, und zwar unabhängig von Bonität der Kunden. Das Problem ist dabei, dass eben nicht jeder alle seine Rechnungen bezahlt beziehungsweise bezahlen kann. Dieses Zahlungsausfallrisiko verteilt der Grundversorger auf alle Kunden, die sich im Grundversorgungstarif befinden. Wer nicht gewillt ist, länger für die Schulden anderer aufzukommen, sollte unbedingt aktiv nach einem anderen, günstigeren Gastarif suchen.

Auch jene Gaskunden, die bereits einmal ihren Anbieter gewechselt haben, bleiben dann wieder sehr lange Zeit treue Kunden, vielleicht einfach nur aus Bequemlichkeit. Die Gasanbieter sprechen in diesen Fällen von den sogenannten „Schläfern“, was durchaus den Kern der Sache trifft, weil es viele Kunden „verpennen“, die Gaspreise zu vergleichen, und daher einen günstigeren Gastarif verpassen. Besonders erstaunlich ist es, dass nicht einmal ein Umzug genügend Motivation für einen Gasanbieterwechsel mit sich bringt.

Wann kann der Gasvertrag gekündigt werden?

Achtet darauf, ab wann ihr den Gaspreis kündigen könntBei jedem Umzug greift bei Kunden in der Grundversorgung das Sonderkündigungsrecht, wobei eine 14-Tage-Frist bis zum Ende des Monats einzuhalten ist. Gemäß § 126b BGB muss die Kündigung schriftlich erfolgen, in der Regel wird hierbei sogar eine E-Mail anerkannt. Es ist auf jeden Fall ratsam, den bisherigen Versorger um eine Eingangsbestätigung der Kündigung zu bitten (§ 20 Absatz 2 GasGVV). Dieser Paragraf weist im Übrigen auch darauf hin, dass besondere Entgelte oder Entschädigungsleistungen wie Wechsel-Gebühren nicht statthaft sind.

Wer bereits den Schritt aus der Grundversorgung heraus vollzogen hat, kann seinen Vertrag im Falle des Umzugs nur dann kündigen, wenn sich der bisherige Anbieter dadurch nun außerhalb des Netzgebietes befindet und den Kunden gar nicht mehr beliefern kann. Falls die Belieferung technisch doch noch möglich wäre, aber der Gaspreis aus diesem Grunde steigen würde, kommt auch in diesem Fall das Sonderkündigungsrecht zustande.

Der Gasmarkt unterliegt täglichen wirtschaftspolitischen Veränderungen, die starke Schwankungen der Gaspreise zur Folge haben können. Allein vor diesem Hintergrund ist jeder Verbraucher gut beraten, den Gaspreisvergleich regelmäßig durchzuführen. Ein guter Zeitpunkt dafür ist auch immer dann, wenn sich die Laufzeit des bestehenden Vertrages ihrem Ende nähert.

Wer sich für den Wechsel des Gasanbieters entscheidet, braucht seinen bisherigen Gasvertrag nicht selbst kündigen. Der neue Anbieter erledigt alle Formalitäten. In einigen Situationen können sich aber sehr kurze Fristen ergeben, die man unbedingt einhalten sollte, damit die Kündigung noch zustande kommen kann. Ein Beispiel ist die Sonderkündigung wegen Preiserhöhung, die innerhalb von 14 Tagen erfolgen muss. Der neue Anbieter könnte hier zu träge agieren. Allerdings solltet ihr den neuen Anbieter darüber informieren, falls ihr die Kündigung selbst abgesendet habt.

Bei Preiserhöhungen kommt automatisch das Sonderkündigungsrecht zustande. Geregelt ist dies in § 41 Abs. 3 EnWG und in § 5 GasGVV. Der entsprechende Informationsbrief des Gasanbieters muss sogar ausdrücklich auf das Sonderkündigungsrecht hinweisen. Übrigens gilt das Sonderkündigungsrecht auch dann, wenn lediglich der Preisanteil, der auf Steuern und Umlagen beruht, gestiegen ist.

Sowohl die Gaskunden als auch die Stromkunden genießen Sonderkündigungsrecht, wenn die Preiserhöhung lediglich die Folge gestiegener Steuern oder Umlagen ist. Dies geht auf ein Urteil des Bundesgerichtshofs zurück (5. Juli 2017, VIII ZR 163716). Es gibt allerdings eine große Ausnahme: Das sind all die Verträge, in denen die direkte Weitergabe steigender (oder auch sinkender) Steuern und Abgaben vereinbart ist. Die sich daraus ergebenden Preisänderungen müssen die Verbraucher dann ohne Murren hinnehmen.

Informationen zu Vertragsänderungen müssen den Verbrauchern rechtzeitig bekannt gegeben werden. Gerade die Kunden in der Grundversorgung sollten darauf achten, dass sie mindestens sechs Wochen vor der Preiserhöhung einen Hinweis erhalten haben. Die anderen Kunden müssen vor Ablauf der üblichen Abrechnungsperiode schriftlich informiert werden (§ 41 Abs. 3 EnWG). In der Regel beträgt die Frist für die Sonderkündigung einen ganzen Monat.

Der Vergleich der Gaspreise wird belohnt

Die möglichen Einsparungen durch den Gasvergleich liegen in der Größenordnung von 30 Prozent der üblichen Kosten für Gas, es geht also um mehrere Hundert Euro pro Jahr. Im Jahre 2014 beschäftigte sich Stiftung Warentest mit der Kostenersparnis bei Gastarifen und verglich hierzu die Situationen in einigen großen deutschen Städten, wobei von einem Jahresverbrauch 20.000 Kilowattstunden ausgegangen wurde. Dieser Gasvergleich kam hinsichtlich der maximal möglichen Einsparungen zu dem folgenden Ergebnis:

  1. Leipzig: 755 Euro
  2. Frankfurt / Main: 481 Euro
  3. Köln: 433 Euro

Die Gaspreise unterscheiden sich von Bundesland zu Bundesland zum Teil sehr stark. Als besonderer Preistreiber stellt sich zuweilen die Netzgebühr heraus. In eher strukturschwachen Regionen, die meistens mit einer geringeren Bevölkerungsdichte einhergehen, müssen die hohen Infrastrukturkosten auf relativ wenige Haushalte umgelegt werden. Dies erklärt, warum die Verbraucher in Ostdeutschland im Durchschnitt sechs Prozent höhere Gaskosten als ihre westdeutschen Nachbarn haben.

Das Netzentgelt enthält zudem eine Biogasumlage. Damit werden Netzanschlüsse von Biogas-Anlagen subventioniert. Seit 2014 ist die Biogasumlage bundesweit gleich hoch, dabei verfügen bestimmte Regionen über viel mehr Biogasanlagen als andere. Die Festlegung dieser Umlage wird jedes Jahr neu bewertet.

Die folgende Tabelle weist die durchschnittlichen Einsparungen in Euro aus, die ihr durch den Gasanbieterwechsel bezogen auf die Bundesländer erreichen könnt:

Bundesland max. Sparmöglichkeit
Schleswig-Holstein 200-300€
Mecklenburg-Vorpommern 200-300€
Hamburg 200-300€
Bremen 200-300€
Baden-Württemberg 200-300€
Niedersachsen 300-400€
Rheinland-Westfalen 300-400€
Rheinland-Pfalz 300-400€
Bayern 300-400€
Brandenburg 400-500€
Berlin 400-500€
Sachsen-Anhalt 400-500€
Thüringen 400-500€
Hessen 400-500€
Saarland 400-500€

Den Gas Preis verstehen

Das solltet ihr WissenDer Gaspreisvergleich und sogleich auch ein Gasanbieterwechsel lassen sich sehr bequem zu Hause am PC mit dem Gaspreisrechner durchführen. Die wichtigsten Eingabedaten sind dafür eure Postleitzahl und euer Jahres-Gasverbrauch in Kilowattstunden (kWh). Die von mehr als 900 Gaslieferanten feilgebotenen Gastarife sind zum Teil sogar bundesweit verfügbar, die meisten Tarife beschränken sich aber auf bestimmte Regionen. Dies macht verständlich, warum die Angabe der Postleitzahl unerlässlich ist. Doch zunächst möchten wir noch erklären, warum sich der Gas Preis auf Kilowattstunden und nicht auf Kubikmeter bezieht, so wie das jedes anständige Volumen machen würde. Immerhin ist euer Gaszähler zu Hause so ausgebildet, dass er euren Gasverbrauch in Kubikmeter anzeigt.

Doch die Energieversorger lieben die Arbeitseinheit Kilowattstunde (kWh). Das ist historisch so gewachsen und davon kommen sie nicht weg. Daher ist beim Gaspreisvergleich die letzte Gasabrechnung außerordentlich hilfreich, denn sie zeigt euren Gasverbrauch schon in der Maßeinheit kWh an. Falls ihr keine Gasabrechnung zur Hand habt, geben euch die folgenden Richtwerte eine ungefähre Orientierung:

  • Single-Haushalte, 30 m² Wohnfläche: 3.500 kWh
  • Zweiraumwohnungen, 50 m² Wohnfläche: 5.000 kWh
  • Größere Wohnungen, über 100 m² Wohnfläche: 12.000 kWh
  • Einfamilienhäuser je nach Wohnfläche, Wärmedämmung: 20.000 – 35.000 kWh

Gaspreise zu vergleichen, bedeutet, einen besonderen Fokus auf den Arbeitspreis zu richten. Wie der Strom Preis wird ebenfalls der Gas Preis aus der verbrauchsunabhängigen Grundgebühr und dem Verbrauchs- beziehungsweise Arbeitspreis zusammengesetzt. Die Grundgebühr bezieht sich im Prinzip auf die Bereitstellung des Energieträgers und den gesamten Verwaltungsaufwand, der damit verbunden ist. Dazu zählen Zählerwartungen, Gasablesungen und nicht zuletzt auch die Rechnungsstellungen. Doch es gibt Gasanbieter, die sogar ganz darauf verzichten, eine Grundgebühr zu erheben. Das ist aber mit einer gewissen Vorsicht zu genießen, denn bezahlen lassen sie sich dieses Entgegenkommen oftmals mit einem recht hohen Arbeitspreis. Lohnen kann sich die fehlende Grundgebühr in Kombination mit einem hohen Arbeitspreis dann, wenn ihr in eurem Single-Haushalt ganz wenig Gas verbraucht. Eine Großfamilie sollte an dieser Stelle unbedingt sehr genau nachrechnen.

Der Gas Preis ist aber nicht nur mit Blick auf den Arbeitspreis interessant, sondern vielmehr solltet ihr bei jedem Gaspreisvergleich das gesamte Preis-Leistungs-Verhältnis einer kritischen Betrachtung unterziehen. Ein wirklich günstiger Gasanbieter ist schlussendlich derjenige, der seinen Kunden eine Kombination von Vertragskonditionen gewährt, die zur Lebenssituation des Kunden optimal passen. Ihr seht, das ist immer eine sehr individuelle Geschichte.

Ein guter Gas-Tarif ist nach diesen Kriterien zu bemessen:

  • Vertragslaufzeit kaum länger als ein Jahr
  • Lange Preisgarantie (mindestens ein Jahr)
  • Monatliche automatische Vertragsverlängerung
  • Kündigungsfrist nicht viel länger als sechs Wochen
  • Monatliche Bezahlweise
  • Weder Vorkasse noch Kaution
  • Kein Paketpreis
  • Gut verständlich formulierter Vertrag
Paket-Tarife muten auf den ersten Blick als attraktiv an. Hierbei ist aber zu bedenken, dass damit der Einkauf einer im Voraus bestimmten Gasmenge gemeint ist. Die damit verbundene Sicherheit honoriert der Gasanbieter mit einem vermeintlich günstigen Gas Preis. Es gibt in dieser Angelegenheit drei Möglichkeiten für euch:

  1. Ihr seid sparsam und verbraucht weniger Gas als im Paket vereinbart. Trotzdem müsst ihr den vollen vereinbarten Gas Preis bezahlen. Das ist schlecht.
  2. Ihr habt im Vorfeld euren Jahresverbrauch sehr genau eingeschätzt und bezahlt im (günstigen) Paket-Tarif in etwa die Gasmenge, die ihr dann wirklich verbraucht. Das ist gut.
  3. Ihr wart bei der Vereinbarung des Paket-Tarifs zu zaghaft und braucht am Ende des Jahres deutlich mehr Gas, was ihr auch bekommt, allerdings mit einem enormen Aufpreis. Das ist schlecht.

Beim Gaspreisvergleich kommen auch Boni und Rabatte heraus, wenn ihr das wollt. Doch sehr oft wird derartiges Entgegenkommen mit langfristiger Vertragsbindung gekoppelt. In Einzelfällen können solche Neukunden-Boni bei verlockenden 400 Euro liegen. Aber es gibt ausgesprochen wenige Unternehmen, die euch wirklich etwas schenken. Deshalb solltet ihr gerade bei unwiderstehlichen Boni die Vertragsbedingungen ganz besonders genau studieren.

Auf der anderen Seite ist es absolut legitim, lukrative Boni einzukassieren, und zwar so oft, wie es eben laut den Vertragsgestaltungen möglich ist. Wer im Zuge des Gasvergleichs bewusst als Bonusjäger beim „Spartarif-Hopping“ unterwegs ist, hat grünes Licht seitens der Rechtsprechung von keinem Geringeren als dem Bundesgerichtshof.

Gaspreise für Bio- und Ökogas

Aktuelle Gaspreise für ÖkogasLasst euch nicht den Bären aufbinden, dass bei Kunden, die sich für einen Biogas-Tarif entscheiden, ausschließlich solches durch die Zuleitungen in ihren Haushalt fließt und andere Gaskunden gleichzeitig fossiles Gas erhalten. So etwas ist technisch ganz schwer umsetzbar, übrigens auch in Zukunft. Die „Umschaltung“ auf Biogas geschieht vielmehr „virtuell“. Euer Biogas-Vertag ermöglicht es dem Versorger, mehr grünes Gas einzukaufen, um es seinem Gesamt-Reservoir beizumischen.

Eine andere Möglichkeit, sein gutes Gewissen für die Umwelt zu unterfüttern, bietet der sogenannte Klima-Tarif. Dabei geht es um eine CO2-neutrale Kompensation, das heißt, es werden mit dem Geld Klimaschutzprojekte finanziert, die beispielsweise durch groß angelegte Aufforstungsmaßnahmen oder den Bau eines Geothermie-Kraftwerks das CO2, das durch die Erdgasverbrennung entsteht, langfristig kompensieren.

Unser Fazit

Die Gaspreise regelmäßig zu vergleichen, ist unbedingt zu empfehlen, denn der Gasmarkt ist und bleibt hochgradig dynamisch. Dennoch sollte dabei nicht allein der Gas Preis in den absoluten Vordergrund gerückt, sondern stets das Angebot in seiner Gesamtheit betrachtet werden. Die Konditionen des Gasvertrages sollen stimmig sein und eure persönliche Lebenssituation gut abbilden. Um in der Sache schnell fündig zu werden, gibt es den praktischen Gasrechner, der euch im Ergebnis zum günstigsten Gasanbieter führt.