Die 10 besten Infrarotheizungen im Vergleich – für eine angenehme Wärme zu Hause – 2020 Test und Ratgeber

Infrarotheizungen sorgen für eine besonders angenehme Wärme und ein gutes Raumklima. Sie sind vor allem bei Allergikern und Asthmatikern beliebt, da sie keine Luftverwirbelungen erzeugen und die Staubbelastungen in der Atemluft reduzieren. Eine leichte Montage und vergleichsweise geringe Anschaffungspreise sprechen außerdem für die Infrarot-Heizpaneele, die es mit unterschiedlichen Watt-Stärken gibt und die ganz einfach über eine Steckdose betrieben werden. Je nach Geschmack könnt ihr ein schlichtes weißes Modell oder ein auffälliges Gerät mit Bild erwerben, sodass es perfekt in euer Wohnambiente passt.

Aber sind mit Strom betriebene Heizungen überhaupt wirtschaftlich und nicht viel zu teuer? Für wen sind Infrarotheizungen geeignet und welche Kosten kommen dabei auf euch zu? Ist der Betrieb wirklich sicher und was müsst ihr beim Kauf beachten? Diese und viele andere Fragen rund um die Infrarotheizungen beantworten wir euch in diesem Ratgeber. Zum Abschluss werfen wir überdies einen Blick auf die Meinung der Stiftung Warentest zum Thema Infrarotheizung.

Die besten 4 Infrarotheizungen im ausführlichen Vergleich

Könighaus Fern-Infrarotheizung P-Serie
Abmessungen
100 x 1 x 60 Zentimeter
Gewicht
3,4 Kilogramm
Leistung
600 Watt
Beheizbare Fläche
10-18 m²
TÜV-geprüft
Einsetzbar im Innenbereich
Einsetzbar im Außenbereich
Feuchtraumgeeignet
Thermostat
Fernbedienung
Farbe
Weiß
Zum Angebot
Erhältlich bei 98,90€ Preis prüfen
Könighaus Fern-Infrarotheizung P-600
Abmessungen
100 x 1 x 60 Zentimeter
Gewicht
4 Kilogramm
Leistung
600 Watt
Beheizbare Fläche
8-16 m²
TÜV-geprüft
Einsetzbar im Innenbereich
Einsetzbar im Außenbereich
Feuchtraumgeeignet
Thermostat
Fernbedienung
Farbe
Weiß
Zum Angebot
Erhältlich bei 119,90€ Preis prüfen
IH Engineering BV Fern-Infrarotheizung
Abmessungen
38 x 50 x 1 Zentimeter
Gewicht
2 Kilogramm
Leistung
130 Watt
Beheizbare Fläche
1-3 m²
TÜV-geprüft
Einsetzbar im Innenbereich
Einsetzbar im Außenbereich
Feuchtraumgeeignet
Thermostat
Fernbedienung
Farbe
Mehrfarbig, mit Motiv
Zum Angebot
Erhältlich bei 49,90€ 84,99€
IH Engineering BV Bild-Infrarotheizung
Abmessungen
100 x 1 x 60 Zentimeter
Gewicht
4 Kilogramm
Leistung
600 Watt
Beheizbare Fläche
8-16 m²
TÜV-geprüft
Einsetzbar im Innenbereich
Einsetzbar im Außenbereich
Feuchtraumgeeignet
Thermostat
Fernbedienung
Farbe
Mehrfarbig, mit Motiv
Zum Angebot
Erhältlich bei 139,90€ 154,68€
Abbildung
Modell Könighaus Fern-Infrarotheizung P-Serie Könighaus Fern-Infrarotheizung P-600 IH Engineering BV Fern-Infrarotheizung IH Engineering BV Bild-Infrarotheizung
Abmessungen
100 x 1 x 60 Zentimeter 100 x 1 x 60 Zentimeter 38 x 50 x 1 Zentimeter 100 x 1 x 60 Zentimeter
Gewicht
3,4 Kilogramm 4 Kilogramm 2 Kilogramm 4 Kilogramm
Leistung
600 Watt 600 Watt 130 Watt 600 Watt
Beheizbare Fläche
10-18 m² 8-16 m² 1-3 m² 8-16 m²
TÜV-geprüft
Einsetzbar im Innenbereich
Einsetzbar im Außenbereich
Feuchtraumgeeignet
Thermostat
Fernbedienung
Farbe
Weiß Weiß Mehrfarbig, mit Motiv Mehrfarbig, mit Motiv
Erhältlich bei
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Weitere praktische Produkte rund um euer Raumklima

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1. Könighaus Fern-Infrarotheizung P-Serie – mit 600 Watt auch für Feuchträume geeignet

Mit dieser Infrarotheizung von Könighaus beheizt ihr einen Raum mit einer Größe von etwa 10 bis 18 Quadratmetern. Die tatsächliche Heizleistung ist dabei immer abhängig von den räumlichen Bedingungen und der Isolierung. Mit 600 Watt ist die 100 x 60 Zentimeter große Fern-Infrarotheizung jedoch sehr leistungsstark und als Alternative zur herkömmlichen Heizung geeignet.

Diese Infrarotheizung ist feuchtraumgeeignet, sodass ihr sie auch im Badezimmer einsetzen könnt. Um eine optimale Beheizung zu gewährleisten, empfiehlt der Hersteller jedoch die doppelte Wattzahl für Feuchträume.

Die Infrarotheizung ist TÜV-geprüft und mit zwei Überhitzungsschutzsicherungen ausgestattet. Dadurch sorgt sie für eine hohe Sicherheit. Ihr könnt die Heizung aufhängen oder aufstellen, denn es ist keine Installation notwendig. Die Heizung ist steckerfertig und ihr könnt sie in jedem Raum einfach an die Steckdose anschließen. Das benötigte Wandbefestigungsmaterial ist im Lieferumfang enthalten. Möchtet ihr die Heizung aufstellen, müsst ihr im Handel das entsprechende Zubehör erwerben. Für einen optimalen Betrieb der Heizung empfiehlt der Hersteller außerdem ein passendes Thermostat, das ihr ebenfalls als Zubehör erstehen könnt.

2. Könighaus Fern-Infrarotheizung P-600 – heizt bis zu 16 Quadratmeter

Die Könighaus Fern-Infrarotheizung P-600 hat eine Leistung von 600 Watt. Sie beheizt damit Räume mit einer Größe von 8 bis 16 Quadratmetern. Die tatsächliche Heizleistung ist unter anderem von der räumlichen Beschaffenheit und der Isolierung abhängig. Die Heizung ist sehr flexibel einsetzbar. Ihr könnt sie an der Wand aufhängen, aufstellen oder sogar an der Decke befestigen. So könnt ihr die Heizung optimal außerhalb der Reichweite von Kindern anbringen.

Im Lieferumfang dieser Fern-Infrarotheizung von Könighaus ist ein Thermostat enthalten. Damit heizt ihr besonders effizient und umweltbewusst.

Die Infrarotheizung ist für den Einsatz in Innenräumen und in Feuchträumen geeignet. Im Feuchtraum solltet ihr zur optimalen Beheizung jedoch die doppelte Wattzahl einrechnen. Die Heizung ist mit zwei Überhitzungsschutzsicherungen ausgestattet und bietet damit eine hohe Sicherheit. Darüber hinaus ist das Gerät TÜV-geprüft. Der Hersteller bietet eine 10-jährige Herstellergarantie auf sein Produkt.

3. IH Engineering BV Fern-Infrarotheizung für sehr kleine Flächen

Für sehr kleine Flächen ist diese Fern-Infrarotheizung von IH Engineering BV geeignet. Sie hat eine Leistung von 130 Watt und beheizt damit eine Fläche von 1 bis 3 Quadratmetern. Mit einer Größe von 38 x 50 Zentimetern und einer Dicke von nur einem Zentimeter könnt ihr diese Infrarotheizung mit dem mitgelieferten Wandbefestigungsmaterial überall anbringen. Die Heizung braucht nur eine Steckdose und es ist keine Installation erforderlich.

Mit dem attraktiven Foto-Motiv wirkt diese Infrarotheizung wie ein Wandschmuck. Durch den hochwertigen Thermotransferdruck wird niemand vermuten, dass es sich bei diesem Bild in Wahrheit um eine Heizung handelt.

Die Infrarotheizung trägt ein Prüfsiegel vom TÜV SÜD und ist mit dem GS-Siegel für geprüfte Sicherheit ausgestattet. Zwei Überhitzungsschutzsicherungen sorgen für eine hohe Sicherheit im laufenden Betrieb. Die Infrarotheizung ist für den Gebrauch in Innenräumen geeignet. Die zusätzliche Nutzung eines Thermostats gewährleistet ein besonders effizientes Heizen. Das Thermostat könnt ihr im Fachhandel nachkaufen, es ist jedoch nicht im Lieferumfang enthalten.

4. IH Engineering BV Bild-Infrarotheizung mit attraktivem Fotomotiv

Diese Bildheizung von IH Engineering BV wird jeder Besucher sicherlich zunächst für ein attraktives Wandbild halten. Mit einer Dicke von nur einem Zentimeter und einer Größe von 100 x 60 Zentimetern sieht sie auch tatsächlich aus wie ein gerahmtes Gemälde. Unter dem hochwertigen Thermotransferdruck verbirgt sich jedoch eine Infrarotheizung mit einer Leistung von 600 Watt. Damit beheizt ihr einen Raum mit einer Größe zwischen 8 und 16 Quadratmetern. Die tatsächliche Heizleistung richtet sich nach den räumlichen Bedingungen vor Ort und der Isolierung und Dämmung der Räume.

Diese Infrarot-Bildheizung ist mit einem Digitalthermostat ausgestattet. Dadurch heizt ihr noch einfacher, effizienter und günstiger, da ihr die Temperatur im Raum durch die Einstellung konstant halten könnt.

Für eine große Sicherheit sorgen zwei Überhitzungsschutzsicherungen. Darüber hinaus ist die Infrarotheizung TÜV-geprüft. Im Lieferumfang ist das Wandbefestigungsmaterial bereits enthalten. Die Infrarotheizung muss nicht installiert werden, sondern ihr könnt sie mit jeder herkömmlichen Steckdose nutzen.

5. TROTEC Infrarot-Heizkörper IR 2550 S für den Außenbereich

Der Trotec Infrarot-Heizkörper ist eine Infrarotheizung für den Außenbereich. In drei Heizstufen bietet er eine Leistung von bis zu 2.500 Watt. Damit genießt ihr auch an kühlen Abenden noch angenehme Wärme auf der Terrasse oder dem Balkon. Ihr könnt den Infrarot-Strahler entweder an Wand oder Decke oder an einem Teleskopstab befestigen. Das notwendige Befestigungsmaterial für die Wand- oder Deckenmontage ist im Lieferumfang enthalten. Eine passende Teleskopstange ist als Zubehör erhältlich. Der Infrarotstrahler hat eine Länge von 87 Zentimetern und einen verstellbaren Neigungswinkel von 90 Prozent. Damit kann der Strahler eine Fläche von 10 bis 25 Quadratmetern beheizen.

Im Lieferumfang ist eine praktische Fernbedienung enthalten. Damit könnt ihr die Heizung komfortabel bedienen. Mit einem 24-Stunden-Timer habt ihr außerdem die Möglichkeit, das Ein- und Ausschalten des Strahlers im Voraus einzustellen.

Der Infrarot-Heizstrahler ist mit einem 1,8 Meter langen Kabel ausgestattet. Eine Installation ist nicht notwendig und ihr könnt den Strahler mit jeder herkömmlichen Steckdose nutzen.

6. Crystal Fern Infrarotheizung XP – angenehme Wärme auf Crystal-Carbon-Basis

Die Crystal Fern Infrarotheizung hat eine Leistung von 300 Watt. Sie arbeitet auf Crystal-Carbon-Basis, erzeugt eine angenehme Wärme und ein gesundes Raumklima.

Die Infrarotheizung hat eine Lebensdauer von 100.000 Stunden. Ihre Heizeffizienz beträgt 98 Prozent, sodass ihr mit dieser Heizung lange und nachhaltig heizen könnt.

Die Infrarotheizung hat eine Größe von 60 x 50 Zentimetern. Ihr könnt sie ganz einfach an der Wand oder an der Decke befestigen und damit außerhalb der Reichweite von Kindern anbringen. Es ist außer der Wandmontage keinerlei Installation notwendig und die Heizung funktioniert mit jeder herkömmlichen Steckdose.

7. Glas Wärmt Infrarotheizung GW-IMP-450 – mit 450 Watt für Innenräume geeignet

Diese Infrarotheizung von Glas Wärmt hat eine Leistung von 450 Watt. Sie ist für Innenräume geeignet und kann ganz einfach an der Wand montiert werden. In klassischem, eleganten Weiß gehalten, fügt sich die 60 x 60 Zentimeter große Heizung in jeden Raum ein.

Je nach Dämmung und räumlichen Gegebenheiten könnt ihr mit dieser Heizung Räume mit einer Größe zwischen 5 und 8 Quadratmetern heizen. Das Gerät wird ohne weitere Installation einfach an eine herkömmliche Steckdose angeschlossen.

Im Lieferumfang ist ein Rahmen enthalten, den ihr an der Wand befestigen müsst. In diesen Rahmen wird die Infrarotheizung eingehängt. Die Montage lässt sich leicht selbst erledigen und es sind keine speziellen Werkzeuge oder Kenntnisse notwendig. Die Infrarotheizung ist TÜV-geprüft und mit einem Überhitzungsschutz ausgestattet.

8. IH Engineering BV Infrarotheizung 130 Watt für kleine Flächen

Mit einer Leistung von 130 Watt ist diese kleine Infrarotheizung geeignet für das Beheizen von etwa 3 Quadratmetern. Im Lieferumfang ist das notwendige Befestigungsmaterial enthalten, mit dem ihr die Infrarotheizung ganz einfach an der Wand befestigt. Mehr als eine simple Steckdose ist nicht notwendig, um die Heizung zu betreiben.

Die Infrarotheizung ist mit einem Digitalthermostat ausgestattet. Damit könnt ihr eine Wunschtemperatur einstellen und den Raum effizient und günstig heizen.

Alternativ zu einer Wandmontage könnt ihr die Infrarotheizung auch mit einem Standfuß aufstellen. Dadurch lässt sich die Heizung ganz einfach und flexibel in verschiedenen Räumen nutzen. Der Handel bietet verschiedene Standfüße als Zubehör an. Zwei Überhitzungsschutzsicherungen sorgen für einen sicheren Betrieb der Heizung. Das Gerät ist außerdem GS-geprüft und vom TÜV SÜD zertifiziert.

9. TROTEC Infrarot-Heizplatte TIH 500 S für den Innen- und Außenbereich

Die Trotec Infrarot-Heizplatte hat eine Leistung von 580 Watt. Sie ist sowohl im Innenbereich als auch im Außenbereich einsetzbar. Mit praktischen Standfüßen, die nicht im Lieferumfang enthalten sind, könnt ihr diese Infrarotheizung flexibel am Arbeitsplatz, auf dem Balkon, der Terrasse oder auch im Wohnbereich einsetzen. Die Heizung kann zudem platzsparend an der Wand befestigt werden.

Die Infrarot-Heizplatte ist sehr vielseitig verwendbar. Ihr könnt sie im privaten Bereich als Zusatzheizung ebenso einsetzen wie in der Gastronomie zum Beheizen von Verkaufsständen und Terrassenbereichen oder im Baugewerbe zur Trocknung von Wänden.

Zum Betrieb der Infrarotheizung ist nur eine herkömmliche Steckdose notwendig. Das Gerät ist mit einer integrierten Aufhängevorrichtung ersehen, mit der ihr es an der Wand befestigen könnt. Passende Standfüße könnt ihr als Zubehör im Fachhandel erwerben. Die Infrarotheizung ist TÜV-geprüft und mit dem GS-Siegel für geprüfte Sicherheit zertifiziert.

10. InfrarotPro P-Serie Infrarotheizung mit einer Leistung von bis zu 1.400 Watt

Die InfrarotPro P-Serie Infrarotheizung steht Ihnen in mehreren Versionen zur Verfügung. Sie können dieses Modell mit einer Leistung zwischen 300 und 1.400 Watt erwerben. Dadurch steht Ihnen diese Heizung in Räumen mit einer Größe zwischen 2 und 28 Quadratmetern zur Verfügung. Laut dem Hersteller ist dies aber jeweils abhängig von der Isolation und den räumlichen Bedingungen. Der Hersteller gibt Ihnen auf dieses Produkt von Hause aus eine Garantie von 5 Jahren.

Wie der Hersteller weiterhin informiert, ist dieses Produkt, das Sie inklusive Kabel und Stecker erhalten, nur für gut isolierte Räume verfügbar. Oder aber Sie nutzen die Heizung nur gelegentlich. Die Lieferung erfolgt ohne Thermostat, wobei der Hersteller aber die Verwendung eines Thermostats empfiehlt. So beispielsweise das TS05 der Marke InfrarotPro.

Bei dieser Infrarotheizung handelt es sich um ein in Deutschland hergestelltes Produkt. Im Lieferumfang erhalten Sie auch Befestigungsmaterial für die Befestigung horizontal oder vertikal an der Wand. Die Oberflächentemperatur beträgt laut Hersteller zwischen 75 und 105 Grad Celsius. Zudem ist das Produkt mit einem doppelten Überhitzungsschutz ausgestattet, sodass Sie hier auf ein hohe Sicherheit zurückgreifen sollen.

Was ist eine Infrarotheizung?

Eine Infrarotheizung heizt anders als herkömmliche Heizungen mit Infrarot-Strahlung. Sie wird mit Strom betrieben und kann in der Regel ganz einfach an eine herkömmliche Steckdose angeschlossen werden. Bei einer Infrarotheizung handelt es sich nicht um ein Zentralheizungssystem, sondern die Heizpaneele werden einzeln und unabhängig voneinander genutzt.

Eine Infrarotheizung stellt vor allem in Räumen, die nicht an das Zentralheizungssystem angeschlossen sind, eine gute Möglichkeit zum Heizen dar.

Während herkömmliche Heizungkörper, die an die Zentralheizung angeschlossen sind, Konvektorheizungen darstellen, ist eine Infrarotheizung eine Wärmewellenheizung. Sie arbeitet mit unsichtbaren Infrarotstrahlen und ihre Strahlungswärme wird oft mit der Sonnenwärme verglichen. Ihre Wärme wird als sehr angenehm empfunden und sie sorgt für ein gesundes Raumklima. Vor allem Allergiker profitieren vom Heizen mit Infrarotstrahlen, da die Heizung keine Luftverwirbelungen hervorruft und dadurch kaum Staub aufgewirbelt wird.

Infrarotheizungen werden meist als Paneele angeboten. Diese Heizpaneele haben unterschiedliche Größen und eine Dicke von etwa 1 bis 5 Zentimetern. Ihr könnt die Heizpaneele an der Wand befestigen und mit entsprechendem Montagematerial sogar unter der Decke anbringen. Alternativ bietet der Handel Standfüße an, sodass ihr die Infrarotheizung ganz flexibel in unterschiedlichen Räumen aufstellen könnt. Andere Infrarotheizungen sind als Strahler konzipiert. Sie werden vor allem für die Nutzung im Außenbereich angeboten. Dort sorgen Sie auf dem Balkon oder der Terrasse auch bei kühleren Temperaturen für angenehme Wärme. Gut geeignet sind sie auch für Wintergärten, die nicht an das Zentralheizungssystem angeschlossen sind.

Infrarotheizungen für den Außenbereich kommen unter anderem in der Gastronomie zum Einsatz. Durch die Heizstrahler können die Gäste die Außenbereiche auch an kühleren Tagen und Abenden nutzen.

Wie funktioniert die Infrarotheizung?

In den meisten Fällen sind unsere Wohnräume heute mit einer Zentralheizung ausgestattet. Der Fachmann spricht dabei von einer Konvektorheizung, die Wärme erzeugt, indem sie die Luft erwärmt. Viele klassische Heizkörper arbeiten dazu mit einem Wasserkreislauf. Das Wasser wird in einem zentralen Heizkessel erhitzt und in die Heizkörper geleitet. Dadurch erwärmt sich die Oberfläche des Heizkörpers und er gibt diese Wärme an die Umgebungsluft ab.

Ganz anders arbeitet die Infrarotheizung. Sie gehört zu den Wärmewellenheizungen und ihr Heizprinzip ist vergleichbar etwa mit dem der Sonne oder eines offenen Feuers. Die Infrarotheizung erwärmt nicht die Luft, sondern ihre Strahlen erwärmen die Objekte, auf die sie treffen. Die erwärmten Objekte geben dann wiederum ihre Wärme an die Umgebungsluft ab. Bei diesen Objekten kann es sich um Wände, Decken und Böden sowie die unterschiedlichsten Möbelstücke handeln.

In einem komplett unmöblierten Raum kann eine Infrarotheizung ihre Wirkung nur ungenügend entfalten. Ist die gegenüberliegende Wand zu weit entfernt, als dass die Strahlen sie erreichen könnten und stehen keinerlei Möbelstücke im Raum, kann die Heizung nicht effizient arbeiten, da sie mit ihrer Strahlungswärme keine Objekte erwärmen kann, die dann ihrerseits die Wärme an die Raumluft abgeben.

Ist die Infrarotstrahlung gefährlich?

Bei Strahlung denken viele Menschen direkt an eine Gesundheitsgefährdung. Und tatsächlich können Strahlen Schäden im menschlichen Körper verursachen. Gesundheitliche Schädigungen mit schwerwiegenden oder gar tödlichen Folgen sind jedem im Zusammenhang mit radioaktiven Strahlen ein Begriff.

Langwellige und kurzwellige Strahlung

Hinsichtlich der Infrarotstrahlung müsst ihr euch jedoch keine Gedanken um eure Gesundheit machen. Bei Strahlen, die den menschlichen Körper schädigen, handelt es sich fast immer um kurzwellige Strahlen. Je kürzer die Wellen der Strahlung sind, desto tiefer dringen die Strahlen in den Körper ein. Dort können sie Schäden anrichten, wie unter anderem die kurzwelligen UVB-Strahlen der Sonne beweisen. Sie dringen tief in die Haut ein und schädigen dort die Hautzellen.

Bei den Infrarotstrahlen müssen wir zwischen drei unterschiedlichen Strahlen unterscheiden:

  1. IR-A-Strahlen
  2. IR-B-Strahlen
  3. IR-C-Strahlen

IR-A-Strahlen und IR-B-Strahlen sind kurz- und mittelwellige Strahlen. Sie können Zellveränderungen und damit gesundheitliche Schäden hervorrufen. Unter anderem setzten Ärzte sie bei medizinischen Lasertherapien eingesetzt. IR-C-Strahlen hingegen sind langwellig und nicht in der Lage, tief in den menschlichen Körper einzudringen. Sie erreichen höchstens die obere Hautschicht, die zu einem großen Teil aus abgestorbenen Hautschuppen besteht. Eine Schädigung der Haut und der Zellen ist dort nicht möglich. Spürbar wird lediglich eine Strahlungswärme, wie sie auch von der Sonne oder einem offenen Feuer ausgeht.

Bei einer Infrarotheizung kommen ausschließlich langwellige IR-C-Strahlen zum Einsatz. Diese Strahlen können nicht in den Körper eindringen und bergen keinerlei Risiko für eure Gesundheit.

Geschichte der Infrarotheizung

beste InfrarotheizungDas Konzept des Heizens mit Wärmewellen ist nicht neu. Die Natur macht es mit der Sonnenstrahlung vor und auch ein offenes Feuer gibt Strahlungswärme ab. Diese Art von Wärme wird in der Regel als besonders angenehm empfunden und sie hilft unter anderem im Medizin- und Wellnessbereich dabei, schmerzhafte Verspannungen zu lösen. Doch die Sonnenstrahlung ist nicht immer vorhanden und so versuchten Forscher und Wissenschaftler, die wärmende und entspannende Strahlung quasi auf Knopfdruck nutzbar zu machen. Ein erstes Patent auf das Prinzip einer Infrarotheizung wurde Anfang des 20. Jahrhunderts einem deutschen Physiker erteilt.

Bis zur Marktreife der Infrarotheizung verging jedoch noch einige Zeit. In den 1950er Jahren waren Infrarot-Heizstrahler sehr beliebt. Mit ihnen wurden Terrassen und Balkone beheizt und sie wurden auch im Innenraum als Zusatzheizung genutzt. Darüber hinaus wurden die Geräte mit und ohne Zusatz von UV-Strahlen zur gezielten Bestrahlung in Form einer Höhensonne eingesetzt.

Im Zuge der Weiterentwicklung entstanden die modernen Infrarot-Heizpaneele, die universell verwendet werden können. Ihr könnt sie als Zusatzheizung nutzen und unter bestimmten Umständen sind sie auch als Alternative zum herkömmlichen Zentralheizungssystem geeignet. Generell ist das Heizen mit Infrarot sehr vielseitig und Infrarotstrahlen werden in vielen unterschiedlichen Bereichen eingesetzt.

Einsatzgebiete von Infrarotstrahlen

Das Heizen in Privaträumen ist nicht der einzige Einsatzzweck für Infrarotheizungen. Tatsächlich werden die Infrarotstrahlen noch in vielen anderen Bereichen zum Heizen eingesetzt. Dazu gehören unter anderem:

  • Der medizinische Bereich
  • Der Wellness-Sektor
  • Das Bauwesen
  • Die Industrie
  • Die Gastronomie
  • Die Haltung und Aufzucht von Tieren

So unterschiedlich kommen die Infrarotstrahlen zum Einsatz

In all diesen Bereichen werden die wärmenden Infrarotstrahlen für die unterschiedlichsten Zwecke genutzt. Im medizinischen Bereich dienen die Strahlen auch dazu, Verspannungen zu lösen und Unterkühlungen zu behandeln oder zu vermeiden. Auch im Wellness-Bereich kommen die Strahlen oftmals zum Einsatz, um das Wohlbefinden zu fördern.

Im Bauwesen und in der Industrie dienen Infrarotstrahlen zum einen dem Heizen ausgewählter Bereiche innerhalb großer Lager- oder Produktionshallen und zum anderen spielen sie eine große Rolle in der Bautrocknung. Feuchte Wände, Decken und Böden werden im Bauwesen oftmals mit Infrarotstrahlen getrocknet. Auch Schimmelprobleme werden mithilfe von Infrarotheizungen behoben. Die Strahlen unterstützen und beschleunigen außerdem die Trocknung von Farben, Lacken und Klebstoffen.

Im Bereich der Haltung und Aufzucht von Tieren kommen Infrarotstrahlen bei der Aufzucht unterschiedlicher Tierarten zum Einsatz. Sie werden bei privaten Hundezüchtern ebenso genutzt wie in der Landwirtschaft bei der Aufzucht von Küken oder Ferkeln. Bei der Haltung von exotischen Tieren in Terrarien oder Aquarien helfen sie dabei, ein artgerechtes Klima für die Tiere zu erzeugen.

In der Gastronomie sind Infrarot-Heizstrahler beliebt, um den Gästen im Frühjahr oder Herbst oder an kühleren Sommertagen einen längeren Aufenthalt im Biergarten oder auf der Außenterrasse zu ermöglichen.

Infrarotheizungen heizten über 18 Jahre lang die russische Raumstation MIR. Während der gesamten Zeit kam es zu keinem Ausfall der Heizung. Sie werden außerdem erfolgreich zum Heizen auf modernen Kreuzfahrtschiffen eingesetzt.

Diese unterschiedlichen Infrarotheizungen gibt es

UnterschiedeBei den Infrarotheizungen für den privaten Bereich gibt es vor allem zwei unterschiedliche Varianten:

  • Heizpaneele
  • Heizstrahler

Heizstrahler für den Außenbereich

Die Heizstrahler kommen inbesondere im Außenbereich zum Einsatz. Ihr könnt sie entweder direkt an einer Wand befestigen oder an einem speziellen Teleskop-Standfuß. Durch die Befestigung an einem Standfuß werden die Heizstrahler flexibler und ihr könnt sie jeweils dort hinstellen, wo ihr sie benötigt. In der kalten Jahreszeit, wenn die Heizstrahler nicht genutzt werden, lagert ihr Strahler und Teleskopfuß einfach und sicher im Keller oder in der Garage.

Infrarot-Heizstrahler für den Außenbereich sind in aller Regel mindestens spritzwassergeschützt. Möchtet ihr den Heizstrahler fest montieren, achtet unbedingt darauf, dass das Gerät zur Außenmontage geeignet ist und wählt einen möglichst geschützten Ort für die Montage.

Die klassische Wandmontage im Innenbereich

Bei den Infrarot-Heizpaneelen, die häufig im Innenraum eingesetzt werden, gibt es unterschiedliche Montagemöglichkeiten. Am häufigsten ist die Wandmontage. Da die Heizpaneele nur etwa 1 bis 5 Zentimeter dick sind, könnt ihr sie ganz einfach wie ein gerahmtes Bild an der Wand befestigen. Das benötigte Montagematerial ist in der Regel im Lieferumfang enthalten.

Nicht nur die Wandmontage erinnert bei einer modernen Infrarot-Flächenheizung an einen Bilderrahmen. Die Heizpaneele werden in schlichtem Weiß angeboten, jedoch hält der Handel auch Modelle mit unterschiedlichen Fotomotiven bereit. Bei einer solchen Infrarotheizung ist auf den ersten Blick nicht erkennbar, dass es sich um einen Heizkörper handelt, sondern die meisten Betrachter werden die Heizung zunächst für einen Wandschmuck halten.

Platzsparende Befestigung an der Decke

Mit speziellen Halterungen könnt ihr ein Infrarot-Heizpaneel nicht nur an der Wand, sondern auch an der Decke befestigen. Diese Befestigungsart ist vor allem dann praktisch, wenn an den Wänden kein ausreichender Platz vorhanden ist.

Flexible Nutzung mit Standfüßen

Besonders flexibel wird ein Infrarot-Heizpaneel, wenn ihr es mit Standfüßen nutzt. Ihr habt dadurch die Möglichkeit, die Infrarotheizung ganz nach Bedarf in unterschiedlichen Räumen einzusetzen. Alles, was ihr dafür benötigt, ist eine Steckdose in erreichbarer Nähe.

Passende Standfüße sind bei den meisten Infrarotheizungen nicht im Lieferumfang enthalten. Ihr könnt sie jedoch als Zubehör nachkaufen.

Optik und Materialien

Bei modernen Infrarot-Heizpaneelen habt ihr die Auswahl zwischen unterschiedlichen Materialien und auch die Optik könnt ihr ganz nach eurem Geschmack wählen. Neben den bereits erwähnten Fotomotiven, die aus einem hochwertigen Thermotransferdruck bestehen, habt ihr unter anderem die Wahl zwischen klassisch einfarbigen oder verspiegelten Oberflächen.

Passend zu ihrer modernen Optik besteht die Oberfläche der Heizpaneele oft aus Aluminium, Glas, Emaille oder Stahl. Mögt ihr es etwas rustikaler, könnt ihr euch auch für ein Infrarot-Heizpaneel aus Marmor oder anderem Naturstein entscheiden.

Infrarot-Heizpaneele aus Naturstein haben den großen Vorteil, dass sie ihre eigene Strahlungswärme speichern. Das Material gibt auch nach dem Ausschalten der Heizung noch weiterhin Wärme ab.

Für wen ist eine Infrarotheizung geeignet?

FrageInfrarotheizungen sind sehr flexibel einsetzbar und daher sind sie für viele unterschiedliche Zwecke geeignet. Außerdem bringen Sie einen entscheidenden Vorteil mit sich, der sie vor allem für Allergiker interessant macht. Doch nicht in jeder Situation ist eine Infrarotheizung die beste Wahl. Für wen eine Infrarotheizung geeignet ist, lest ihr hier bei uns im Ratgeber.

Infrarotheizung für Allergiker und Asthmatiker

Eine herkömmliche Konvektorheizung erzeugt beim Heizen unweigerlich Luftströme. Diese Luftströmung nehmt ihr nicht unmittelbar wahr, sie führen jedoch dazu, dass Staub im Raum aufgewirbelt wird. Dieser aufgewirbelte Staub befindet sich dann in der Atemluft und dort stellt er für Hausstauballergiker und Asthmatiker ein großes Problem dar. Die Folge sind oft Symptome wie Atembeschwerden, gerötete Augen, eine laufende Nase sowie Juckreiz. Da die Infrarotheizung als Wärmewellenheizung nicht die Luft direkt erwärmt, erzeugt sie keine Luftströme und es wird kein Staub aufgewirbelt. Für Asthmatiker und Hausstauballergiker ist das Raumklima daher wesentlich besser und ihre Beschwerden reduzieren sich deutlich.

Nicht nur Allergiker und Asthmatiker profitieren von dem guten Raumklima und der angenehmen Wärme der IR-Heizung. Generell empfinden viele Menschen das Heizen mit Infrarotstrahlen als angenehm, da es den wärmenden Sonnenstrahlen ähnlich ist.

Infrarot-Heizpaneele für Räume, die nicht an das Zentralheizungssystem angeschlossen sind

Nicht immer sind alle Räume an das Zentralheizungssystem im Haus angeschlossen. Dies kann der Fall sein, wenn ihr das Dach ausgebaut, euch ein zusätzliches Gästebad im Souterrain eingerichtet oder einen Anbau errichtet habt. Diese neu ausgebauten Räume nachträglich an das Zentralheizungssystem anzuschließen, verursacht zusätzliche Kosten und Arbeit und ist nicht immer leicht zu realisieren. Eine Infrarotheizung stellt in diesen Fällen eine sehr gute Alternative dar. Ihr könnt sie sehr einfach und ohne großen Installationsaufwand anbringen und sie benötigt nichts weiter als eine Steckdose. Auch im Hobbyraum, im Partyraum im Keller oder in der Garage leistet eine Infrarotheizung gute Dienste. Ein weiterer guter Einsatzort für die Infrarotheizung ist der Wintergarten.

Infrarotheizungen sind auch gut geeignet für seltener genutzte Immobilien wie Ferienwohnungen oder Zweitwohnungen, die nicht über eine Zentralheizung verfügen.

Infrarotheizung als Zusatzheizung

Auch in Räumen, die an die Zentralheizung angeschlossen sind, ist der Einsatz einer Infrarotheizung als Zusatzheizung mitunter sinnvoll. Möchtet ihr einen seltener genutzten und daher ungeheizten Raum nur für kurze Zeit heizen, ist die Strahlungswärme der Infrarotheizung oftmals effektiver, als den Raum mit der Zentralheizung komplett aufzuheizen. In verwinkelten Räumen kommt es außerdem oft zu Kältezonen, die von der Zentralheizung nicht gut erwärmt werden. Ein Infrarot-Heizpaneel hilft, diese Bereiche gezielt zu heizen.

Infrarotheizungen als Hauptheizung

Ob eine Infrarotheizung als Alternative zur Zentralheizung infrage kommt, ist von unterschiedlichen Faktoren abhängig. Das hängt vor allem von der Dämmung der Immobilie ab. Je energieeffizienter die Immobilie ist, desto besser ist die Infrarotheizung als Hauptheizung geeignet. Eine sehr gute Dämmung sorgt dafür, dass nur wenig Wärme benötigt wird, um das Haus zu heizen und dass diese Wärme nicht nach außen entweicht. Gerade ältere Immobilien bringen diese Eigenschaften jedoch oftmals nicht mit. In ihnen wird relativ viel Wärme benötigt, sodass sich in die Infrarotheizung als Hauptheizung nicht rechnet.

In einem Passivhaus stellt eine Infrarotheizung eine gute und kostengünstige Alternative zur herkömmlichen Zentralheizung da. Die Stromkosten halten sich durch den geringen Verbrauch in engen Grenzen und ihr könnt bei einem Neubau eine Menge Geld dadurch einsparen, dass ihr keine herkömmliche Zentralheizung einbauen lassen müsst. In einem Altbau oder einem anderen nur unzureichend gedämmten Gebäude wird diese Rechnung jedoch nicht aufgehen.

Infrarotheizungen für den Außenbereich

Wenn ihr einen Garten oder Balkon habt, werdet ihr sicherlich im Sommerhalbjahr gern Abende mit Freunden oder Familie im Freien verbringen. Vor allem im Frühjahr und im Herbst, aber auch an kühleren Sommertagen muss so manche gemütliche Runde jedoch schneller aufgelöst werden als geplant, denn wenn die Sonne verschwunden ist, wird es oft schnell unangenehm kalt. Mit einem Infrarot-Heizstrahler könnt ihr die wärmenden Sonnenstrahlen quasi auf Knopfdruck wieder einschalten und Balkon und Terrasse auch an kühleren Abenden nutzen.

Beim Heizen im Außenbereich fallen natürlich Kosten an und bei dem ein oder anderen von euch werden beim „Heizen für draußen“ sicherlich die Alarmglocken läuten. Da ein Infrarot-Heizstrahler in aller Regel jedoch nur für relativ kurze Zeit eingesetzt wird, halten sich die Kosten meist in Grenzen.

Welche Kosten verursacht das Heizen mit einer Infrarotheizung?

Infrarotheizung VergleichInfrarotheizungen heizen mit Strom. Dem Heizen mit Strom haftet nicht zu Unrecht der Makel des teuren und ineffizienten Heizens an. Doch gilt das auch in jedem Fall für die Infrarotheizung? Die Antwort lautet nein und gründliches Rechnen lohnt sich mitunter durchaus, denn in einigen Bereichen ist die Infrarotheizung einer herkömmlichen Zentralheizung deutlich überlegen. Im Einzelfall kann das Heizen mit Infrarot-Paneelen daher durchaus die finanziell sinnvollste Lösung sein. In anderen Fällen hingegen ist eine Infrarotheizung von den Kosten her nicht ratsam.

Die Anschaffungskosten

In der Anschaffung ist die Infrarotheizung als Hauptheizung das günstigste Heizsystem. Während die Installation eines konventionellen Zentralheizungssystems schnell mehrere 10.000 Euro verschlingt, liegen die Anschaffungskosten für die benötigten Infrarotheizungen oftmals deutlich unter 10.000 Euro. Die genauen Kosten sind natürlich bei beiden Systemen von den individuellen örtlichen Gegebenheiten abhängig.

Die Wartungskosten

Auch hinsichtlich der Wartungskosten sind die Infrarotheizungen unschlagbar. Ihr braucht keinen Schornsteinfeger und ihr müsst keinerlei Wartungsarbeiten durchführen lassen. Bei einer konventionellen Heizung kommen im Laufe von 20 oder 25 Jahren durchaus größere Summen für die Wartung zusammen. Dieses Geld spart ihr bei einer wartungsfreien Infrarotheizung komplett ein.

Die Betriebskosten

Der klare Schwachpunkt der Infrarotheizungen sind die Betriebskosten. Gas und Öl sind hinsichtlich der Preise pro Kilowattstunde deutlich günstiger als Strom, sodass die Infrarotheizung im direkten Vergleich der klare Verlierer ist. Stärker noch als die Heizkosten schlagen dabei die Kosten für die Warmwasserbereitung mit Strom zu Buche.

Das bedeutet jedoch nicht unweigerlich, dass das Heizen mit einer Infrarotheizung immer finanziell unwirtschaftlich ist. Eine in der Anschaffung günstige Infrarotheizung hat auf lange Sicht mitunter die Nase vorn, da ihr kein Geld ausgeben müsst, um den entsprechenden Raum an die Zentralheizung anzuschließen.

Ist eure Immobilie mit einer Photovoltaikanlage ausgestattet, lassen sich viele Stromkosten einsparen. Eine Kombination aus Photovoltaikanlage und Infrarotheizung ist daher vor allem in sonnenreichen Gegenden und bei energieeffizienten Immobilien eine gute Lösung.

Wie sicher ist die Infrarotheizung?

InformationBei bestimmungsmäßigem Gebrauch ist eine Infrarotheizung sehr sicher. Die Oberfläche der Heizungen kann jedoch sehr heiß werden, was ihr bei der Montage unbedingt beachten müsst. So dürfen die Paneele nicht in engen Zwischenräumen hinter Möbelstücken angebracht werden. Auch Gardinen und Vorhänge dürfen sich nicht in der Nähe der Oberfläche befinden. Ebenso dürft ihr keine Kleidungsstücke über die Heizung hängen oder einen Wäscheständer dicht davor stellen. In all diesen Fällen kann es schlimmstenfalls zu einem Brand kommen, vor allem wenn die Materialien, die mit der Oberfläche der Infrarotheizung in Berührung kommen, leicht entflammbar sind.

Haltet ihr genügend Abstand zu Möbelstücken und achtet darauf, dass die Heizung nicht von Textilien verdeckt wird, müsst ihr euch um die Sicherheit in der Regel jedoch keine Gedanken machen. Wie bei allen anderen elektrischen Geräten sollte es eine Selbstverständlichkeit sein, nicht nur auf die gesetzlich vorgeschriebene CE-Kennung, sondern auch auf ein Prüfsiegel wie beispielsweise das GS-Zertifikat für geprüfte Sicherheit oder ein anderes entsprechendes TÜV-Zertifikat zu achten. Die Infrarotheizungen, die über ein solches Zertifikat verfügen, entsprechen nicht nur den gesetzlichen Mindestanforderungen, sondern sind auch mit einem Überhitzungsschutz ausgestattet.

So montiert ihr die Infrarotheizung

Die Montage einer Infrarotheizung ist auch für einen Laien leicht durchzuführen. In der Regel müsst ihr dafür nicht einmal einen Handwerker beauftragen, denn es müssen nur einige Löcher gebohrt werden.

Die einfachste Art der Montage der Infrarotheizung ist das Aufstellen mithilfe von Standfüßen.

Die Wandmontage
Schon gewusst?
Am gebräuchlichsten für Infrarot-Heizpaneele ist die Wandmontage. Dazu müsst ihr zunächst einen geeigneten Platz ermitteln.

  • Installiert die Infrarotheizung nicht gegenüber einer Fensterfront
  • Positioniert das Heizpaneel so, dass es auf kühle Außenwände zeigt
  • Installiert das Paneel nicht direkt an einer kalten Außenwand
  • Achtet darauf, dass die Infrarotstrahlen frei abgestrahlt werden können
  • Gibt oder gab es ein Schimmel- oder Feuchtigkeitsproblem an einer bestimmten Wand, installiert das Heizpaneel so, dass es die entsprechende Stelle anstrahlt
  • Achtet auf eine Steckdose in erreichbarer Nähe
  • Wählt einen Platz für die Installation, an der weder Kinder noch Haustiere oder ihr selbst mit der heißen Oberfläche der Infrarotheizung in Berührung kommt
  • Achtet darauf, dass keine Vorhänge oder andere brennbare Materialien mit dem Heizpaneel in Berührung kommen
Die Oberflächentemperatur einer Infrarotheizung beträgt etwa 90 Grad Celsius. Durch die trockene Hitze kommt es bei einer Berührung jedoch nicht sofort zu einer Verbrennung. Vor allem wenn kleine Kinder oder Haustiere in der Wohnung leben, solltet ihr das Risiko jedoch möglichst ausschließen, indem ihr einen Installationsort wählt, der für sie nicht erreichbar ist. Eine Wand- oder Deckeninstallation ist dafür optimal geeignet.

Habt ihr den geeigneten Montageort für das Heizpaneel gefunden, geht es an die Befestigung. Das notwendige Material für die Wandmontage ist bei den meisten Infrarotheizungen im Lieferumfang enthalten. In der Regel müsst ihr dazu einen Rahmen mit den mitgelieferten Schrauben und Dübeln an der Wand befestigen. Die Montage kann von Modell zu Modell variieren, doch nur selten ist mehr notwendig, als eine begrenzte Anzahl von Löchern zu bohren, den Rahmen anzubringen und das Heizpaneel daran zu befestigen. Eine genaue Anleitung liegt eurer Infrarotheizung bei.

Mit den mitgelieferten Utensilien zur Wandmontage könnt ihr die Infrarot-Heizpaneele auch an schrägen Wänden anbringen.

Die Deckenmontage

Habt ihr an der Wand keinen Platz für das Infrarot-Heizpaneel, könnt ihr es auch unter der Decke montieren. Dort wird es ebenfalls in einem Rahmenhalter befestigt. Für die Befestigung unter der Decke benötigt ihr jedoch einen speziellen Rahmen, der in der Regel nicht im Lieferumfang enthalten ist.

Die Standfuß-Montage

Besonders flexibel wird euer Infrarot-Heizpaneel, wenn ihr es mit Standfüßen ausstattet. Für die meisten Modelle könnt ihr die Standfüße als Zubehör erwerben. Befestigt sie gemäß der Anleitung an dem Paneel und alles, was ihr nun noch benötigt, ist eine Steckdose.

Standfüße machen euer Infrarot-Heizpaneel sehr flexibel. Bei der Wahl des passenden Standorts müsst ihr jedoch ebenso auf die wichtigen Faktoren achten wie bei der festen Wandmontage.

Wartung und Pflege der Infrarotheizung

Eine Wartung, wie ihr sie von einer herkömmlichen Heizungsanlage kennt, ist bei der Infrarotheizung nicht notwendig. Es muss kein Schornsteinfeger kommen, der die Heizung abnimmt und einmal im Jahr überprüft. Auch müsst ihr nichts entlüften oder Wasser nachfüllen wie bei einem herkömmlichen Heizkörper. Zur Pflege ist es ausreichend, die Infrarotheizung mit einem weichen Lappen abzuwischen.

Die Oberfläche der Infrarotheizung kann sehr heiß werden. Eine Reinigung solltet ihr daher immer bei ausgeschaltetem Gerät vornehmen. Wenn ihr die Infrarotheizung mit einem feuchten Lappen abwischen möchtet, um hartnäckigere Verunreinigungen zu entfernen, müsst ihr vorher den Netzstecker ziehen.

Zubehör für Infrarotheizungen

Das wichtigste Zubehörteil, das bei keiner Infrarotheizung fehlen darf, ist ein Thermostat. Manche Geräte werden bereits mit einem eingebauten Thermostat geliefert, doch oftmals müsst ihr ein zusätzliches Steckdosenthermostat nutzen. Es lässt sich ganz einfach zwischenschalten und hilft euch, die Temperatur zu regeln. Dadurch könnt ihr mit der Infrarotheizung besonders effizient und energiesparend heizen.

Mit einem guten Thermostat könnt ihr auch Nachtabsenkungen und andere Zeiten einprogrammieren. Moderne Thermostate lassen sich außerdem oftmals vom Smartphone aus steuern, sodass ihr die Temperatur von unterwegs regeln könnt.

Weitere wichtige und nützliche Zubehörteile für eine Infrarotheizung sind:

  • Standfüße
  • Teleskop-Stative
  • Deckenhalterungen

Das müsst ihr beim Kauf einer Infrarotheizung beachten

Unbestreitbar bringen die Heizpaneele einige Vorteile mit sich.

  • Sehr gut geeignet für Asthmatiker und Allergiker, da kein Staub aufgewirbelt wird
  • Verhindert Schimmelbildung und feuchte Wände
  • Sorgt für ein angenehmes Raumklima und angenehme Wärme
  • Keine Wartung notwendig
  • Vergleichsweise günstig in der Anschaffung
  • Einfache Montage
  • Lange Lebensdauer
  • Bei Betrieb mit Ökostrom keine CO2-Emission
  • Sehr flexibel einsetzbar
  • Geringer Platzbedarf
  • Geräuschloser Betrieb
  • Optisch ansprechend und nicht direkt als Heizung erkennbar
  • Als Infrarotstrahler auch im Außenbereich einsetzbar
  • Höhere Betriebskosten durch Strom
  • Keine Wärmespeicherung mit Ausnahme von Heizpaneelen aus Naturstein

Auf das solltet ihr achtenDie Infrarotheizungen bieten viele Vorteile, mit denen eine konventionelle Heizung nicht aufwarten kann. Doch auf der anderen Seite steht der große Nachteil des Heizens mit Strom und der damit verbundenen Kosten. Oftmals ist eine Infrarotheizung als Hauptheizung nicht geeignet, da sie wirtschaftlich nicht effektiv wäre. Ausnahmen bilden jedoch gut gedämmte Wohnräume, Passivhäuser oder eher selten genutzte Ferienimmobilien oder Zweitwohnsitze. Insbesondere, wenn ihr in diesen Situationen die Wahl habt zwischen der Installation eines herkömmlichen Zentralheizungssystems und dem Einsatz von Infrarotheizungen, ist das Heizen mit einer Wärmewellenheizung unterm Strich oft günstiger. Um das zu ermitteln, müsst ihr jedoch im Vorfeld unbedingt den Rechenstift ansetzen und euch die jeweiligen Kosten gut durchrechnen.

Auch bei einem Anbau oder Ausbau ist der Einsatz einer Infrarotheizung oftmals deutlich günstiger als ein Anschluss an das Zentralheizungssystem. Damit ihr die richtigen Entscheidungen trefft, müsst ihr beim Kauf einer Infrarotheizung jedoch einige Faktoren beachten.

  • Entscheidet zunächst, wo ihr die Infrarotheizung einsetzen möchtet. Nicht alle Modelle sind gleichermaßen für einen Einsatz im Innenbereich, im Außenbereich oder in Feuchträumen geeignet
  • Ermittelt die Leistung, die eure Infrarotheizung haben muss. Sie ist unter anderem abhängig von der Größe des Raums, den ihr beheizen möchtet. Ihr könnt euch an den Quadratmeterangaben des Herstellers orientieren und müsst dabei Faktoren wie die Dämmung die Möblierung und die Anzahl der Außenwände und Fensterfronten beachten
Beachtet, dass ihr beim Einsatz in Feuchträumen die doppelte Wattzahl einrechnen müsst.

Infrarotheizung Test

  • Möchtet ihr die Infrarotheizung als Hauptheizung einsetzen, lasst eine professionelle Ermittlung des Wärmebedarfs von einem Energieberater, Bauingenieur oder Architekten durchführen
  • Entscheidet euch für ein Gerät mit Thermostat oder rüstet das Thermostat als Zubehör nach. Nur so könnt ihr effizient eine gleichbleibende Raumtemperatur gewährleisten
  • Entscheidet euch für eine Montageart. Während das Montagematerial für die Wandbefestigung oftmals im Lieferumfang enthalten ist, müsst ihr Standfüße, Teleskopstangen oder das Material für eine Deckenbefestigung in der Regel separat kaufen
  • Achtet beim Kauf der Infrarotheizung unbedingt auf die Sicherheit. Dazu gehören Überhitzungsschutzsicherungen, die das Gerät im Falle einer Überhitzung ausschalten. Bedenkt beim Kauf zudem, dass das Gerät mit einer GS-Zertifizierung ausgestattet ist oder vom TÜV geprüft wurde
  • Wählt ein Gerät, das optisch gut in eure Räume passt. Ihr habt unter anderem die Wahl zwischen verschiedenen Fotomotiven, einfarbigen oder metallischen Oberflächen
  • Um die Wärme zu speichern, eignen sich Infrarotheizungen aus Naturstein. Sie fügen sich besonders gut in einen rustikalen Einrichtungsstil ein
Für das Bad eignen sich besonders gut Infrarotpaneele mit einer verspiegelten Oberfläche. Sie können gleichzeitig als Spiegel dienen und nehmen keinen zusätzlichen Platz an der Wand weg. Ein verspiegeltes Infrarotpaneel im Bad löst auch das Problem eines beschlagenen Spiegels.

Das sagt die Stiftung Warentest zu Infrarotheizungen

Stiftung Warentest UrteilEinen Infrarotheizung Test hat die Stiftung Warentest bisher noch nicht durchgeführt. Die Warentester äußern sich jedoch in einer Meldung vom Oktober 2016 zu dem Thema. Sie bemängeln in der kurzen Notiz vor allem den hohen Stromverbrauch der Infrarotheizungen. Die Empfehlung der Stiftung Warentest geht dahin, anstatt einer Zusatzheizung in Form eines Infrarotpaneels die vorhandene Heizungsanlage zu modernisieren und optimieren. Zu der Thematik eines Infrarot-Heizpaneels in Räumen, die nicht an das Zentralheizungssystem angeschlossen sind, äußert sich die Stiftung Warentest in der Meldung nicht. Die Meldung könnt ihr hier lesen.

Testergebnisse und Testsieger eines Infrarotheizung Tests der Stiftung Warentest können wir euch zu diesem Zeitpunkt nicht vorstellen. Sollte die Stiftung Warentest jedoch in der Zukunft einen solchen Test durchführen, werden wir euch hier ausführlich informieren.

Infrarotheizungen im Test bei Öko Test

Auch die Tester von Öko Test haben sich bisher noch nicht mit dem Thema Infrarotheizung beschäftigt. Entsprechende Testsieger und Testergebnisse können wir euch daher auch hier nicht präsentieren. Sollte die Zeitschrift Öko Test in der Zukunft einen Infrarotheizung Test durchführen, werden wir euch hier ausführlich über alle Testsieger und Testergebnisse informieren.

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