Die 9 besten Nähmaschinen im Vergleich – damit DIY wieder zum Kinderspiel wird – 2020 Test und Ratgeber

DIY liegt voll im Trend – und mit einer Nähmaschine könnt ihr Kleidung ausbessern oder ändern. Mit ein wenig Übung gelingt es sogar, eigene Kleidungsstücke und viele Deko- und Gebrauchsgegenstände herzustellen. Kein Wunder also, dass das lange Zeit als langweilig und altmodisch verschriene Hobby Nähen eine wahre Renaissance erlebt.

Doch welche Nähmaschine ist die richtige, wenn ihr mit dem Nähen beginnen wollt? Welche Maschine ist geeignet, wenn ihr mit bereits vorhandener Erfahrung eigene Kleidung nähen wollt? Soll es eine mechanische Maschine oder eine computergesteuerte Nähmaschine sein? Und welche Ausstattungsmerkmale sind für eine Nähmaschine wirklich unverzichtbar? Die Antwort auf diese und viele weitere Fragen rund um die Nähmaschine findet ihr hier in unserem Ratgeber. Außerdem haben wir für euch bei der Stiftung Warentest und bei Öko Test nachgeschaut und ihr erfahrt, welche Nähmaschinen von den Testern empfohlen werden.

Die besten 4 Nähmaschinen im ausführlichen Vergleich

Singer Mercury 8280
Hersteller
Singer
Abmessungen
34 x 16 x 28 cm
Gewicht
7 kg
Art
Mechanische Nähmaschine
Nähprogramme
13 Nähprogramme
Sticharten
7 Sticharten
Dekostiche
Knopflochautomatik
Keine Angaben
Einfädelhilfe
Transporteur versenkbar
Herstellergarantie
Keine Angaben
Transportgriff
Farbe
Weiß
Zum Angebot
Erhältlich bei 259,99€ Preis prüfen
Juki Computer Nähmaschine HZL-LB5100
Hersteller
Juki
Abmessungen
Keine Angaben
Gewicht
7,9 kg
Art
Computernähmaschine
Nähprogramme
Keine Angaben
Sticharten
100 Sticharten
Dekostiche
Knopflochautomatik
3 Knopflocharten
Einfädelhilfe
Transporteur versenkbar
Herstellergarantie
Keine Angaben
Transportgriff
Farbe
Weiß
Zum Angebot
Erhältlich bei 499,00€ Preis prüfen
W6 WERTARBEIT N 1235/61 Nähmaschine
Hersteller
W6 Wertarbeit
Abmessungen
40,7 x 17,7 x 28 cm
Gewicht
6,6 kg
Art
Mechanische Nähmaschine
Nähprogramme
23 Nähprogramme
Sticharten
Keine Angaben
Dekostiche
Knopflochautomatik
4-Schritt-Knopflochautomatik
Einfädelhilfe
Transporteur versenkbar
Herstellergarantie
10 Jahre
Transportgriff
Farbe
Weiß
Zum Angebot
Erhältlich bei Preis prüfen Preis prüfen
W6 WERTARBEIT N 1615 Nähmaschine
Hersteller
W6 Werarbeit
Abmessungen
40,7 x 17,5 x 28 cm
Gewicht
6,5 kg
Art
Mechanische Nähmaschine
Nähprogramme
15 Nähprogramme
Sticharten
Keine Angaben
Dekostiche
Knopflochautomatik
4-Schritt-Knopflochautomatik
Einfädelhilfe
Transporteur versenkbar
Herstellergarantie
10 Jahre
Transportgriff
Farbe
Weiß
Zum Angebot
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Abbildung
Modell Singer Mercury 8280 Juki Computer Nähmaschine HZL-LB5100 W6 WERTARBEIT N 1235/61 Nähmaschine W6 WERTARBEIT N 1615 Nähmaschine
Hersteller
Singer Juki W6 Wertarbeit W6 Werarbeit
Abmessungen
34 x 16 x 28 cm Keine Angaben 40,7 x 17,7 x 28 cm 40,7 x 17,5 x 28 cm
Gewicht
7 kg 7,9 kg 6,6 kg 6,5 kg
Art
Mechanische Nähmaschine Computernähmaschine Mechanische Nähmaschine Mechanische Nähmaschine
Nähprogramme
13 Nähprogramme Keine Angaben 23 Nähprogramme 15 Nähprogramme
Sticharten
7 Sticharten 100 Sticharten Keine Angaben Keine Angaben
Dekostiche
Knopflochautomatik
Keine Angaben 3 Knopflocharten 4-Schritt-Knopflochautomatik 4-Schritt-Knopflochautomatik
Einfädelhilfe
Transporteur versenkbar
Herstellergarantie
Keine Angaben Keine Angaben 10 Jahre 10 Jahre
Transportgriff
Farbe
Weiß Weiß Weiß Weiß
Erhältlich bei
Zum Angebot Zum Angebot Zum Angebot Zum Angebot
259,99€ Preis prüfen 499,00€ Preis prüfen Preis prüfen Preis prüfen Preis prüfen Preis prüfen

1. Die Singer Mercury 8280 ist für Einsteiger und Vielnäher gleichermaßen geeignet

Die Singer Mercury 8280 ist eine einfache und praktische mechanische Nähmaschine für den Haushalt. Sie ist mit 13 Programmen und sieben verschiedenen Sticharten ausgestattet, sodass ihr viele unterschiedliche Näharbeiten ausführen könnt. Die Stichlänge und Stichbreite lassen sich ebenso wie alle anderen Einstellungen ganz einfach über einen Drehregler verändern. Eine bedienerfreundliche Rückwärtsnähtaste und ein CB-Greifersystem sorgen für einfaches und komfortables Nähen. Auch Nähanfänger werden mit dieser unkomplizierten Nähmaschine gut zurechtkommen.

Die Nähmaschine Singer Mercury 8280 ist mit einem praktischen Fadenabschneider ausgestattet, mit dem ihr nach Beenden einer Naht ganz einfach und ohne Schere den Faden durchtrennen könnt.

Die Maschine näht unterschiedliche Stoffe wie Baumwolle oder Jersey und kommt selbst mit dickeren Stoffen gut klar. Das Einfädeln ist auch ohne Einfädelhilfe sehr einfach. Dank der Freiarmfunktion lassen sich Ärmel, Hosensäume und ähnliches ganz einfach umnähen. Die Maschine wird mit einer praktischen Abdeckhaube geliefert.

2. Die Juki HZL-LB5100 (Computer-Nähmaschine) bietet eine große Vielfalt an Stichen

Die Computer-Nähmaschine Juki HZL-LB5100 bietet 100 verschiedene Stiche, drei unterschiedliche Knopflochtypen und eine Ein-Stufen-Knopflochautomatik. Die Maschine bietet bis zu 7 Millimetern Stichbreite, bis zu 5 Millimetern Stichlänge und eine Nähgeschwindigkeit von maximal 700 Stichen pro Minute.

Die Stichlänge und die Stichbreite stellt ihr ebenso wie die 100 einprogrammierten Stiche ganz einfach in einem hintergrundbeleuchteten LC-Display ein.

Die Computer-Nähmaschine JukiHZL-LB5100 verfügt über viele praktische Funktionen, darunter eine anpassbare Nadelposition links, rechts oder in der Mitte, eine Zwillingsnadelfunktion und einen versenkbaren Transporteur für Stopfarbeiten und Freihandstickerei. Die Maschine kann per Fußpedal oder mit dem Geschwindigkeitsschieberegler betrieben werden.

Sie ist außerdem mit einem praktischen Fadenabschneider und einer automatischen Einfädelhilfe ausgestattet. Die Juki näht unterschiedliche Stoffe wie Baumwolle und Jersey und kommt sowohl mit dickeren Materialien wie Jeans als auch mit weichen und empfindlichen Materialien wie Seide gut zurecht. Zum Zubehör gehören unterschiedliche Nähfüße sowie Spulen und ein Nadelsatz.

3. Die Nähmaschine W6 WERTARBEIT N 1235/61 ist für anspruchsvolle Näharbeiten geeignet

Die Nähmaschine W6 Wertarbeit N 1235/61 ist eine robuste mechanische Nähmaschine. Sie bietet 23 verschiedene Nähprogramme und Stiche, darunter Gerad- und Zickzackstiche, einen elastischen Blindstich, einen speziellen Dessousstich, einen Überwendlingstich und einen speziellen Overlockstich. Die Stichlängen und Stichbreiten lassen sich variabel verstellen. Weiter ist die Maschine ist mit einer 4-Schritt-Knopflochautomatik ausgestattet, die ein einfaches Knopflochnähen in verschiedenen Größen möglich macht.

Der Hersteller W6 Wertarbeit bietet auf die Nähmaschine N 1235/61 eine Garantie von zehn Jahren.

Die Nähmaschine eignet sich für einfache und anspruchsvolle Näharbeiten und ist mit vielen praktischen Funktionen ausgestattet. So könnt ihr durch eine Abdeckung den Transporteur ausschalten, eine Zwillingsnadel nutzen oder zwischen zwei verschiedenen Nadelpositionen wählen. Die Maschine ist mit einem zweistufigen Lüfterhebel für dicke Stoffe, einer Rückwärtsnähtaste, einem eingebauten Nadeleinfädler und einer Stichplatte mit eingefrästen Abstandslinien ausgestattet.

Dank der einfachen Bedienung eignet sie sich auch optimal für Anfänger. Der Anschiebetisch lässt sich leicht abnehmen, sodass ihr mit der Freiarm-Nähmaschine auch Ärmel und Hosenbeine nähen könnt. Im Anschiebetisch befindet sich eine Zubehörbox. Zum Lieferumfang gehört zudem eine Staubschutzhülle.

4. Die Nähmaschine W6 WERTARBEIT N 1615 macht auch Neulingen das Arbeiten leicht

Die Nähmaschine W6 Wertarbeit N 1615 ist ein robustes mechanische Modell, das auch Anfängern das Nähen leicht macht. 17 verschiedene Nähprogramme lassen sich bequem über einen Drehregler einstellen. Auch die Stichlänge lässt sich so stufenlos bis zu 4 Millimetern einstellen. Dank der Nähfuß-Schnellbefestigung könnt ihr die Nähfüße sehr einfach austauschen.

Die Maschine ist mit einer 4-Schritt-Knopflochautomatik ausgestattet, um Knopflöcher in unterschiedlichen Größen zu nähen. Um auch Anfängern das Nähen einfach zu machen, ist die Einfädelung mit Nummern auf der Maschine gekennzeichnet. Dank einer Stichplatte mit eingefrästen Abstandslinien gelingt auch ungeübten Anwendern das Nähen gerader Nähte.

Um Stopfarbeiten durchzuführen oder die Maschine zum Freihandsticken zu nutzen, setzt ihr den Transporteur mit der mitgelieferten Abdeckung außer Funktion; dann lässt sich der Stoff frei bewegen.
Die Nähmaschine W6 Wertarbeit N 1615 bietet die Möglichkeit, mit einer Zwillingsnadel zu nähen. Der Anschiebetisch lässt sich ganz einfach abnehmen, um beispielsweise Ärmel und Hosenbeine zu nähen. Im Inneren des Anschiebetischs befindet sich eine Box mit Zubehör, zudem ist die Maschine ist mit einem praktischen Tragegriff ausgestattet.

5. Mit der Nähmaschine Carina Professional könnt ihr eurer Kreativität freien Lauf lassen

Die Carina Professional ist eine Computer-Nähmaschine, die mehr als 200 Nutz- und Zierstiche sowie elf verschiedene Knopfloch-Varianten bietet. Neben geraden und Zickzackstichen ermöglicht die Maschine Quiltstiche, verschiedene Zierstiche, Overlockstiche und eine Stopfautomatik. Mit dieser Maschine lassen sich viele kreative Ideen in die Tat umsetzen. Trotz ihrer umfangreichen Ausstattung ist die Maschine robust und einfach zu handhaben und damit auch für Nähanfänger geeignet.

Neben den verschiedenen Nutz- und Zierstichen bietet die Carina Professional die Möglichkeit, automatisch Zahlen und Buchstaben zu nähen, sodass ihr eure Nähwerke individualisieren könnt.
Die Carina Professional Nähmaschine ist mit einem blendfreien, tageslichtähnlichen LED-Nählicht ausgestattet. Ein großes, helles Multifunktionsdisplay zeigt die wichtigsten Einstellmöglichkeiten. Ein Einfädler sorgt für schnelles und automatisches Einfädeln des Fadens, zudem ist die Maschine mit vielen praktischen Funktionen wie einem programmierbaren Nadelstopp oben oder unten, einer Vernähtaste und einem Fadenabschneider ausgestattet. Ein praktischer Nähberater stellt den perfekten Stich selbstständig ein; Stichlänge und Stichbreite lassen sich stufenlos einstellen.

6. Die Singer 2250 Tradition Nähmaschine ist eine einfache Haushaltsnähmaschine, mit der auch Nähanfänger gut zurechtkommen

Die Singer 2250 Tradition ist eine einfache mechanische Nähmaschine. Sie bietet sechs Nutzstiche, mit denen ihr eure Nähprojekte verzieren könnt: einen Geradstich, einen Zickzackstich, einen Elastikstich oder Muschelkantenstich sowie drei Dekostiche. Insgesamt verfügt die Maschine über 19 verschiedene Nähprogramme. Sie näht Knopflöcher ganz einfach und automatisch in vier Schritten. Die Stichlänge und Stichbreite lassen sich ebenso wie die unterschiedlichen Stiche über zwei große Drehregler einstellen

Die Singer 2250 Tradition eignet sich für alle einfachen Näharbeiten und sie ist gut für Anfänger geeignet, da sie alle wichtigen Funktionen mitbringt und leicht zu bedienen ist.

Die praktische Schnappautomatik macht den Wechsel der Nähfüße sehr einfach. Die wichtigsten Nähfüße sind im Zubehör enthalten: ein Universalnähfuß, ein Reißverschlussfuß, ein Knopflochfuß und ein Knopfannähfuß. Für Stopfarbeiten oder Freihandsticken lässt sich der Transporteur mithilfe der mitgelieferten Transportabdeckplatte außer Funktion setzen, um den Stoff frei bewegen zu können. Zum Zubehör gehören außerdem ein Nadelsortiment, drei Spulen, ein Nahttrenner sowie Werkzeug zur Säuberung und Wartung der Maschine.

7. Die W6 WERTARBEIT N 1800 Nähmaschine ist eine einfache Maschine für Näheinsteiger und Gelegenheitsnäher

Die W6 Wertarbeit N 1800 bietet alles, was ihr zum Nähen braucht und sie ist sehr gut für Nähanfänger geeignet. Ausgestattet ist sie mit 15 Nähprogrammen, einer 4-Schritt-Knopflochautomatik und unterschiedlichen Stichen, darunter Geradstich, Zickzackstich und Blindstich. Dank des zweistufigen Lüfterhebels näht die Maschine auch dickere Stoffe wie Jeans. Mit der Zwillingsnadel fertigt ihr authentische Jeansnähte an. Der Druck des Nähfußes passt sich dabei immer automatisch an das Material an.

Beim Annähen von Knöpfen, bei Stopfarbeiten oder beim Freihandsticken kann der Transporteur ganz einfach mit der mitgelieferten Abdeckung ausgeschaltet werden.

Die W6 Wertarbeit N 1800 Nähmaschine bietet zwei Nadelpositionen, eine Rückwärtsvernähtaste, eine Stichlängenverstellung von 0 bis 4 Millimetern und eine Metallstichplatte mit eingefrästen Abstandslinien. Die Bedienung ist sehr einfach und auch für Anfänger gut zu bewältigen. Zudem ist die Schnell-Einfädelung mit Nummern auf der Maschine gekennzeichnet. Im Lieferumfang sind unter anderem Ersatznadeln, Ersatzspulen, verschiedene Nähfüße und ein Trennmesser enthalten.

8. Die Computer-Nähmaschine Brother CS10 ist ein Allrounder

Die Computer-Nähmaschine Brother CS10 ist ein Allroundtalent, das sich für alle Näharbeiten eignet. Sie bietet insgesamt 40 Nähprogramme und unterschiedliche Stiche, darunter:

  • Nutzstiche wie Geradstich und Zickzackstich
  • Etliche Zierstiche
  • Stretchstiche für Jersey und andere dehnbare Stoffe
  • Overlockstiche zum Versäubern
  • Quiltstich
  • Fünf verschiedene Knopflöcher.

Alle Stiche und Programme stellt ihr einfach über das LC-Display ein, das neben anderen Informationen gleich den passenden Nähfuß zum ausgewählten Stichtyp anzeigt.

Die Computer-Nähmaschine Brother CS10 ist mit einer praktischen Einfädelhilfe ausgestattet. Symbole auf der Maschine zeigen den korrekten Fadenverlauf an. Damit lässt sich die Maschine leicht einfädeln und auch Neulinge können direkt losnähen.

Die Brother CS10 ist mit einem Sechs-Punkt-Transporteur ausgestattet, mit dem ihr viele unterschiedliche Stoffe vernähen könnt. Ein Knopf zum Feststellen des Nähfußes verhindert außerdem das Kippen des Fußes und erleichtert damit das Nähen über dicke Saumkanten oder unterschiedlich dicke Stofflagen. Bei Stopfarbeiten oder beim Freihandsticken lässt sich der Transporteur ganz einfach versenken.

9. Die Nähmaschine Toyota SUPERJ15 eignet sich besonders gut für das Nähen dicker Stoffe

Die Toyota SUPERJ15 ist eine robuste Nähmaschine mit 15 Stichprogrammen. Sie ermöglicht Geradstiche, Zickzackstiche, Blindstich und verschiedene Dekostiche. Sie ist mit einem eingebauten Nadeleinfädler ausgestattet. Der Oberfaden lässt sich mit der auf der Maschine gekennzeichneten Einfädelhilfe ganz einfach einfädeln, sodass auch Nähanfänger gut mit der Maschine zurechtkommen.

Die Toyota SUPERJ15 ist mit einer zusätzlichen Jeans-Funktion ausgestattet, die das Nähen von dicken Stoffen ermöglicht. Dank des speziell entwickelten Gleitfußes näht die Maschine bis zu 12 Lagen dicken Jeansstoff und Jeanssäume ohne Probleme.
Die Bedienung ist dank großer Tasten und Wahlknöpfe sehr einfach. Der große Nähbereich mit dem blendfreiem Nählicht bietet eine verbesserte Sicht auf die Nadel. Die Stichlänge ist stufenlos regulierbar, zudem ist die Maschine mit einem praktischen Fadenabschneider ausgestattet. Zum Lieferumfang gehören unter anderem verschiedene Nähfüße und Nadeln, zwei Spulen sowie eine Abdeckhaube.

Was ist eine Haushaltsnähmaschine und für welche Arbeiten ist sie geeignet?

Nähmaschinen für den Privatgebrauch werden oft als Haushaltsnähmaschinen bezeichnet. In vielen Haushalten ist eine solche Nähmaschine zu finden. Mit diesen Maschinen lassen sich Ausbesserungs-, Änderungs- und Reparaturarbeiten schnell ausführen. Doch die Maschinen sind auch geeignet, um neue Kleidungsstücke oder Dekoartikel herzustellen. Mit ein wenig Geduld und Übung kann nahezu jeder mit Nähmaschinen umgehen. Viele Näharbeiten lassen sich damit erledigen, von DIY und Upcycling über Reparatur- und Änderungsarbeiten bis hin zu neuen Kreationen.

So könnt ihr mit einer Haushaltsnähmaschine einfache Säumarbeiten ausführen, kaputte Kleidung ausbessern oder aber eine völlig neue Garderobe für euch und eure Familie kreieren. Je nach Kenntnisstand lassen sich dazu im Internet oder im Netz viele Schnittmuster finden, die oftmals auch anfängertauglich sind.

Einfache Schnittmuster sind oft kostenlos im Internet erhältlich und auch die absoluten Nähanfänger unter euch können damit die ersten einfachen Kleidungsstücke nähen.

NähmaschinenGeeignet sind dazu generell alle Haushaltsnähmaschinen, die im Handel angeboten werden, auch wenn die Maschinen mitunter mit sehr unterschiedlichen Ausstattungs- und Funktionsmerkmalen angeboten werden. Die allermeisten Arbeiten könnt ihr jedoch mit einem Geradstich, einem Zickzackstich oder einem speziellen Elastikstich durchführen. Über diese Grundfunktionen zum Nähen verfügt in der Regel jede Haushaltsnähmaschine.

Möchtet ihr eine Nähmaschine kaufen, kann es jedoch nicht schaden, im Vorfeld bereits zu wissen, wofür ihr die Maschine einsetzen möchtet. Mit diesem Wissen könnt ihr die Maschine gezielter nach euren Vorstellungen und Bedürfnissen auswählen, denn es gibt durchaus Funktions- und Ausstattungsmerkmale, die das Nähen besonders einfach und komfortabel machen.

Bevor wir uns in unserem Ratgeber mit diesen Ausstattungsmerkmalen beschäftigen, werfen wir jedoch zunächst einen grundsätzlichen Blick auf die Funktionsweise der Nähmaschine.

Wie funktioniert eine Nähmaschine?

Eine Nähmaschine, die für private Zwecke genutzt wird, arbeitet in der Regel mit zwei Fäden, dem Oberfaden und dem Unterfaden. Der Oberfaden wird von der Garnspule durch die Fadenspannung der Maschine geführt und schließlich durch ein Nadelöhr in der Spitze einer Nähnadel gefädelt. Durch diese Nadel wird der Oberfaden durch den Stoff geschoben. Darunter liegt die Spule mit dem Unterfaden.

Der Oberfaden wird beim Einstich von einem Greifer gefasst und durch die Drehung der Spule um den Unterfaden geführt und bildet so eine Fadenschlinge. Dieser Stich, den die meisten im Haushalt genutzten Nähmaschinen als den normalen Geradstich verwenden, wird als Doppelsteppstich bezeichnet, woraus auch die Bezeichnung Doppelsteppstichmaschine für diese Art von Nähmaschinen resultiert.

Insbesondere in der industriellen Anwendung kommen jedoch auch andere Nähmaschinen zum Einsatz wie

  • Kettenstichmaschinen
  • Überwendlichmaschinen

Auch hinsichtlich des Stofftransports unterscheiden sich industrielle Nähmaschinen von Haushaltsnähmaschinen. Bei einer Doppelsteppstichmaschine wird der Stoff in der Regel von unten durch einen Transporteur weiter geschoben. Dadurch erfolgt der nächste Stich je nach eingestellter Stichlänge in einem bestimmten Abstand zum vorausgegangenen Stich. Industrielle Nähmaschinen hingegen nutzen oftmals andere Transportsysteme wie zum Beispiel den Nadeltransport oder das Nähen mit einem zusätzlichen Obertransporteur.

Die meisten Nähmaschinen für den Hausgebrauch arbeiten mit einem Untertransporteur, der den Stoff durch kleine, gezackte Zähnchen weiter in die Nährichtung transportiert. Vor allem, wenn mehrlagige Stoffstücke vernäht werden, kann es jedoch passieren, dass die oberen Lagen durch den Nähfuß ausgebremst werden, während die unteren Lagen durch den Transporteur weitergeführt werden. Dagegen kann ein Obertransporteur Abhilfe schaffen, der in manchen Haushaltsnähmaschinen fest verbaut ist oder für andere Modelle als Zubehör eingesetzt werden kann.

NähmaschineAngetrieben werden moderne Nähmaschinen durch einen Elektromotor. Mechanische Nähmaschinen werden dabei in aller Regel über ein Pedal betrieben, über das ihr ähnlich wie bei einem Gaspedal auch die Geschwindigkeit beim Nähen regeln könnt. Bei computergesteuerten Nähmaschinen habt ihr darüber hinaus in der Regel auch die Möglichkeit, eine gleichbleibende Geschwindigkeit über einen Schieberegler einzustellen. Die Maschine startet dabei ohne Pedal auf Knopfdruck. Nach einem erneuten Knopfdruck stoppt die Maschine.

Je nach Ausstattung der Nähmaschine könnt ihr außerdem verschiedene Parameter einstellen. Dazu gehören die Position der Nadel beim Nähen, die Position der Nadel nach dem Stoppen oder unterschiedliche Sticharten oder Nähprogramme.

Die Geschichte der Nähmaschine

Schon in sehr frühen Zeiten der Menschheitsgeschichte spielte das Nähen eine große Rolle, denn mit dieser Technik wurde wärmende und schützende Kleidung hergestellt. Vor dem 14. Jahrhundert nutzten die Menschen zuerst spitze Gräten und später mit einem Nadelöhr versehene Nähnadeln aus Horn oder Knochen zum Nähen. Im 14. Jahrhundert gelang es erstmals, eine Nähnadel aus Eisen herzustellen. Das Nähen mit der Hand blieb jedoch noch bis zur Mitte des 18. Jahrhunderts die Regel und die Handarbeit kostete Zeit und Geld.

Etwa ab der Mitte des 18. Jahrhunderts begannen die ersten Tüftler daher damit, für die Erledigung dieser eher mühsamen Handarbeit Maschinen zu entwerfen. Den Anfang machte dabei der Deutsche Charles Frederick Wiesenthal. Der in England lebende Erfinder erhielt im Jahr 1755 ein Patent auf ein mechanisches Gerät, das mit einer Nadel mit zwei Spitzen und einem Nadelöhr in der Mitte die Nähbewegung der menschlichen Hand mechanisch nachahmte. Trotz des ersten Patents für ein Gerät, das in der Lage ist zu nähen, gelang es Charles Frederick Wiesenthal jedoch nie, eine funktionsfähige Nähmaschine herzustellen.

Die zweispitzige Nadel mit dem Öhr in der Mitte wird noch heute in der Stickindustrie verwendet.

Diesen Erfolg verbuchte stattdessen der englische Erfinder Thomas Saint im Jahr 1790 für sich, der seinen Entwurf einer Nähmaschine für Schuhmacher ebenfalls patentieren ließ. Seine aus Holz gefertigte Nähmaschine arbeitete mit einer Hakennadel, einer Gabelnadel und einem Vorstecher und nähte einen Kettenstich.

Der Durchbruch

Einige Jahre später, zu Beginn des 19. Jahrhunderts, entwarf der Deutsche Balthasar Krems die erste Nähmaschine, die eine Nadel nutzte, bei der das Nadelöhr an der Nadelspitze lag. Mit seiner Maschine, die es immerhin auf etwa 350 Stiche pro Minute brachte, konnten jedoch nur spezielle Jakobinermützen genäht werden, die von Krems hergestellt wurden.

In den kommenden Jahren folgten viele weitere Tüftler und Erfinder aus England, Frankreich, Deutschland und Amerika, die ebenfalls an der Erfindung einer Nähmaschine arbeiteten. Einen wirtschaftlichen Erfolg erzielte jedoch keiner von ihnen. Im Jahr 1846 baute der amerikanische Erfinder und Fabrikant Elias Howe aufbauend auf den Entwicklungen seiner Vorgänger eine Nähmaschine, die mit zwei Fäden nähte und erfand die Doppelsteppstichmaschine.

Obwohl seine Nähmaschine funktionierte und etwa 300 Stiche pro Minute schaffte, gelang es Howe jedoch nicht, das Gerät in Amerika zu vermarkten. Er versuchte sein Glück stattdessen in England, doch auch dort konnte er keine Erfolge erzielen. Als er nach 2 Jahren verarmt nach Amerika zurückkehrte, stellte er fest, dass der Erfinder und Unternehmer Isaac Merritt Singer in der Zwischenzeit eine ähnliche Nähmaschine erfunden hatte, die in den Geschäften zu kaufen war. Es kam zu einem Patentstreit zwischen Howe und Singer, den Howe schlussendlich gewann, sodass ihn seine Erfindung doch noch zu Reichtum brachte.

Isaac Merritt Singer brachte nicht nur die Nähmaschine in den Handel, sondern in Singers Unternehmen wurde in der Folge auch der Ratenkaufplan erfunden.

Nachdem die ersten Nähmaschinen auf dem Markt waren, wurden sie immer weiter entwickelt und verbessert. Angetrieben wurden die ersten Maschinen natürlich noch ohne Strom über ein Fußpedal, mit dem eine Mechanik in Gang gesetzt wurde. Die Maschinen waren in der Regel fest mit einem Tisch und dem entsprechenden Antrieb verbunden. Später entwickelten sich die sogenannten Koffernähmaschinen, die wesentlich leichter und platzsparender waren als die Tischnähmaschinen.

Diese Arten von Nähmaschinen gibt es

Auf das solltet ihr achtenWenn ihr euch zum ersten Mal mit dem Kauf einer Nähmaschine beschäftigt, werdet ihr feststellen, dass auf dem Markt sehr viele unterschiedliche Nähmaschinen angeboten werden.

So gibt es dort:

  • Mechanische Nähmaschinen
  • Computer Nähmaschinen
  • Freiarm Nähmaschinen
  • Anfänger- und Einsteigernähmaschinen
  • Kindernähmaschinen
  • Handnähmaschinen
  • Reisenähmaschinen
  • Nutznahtnähmaschinen

Außerdem angeboten werden:

  • Industrienähmaschinen
  • Overlock Nähmaschinen
  • Coverlock Nähmaschinen
  • Stickmaschinen

Doch was ist der Unterschied zwischen all diesen Nähmaschinen? Wir werfen in diesem Ratgeber einen genaueren Blick darauf.

Mechanische Nähmaschine oder Computernähmaschine?

UnterschiedeEin wichtiger Unterschied besteht zwischen mechanischen Nähmaschinen und Computer Nähmaschinen. Während mechanische Nähmaschinen elektrisch betrieben werden und die einzelnen Parameter wie Sticharten sowie Stichlänge und -breite manuell über einen Drehregler eingestellt werden müssen, werden Computer Nähmaschinen elektronisch über einen integrierten Computer gesteuert.

Wichtige Parameter können per Tastendruck eingestellt werden und lassen sich oft in einem Display auswählen. Computergesteuerte Nähmaschinen bieten außerdem deutlich mehr Stichprogramme als mechanische Nähmaschinen. Darüber hinaus können sie auch dekorative Zierstiche, Buchstaben oder Zahlen nähen sowie vollautomatisch Knopflöcher herstellen.

In der Handhabung sind Computernähmaschinen oftmals komfortabler als mechanische Nähmaschinen, denn die Maschine nimmt passend zum gewählten Nähprogramm gleich die optimalen Einstellungen für die Stichlänge und die Stichbreite vor. Im Display schlägt sie außerdem gleich den passenden Nähfuß vor. Des Weiteren lässt sich einstellen, ob die Nadel nach Beendigung einer Naht angehoben oder im Stoff versenkt bleiben soll, oder ob die Nadel in der Mitte, links oder rechts positioniert werden soll.

Die Einstellungsmöglichkeiten einer computergesteuerten Nähmaschine machen das Nähen bequemer und einfacher. Wenn ihr absolute Nähanfänger seid, kann es jedoch passieren, dass die Einstellungsmöglichkeiten der computergesteuerten Nähmaschine eher verwirrend als hilfreich wirken. Welche Art von Maschine besser geeignet ist, ist daher individuell verschieden.

Diese Einstellungsmöglichkeiten helfen sowohl Anfängern als auch geübten Nähern, sodass sich nicht pauschal sagen lässt, ob eine mechanische Nähmaschine oder eine computergesteuerte Nähmaschine für Anfänger besser geeignet ist. Mechanische Nähmaschinen sind in der Regel jedoch robuster und preiswerter. Dadurch sind sie eher geeignet, wenn ihr das Nähen als Hobby zunächst einmal ohne große Kosten ausprobieren möchtet.

Während also zwischen mechanischen und computergesteuerten Nähmaschinen ein deutlicher Unterschied besteht, beziehen sich viele andere Bezeichnungen eher auf gewisse Eigenschaften einer Nähmaschine.

  • Einsteiger- und Anfängernähmaschine

Als Einsteiger- und Anfängernähmaschinen werden oft Nähmaschinen bezeichnet, die im unteren Preissegment liegen und nur die grundlegenden Funktionen mitbringen. In den meisten Fällen handelt es sich dabei um mechanische Nähmaschinen. Sie bringen alle wichtigen Funktionen mit, die zum Nähen notwendig sind, verwirren einen Anfänger jedoch nicht durch allzu viele Sticharten und Nähprogramme.

  • Freiarm-Nähmaschine

Fast alle heute im Handel angebotenen Haushaltsnähmaschinen sind Freiarm Nähmaschinen. Sie stehen im Gegensatz zu denen früher gebräuchlichen Tischnähmaschinen, die fest mit einem Möbelstück verbaut waren. Der Vorteil einer Freiarm-Nähmaschine ist, dass ihr Hosenbeine, Ärmel oder ähnliches über den Freiarm ziehen könnt, um dort unter anderem Säume zu nähen.

Bei fast allen heutigen Nähmaschinen lässt sich der Anschiebetisch zusätzlich abnehmen, sodass auch enge Ärmel und Hosenbeine problemlos genäht werden können.
  • Kindernähmaschine

Auch Kinder begeistern sich oft für das Hobby Nähen. Der Handel bietet daher für Kinder extra kleine Nähmaschinen an. In der Praxis ist es jedoch oft so, dass Kinder auch mit einer günstigen mechanischen Nähmaschine, die für Anfänger und Einsteiger geeignet ist, gut zurechtkommen. Diese Maschinen sind meist besser verarbeitet und halten länger als die ausgewiesenen Kindernähmaschinen, die in einigen Fällen deutlichen Spielzeugcharakter aufweisen.

  • Reisenähmaschine

Als Reisenähmaschinen werden kleine, mechanische Maschinen bezeichnet, die sich im Reisegepäck verstauen lassen. Mit ihnen könnt ihr unterwegs kleinere Näharbeiten wie Reparaturen oder Ausbesserungen vornehmen. Für umfangreichere Näharbeiten sind diese Maschinen allerdings nicht geeignet. Oftmals ist es daher sinnvoller, anstelle der Reisenähmaschine einfach Nadel und Faden im Gepäck zu verstauen.

  • Handnähmaschine

Handnähmaschinen sind kleine Geräte, die optisch oftmals ein wenig an einen Tacker erinnern. Mit ihnen können ebenfalls kleinere Nähte ausgebessert werden. Für umfangreichere Näharbeiten sind jedoch auch sie nicht geeignet.

  • Nutznaht-Nähmaschine

Der Begriff Nutznaht bezeichnet das Gegenteil einer Ziernaht. Eine Nutznaht-Nähmaschine ist daher nichts anderes als eine herkömmliche Nähmaschine, mit der sich beispielsweise Geradstiche und Zickzackstiche nähen lassen. Diese etwas altmodische Bezeichnung stammt aus den Anfangszeiten der Haushaltsnähmaschine.

Die Spezialisten unter den Nähmaschinen

Begriffe wie Freiarm-Nähmaschine, Nutznaht-Nähmaschine oder Einsteiger- und Anfängernähmaschine bezeichnen also normale Haushaltsnähmaschinen. Es kann sich bei den Geräten sowohl um eine Computernähmaschine als auch um eine mechanische Nähmaschine handeln. Es gibt jedoch auch einige Nähmaschinen, die sich sehr deutlich von diesen herkömmlichen Nähmaschinen unterscheiden.

  • Overlock-Nähmaschine

Die Overlockmaschine ist eine Nähmaschine, die vor allem für das Nähen von Kleidung eingesetzt wird. Zwar können Kleidungsstücke auch mit einer herkömmlichen Haushaltsnähmaschine genäht werden, doch die Overlock ist in der Lage, in einem Arbeitsschritt Nähte zu erstellen, den Stoffrand abzuschneiden und die Schnittkanten zu versäubern. Dazu ist sie mit einem speziellen Messer ausgestattet. Anders als die herkömmliche Nähmaschine wird die Overlock mit mehreren Nadeln und Fadenspulen betrieben. Sie hat außerdem einen Differentialtransport, wodurch sich Jersey oder feine und dünne Stoffe deutlich besser nähen lassen.

Herkömmliche Nähmaschinen sind oft mit einem Overlockstich ausgestattet, der das Nähen und Versäubern in einem Schritt möglich macht. Die Arbeit einer wirklichen Overlockmaschine können sie jedoch nicht verrichten.
  • Coverlock-Nähmaschine

Die Coverlock Maschine näht und versäumt ebenfalls in einem Arbeitsschritt. Während ihr jedoch mit der Overlock-Maschine nur an der Stoffkante arbeiten könnt, um zwei Stoffstücke aneinander zu nähen, kann die Coverlock auch in der Stoffmitte nähen. Anders als die Overlock ist die Coverlock dafür nicht mit einem Messer ausgestattet. Sie verfügt jedoch auch über den Differentialtransport und ist oft mit der Fähigkeit ausgestattet, attraktive Zierstiche zu nähen.

Wenn ihr in größerem Stil oder gar gewerblich Kleidung nähen möchtet, ist eine Overlock- oder Coverlock-Maschine unerlässlich. Das bedeutet jedoch nicht, dass die Overlock oder Coverlock die bessere Nähmaschine ist, denn eine normale Haushaltsmaschine können diese spezialisierten Maschinen nicht ersetzen.
  • Industrienähmaschinen

Sowohl die Coverlock als auch die Overlock gehören von ihrer Funktion her zu den Industrienähmaschinen, doch beide Variationen sind heute auch als Maschinen für den Hausgebrauch erhältlich. Generell zeichnen sich Industrienähmaschinen durch eine sehr hohe Langlebigkeit aus. Die Geräte sind außerdem in der Regel sehr robust. Sie haben eine starke Motorleistung und sind deutlich schneller als Haushaltsnähmaschinen. Industrienähmaschinen sind meistens auf einer Tischplatte fest montiert und sie sind deutlich schwerer und lauter als herkömmliche Nähmaschinen.

  • Stickmaschinen

Genähte Unikate mit Stickereien zu verschönern wird immer beliebter. Daher bietet der Handel auch Stickmaschinen oder Nähmaschinen mit Stickeinheit an. Diese Maschinen sind heute in aller Regel computergesteuert. Ihr könnt verschiedene fertige Stickdateien nutzen oder eigene Dateien entwerfen.

Die Ausstattungsmerkmale einer Nähmaschine

Das solltet Ihr WissenModerne Nähmaschinen sind oft mit einer Vielzahl an Funktionen und Ausstattungsmerkmalen versehen. In unserem Ratgeber werfen wir einen Blick darauf, welche Funktionen besonders wichtig sind.

Freiarm Nähmaschine
Bei der Nähmaschine solltet ihr darauf achten, dass es sich um eine Freiarmnähmaschine handelt und dass ihr den Anschiebetisch abnehmen könnt. Nur so könnt ihr Hosenbeine, Ärmel oder andere schlauchförmige Teile nähen. Ohne eine Freiarmnähmaschine sind euch hier deutliche Grenzen gesetzt.

Der Nähfuß
Mit einem Nähfuß ist selbstverständlich jede Nähmaschine ausgestattet und die Füße könnt ihr je nach Näharbeit wechseln. Vor allem, wenn ihr dicke Materialien nähen wollt, solltet ihr jedoch darauf achten, dass die Maschine dafür auch geeignet ist und sich der Nähfuß entsprechend anheben lässt. Besonders praktisch ist dafür außerdem ein feststellbarer Nähfuß, der nicht kippelt.

Der Transporteur
Die meisten Nähmaschinen sind mit einem Untertransporteur ausgestattet. Wollt ihr besonders feine Stoffe oder mehrere Lagen dickeren Stoff nähen, ist es ratsam, zusätzlich einen Obertransport zu nutzen. Manche Maschinen sind direkt mit einem zweiten Transporteur ausgestattet, bei anderen besteht die Möglichkeit, ihn nachzurüsten.

Versenkbarer Transporteur
Für einige Arbeiten wie beim Stopfen oder beim Freihandsticken muss der Transporteur ausgeschaltet werden, um den Stoff freihand auf dem Anschiebetisch bewegen zu können. Manche Maschinen bieten zu diesem Zweck einen versenkbaren Transporteur an. Bei anderen Maschinen könnt ihr den Transporteur durch ein kleines mitgeliefertes Plättchen abdecken und so außer Funktion setzen.

Sticharten und Stichprogramme
Über die Standardstiche wie Geradstich, Zickzackstich oder Elastikstich verfügt in der Regel jede Nähmaschine. Auch einen Knopflochstich bietet fast jede Maschine an, doch darüber hinaus bieten vor allem von Computernähmaschinen viele weitere Sticharten und Nähprogramme an. Gerade Anfänger kommen oft mit einer Maschine besser zurecht, die weniger Möglichkeiten bietet und daher weniger verwirrend und einfacher zu bedienen ist, während geübte Vielnäher oft eine große Vielfalt an Stichen und Stichprogrammen zu nutzen und zu schätzen wissen.

Stichlänge und Stichbreite
Die Stichlänge und Stichbreite haben Einfluss auf das Nähergebnis. Sie sollten möglichst stufenlos einstellbar sein.

beste NähmaschineRückwärtsnähen
Auch das Rückwärtsnähen ist heute mit jeder modernen Haushaltsmaschine möglich. Es wird vor allem für das Verriegeln von Nähten benötigt. Computergesteuerte Nähmaschinen bieten hier spezielle Funktionen, mit denen auch auf der Stelle vernäht werden kann, doch mit einer mechanischen Maschine mit Rückwärtstaste lässt sich der Faden ebenso gut vernähen.

Nadelposition
Einige Maschinen bieten die Möglichkeit, einzustellen, ob die Nadel mittig, links oder rechts positioniert werden soll. Insbesondere für das Einnähen von Reißverschlüssen oder für knappkantiges Säumen ist diese Funktion durchaus praktisch. Sie wird vor allem bei computergesteuerten Maschinen angeboten.

Nadelstopp oben oder unten
Computergesteuerte Nähmaschinen bieten oft eine Wahlmöglichkeit, ob die Nadel nach dem Beenden einer Naht im Stoff verbleiben soll oder nicht. Für manche Näharbeiten kann diese Funktion durchaus praktisch sein. Wenn ein Nadelstopp mit tiefer Nadel eingestellt wird, kann das Stoffstück nicht verrutschen, auch wenn ihr den Nähfuß anhebt.

Automatische oder manuelle Fadenspannung
Manche Nähmaschinen bieten die Möglichkeit, die Fadenspannung automatisch einzustellen. Insbesondere Nähanfänger haben oft Probleme mit der richtigen Einstellung der Fadenspannung, sodass diese Funktion durchaus eine Hilfe sein kann. Da die automatisch eingestellte Fadenspannung jedoch nicht in jedem Fall passt, sollte immer auch eine manuelle Einstellung möglich sein.

Mit Display oder ohne
Computergesteuerte Nähmaschinen sind in der Regel mit einem Display ausgestattet, während mechanische Nähmaschinen meist zwei große Drehregler haben. Die Entscheidung für oder gegen ein Display ist also auch gleichzeitig eine Entscheidung für oder gegen eine computergesteuerte Nähmaschine.

Das Fußpedal
Das Fußpedal dient in erster Linie dem Antrieb und der Geschwindigkeit des Nähens. Einige Nähmaschinenpedale übernehmen aber auch weitere Funktionen wie das Anheben des Nähfußes oder einen Wechsel der Nährichtung.

Einige der hier genannten Funktionen und Ausstattungsmerkmale werden nur von Computer Nähmaschinen geboten. während ihr bei mechanischen Nähmaschinen darauf verzichten müsst. Es handelt sich dabei jedoch nicht um grundlegend notwendige Funktionen, sondern um Extras, die das Nähen komfortabler machen oder zusätzliche Dekorationsmöglichkeiten bieten. Generell ist jede handelsübliche Haushaltsnähmaschine mit allem ausgestattet, was ihr braucht, um damit Kleidung zu nähen oder Änderungs- und Reparaturarbeiten auszuführen.

Welche Nähmaschine ist für welche Aufgaben geeignet?

Nähmaschine VergleichBeim Kauf einer Nähmaschine stellt sich natürlich schnell die Frage, welche Nähmaschine die beste ist. Die Antwort lautet wie in so vielen Fällen klar und einfach „Das kommt darauf an“ und zwar konkret darauf, was ihr mit der Maschine nähen wollt.

Im Prinzip ist eine einfache mechanische Nähmaschine für alle gängigen Näharbeiten geeignet. Mit ihr könnt ihr Nähte aller Art erstellen, ihr könnt Kleidung nähen, ausbessern oder ändern, Vorhänge umnähen und vieles mehr. Für alle Basics und vor allem für die Gelegenheitsnäher unter euch oder diejenigen, die erst einmal schauen wollen, ob das Hobby Nähen überhaupt das richtige ist, ist eine einfache, mechanische Nähmaschine, die oft auch als Anfänger- oder Einsteigermaschine bezeichnet wird, also durchaus gut geeignet. Sie hat den Vorteil, dass sie meist relativ günstig ist und trotzdem robust und gut verarbeitet ist.

Für den Anfang ist eine einfache mechansiche Nähmaschine oft ausreichend. Wünscht ihr euch gleich von Anfang an etwas mehr Komfort beim Nähen, spricht jedoch auch nichts gegen eine computergesteuerte Maschine.

Diejenigen von euch, die öfter an der Nähmaschine sitzen, werden sicher den Komfort einer computergesteuerten Nähmaschine zu schätzen wissen und je mehr ihr näht, desto mehr Verwendung habt ihr für die vielen unterschiedlichen Nähprogramme und Sticharten, die eine computergesteuerte Nähmaschine zu bieten hat. Diese Maschinen sind jedoch in einigen Fällen deutlich empfindlicher. Sie kommen teilweise mit dicken und festen Stoffen und vielen Stofflagen nicht so gut zurecht wie eine robuste mechanische Maschine.

Welche Maschine die richtige ist und welche Ausstattung sie mitbringen sollte, ist daher stark davon abhängig, wofür und in welchem Ausmaß ihr die Maschine nutzen möchtet.

Wartung und Pflege der Nähmaschine

Schon gewusst?Eine Nähmaschine muss regelmäßig gepflegt und gewartet werden, damit sie einwandfrei funktioniert. Mit der Zeit sammelt sich im Inneren einiges an Staubflusen, Fusseln und ähnlichem an, was die Funktion der Nähmaschine deutlich beeinträchtigen kann. Bestimmt hat es jeder von euch, der schon öfter an der Nähmaschine gesessen hat, schon einmal erlebt, dass auf einmal nichts mehr geht.

Der Oberfaden reißt, der Unterfaden verheddert sich, der Stoff wird nicht mehr transportiert, kurzum die Nähmaschine streikt. Dabei muss es sich jedoch längst nicht immer um einen Defekt handeln. Oft ist einfach nur eine gründliche Wartung und Reinigung der Maschine nötig.

Bevor es an die Reinigung geht, solltet ihr unbedingt den Netzstecker ziehen und das Fußpedal entfernen. Dann legt ihr euch alles bereit, was ihr für die Reinigung der Maschine braucht:

  1. Die Gebrauchsanweisung eurer Nähmaschine
  2. Einen weichen Pinsel (ist oft im Lieferumfang enthalten)
  3. Gegebenenfalls einen Schraubendreher
  4. Einen sauberen, weichen Lappen
  5. Ein paar Wattestäbchen
  6. Einen Staubsauger
  7. Gegebenenfalls Nähmaschinenöl
Nähmaschinenöl dürft ihr nur bei mechanischen Nähmaschinen benutzen. Computergesteuerte Nähmaschinen dürfen nicht geölt werden. Beim Öl müsst ihr immer darauf achten, dass ihr ein harzfreies und säurefreies Nähmaschinenöl benutzt.

Habt ihr die notwendigen Vorbereitungen getroffen, geht ihr wie folgt vor:

  • Entfernt zunächst die Nadel und die Stichplatte. Bei einigen Maschinen kann die Stichplatte so abgenommen werden, bei anderen müssen einige Schrauben gelöst werden
  • Entfernt nun alle anderen losen Teile wie den Nähfuß, die Spule, das Garn etc. Auch den Greifer solltet ihr, wenn möglich, auseinandernehmen. Hier ist die Bedienungsanleitung eurer Nähmaschine sehr wichtig, denn dort wird genau beschrieben, wie ihr die Nähmaschine am besten reinigt und welche Teile ihr dafür entfernen müsst
  • Mit einem Pinsel entfernt ihr nun gründlich Staub, Krümel, Fasern, Fadenreste und ähnliches. Um auch entlegene Stellen zu erreichen, könnt ihr dazu auch einen Staubsauger einsetzen. Dabei müsst ihr jedoch gut aufpassen, dass ihr keine der vorher abgebauten Teile einsaugt
Mitunter wird auch empfohlen, Druckluft zu nutzen, um die Maschine zu reinigen. In der Tat löst die Druckluft die Faserreste und andere Verschmutzungen, doch anders als bei einem Staubsauger wird der Schmutz nicht entfernt, sondern oftmals tiefer in die Maschine hineingeblasen.
  • Im nächsten Schritt reinigt ihr alle erreichbaren Bereiche mit einem weichen Tuch. Auch der Greifer und die Greiferbahn müssen gründlich gereinigt werden. Hartnäckigen Schmutz könnt ihr mit etwas Nähmaschinenöl entfernen, doch achtet darauf, dass ihr Öl nur bei mechanischen Maschinen einsetzt. Computergesteuerte Nähmaschinen dürfen nicht geölt werden
  • Bei mechanischen Nähmaschinen müsst ihr nun die Greiferbahn von innen ölen. Achtet dabei darauf, dass ihr nicht zu viel Öl verwendet, denn dadurch können eure Nähstücke später verschmutzt werden. Ein bis zwei kleine Tropfen oder ein mit Öl benetztes Wattestäbchen reichen vollkommen aus
  • Ist die Maschine sorgfältig gereinigt und gegebenenfalls geölt, müsst ihr die Maschine wieder zusammenbauen. Auch dabei hilft euch die Gebrauchsanweisung, wenn ihr euch nicht mehr an die genaue Reihenfolge erinnern könnt

Habt ihr die Maschine von innen gereinigt, könnt ihr sie bei Bedarf von außen mit einem weichen Tuch abwischen.

Wasser oder feuchte Lappen dürft ihr niemals zur Reinigung der Nähmaschine benutzen. Durch Feuchtigkeit kann die Maschine stark beschädigt werden.

Wie oft sollte die Nähmaschine gereinigt werden?

Das Beste ist es, die Nähmaschine nach jedem größeren Nähprojekt gründlich zu reinigen. Habt ihr die Maschine längere Zeit nicht benutzt, solltet ihr sie auch reinigen und gegebenenfalls ölen, bevor ihr sie wieder in Betrieb nehmt. Bei regelmäßiger Nutzung solltet ihr die Nähmaschine mindestens einmal monatlich reinigen.

Zur regelmäßigen Wartung und Pflege der Nähmaschine gehört es auch, die Nadeln regelmäßig zu wechseln. In welchem Intervall dies notwendig ist, kommt darauf an, wie oft ihr die Maschine benutzt. Nach größeren Nähprojekten sollte aber auf jeden Fall die Nadel gewechselt werden.

Inspektion und Reparatur

Nicht alle Verschmutzungen könnt ihr durch die regelmäßige Reinigung und Wartung selbst entfernen. Aus diesem Grund ist es insbesondere bei hochpreisigen Nähmaschinen sehr sinnvoll, die Maschine in regelmäßigen Abständen zur Inspektion zu geben. Dabei wird die Nähmaschine von einem Fachmann auseinander genommen und gründlich gereinigt und geölt. Außerdem prüft der Fachmman die Maschine auf Defekte und Verschleißerscheinungen wie beispielsweise eine verbogene Nadelstange.

Wie oft eine solche Inspektion durchgeführt werden sollte, hängt stark davon ab, in welchem Ausmaß ihr die Maschine nutzt. Nutzt ihr die Maschine nahezu täglich, ist es ratsam, alle ein bis zwei Jahre eine Inspektion durchführen zu lassen. Wird die Maschine hingegen nur hin und wieder genutzt, könnt ihr euch mit der Inspektion jeweils drei bis fünf Jahre Zeit lassen.

Inspektionen werden bei Nähmaschinen-Fachgeschäften oder in manchen Fällen auch direkt beim Hersteller vorgenommen, wo ihr die Maschine einschicken könnt. Dort werden auch eventuell notwendige Reparaturen erledigt.

Bei besonders günstigen Einsteigermaschinen solltet ihr den Nutzen einer Inspektion gründlich abwägen. Wenn der Preis für die Maschine nur im zweistelligen Eurobereich lag, werdet ihr für die Inspektion in etwa dasselbe bezahlen. In diesem Fall wäre es also eine Überlegung wert, gleich eine neue Maschine zu kaufen.

Zubehör für Nähmaschinen

VorteileIm Handel wird von Verbrauchsmaterial wie Nadeln oder Garnen über zusätzliche Nähfüße, Spulen und Scheren bis hin zu Ersatzteilen sehr viel Zubehör für die Nähmaschine angeboten und vieles von diesem Zubehör ist für das Nähen wichtig. Vor allem als Neuling in Sachen Nähen solltet ihr euch zusätzlich zur Nähmaschine eine gute Grundausstattung zum Nähen zulegen. Die folgenden Teile dürfen dabei nicht fehlen, denn wenn mangelnde Übung und fehlendes Werkzeug aufeinandertreffen, werden die ersten Nähversuche oft frustrierend und sind nicht von Erfolg gekrönt.

  • Scheren
    Wenn ihr nähen möchtet, braucht ihr eine gute Schere, um den Stoff zuzuschneiden. Dafür solltet ihr nicht die Haushaltsschere benutzen, denn eine gute Stoffschere muss immer scharf sein und ihr dürft sie für nichts anderes als das Schneiden von Stoff verwenden. Eine kleinere Bastelschere zum Schneiden anderer Materialien gehört ebenso zum Bedarf wie eine kleine Stickschere, mit der ihr überstehende Fäden abgeschneiden könnt. Gute Dienste leistet auch ein Rollschneider, für den ihr allerdings eine Schneidematte als Unterlage benötigt.
Ein sehr nützliches Utensil, das für die Grundausstattung jedoch nicht unbedingt erforderlich ist, ist eine Zickzack-Schere. Sie verhindert das Ausfransen von Stoffen und sorgt außerdem durch das Zickzackmuster für einen attraktiven Stoffabschluss
  • Nähgarn
    Vor allem Nähanfänger denken oft, Garn ist Garn. Sie kaufen daher für die ersten Nähversuche ein paar billige Garnrollen oder kramen etwas altes Garn aus dem Handarbeitsfundus hervor. Vor allem billige Garne reißen jedoch sehr oft, sodass ihr gar nicht erst zum Nähen kommt. Es lohnt sich daher durchaus, in ein gutes Baumwollgarn oder ein hochwertiges Polyestergarn zu investieren, auch wenn es etwas teurer ist.
Reißt euch beim Nähen ständig der Faden, solltet ihr als erste Maßnahme immer die Maschine reinigen, ein anderes, hochwertigeres Garn verwenden und die Nadel wechseln. Einen Großteil der Probleme mit der Nähmaschine könnt ihr durch diese Maßnahmen beheben.
    • Nähnadeln
      Die Nadeln der Nähmaschine müsst ihr regelmäßig wechseln. Darüber hinaus ist es wichtig, für jedes Nähprojekt die passenden Nadeln zur Hand zu haben. Für den Anfang ist in der Regel eine Packung herkömmlicher Maschinennadeln in unterschiedlichen Größen ausreichend. Ein solches Set ist oft auch im Lieferumfang der Nähmaschine enthalten. Für feste Materialien solltet ihr Jeansnadeln verwenden und für die Arbeit mit Jersey oder anderen elastischen Stoffen gibt es spezielle Stretchnadeln.

Nähmaschinen Test

  • Spulen
    Die Spulen enthalten den Unterfaden, der in den meisten Fällen die gleiche Farbe haben sollte wie der Oberfaden. Einige Spulen sind bei den meisten Maschinen im Lieferumfang enthalten. Um die Fäden nicht ständig neu aufspulen zu müssen, ist es allerdings durchaus sinnvoll, ein paar mehr Spulen zu haben. So habt ihr die wichtigsten Garne direkt auf einer Spule zur Hand.
  • Stecknadeln und Klammern
    Zum Nähen braucht ihr Stecknadeln oder spezielle Klammern. Ihr benötigt sie, um eure Stoffstücke zu fixieren, damit sie beim Nähen nicht verrutschen.
  • Maßband
    Ein Maßband ist unerlässlich beim Nähen. Es sollte daher unbedingt zur Grundausstattung gehören. Es ist bei einigen Nähmaschinen jedoch bereits als kleines Extra im Lieferumfang vorhanden.
  • Markierungsstifte
    Um ein Schnittmuster zu übertragen, benötigt ihr entsprechende Markierungsstifte. Dazu eignet sich Schneiderkreide sehr gut, doch auch Stoffmalstifte oder sogenannte Magic Marker sind gut dafür geeignet. Magic Marker lassen sich einfach mit Wasser oder durch Bügeln entfernen.
  • Nahttrenner
    Der Nahttrenner ist eines der wichtigsten Utensilien beim Nähen. Immer wieder kommt es vor, dass eine Naht aufgetrennt werden muss. Das betrifft längst nicht nur die Anfänger, sondern auch geübte Nutzer der Nähmaschine. Ein Nahttrenner ist im Zubehör der meisten Nähmaschinen enthalten. Er kann jedoch auch nachgekauft werden, wenn er stumpf geworden ist.

Weiteres Zubehör

Über diese wichtige Grundausstattung hinaus gibt es weiteres Zubehör für die Nähmaschine zu kaufen. Welches Zubehör ihr benötigt, ist stark von der persönlichen Nutzung der Nähmaschine abhängig. Angeboten werden unter anderem

  • Abdeckhauben
  • Transporttaschen
  • Unterschiedliche Nähfüße
  • Erweiterungen für den Anschiebetisch
  • Sprühkleber für Textilien sowie spezielle Klebebänder, um die Stoffe beim Nähen zu fixieren
  • Ersatzteile für die Nähmaschine
Ganz gleich, welche Art von Zubehör ihr kauft, ist es immer sehr wichtig darauf zu achten, dass die Teile mit eurer Nähmaschine kompatibel sind. Manches Zubehör wie Flachkolbennadeln sind für fast alle handelsüblichen Nähmaschinen geeignet, während bei den Spulen teilweise große Unterschiede bestehen.

Das müsst ihr beim Kauf einer Nähmaschine beachten

DIY liegt voll im Trend und mit einer Nähmaschine habt ihr sehr viele Möglichkeiten, ausgefallene und individuelle Dinge selbst zu machen

  • Mit der Nähmaschine könnt ihr individuelle Kleidungsstücke nähen
  • Ihr könnt Gebrauchsgegenstände wie Taschen, Utensilos oder Vorhänge nähen
  • Durch die freie Stoffauswahl könnt ihr alles ganz auf euren persönlichen Geschmack ausrichten
  • Ihr könnt Kleidungsstücke ausbessern oder ändern
  • Schnittmuster stehen in großer Zahl in entsprechenden Zeitschriften oder im Internet zur Verfügung
  • Mit ein wenig Übung könnt ihr auch als Anfänger viele schöne Dinge mit der Nähmaschine herstellen
  • Zum Nähen benötigt ihr viel Platz, da ihr unter anderem Stoffe zuschneiden müsst
  • Es ist relativ viel Zubehör notwendig

Nähmaschine TestMit einer Nähmaschine könnt ihr euer kreatives Talent sehr gut entfalten und dabei gleichzeitig noch nützliche Gegenstände und schöne Kleidung herstellen. Auch Reparaturen und Ausbesserungsarbeiten sind schnell erledigt. Viele Gründe also, die für eine Nähmaschine sprechen. Wichtig ist jedoch, dass ihr euch beim Kauf für die richtige Maschine entscheidet. Dabei solltet ihr auf folgende Faktoren achten:

  • Wollt ihr erst mit dem Nähen beginnen und habt bisher noch keine Erfahrung an der Nähmaschine, ist es durchaus sinnvoll, mit einer einfachen, mechanischen Einsteigermaschine anzufangen. Diese Maschinen bringen alles mit, was ihr zum Nähen braucht, doch sie sind robuster als Computernähmaschinen und verzeihen auch einen Bedienfehler. Sie sind außerdem meist preiswerter. Im gleichen Preissegment sind die mechanischen Maschinen oft qualitativ hochwertiger
  • Habt ihr bereits Erfahrungen mit dem Nähen gesammelt, solltet ihr euch überlegen, für welche Zwecke ihr die Maschine nutzen wollt und was ihr nähen möchtet. Dabei kommt es darauf, an welche Stoffe ihr vernähen möchtet, ob ihr Wert auf Deko- und Zierstiche legt, ob ihr quilten oder freihandsticken möchtet und vieles mehr. Nach diesen Kriterien solltet ihr dann die passende Maschine auswählen
  • Möchtet ihr mit der Maschine mobil sein, um beispielsweise an Workshops oder Kursen teilzunehmen, solltet ihr auf ein möglichst geringes Gewicht achten. Eine leichte Maschine könnt ihr wesentlich besser transportieren
  • Wenn ihr keinen Hobbyraum im Einfamilienhaus zur Verfügung habt, achtet auch auf die Lautstärke der Maschine. Die Berufstätigen und die Mütter unter euch werden oftmals eher am Abend zum Nähen kommen und in hellhörigen Mehrfamilienhäusern ist es leider keine Seltenheit, dass sich die Nachbarn durch die Nähmaschine gestört fühlen
Ähnlich wie bei einer schleudernden Waschmaschine können sich die Vibrationen der ratternden Nähmaschine durchaus in die Nebenwohnungen übertragen. Mechanische Nähmaschinen sind dabei in der Regel oft lauter als computergesteuerte Maschinen. Eine rutschfeste Schallschutzmatte, wie sie auch für Waschmaschinen angeboten wird, kann jedoch Abhilfe schaffen.

Kurz gesagt sollten sich Anfänger und Einsteiger also für eine robuste und zuverlässige Maschine entscheiden, die alle Grundfunktionen bietet. Die fortgeschrittenen Näher unter euch sollten die Maschine gezielt nach ihren Anforderungen auswählen. Wisst ihr jedoch von vornherein, dass ihr beispielsweise hauptsächlich Jeans oder sogar Leder nähen möchtet, müsst ihr euch direkt nach einer entsprechenden Maschine umschauen, denn mit dickeren Stoffen oder erst recht Leder kommen manche Nähmaschinen nicht gut zurecht.

Nähmaschinen im Test bei der Stiftung Warentest – Testsieger und Ergebnisse

Stiftung Warentest UrteilDie Stiftung Warentest hat in der Vergangenheit bereits mehrfach Nähmaschinen getestet. So beispielsweise im November 2016. Der Nähmaschinen-Test wurde allerdings von der französischen Zeitschrift Que choisir durchgeführt. Die Tester haben 17 Nähmaschinen für Anfänger und Fortgeschrittene getestet, die auch in Deutschland erhältlich sind. Unter den Nähmaschinen im Test waren unter anderem Modelle von Brother, Pfaff und Singer. Die Stiftung Warentest empfiehlt insbesondere Anfängern einfach zu bedienende Nähmaschinen, bei denen jedoch Komfortmerkmale wie ein automatischer Einfädler oder eine Geschwindigkeitsregulierung oft fehlen. Die Meldung der Stiftung Warentest findet ihr hier.

Doch auch die Stiftung Warentest selbst hat bereits Nähmaschinen getestet. Der jüngste Nähmaschinen-Test der Verbraucherorganisation stammt dabei aus dem April 2020, den Ihr an dieser Stelle im Detail erhaltet. Bitte beachtet aber, dass sich dieser Artikel hinter einer Bezahlschranke findet. Getestet wurden dabei 15 Nähmaschinen der Marken Brother, Bernina, Carina, Gritzner, Janome, Lidl, Pfaff und Singer. Bei den Modellen handelte es sich um zwei Overlockmaschinen sowie um 13 Freiarm-Nähmaschinen. Die Noten reichten bei dem Test der 15 Modelle von Sehr Gut bis Ausreichend. Zudem enthält der Artikel noch eine ausführliche Kaufberatung mit Blick darauf, welches Modell am besten mit dicken Stoffen klar kommt und welche Maschinen Knopf­löcher und Reiß­verschlüsse problemlos nähen.

Nähmaschinen Test von Öko Test

Bei den Testern von Öko Test ist leider kein Nähmaschinen Test zu finden, sodass wir euch keine Testsieger oder Testergebnisse für Nähmaschinen vorstellen können. Wenn Öko Test in der Zukunft einen Nähmaschinen Test durchführt, werden wir euch jedoch hier darüber informieren und euch die Testsieger im Nähmaschinen Test von Öko Test sowie alle Testergebnisse vorstellen.

Nähmaschine Vergleich 2020: Findet jetzt eure beste Nähmaschine

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